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Mein Austritt aus der Gemeinde und wie es dazu kam


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3 Antworten in diesem Thema

#1
Jelina

Jelina

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Mein Austritt von der ehemaligen Gemeinde "GottERlebt" in Schwabach war im Herbst 2005.
Der Grund warum ich erst jetzt darüber berichte ist , dass die Verletzungen und die Art und Weise wie mit einem umgegangen wurde Zeit brauchte um verarbeitet zu werden um wieder nach vorn und vor allem auf Jesus zu schauen!

Es begann im Januar 2005 als unser Pastor Klaus Fischer von einer Winterbibelschule aus Röhrenbach zurückkam. Allein wie er die Gemeinde betrat löste in mir ein unbeschreibliches Unbehagen aus.
Unser Pastor war vor der Bibelschule eher zurückhaltend und ein etwas monotoner Prediger womit ich aber sehr gut klar kam, denn es kommt vor allem auf den Inhalt einer Predigt an finde ich.

Aber an diesem Abend, unser Gottesdienst fand ab 17 Uhr statt, war er wie ausgewechselt, er war nicht mehr er selbst sondern eine Kopie von Helmut Bauer,den ich aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht kannte.

Ich war Leiterin der Kindermitarbeiter und dieses machte mich zu einem Angriffspunkt!
Fast jeden Sonntag machten wir mit den Kindern Lobpreis mit Bewegungsliedern von Thomas Klein was den Kindern und uns sehr viel Spaß machte. Plötzlich hieß es von Seiten der Gemeindeleitung es gibt keinen Kinderlobpreis mehr.

Daraufhin war ich und meine Kollegin derart empört dass ich meiner Unzufriedenheit freien Lauf ließ und sagte das diese Gemeinde kinderfeindlich sei.

Am gleichen Abend bekam ich von der Pastorenfrau einen Anruf warum meine Kollegin gesagt hätte das die Gemeinde kinderfeindlich sei,ich sie aber darüber aufklärte das dieser Satz von mir kam. Ich fragte sie auch gleich warum das jetz so gehandhabt wird. Sie gab mir zu verstehen das es einige Veränderungen geben würde und die Kinder selbstverständlich wieder Lobpreis machen dürften.


Wir waren zu dem Zeitpunkt dabei eine Kinderlobpreisband zu gründen, da wir viele musikalisch begabte Kinder hatten.
Zu diesem Zeitpunkt wußte ich noch nicht was alles auf mich zukommen würde.

Am 1. Mai machten wir einen Gemeindeausflug nach Röhrenbach, zu diesem Zeitpunkt wußten wir noch nicht was es mit dieser WuG Gemeinde auf sich hat und welchen zerstörerischen Einfluß sie auf unsere Gemeinde noch haben würde.

Ich war auch in einem Hauskreis und unser Hauskreisleiter, auch Älterster, war sozusagen auch infiziert was dazu führte das er immer mehr in Rätseln sprach ich dem ganzen nicht mehr folgen wollte und mich zurückzog was nicht schwer war den ich arbeitete im Schichtbetrieb.

Ich fühlte mich bevor dies alles geschehen war sehr wohl in meinem Hauskreis,denn wir konnten über alles reden, es wurde für jede Situation gebetet, dieser Hauskreis war einfach sehr gesegnet. Der Zusammenbruch war für mich ein sehr schmerzliche Erfahrung,da ich nach einem etwa vierjährigem Beziehungsmißbrauch wieder Fuß gefasst hatte und mich im Jahr 2000 bekehrt hatte, Dank meiner Schwägerin.

Dies sollte aber nicht alles sein es kam noch schlimmer.
Dieser Hauskreisleiter, der zuvor ein sehr netter und treuer Freund geworden war lud mich in die Gemeinde ein zu einem aufklärenden Gespräch, da ich im Hauskreis nicht mehr zur Verfügung stand.

