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Wort und Geist - Kritik!?


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3 Antworten in diesem Thema

#1
Rolf

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Wort und Geist - Kritik!?




Im Jahr 1999 hat sich im Bayrischen Wald eine neue Bibelschule/Freikirche gebildet, die seitdem immer wieder in die christlichen Schlagzeilen gewandert ist.
Die Rede ist von Wort und Geist. Viele diskutieren darüber, sehr wenige wiederum haben wirklich Kenntnis davon was WortundGeist eigentlich ist.
Und da ich mich heute mal wieder durch sehr oberflächliche Wort und Geist Kritiken durchgelesen habe, wollte ich doch auch mal meine Ansichten dazu preisgeben.

Von dieser außergewöhnlichen Freikirchenbewegung wird behauptet, dass sie Gemeinden spaltet, dass sie Wohlstands und Wohlfühlevangelium Predigt, dass dort sogar Okkulte Sachen wie Astralreisen durchgeführt werden, usw.
Ich selbst bin mit dieser Bewegung in Berührung gekommen, als sie mit meiner Bewegung, den Jesus Freaks kollidiiert ist. Unsere Bewegung war, da theologisch nicht einheitlich ausgerichtet, auf eine Konfrontation mit so konkreten und absoluten Lehrmeinungen nicht vorbereitet, weshalb auf die Abwanderungsentwicklung innerhalb der JFs erstmal nicht reagiert werden konnte. Dazu kommt noch, dass man Wort und Geist zu Anfang für ungefährlich, bzw. eine Bereicherung für unsere eigene Bewegung empfand. Jedoch stellte sich in der Praxis heraus, das Befürworter der WuG-Theologie, und Beführworter Herkömmlicher Theologien, schwer in einer Gemeinde zusammenhalten können, weshalb es Spaltungen sowohl in Nürnberg wie auch Hannover gab, letztere JF Gemeinde existiert auch nicht mehr. Auch die JF Bielefeld sind fast geschlossen zu Wort und Geist gewechelt.

Diese Entwicklung hat Anfang 2006 begonnen, und nun wohl ein Ende (für die JFs) gefunden. Mir ist nicht bekannt, das eine andere Jesusfreak Gemeinde Tendenzen besäße, mit Wort und Geist zu sympatisieren. Seit Anfang 2006 verfolge ich nun persönlich diese Entwicklung, und vor allem den Werdegang der noch Jungen Wort und Geist - Bewegung. Meine bisher gemachten Erfahrungen möchte ich nun hier präsentieren, und möchte gleich vorwegnehmen, das meine Kritik wesentlich freundlicher ist, als die, die man auf anderen Blogs lesen wird:

Ich teile meine bescheidenen Feststellungen in drei Teile auf:
1. Missverständnisse
2. Die Lehre von WuG
3. Kritik an dieser Lehre und eigene Meinung


