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USA droht im Sommer 2009 der Staatsbankrott


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2 Antworten in diesem Thema

#1
Rolf

Rolf

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Französische Denkfabrik: USA droht im Sommer 2009 der Staatsbankrott





TOPIC verfolgt seit Mitte 2006 die Prognosen der fran¬zösischen Denkfabrik Laboratoire europeen d'Anticipation Politique - Europe 2020, was ins Deutsche übersetzt soviel wie „Europäisches Labor für politische Vorausschau – Eu¬ropa 2020" – abgekürzt „LEAP/E2020" bedeutet. Nach eigenen Angaben arbeitet das LEAP/E2020 mit verschie¬denen anderen Denkfabriken, Forschungs-Einrichtungen und einzelnen Forschern zusammen, die versuchen, politische Entwicklungen vorauszusehen.

Dabei kann die französische Denkfabrik auf etliche Erfolge verwei¬sen. Sie prognostizierte rechtzeitig den Fall der Berliner Mauer, das Fiasko der USA bei der Demokratisierung des Iraks und die negativen Ausgänge der Referenden zur europäischen Verfassung. Schon Mitte 2006 wies die französische Denkfabrik auf eine große Krise hin, die von den USA ausgehen werde (s. TOPIC 06/06). Ende 2007 sagte das LEAP/E2020 einen Zusammenbruch des Weltfinanzsystems für den Sommer 2008 voraus (s. TOPIC 01/08).

Nun kündigt das Institut für den Sommer 2009 den Staatsbankrott der USA an. Das LEAP/E2020 begründet dies mit den enormen öffentlichen Schulden, die die USA aufhäufen. Bis August 2008 hatten die Verei¬nigten Staaten einen Schuldenberg von gut acht Billionen Euro aufgetürmt. Allein in den Monaten September und Oktober 2008 kamen aufgrund des Kredit-Hilfepaketes für US-Banken über eine Billion Staatsschulden dazu. Bis dato kämpfte die US-Regierung mit der Hypotheken-Krise. Doch laut LEAP/E2020 wird in Kürze eine nächste „Bombe" hochgehen: die Kreditkarten-Bombe. Viele US-Amerikaner ermöglichen sich ihren hohen Lebensstandard über eine Kreditkarte – was bedeutet: über einen Kredit. Und der muss irgendwann zurückgezahlt werden.

Doch das können immer weniger Kreditkarten-Besitzer, weil sie ihre Arbeit verlieren oder ihr Einkommen schmilzt. Nach Einschätzung der französischen Denkfabrik wird die Öffentliche Hand in den USA weitere drei Billionen Euro an Schulden über¬nehmen müssen, um ihre Bürger über Wasser zu halten. Da eine rasant ansteigende Zahl der Amerikaner– gerade wegen der Krise – ihre Arbeit verliert, können keine Steu¬ergelder in die öffentlichen Kassen zurückfließen.

Wovon soll aber der gigantische Schuldenberg an Staatsschulden dann abgetragen werden? In diesem Zusammenhang stellt sich noch eine ganz andere Frage: Werden die USA vom Ausland überhaupt soviel Geld geliehen bekommen, um damit die Schuldenlöcher der Banken und Bürger zu stopfen? Im letzten Jahrzehnt gelang es den USA, 80 Pro¬zent der Weltersparnisse in die USA zu locken: Gelder aus China, aus Asien, Europa und dem Nahen Osten. Doch viele Länder sind aufgrund der Immobilienkrise gewarnt und wollen sich nicht noch einmal von den Amerikanern um ihr Geld betrügen lassen. Laut LEAP/E2020 werden die USA in eine große Wirtschafts-Depression schlittern, die bis etwa 2020 andauern werde.