Er erzählte mir das alles ganz einfach sei und ich nur in mein gelobtes Land einmaschieren bräuchte und aufhören sollte in Demut zu versinken und in eine Anspruchshaltung zu gehen und alles im Geist zu machen. Its easy!!!
Ich dachte noch so bei mir, naja vielleicht bist du zu verbohrt ja alles richtig zu machen, das du das wesentliche übersiehst.
Mit diesen Gedanken fuhr ich nach Hause, hörte im Auto Lobpreis, kein WuG, und spürte auf einmal wie es mir mit diesem Gedanken immer schlechter ging. Ich brach in Tränen aus und rief nach meiner Ankunft gleich meine Schwägerin an die in der Zeit für mich gebetet hatte. Sie erklärte mir das Gott mich aufmerksam gemacht hätte und ich keine Angst haben bräuchte, sondern ganz mit dem Herrn verbunden bleiben sollte, denn dies sei ein geistlicher Kampf. Wie Recht sie doch hatte.

Da mein Hauskreisleiter mich nicht manipulieren konnte und ich noch immer Kinderleiterin war, wurde ich und meine Kollegin,bei der sie auch nichts erreichen konnten, zu einem offiziellen Gespräch mit allen Ältesten beordert.
Es fing damit an,dass sie meine Kollegin und Freundin dermaßen angriffen, das ich das Wort ergriff und sie fragte was das solle. Sie sagten uns das wir uns sträubten den Weg mit ihnen zu gehen, die Kinderstunden nicht mit dem Material von WuG machten, falsch beteten und überprüfen sollten welcher Geist in uns wirkt, ich war geschockt. Ich sagte das Gott mich in Bezug auf die Kinder sehr gesegnet hätte, ich keine endlose Zeit bräuchte um eine Kinderstunde vorzubereiten,ich würde ins Gebet gehen und Gott zeigte mir immer was dran wäre. Es ging mir leicht von der Hand und ich hatte richtig Spaß dabei.
Daraufhin sagten sieuns wir sollten doch die nächste Winterbibelschule in Röhrenbach machen sie hätten zwei Karten dafür.
Ich sagte das ich das auf keinen Fall machen würde und ich davon überzeugt bin das ich nicht falsch liegen kann, denn sonst wäre der Segen Gottes nicht so auf der kinderarbeit gelegen.
Daraufhin meldete sich unser Hauskreisleiter, der von Kinderstunde null Ahnung hatte zu Wort und sagte dass in Zukunft die Kinderstunde in andere Hände gelegt würden, weil man könne den Kindern den einfachen Weg nicht durch engstirnige Mitarbeiter verwehren.
Über dieses Ergebniss war ich sehr bestürzt und traurig, denn ich konnte die kinder nicht schützen,was mich sehr hilflos machte.
Ich danke aber Gott sehr dafür bei diesem Gespräch mich und meine Freundin so beschützt zu haben denn der Feind wußte das er mich über die Kinder angreifen konnte und wollte mich damit zu Fall bringen, was ich aber erst mit der Zeit realisierte.

2Tage später bekam ich einen Anruf von der Pastorenfrau. Warum ich mich bei diesem Gespräch von Anfang an in einer abwehrenden Haltung präsentiert hätte. Ich sagte zu ihr ich wäre nur in eine hab Achtungstellung gewesen. Außerdem wollte ich erst alles mit dem Herrn prüfen, was zu dem Ergebniss führte das es nicht in Ordnung wäre. Daraufhin sagte sie mir ob es sein kann das ich damit nicht klar komme, dass der Pastor durch seine Stellung mehr geistliche Führung und Offenbarungen bekäme als wir sogenanntes normales Fußvolk und ich mir ernsthaft Gedanken machen sollte ob der Geist in mir nicht ein anderer Geist sei als der heilige Geist. Es folgte noch mehr in dieser Art bei diesem einstündigem Gespräch, mit dem Ergebniss das ich feststellen mußte und ich auch heil froh darüber bin, dass mich Gott wirklich davor bewahrt hat geistlich verblendet zu werden.

Mein Pastor versuchte es auch immer wieder mir klar zu machen des der Weg den die Gemeinde jetzt geht der absolut richtige wäre. Als alles nichts mehr nutzte wollten sie noch einen letzten Versuch starten und mit mir persönlich bei mir zu Hause ein Gespräch führen.Dieses Gespräch fand aber nicht mehr statt da der Pastor die Gemeinde auflöste bzw. spaltete um eine Wort und Geistgemeinde zu eröffnen. Dazu mußten aber die sogenannten gefallenen Gotteskinder entfernt werden, da der falsche Geist alles zerstören würde. Die sogenannte Abschlußpredigt könnt ihr in diesem Forum lesen unter der Ruprik
"an Wort und Geist Röhrenbach angeschlossene Gemeinden".