zu 1.) Missverständnisse
WuG hatte meiner Einschätzung nach einen sehr unglücklichen Start in die christliche Öffentlichkeit. Entgegen ihrer eigentlichen Schwerpunkte, kam bei den Addressaten vor allem die vielen Krankenheilungen, die guten Gefühle, und das Wohlstandsevangelium an. Das lag wohl vor allem an Karl Pilsl und Helmut Bauer. Letzterer weil er durch seine Heilungsgabe eben in seinen Predigten viel theoretisches und praktisches darüber erzählte, und Karl Pilsl, weil dieser schon in den USA sehr viele (sehr kostspielige) Finanz-Seminare gehalten hatte. Dies war der erste Eindruck von Wort und Geist und brachte meine Einschätzung nach eigentlich die ganze Misere mit sich, das sich einerseits Gemeinden gespalten haben, andererseits auch die Wort und Geist Mitglieder selbst, sich nicht immer so im klaren waren, was der Kern ihrer Theologie ist.
Das warf natürlich Öl ins Feuer der Kritiker, die dann jede brauchbare Missverständliche Aussage verwendeten, um die “drohende Gefahr durch WuG” zu dämmen. Man muss nicht viel im Internet recherchieren um diesen “Feldzug gegen das Wohlfühlevangelium” zu verfolgen.
Eine weitere Gefahr für WuG stellten diejenige Personengruppe dar, die ich jetzt erstmal “Selbstläufer” nennen möchte. In diese Kategorie packe ich die Leute, die nur selten bei Wort und Geist Gottesdiensten waren, dort ein paar Predigthäppchen aufgeschnappt haben, und dann alles mögliche (auch im Namen von WuG) behauptet haben. Einer dieser Selbstläufer erzählte mir, das er nun glaubte, nie mehr sterben zu müssen, d.h. hier auf Erden seinen 500. Geburtstag zu feiern. Eine Aussage die WuG niemals machen würde.
Das größte Problem jedoch sind die verheerenden Umkehrschlüsse, die gerade in den Gemeinden, die schon WuG Sympatisanten beherbergten kursierten. Die Motivation für diese Umkehrschlüsse ist mir nicht ganz klar, sie haben jedoch ERHEBLICH zu den Gemeindespaltungen beigetragen. Wenn also ein WuG-Sympatisant sagte “Gott will dich heilen, wirklich, immer”, dann wurde daraus ein “Wenn du nicht geheilt bist, liebst du Gott nicht/glaubst du nicht genug”. Eine Aussage die, abgesehen von den bereits genannten WuG-Selbstläufern, von führenden Vertretern von WuG nicht getan werden würde (vielleicht jedoch in der Vergangenheit). Aber gerade die Aussage “Du glaubst nicht genug”, würde im völligen Widerspruch zu WuG stehen, und Kritiker die das behaupten (wie beispielsweise ich vor zwei Jahren), beweisen damit ihre Unkenntnis. Ich behaupte das eben diese Kritiker, die so gerne solche waghalsigen Umkehrschlüsse gezogen haben, zum spalterischen Potential der WuG Lehre mit beigetragen haben. Andererseits war es aber auch die Unfähigkeit der frühen WuG-Bewegung, solchen Behauptungen angemessen zu begegnen. Die berichtigenden Stellungnahmen kamen zu spät. Auch das Auftreten von führenden WuG Vertretern in der Öffentlichkeit als Heiler und Finanzberater verschoben den Schwerpunkt ihrer Lehre. Ein weiteres großes Problem stellte die Predigtpraxis bei WuG, dar, in der Laienprediger, über hochkomplexe, und übrigens HOCH-Philosophische, predigten, und das auch in einer sehr Missverständlichen Art und Weise. Ganz neutral gesagt fehlt es auch einigen an rethorischer Begabung, dieses Thema ordentlich zu vermitteln. Am schlimmsten ist jedoch die Eigenart, sich während der Predigt einer “treibenden Stimmung” hinzugeben. Dies führt immer wieder zu Aussagen, die dann in persönlichen Gesprächen dann doch oftmals Widerufen werden.
Hierzu muss gesagt werden, das die Situation heute eine andere ist. WuG beherbergt mittlerweile auch theologisch ausgebildete Leiter wie Michael Trenkel, sowie dem WuG-nahen Prediger Michael Stadler. Beide schafften es, die Kernpunke von WuG theologisch herauszuarbeiten, weshalb die Diskurs-Fähigkeit nun gewachsen sein sollte (wenn die Kritiker sich für so etwas interessieren). Karl Pilsl, der wohl zwielichtigste Vertreter von WuG, verließ diese schon 2006, was von Seiten der WuG Führung sicher nicht bedauert wird. Zudem werden manche Predigten, die (aufgrund mancher Übertriebener Aussage) als zu Missverständlich gelten, gar nicht erst online gestellt.