Denkbar sei sogar eine Währungsreform in den USA mit der Einführung eines „Rentendollar", der dann noch etwa zehn Prozent des jetzigen Dollarwertes besitzen könnte. Während die USA einen beispiellosen Niedergang erleben, gehe auf der politischen wie finanziellen Weltbühne ein neuer Stern auf: Europa mit seinem Euro – so die Prognose des LEAP/ E2020.
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#2
Hoffnungsstrahl

Hoffnungsstrahl

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Hier die Site der franz. Denkfabrik:

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#3
Hoffnungsstrahl

Hoffnungsstrahl

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Die umfassende weltweiten Krise : Warnung ! Sommer 2009 - Insolvenz der US-Regierung !
- Pressemitteilung des GEAB vom 18. Oktober 2008 -

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Im Rahmen seiner Arbeiten über die umfassende weltweite Krise löst LEAP/E2020 mit dieser 28. Ausgabe des GEAB erneut Alarm aus: Nach unserer Auffassung werden die USA im Sommer 2009 Staatsbankrott erklären; Gläubiger von US-Schulden werden ihre Forderungen gegen den US-Staat (Staatsanleihen, Obligationen von Fannie Mae und Freddie Mac...) abschreiben müssen ; alle Investoren in Anlagen in US-Dollar werden massiv Vermögen einbüßen. In den folgenden Monate muss eine Währungsreform vorbereitet werden, um einen « Rentendollar (1) » einzuführen. Nur so können die Folgen des Staatsbankrotts und der massiven Kapitalflucht aus dem Dollar auf ein erträgliches Maß reduziert werden. Der US-Staatsbankrott ist die zwingende Folge der folgenden fünf Faktoren, die wir im einzelnen in dieser Ausgabe des GEAB analysieren:

1. Das Wiedererstarken des Dollars in den letzten Monaten ist eine unmittelbare Folge des weltweiten massiven Rückgangs der Aktienkurse und wird nicht von Dauer sein.

2. Die politische Rückendeckung für den Euro durch den Eurogipfel vom 12. Oktober schafft rechtzeitig eine Alternative zum US-Dollar für Anleger, die ihr Geld in eine sichere Währung anlegen wollen.

3. Die Schulden der öffentlichen US-Haushalte wachsen nunmehr unkontrolliert und exponentiell.

4. Der akute Zusammenbruch der US-Realwirtschaft verhindert jede Alternative zum Staatsbankrott.

5. Für 2009 bleibt in den USA nur noch eine Frage offen: « Hohe Inflation; oder Hyperinflation?»

Die Lage in Island heute ist ein Ausblick auf die USA morgen; LEAP/E2020 richtet sein Augenmerk schon seit Anfang 2006 auf diesen kleinen Inselstaat. Er bildet ein Schulbeispiel für die den USA und auch Großbritannien drohenden Zukunftsaussichten. Heute ist vielen Isländern bewußt geworden : Ein Finanzsystem ist großen Gefahren eines Zusammenbruchs ausgesetzt, wenn es eine Größe erreicht, die im Verhältnis zu seiner Volkswirtschaft schlichtweg überdimensioniert ist.

Letztendlich wollte Island auf dem Finanzmarkt ein Rad drehen wie Großbritannien (2). Genauso wie Großbritannien auf dem Finanzmarkt ein Rad drehen wollte wie die USA ; und die USA glaubten, sie könnten das Rad des Finanzsystems der gesamten Welt drehen (3). Daher ist es nicht unangebracht, sich den Präzedenzfall Island (4) genauer anzuschauen, um eine Vorstellung davon zu bekommen, was in den folgenden zwölf Monaten auf London und Washington zukommen wird.

Wir erleben zur Zeit eine zweischichtiges historisches Phänomen :

- Zum Einen ist seit September 2008 (wie wir schon in der 22. Ausgabe des GEAB vom Februar 2008 schrieben) der ganzen Welt das Wüten der umfassenden weltweiten Krise zu Bewusstsein gekommen : Das US-Finanzsystem stürzt ein und die dadurch ausgelösten Schockwellen laufen um den Globus.

- Zum Anderen werden sich nunmehr auch andere Regierungen ihrer Verantwortung für das Überleben der Finanzmärkte bewusst, weil sie erkennen mussten, dass die von den USA – als Zentrum des internationalen Finanzsystems - empfohlenen oder ergriffenen Gegenmaßnahmen wirkungslos bleiben. Das erste Gipfeltreffens der Euroländer (oder Eurozone vom 12. Dezember 2008, dessen Entscheidungen, sowohl betreffend Art (5) als auch Ausmaß (beinahe 1.700 Milliarden Euro staatliche Garantien) dazu beigetragen haben, dass in die globalen Finanzmärkten wieder Vertrauen zurück kehrte, zeigt, dass sich die Finanzwelt als Folge des Septembers 2008 von der US- Dominanz emanzipiert .