Dies ist meine Geschichte, ich hoffe ihr könnt euch zu einem kleinen Teil vorstellen, was über Monate in unserer Gemeinde los war. Da dies nur ein kleiner Ausschnitt war und auch nur mich betraf, aber es sehr wohl noch andere Geschichten von ehemaligen Gemeindegeschwistern gibt. Ich hoffe mit meinem Beitrag anderen Wort und Geistgeschädigten Mut zu machen auch mit ihren traumatischen Erlebnissen an die Öffentlichkeit zu gehen. Vielleicht lesen sie auch hier im Forum mit, haben sich aber aus Angst vor Represalien seitens Wort und Geist noch nicht getraut mit ihren Erlebnissen an die Öffentlichkeit zu gehen. Aber um das ganze Ausmaß der Wort und Geistzerstörung in den Gemeinden erfassen zu können, ist es so dringent notwendig,dass sich noch viele andere WuGgeschädigte melden und ihre Geschichten erzählen. Ich möchte jeden Mut machen, Kopf hoch , Gott segne Euch!!!!!
  • 0

#2
Rolf

Rolf

    Administrator

  • Administrator

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Die Original CD von der Spaltungspredigt, gehalten von Klaus Fischer liegt mir im Original vor. Es ist ein unglaubliches Zeugnis, das davon berichtet,wie 15 bis 20 Gottesdienstbesucher mitten in der Predigt aus dem Gottesdienstaus gewiesen wurden mitder Maßgabe, die Gemeinde in Zukunft zu meiden, die Schlüssel abzugeben und am Ausgang eine Austrittserklärung zu unterschreiben.

Es handelt sich um eines der eklatantesten beispiele dafür, was man bei Wort und geist unter der göttlichen Liebe versteht, in der die "Söhne" angeblich leben.

Ich habe den ersten teil bereit wörtlich von der CD abgeschrieben und hier veröffentlicht.


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Herzliche Grüße

Rolf
  • 0

#3
Aussteigerin

Aussteigerin

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Liebe Jelina,

ich danke Dir für Deinen offenen und ehrlichen Bericht. Da ich auch bei der ehemaligen Gemeinde
GottErlebt war, jetzt W&G Schwabach kann ich das alles nur bestätigen, was Du geschrieben hast.
Ich war sogar Zeitzeuge der Predigt Hoffnung aus Chaos Teil 1. Teil 2 hörte ich nur auf CD, weil
ich als "Abtrünnige" ja während der Predigt den Schlüssel abgeben und meinen Austritt
unterschreiben mußte. Vor Wort und Geist war die Gemeinde ein richtiges Zuhause für mich,
ich habe viele Leute nicht wiedererkannt nach der Übernahme der W&G "Leere".
Ich danke Gott momentan täglich dafür das ich da raus bin, und in Nürnberg eine neue Bibeltreue
Gemeinde gefunden habe wo meine Familie und ich mich sehr sehr wohl fühlen.

Jelina der Herr segne Dich.
:smile:
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#4
Timm

Timm

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Liebe Jelina,

vielen Dank für Deinen ausführlichen Bericht. Ich habe ähnliche Erfahrungen in Gemeinden machen müssen, die sich plötzlich dem Wohlstandsevangelium verschrieben haben. Und als hauptamtlicher Mitarbeiter einer Missionsgesellschaft wurde ich bedrängt meine "altbackene" Gemeinde zu verlassen und in eine Wohlstandsevangeliums-Gemeinde zu wechseln. Als ich mich weigerte wurde ich mit anderen Mitarbeitern im Rahmen einer Säuberungswelle aus dem Büro entfernt.