zu 2.) Die Lehre von WuG
Die Lehre von WuG lässt sich am einfachsten verdeutlichen, wenn man ihre eigene Einordnung in die Kirchengeschichte betrachtet. Sie suchen die Reformation, und sehen sich in der Tat, und in vielen Predigten bestätigt, in der Tradition Martin Luthers. Es werden nicht selten direkte Vergleiche zwischen Helmut Bauer und Luther gezogen. Die Kirche sollte ihrer Meinung nach die Apostelgeschichte weiterschreiben, aber das tut sie seit mehreren Tausend Jahren nicht, weil gewissen Erkenntnisse verschüttet wurden. Luther hat damit begonnen Teile des Evangeliums wiederzuentdecken. Auch die Charismatischen Bewegungen haben einen weiteren Schritt dazu getan. Die Stufe VOR der WuG Bewegung ist dann ganz klar die “Wortoffaith” Bewegung in Amerika! Andrew Wommack und Kenneth Hagin werden von WuG Predigern gerne zitiert. Hier deckt sich auch ein Kritikpunkt an WuG auf, das sie behaupten würden, Krankheit ginge dadurch weg, indem man ihr in Jesu Namen und im Glauben wegbefiehlt. Das stimmt, das behaupten sie, aber das ist nichts was sie neu entdeckt hätten, sondern das ist lediglich von der Glaubensbewegung adaptiert. WuG ist aber keine deutsche Form der Glaubensbewegung. Sie haben etwas anderes Entdeckt. Das Jesus nicht nur die Krankenheilung vollbracht hat, und uns Vollmacht über die Dämonen gegeben hat, sondern auch ein WUNDER an uns vollzogen hat:
Durch unsere Bekehrung hat sich im Nicht-Sichtbaren eine Geburt vollzogen, unsere Neugeburt. Aber keine Neugeburt des gesamten alten Menschen (für WuG bestehend aus Körper Seele Geist), sondern erstmal NUR des Geistes. Und das Wort “Geist” hat für WuG meiner Einschätzung nach etwas Stoffhaftes, d.h. wenn es heißt “Gott ist Geist”, dann ist das durchaus so zu verstehen, das der Stoff, aus dem Gott besteht, Geist ist. Und wenn es von uns heißt, das eine Neugeburt des Geistes geschehen ist, dann ist eben dieser Stoff in uns. Und mehr noch. Für WuG SIND wir NUR dieser Geist. Wir haben vorher sozusagen in unserer Seele gelebt, abhängig von den Empfindungen, und den Einwirkungen der Außenwelt, und nun sind wir Geist. Das Problem der Christenheit ist nur: Sie weiß nichts davon, und lebt einfach weiter als wenn “nichts geschehen” wäre. WuG misst dem Geist aber den Schwerpunkt zu, und behauptet, das in IHM die Erfüllungen der Verheißungen Jesu stecken. Das heißt, dass das Leben in Fülle, die Autorität über Krankheit, unser “Versetztsein ins Reich der Liebe”, im Geist stecken. Und wir kommen an diese Verheißungen heran, indem wir uns BEWUSST machen das wir Geist sind, und diese Bewusstmachen geschieht im Glauben. Darum geht es WuG ja auch so Primär um Identität, und um das Thema “Du in Christus”, die Predigen zielen darauf hin Glauben aufzubauen, das man das annimmt, was man nicht sieht. Und das dann diese Kraft kommt, von der Jesus gesprochen hat.
An diesem Punkt möchte ich die Kritiker von WuG darauf aufmerksam machen, sich in die Lage ihrer Geschwister hineinzuversetzen, die sie so ins Kreuzfeuer nehmen (und damit radikalisieren). Angenommen des Falles, dass das wahr ist, dann sind viele Christliche Predigten, und Lieder und Theologien schon allein deswegen falsch, das sie aus einem falschen Bewusstsein heraus geschrieben und gehalten sind, und den Christen in einer Unmündigkeit zur Seele und zum Leib halten. Sollte diese Kraft tatsächlich in den Geist hineingelegt worden sein, und die Kraft, von der die WuG Mitglieder immer reden wirklich nicht selbstproduziert, oder von den Leitern Immitiert sein, sondern wirklich übernatürlich, dann versteht man den fast “evangelistischen Drang”, diese Lehre zu verbreiten, und sich selbst tatsächlich als Reformatoren zu verstehen, denn:
So wie wir Christsein vorher verstanden haben, können und dürfen wir es nicht weiterführen. Jede Jugendevangelisation, jede kleine Morgen-Andacht für eine Christliche Freizeit müsste umgeschrieben werden, weil sie in sich grundfalsche Paradigmen enthält. Natürlich nur Angenommen des Falles, aber die Mühe dieses Gedankengangs machen sich viele Kritiker nicht. Zum Leidwesen des Geistigen Klimas in Deutschland, zum Leidwesen der Ökumene, zwischen Wug-Sympatisanten, und normalen Mitgliedern einer Gemeinde, und der Wort und Geist Bewegung selbst, die es schwerhat, durch gute Kritiker korrigiert zu werden, und ins Abseits gedrängt wird.
Ich möchte hier nochmal bemerken, das ich als Jesus Freak ebenfalls nicht nur gute Erfahrungen mit WuG gemacht habe. Aber die schlechten Erfahrungen mit WuG Mitgliedern, sind besser, als die schlechten Erfahrungen mit WuG Kritikern. Auf der einen Seiten stehen die krassen Verhöhnungen der “Altgläubigen”, die nicht selten als “religiös” bezeichnet werden, und direkt angeriffen werden, wenn es beispielsweise um das Thema Seelsorge geht. Auf der anderen Seite stehen die noch viel krasseren Vorwürfe (WuG würde Sexorgien feiern), und Verhöhnungen, beispielsweise als Helmut Bauer krank wurde, und das als Strafe Gottes gefeiert wurde. Beschämend.