Der September 2008 stellt eine Zäsur dar. Für uns besteht kein Zweifel, dass die Geschichtsbücher September 2008 als Ausgangspunkt der umfassenden weltweite Krise anführen werden ; auch wenn es sich in Wirklichkeit nur um die Dekantierungsphase dieser Krise handelt, also die letzte der vier Phasen der umfassenden weltweiten Krise, wie wir sie seit Juni 2006 beschreiben (6). Wie immer bei Tendenzen, die eine große Masse Menschen betrifft, tritt die Einsicht vom Wandel für die große Mehrheit erst dann ein, wenn die Tendenz schon lange wirksam ist und der Wandel damit schon seit geraumer Zeit eingetreten ist.

Im September 2008 ließ die globale Finanzkrise die umfassende weltweite Krise virulent werden. Spätestens zum Jahresende 2008 werden, wie wir schon im Juni schrieben « die Schockwellen der Aufprallphase der umfassenden weltweiten Krise über uns zusammen schlagen » (7). Dann wird die Krise in die Phase eintreten, die wir vor über zwei Jahren schon als Dekantierungsphase bezeichneten, also als die Phase, in der die neuen Strukturen im Chaos allmählich ihren dauerhaften Platz finden. Diese Phase ist die längste innerhalb der vier Krisenphasen; je nach Land kann sie zwischen drei und zehn Jahren dauern. In ihr werden auch mehr Menschen und mehr Länder als bisher betroffen sein. Es ist die Etappe, in der sich die neuen Pole herausbilden werden, an denen sich das neue globale System ausrichten wird. LEAP/E2020 veranschaulicht dies in dieser Ausgabe mit zwei neuen Graphiken (8).

Diese Krise ist, wie wir es schon mehrfach seit 2006 angeführt haben, in Ausmaß und Folgen weit schwerer als die von 1929. Es ist eine Krise ohne historische Entsprechung. Zum ersten Mal in der Geschichte sind wir Täter, Zeugen und/oder Opfer einer Krise, die auf dem ganzen Globus und mit einer Intensität an wechselseitigen Abhängigkeiten zwischen den Ländern (als Folge der Globalisierung der letzten zwanzig Jahre) und zwischen den Menschen (die heute mehrheitlich in Städten leben und damit ihre Grundbedürfnisse an Wasser, Lebensmittel und Energie nicht mehr selbst decken können) wirkt, wie dies bisher noch nie der Fall war. Die Weltwirtschaftskrise von 1929 brachte Faschismus in Europa und Kriege. Diese schmerzhaften Erinnerungen sind im kollektiven Gedächtnis noch gegenwärtig genug, so dass nach unserer Auffassung zu hoffen steht, dass, wenn die Bürgerinnen und Bürger wachsam und die Regierenden weitsichtig sind, die grauenhafte Geschichte sich nicht wiederholen wird.

Europa, Russland, China und Japan sind sicherlich die Länder, die in der Lage sein sollten zu verhindern, dass die Implosion der USA als die dominierende Macht der letzten Jahrzehnte die Welt in eine Katastrophe führt. Denn wenn große Reiche erkennen, dass ihre Macht am Schwinden ist, besteht immer die Gefahr, dass sie sich mit aller Macht gegen den Lauf der Geschichte zu stemmen. Die UdSSR unter Gorbatschov bildet hier die rühmliche Ausnahme. Es wird die Aufgabe der Partnerländer sein, die bevorstehende Entwicklung friedlich zu begleiten ; die Bürgerinnen und Bürger und die Eliten der betroffenen Länder müssen sich auf eine schwere Zeit einstellen, die ihnen viel, auch an Weitsicht, abverlangen wird.