Und wie sehr sich die Fälle doch in so manchen Kleinigkeiten gleichen:

Plötzlich hieß es von Seiten der Gemeindeleitung es gibt keinen Kinderlobpreis mehr.
Hier wird eine der Grundregeln von Höflichkeit und Zusammenarbeit mit den Füßen getreten. Wenn Du für die Mitarbeit gut genug bist, dann hast Du auch einen Anspruch auf Rücksprache mit der Führung. Denn Deine Mitarbeit soll sich ja in das Gemeindekonzept einfügen, Deine Arbeit soll ja auch von der Führung mitgetragen und unterstützt werden. Zumindest eine persönliche Unterrichtung hätte geschehen müssen. Dass das nicht so ist zeigt doch ganz eindeutig, dass Du zum Fußvolk gehörst. Du warst in den Augen wohl eher eine Bedienstete und kein Mitarbeiterin.

Am gleichen Abend bekam ich von der Pastorenfrau einen Anruf warum meine Kollegin gesagt hätte...
Auch so eine Begebenheit, die von Höflichkeit und Ehrlichkeit kein Zeugnis abgibt. Warum ruft die Ehefrau des Pastors an um zu fragen, was andere Leute gesagt hätten? Ist dies eine übliche Methode in der Gemeinde? Viel ehrlicher wäre es doch gewesen, wenn der Pastor die Kollegin selbst angesprochen hätte.

Dieser Hauskreisleiter, der zuvor ein sehr netter und treuer Freund geworden war lud mich in die Gemeinde ein zu einem aufklärenden Gespräch, da ich im Hauskreis nicht mehr zur Verfügung stand.
Das war eine Vorladung. Ein klärendes Gespräch hätte man in einem anderen Rahmen viel effizienter gestalten können, zum Beispiel in der Privatwohnung zum Kaffee oder in einer Eisdiele.

Dieser Hauskreisleiter, der zuvor ein sehr netter und treuer Freund geworden war...
Es zeigt sich doch, dass die neue Einstellung schon nicht mehr nur allein den Pastor, sondern auch andere Führungskräfte erreicht hatte. Das Grundsatzprogramm ist schon längst neu bestimmt worden, nur die Gemeinde weiß noch nichts davon.
Das ist ein sehr unehrliches Verhalten von der Führung, denn es geht hier praktisch nur um die Durchsetzung einer neuen Theologie (ohne dass die Gemeinde ein Mitspracherecht hätte) und um die Installation linientreuer Mitarbeiter/innen. Da zählen auch keine jahrelangen Bemühungen und Verdienste - wer nicht spurt muss weg!

Daraufhin sagte sie mir ob es sein kann das ich damit nicht klar komme, dass der Pastor durch seine Stellung mehr geistliche Führung und Offenbarungen bekäme als wir sogenanntes normales Fußvolk und ich mir ernsthaft Gedanken machen sollte ob der Geist in mir nicht ein anderer Geist sei als der heilige Geist.
Wenn es nicht so traurig wäre, dann müsste ich jetzt bei dieser Aussage hysterisch auflachen. Eine typische Reaktion, wie man sie aus Sekten kennt. Auf der einen Seite der Hinweis auf eine Führung, die einen besseren Durchblick, höhere Bildung und eben näher bei Gott ist als das dumme Fußvolk. Auf der anderen Seite der Hinweis, dass Widerstand ja nur aus der Hölle kommen kann, Zweifler und Unbeugsame als der Kategorie des Bösen zugeordnet werden müssen.
Leider eine Einstellung, wie man sie aus vielen Gemeinden kennt. Aber diese Einstellung ist absolut falsch und lädt direkt zum Missbrauch ein. Natürlich ist ein Christ auch dann ein vollwertiger Christ, wenn er in einigen Punkten eine andere Meinung vertritt als die Gemeindeleitung oder Kirchenleitung (einem gewissen Herrn Luther soll es vor einigen Jahren ähnlich ergangen sein).

Wir sehen, Änderungen der Machtstruktur und Durchsetzung neuer Lehren vollziehen sich in kleinen Schritten und mit Hilfe vieler Personen. Manche dieser Personen waren bis vor kurzer Zeit unsere Freunde, dann werden sie zu Denunzianten und Anklägern, weil die Gemeindeführung dies so wünscht. Soviel zu falschen Zeugen, die ja auch auf Betreiben der Priesterschaft gegen Jesus aussagten.

Sei ganz herzlich gegrüßt und gesegnet!
Timm
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