zu 3.) Kritik an dieser Lehre und eigene Meinung
An dem Punkt unserer Identität im Geist wird WuG aber zu Radikal, und sagt, das man im Geist auch nicht sündigt, von daher unsere Identität auch nicht mehr “Der Sünder” ist. Man ist im Geist auch nicht Krank, oder Depressiv, oder Traurig. Und hier wird die Sache für mich schief. Hier geht die Einheit des Menschen verloren, der eben nicht nur Geist ist, sondern auch in seiner ganzen Existenz seiner Leiblichkeit verhaftet und verbunden ist. Ist der Körper Krank, ist der ganze Mensch krank. Und das ist auch der Grund warum Jesus geheilt hat. Weil er die Not die der Mensch an einem Teil seines Menschseins hatte (z.B. sein Körper) auch auf den ganzen Menschen übertragen hat, und den Geist dabei nicht ausgeklammert hat. Jede Krankheit braucht Heilung, weil der ganze Mensch betroffen ist. Und jedes schwere Schicksal braucht seine Zeit der Trauer. Ich gehe aber mit Wort und Geist soweit mit, das die Zeit der Trauer auch einmal vorbei sein sollte, und man, wenn die Seele ihre Trauer verselbstzweckt, z.B. durch Depression (was für mich eine entartete Form der Trauer ist), tatsächlich von Jesus die Autorität bekommen hat, dieser Seele Herr zu werden.
Aber, und jetzt spielt so langsam meine eigene Ansicht mit hinein, dieses Schöpferische Befehlen des Geistes [Exkurs], dieses Befehlen sollte in einem Gedanken der Einheit des Menschen bestehen, der für mich aus Geist und Leib-Seele besteht (ein nicht unerheblicher Unterschied). Der Geist ist für mich das Ichbewusste, das seit meiner Bekehrung aus Gott geboren ist, und damit aus Gottes “Stoff” beschaffen ist, die Leib-Seele, ist aber untrennbar mit dem Geist verbunden (aber in einer Abstufung). Man ist in erster Linie immer Geist, aber in zweiter Linie auch seine Seele, z.B. sein Trauern, und auch sein Leib, z.B. sein Hungern. Und dort wo mein Körper mir signalisiert beispielsweise, das zuwenig Essen da ist, da fange ich nicht an zu befehlen, sondern Esse etwas. Ebenso ist das mit der Trauer. Wenn ich aber Magenschmerzen habe weil bei mir irgendetwas nicht funktioniert, dann befehle ich aus dem Geist, und stellvertretend für Christus (nichts anderes heißt “Im Namen Jesu”) das es zu gehen hat.
Meiner Ansicht nach, befindet sich seit Fall der Schöpfung in meiner Leib-Seele immer Aspekte des Richtigen, und des Gefallenen. Und durch den Geist werde ich dem Gefallenen nun Herr. Aber nicht dem Richtigen. Das ist eine Einheit die WuG sehr guttun würde, weil sie einige der Schwierigen Stellen ihrer Theologie Herr werden würde, beispielsweise dem Aspekt das man “nicht mehr sündigt”, und man “nicht mehr trauert”. Beide haben mit zum spalterischen Potential beigetragen, und sind meiner Meinung nach für die WuG Theologie NICHT NÖTIG. Für das Leben im Geist und die Identität im Geist, und das Leben in der Verheißung, ist ein derartiger Kampf gegen die “Psyche” nicht nötig und verschwendet nur kostbare Ressourchen. Ganz zu schweigen, was man sich damit selbst antut, wenn man sich gewisse Verarbeitungsprozesse verbietet.
Ich empfehle Wort und Geist, diesen Punkt zu überdenken, aber ansonsten an die Neugeburt des Geistes festzuhalten. Denn diese Erkenntnis hat mich befreit, und befreit mich noch. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, das das Bewusstmachen der SOHNSCHAFT mit Gott, und der Existenz meines Aus Gott Geborenen Geistes, eine Kraft in sich birgt, die garantiert nicht eingeredet ist. Daher zieht die “Esoterik-Kritik” an WuG ebenfalls nicht. Von einigen Selbstläufern einmal abgesehen.
Ich glaube das Gott in diesen Tagen eine Reformation in Gang bringen möchte, in der Wort und Geist nur der Anfang ist. Der Stein ist ins Rollen gekommen, und wird die Gemeinden segnen die sich offen dafür machen, ganz neu Umzudenken. Genauso wie ich in diesen Tagen nun ganz neu umdenken muss. Aber Anbetracht der Freude und der Kraft die es meinem Leben gibt, ist es das schönste “müssen” das ich in meinem Christsein erleben durfte.
Ich wünsche Wort und Geist, das sie sich nicht durch halbherzige Kritik radikalisieren lassen, sondern weiterhin für sich selbst und für die Verbreitung ihrer Lehre einen gemäßigten Weg suchen, der trotzdem nicht Lau sein muss. Was WuG erkannt hat ist der nächste Schritt, und ich hoffe sie überdenken die weiteren Schritte gut. Denn sonst passiert das was auch Kenneth Hagin vor seinem Tode sinngemäß gesagt hat: Gott wird die Söhne nun aufstehen lassen, und wenn ihr da nicht mitgeht, wird er andere schicken.
Es ist nicht mehr aufzuhalten, WuG hat es angestoßen, sie selbst entscheiden jedoch, ob sie im weiteren Werdegang ein tragendes Element sind, oder nicht. Eines ist klar, das Christsein so wie ich und wir es kannten, ist Geschichte.