Der erfolgreiche Rettungseinsatz der Länder der Eurozone vom 12. Oktober (9) zu Gunsten der internationalen Finanzmärkte,darf nicht dazu führen, drei entscheidende Tatsachen außer Acht zu lassen :

1. Dieser « Rettungseinsatz » war zwar unbedingt notwendig, um eine Panik und einen dadurch möglicher Weise verursachten Zusammenbruch des globalen Finanzsystems in nur wenigen Wochen zu vermeiden; allerdings behandelt das Rettungspaket nur vorübergehend ein Symptom der Krise. Die Regierungen haben sich lediglich einen Aufschub erkauft, maximal zwei bis drei Monate. Denn die globale Rezession und der Zusammenbruch der US-Wirtschaft (die oben stehende Übersicht zeigt das Schwindel erregende Ansteigen der Kredite der US-Zentralbank an die Banken) werden sich beschleunigen und zu neuen wirtschaftlichen, sozialen und politischen Spannungen führen. Sobald die finanziellen Rettungspakete auf den Weg gebracht sind, müssen die Regierungen unverzüglich die notwendigen Maßnahmen gegen die globale Rezession ergreifen, bevor die nächste Abwärtsstufe der Krise erreicht ist.

2. Die dem globalen Finanzsystem mit dem Ziel der Wiederbelebung des Kreditkreislaufs zur Verfügung gestellten, alle Vorstellungskraft übersteigenden Finanzmittel werden den Staaten im Kampf gegen die Rezession und für eine notwendige Unterstützung der Realwirtschaft fehlen.


3. Der erfolgreiche Rettungseinsatz der Regierungen der Euroländer stellt die USA noch weiter ins Abseits als bisher. Auch dass die Europäer andere Methoden ergriffen haben als die, die Hank Paulson und Ben Bernanke durch den US-Kongress gepeitscht haben (TARP, schwächt die Führungsrolle der USA im Finanzsystem : Statt den Banken notleidende Kredite mit dreistelligen Milliardenbeträgen abzukaufen, ermöglichen die europäischen Regierungen den Banken Kapitalerhöhungen mit staatlichen Geldmitteln. Inzwischen sahen sich die USA gezwungen, diese Methode zu kopieren. Aus einer Führungsnation sind die USA zu einer geworden, die anderen Nationen nacheifern muss. Darüber hinaus garantieren die Euro-Regierungen die Kredite auf dem Geldmarkt zwischen den Banken. Konkret bedeutet dies, dass die Regierungen der Euroländer die Rolle der Kreditversicherer übernehmen, die seit Jahrzehnten eine von amerikanischen Unternehmen dominierte Schlüsselfunktion im internationalen Finanzsystem einnahmen. Somit entgleiten den USA immer weitere Kontrollhebel des globalen Finanzsystems. Immer größere Finanzströme fließen an den USA vorbei, und dies zu einem Zeitpunkt, an dem die US-Wirtschaft und der immer prekärere Zustand der US-Finanzen, privat wie öffentlich (10), sie wie nie zuvor benötigen. Von den Einlagen der Pensionsfonds, deren Wert sich verflüchtigt, wollen wir gar nicht reden (11).

In der Wahl der Maßnahmen zur Bekämpfung der finanziellen, wirtschaftlichen, sozialen und politischen Krise werden in den folgenden Monaten die USA und der Rest der Welt auseinander driften. Was für den Rest der Welt richtig und gut ist, wird es für die USA (12) nicht sein ; zukünftig scheint der Rest der Welt entschlossen zu sein, Entscheidungen auf dem Finanzsektor unabhängig von den USA zu fällen. Und Euroland ist die Speerspitze dieser Bewegung.