Wer sich zumThema informieren möchte, soll doch mal ein paar Predigten hören:

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Wie unterschiedlich die Gemeinden untereinander sind erkennt man, wenn man sich jene Predigten, mit diesen Vergleicht:

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Hier gehts zur Hauptseite von WuG
www.wortundgeist.de

Eine Seite die zu den scharfen Kritikern gehört findet ihr hier. [edit hab meinen Kommentar dazu ein bischen entschärft]

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#2
Rolf

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Hast du schon das gesehen gehört?!:

Weil ich die dem Clip zugrundeliegende Predigt gehört hab, weiß ich daß hier jedenfalls kein Mißverständnis oder so vorliegt. Nicht nur als ehem. Jesus Freak sollten einem da die Ohren schlakern.
Weil ich den Inhaber des von dir geschmähten Blogs sowie auch die Hintergründe einiger seiner Beiträge aus persönlichem Erleben kenne, kann ich deine Meinung dazu nicht teilen. Das Thema ist komplex, aber der Weg den W+G geht führt wie du schon teilweise erkannt hast ins Abseits.
Pilsl ist definitiv nicht der zwielichtigste…
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#3
Rolf

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Ja das ist eine gute Frage, warum soviel Angst vor W+G da ist. Wenn es nicht von Gott ist wird es sich zerstreuen. Die Kirche hat schon soviel kommen und gehen gesehen.

Übrigens, ein Gutes Beispiel für diese Angst finden wir hier:
Lest euch nur mal Helmut Bauers “Übergabegebet” durch, dem ich so wirklich zustimmen kann, und dann die Kritiken darunter, indem er mit dem Antichristen gleichgesetzt wird.

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#4
Rolf

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So, jetzt meldet sich mal der Betreiber des “schlecht-recherchierten Blogs” hier zu Wort.
Du hast dich ja schon korrigiert und in der Tat sehe ich es auch so, daß es im wesentichen zwei Sorten von W+G-Kritikern gibt, von denen ich ein System- oder Fundamental-Kritiker bin. Hier mal ein paar ungeordnete Anmerkungen:

Zitat:
“WuG beherbergt mittlerweile auch theologisch ausgebildete Leiter wie Michael Trenkel, sowie dem WuG-nahen Prediger Michael Stadler. Beide schafften es, die Kernpunke von WuG theologisch herauszuarbeiten, weshalb die Diskurs-Fähigkeit nun gewachsen sein sollte (wenn die Kritiker sich für so etwas interessieren).”

Trenkel ist in der Tat gut ausgebildet. Ich habe seine Ausführungen gelesen und finde so manche nicht schlecht. Allerdings kann man sowohl mit wie auch ohne Verstand geistlich in die Irre gehen - auch ein Punkt den man kritisieren könnte, denn das Verstand ausschalten macht dagegen auch nicht immun.
So hat Trenkel in einer Stellungnahme (als PDF bei W+G Köln) den Vortrag “Die Stunde Null” von Alex Thomsen “zu 100% gerechtfertigt”. Thomsen hatte in dieser von einer Begegebenheit in Röhrnbach berichtet wonach Helmut Bauer, nun Völkerapostel sei und Wort+Geist, die einzig wahren Christen. Inzwischen kann man von Bauer hören, daß Gott ihn die ganze Welt werde einnehmen lassen und niemand an ihm (Bauer) vorbeikomme.
Michael Stadler ist nach meinen Informationen aus zwei verschiedenen Quellen im übrigen inzwischen nicht mehr W+G-Begeisterter. Ich werde allerdings versuchen, bei ihm persönlich nachzufragen.

Du sprichst in deiner Stellungnahme auch viel von der Beziehung zwischen W+G und ihren Kritikern. Das scheint mir deine Hauptthese zu sein. In zusammenhang mit der diskussion auf tavern.unbalck.com ist mir das schon aufgefallen.

ZItat:
“An diesem Punkt möchte ich die Kritiker von WuG darauf aufmerksam machen, sich in die Lage ihrer Geschwister hineinzuversetzen, die sie so ins Kreuzfeuer nehmen (und damit radikalisieren).”
“Ich behaupte das eben diese Kritiker, die so gerne solche waghalsigen Umkehrschlüsse gezogen haben, zum spalterischen Potential der WuG Lehre mit beigetragen haben.”
“aber die Mühe dieses Gedankengangs machen sich viele Kritiker nicht. Zum Leidwesen des Geistigen Klimas in Deutschland, zum Leidwesen der Ökumene, zwischen Wug-Sympatisanten, und normalen Mitgliedern einer Gemeinde, und der Wort und Geist Bewegung selbst, die es schwerhat, durch gute Kritiker korrigiert zu werden, und ins Abseits gedrängt wird.”
“Aber die schlechten Erfahrungen mit WuG Mitgliedern, sind besser, als die schlechten Erfahrungen mit WuG Kritikern.”
“Ich wünsche Wort und Geist, das sie sich nicht durch halbherzige Kritik radikalisieren lassen”

Zunächst: Wer regelmäßig W+G-Predigten hört, dem wird - sofern er über ein gewisses Kritiker-Insider-Wissen verfügt, immer wieder erkennen und sich wundern, wie sehr, man sich doch - und sehr konkret - mit Kritik beschäftigt. Insofern ist stattzugeben, daß es hier eine Beziehung gibt. Aber ich tendiere und zwar ohne eigeninteresse doch dazu zu sagen, daß die Initiative bei Wort+Geist und insbesondere ihrem Apostel liegt.
Als W+G im September 2006 seine Stellungnahme veröffentlichte, war die Verteidigungslinie exakt dieselbe. Schuld an den negativen Aussagen über W+G waren 1. solche, die zwar dazugehörten, aber unreif waren, 2. unbesonnene Kritiker und 3. Alle, die W+G mit irgendetwas anderem verwechselten:
Zitat:
“In jeder neu aufbrechenden Bewegung gibt es unreife Gläubige, die die
dargebotene Lehre als Vorwand für Fleischlichkeit und Lieblosigkeit nehmen - daran
sollte jedoch nie eine Bewegung als Ganzes beurteilt werden.”
“Was die weiteren Kritiken betreffs „WORT+GEIST“- Lehraussagen angeht, so sind
sie oft keinesfalls auf „WORT+GEIST“-spezifische Aussagen bezogen, sondern
eigentlich Kritik an Aussagen und theologischen Ansichten, die den meisten freien
charismatischen Gemeinden und Rhema-Gemeinden eigen sind”
etc.

Alle Fehler und Probleme, die “die kritiker” mit W+G zu haben schienen lagen anscheinend nie im Kern der Sache sondern stets außerhalb. Sowohl inhaltlich wie personell.
Was du beobachtest hast, ist allerdings schon ganz richtig. Die Probleme liegen eben nicht nur bei den kleinen Schäfchen. Prediger versprechen in ihren Sonntagspredigten in schwärmerischer Begeisterung Dinge, die sie an anderer Stelle wieder zurücknehmen müssen.
Ist diese Beobachtung aber aktuell? Meiner Meinung nach nicht mehr ganz. Inzwischen nimmt man extrem Aussagen nicht mehr zurück, sondern auf eine Extrem-predigt folgt die nächste, meist noch mit Rückbezug. Ich erinnere mich noch gut, daß Sachen, die man heute sowas von deutlich hört (absolute Exklusivitätsaussagen) früher kaum zu hören waren.
Auch hatte man behauptet, man sei keine Helmut-Bauer-Bewegung. Ich dagegen frage mich, wie dies nach allen Ankündigungen inzwischen noch möglich sein kann.
Und da stehen wir am Übergang zu Fundamental-Kritik. Meiner Meinung nach steht Bauers Gabe und “Berufung”, mit der er sich 1999 “selbstständig” gemacht hat, derart und von Beginn an im Zentrum der Bewegung, daß diese ohne gar nicht denkbar wäre. Der Kern für die in den letzten Wochen stattgefundene Radikalisierung liegt nicht in der Kritik, sondern bei W+G selbst. Immer wieder hatte man betont, man werde zugerüstet und gehe von Kraft zu Kraft. Daß damit notwendig auch immer höhere Ansprüche einhergehen ist geradezu selbstverständlich, und so wurde aus Pastor Helmut, irgendwann Apostel Helmut (Ich kenne im übrigen einen Fall, wo man einen text im Internet änderte, in dem jemand anders ebenfalls als “Apostel” bezeichnet wurde). Aus dem Apostel ist jetzt der Völkerapostel geworden, der neue (Unter-)Apostel ernennen kann.

Gott baut Gemeinde und er macht es sicher anders als es an vielen Ort gemacht wird. Aber Gott baut keine Exklusivgemeinde und man kann nicht sagen: Seht da ist sie: Die Stadt Gottes, oder dort ist sie. Aber genau das wird inzwischen dort gemacht, weil man Röm 8 (Offenbarung der Söhne Gottes) inzwischen für sich in Anspruch nimmt. Thomsen behauptet sogar, er müsse nicht mehr essen und trinken, sei bereits verwandelt und in die Freiheit eingegangen, weil er die einschränkenden Aussagen aus Vers 21 und 23 (”Vergänglichkeit des Leibes” und “Erlösung des Leibes”) im Sinne einer Vergeistigung des Menschen interpretiert.

Natürlich ist Kritik nicht automatisch richtig, nur weil es eben Kritik ist. Daher kann ich auch deine Kritik an meiner Kritik kritisieren und keiner hat zu 100% recht. Aber - und so sehe ich das - unpassend (erscheinende) oder gar fälschliche Kritik an W+G zu zitieren um damit zu belegen, daß in Wahrheit die Mücke der Elefant ist, hilft nicht dabei etwas über den echten Elefanten herauszufinden. Wir könne auch gerne in einen Dialog treten, öffentlich oder privat (foreninfo@gmx.de). Für solche Zwecke wurde auf mein Anraten im Irrglaube-Forum auch ein öffentlicher Gastbereich speziell für Diskussionen über unsere Kritik eingerichtet. Ich habe mich immer davor bewahrt W+G-Anhängern, Sympathisanten oder sogar Predigern die Erretung oder das Christsein abzusprechen, sehe wohl aber, daß viele dort auf Kosten menschlicher Beziehungen, Geldes und Lebenszeit sich für Zwecke instrumentalisieren lassen, die nicht evangelistisch und christlich sind, und vom Heil ablenken.

Also, Alles Gute von mir weiterhin und es wäre schön auf die eine oder andere Art von dir zu hören. Berührungsängste sind jedenfalls nicht selten nachteilig.
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