Der US-Staatsbankrott im Sommer 2009 wird zum Teil auch eine Folge dieser Tatsache sein. Die großen außeramerikanischen Volkswirtschaften der Welt werden zukünftig ihre Entscheidungen ohne Vorrang für US-Interessen fällen. Der Rest der Welt läßt sich nicht mehr vor den US-Karren spannen. Die Schockwellen dieses Bankrotts sind vorhersehbar und können in ihren Auswirkungen gemeistert werden, wenn alle Verantwortlichen rechtzeitig, also ab heute, die entsprechenden Maßnahmen einleiten. Dies ist übrigens eines der Themen dieser 28. Ausgabe des GEAB. Wir können nur hoffen, dass der Schreck des Septembers 2008 endlich unseren Entscheidern in Politik, Wirtschaft und an den Finanzmärkten deutlich hat werden lassen, dass sie nicht immer warten können, bis Notlagen sie zum Handeln zwingen, sondern dass sie Entwicklungen antizipieren müssen, um rechtzeitig und effizient handeln zu können. Es wäre bedauerlich, wenn Euroland, Asien, die erdölproduzierenden Länder wie auch die einfachen Menschen in Amerika eines schönen Tages, nach einem verlängerten Wochenende oder einer behördlich angeordneten Schließung der Banken und Aktienmärkten, entdecken müssten, dass ihre US-Staatsanleihen und ihre US-Dollar nur noch 10% ihres bisherigen Wertes besitzen, weil die Regierung eine Währungsreform durchgeführt und einen « Rentendollar » aus der Taufe gehoben hat (13).

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Noten:

(1) In Anlegung an die Einführung der Rentenmark in Deutschland, mit der die Papiermark der Weimarer Hyperinflation im Verhältnis 1 : 1012 abgelöst wurde.

(2) Island hat in den letzten zehn Jahren alle Prinzipien der Deregulierung und der Unterwerfung der Realwirtschaft unter die Anforderungen der Finanzwirtschaft, wie sie in Großbritannien und den USA entwickelt wurden, implementiert. Reykjavik wurde eine Art finanzielles « Mini-Me » von London und Washington, um hier eine Figur aus dem sehr britisch-amerikanischen Film von Austin Powers als Analogie zu verwenden (Mini-Me ist der Klon einer Hauptfigur als Miniatur von einem Achtel der Originalgröße). Die drei Länder wollten im Bereich der Finanzwirtschaft wie der Frosch in der Fabel von Jean de la Fontaine so groß werden wie der Ochse : « und er blies sich auf und auf... bis er platzte ».

(3) Hier sollten wir für einen Moment mit dem « Finanzpaket » beschäftigen, das London auflegen will (640 Milliarden Euro), von dem 64 Milliarden Euro dazu dienen sollen, das Kapital der Banken zu erhöhen, und 320 Milliarden Euro, um die mittelfristigen Verbindlichkeiten der selben Banken zu garantieren. (Quelle : Financial Times, 09/10/2008). Angesichts einer im Sog des geplatzten Immobilienbooms zusammenbrechenden Wirtschaft, einer galoppierenden Inflation, kapitalfinanzierter Renten, deren Wert sich in Luft auflöst, und einer Währung unter immer stärkerem Druck auf dem Devisenmarkt, ist es schwer vorstellbar, wie dieses Paket die Banken retten soll, die bereits in Schieflage sind, es sei denn, man finanziert es ausschließlich über weitere öffentlichen Schuldenaufnahme, was den Kurs des Pfund Sterlings noch weiter nach unten drücken würde. Im Gegensatz zu den Banken der meisten Länder der Eurozone ist das britische Finanzsystem kein Begleitschaden der Finanzkrise, sondern mit seiner US-Entsprechung einer seiner beiden Dreh – und Angelpunkte. Mag Gordon Brown sich auch der Illusion hingeben, er könne in einer Person Churchill und Roosevelt geben (Quelle : Telegraph, 14/10/2008)... ; er ist offensichtlich geschichtsvergessen genug, bei seinem Vergleich mit diesen politischen « Giganten » nicht einzuberechnen, dass keiner von seinen Vorbildern bereits zehn Jahre an der Spitze des Landes stand, als sie vor « ihrer » historischen Herausforderung standen (das gleiche gilt natürlich auch für Bush, Paulson und Bernanke, die alle Teil des Problems sind, aber wohl nicht Teil der Lösung sein werden). Browns Vergleich hinkt auch insoweit, als Roosevelt und Churchill die Gipfel von Yalta und Teheran organisierten und dabei Franzosen und Deutsche außen vor ließen, während er heute derjenige ist, der beim Eurogipfel nicht dabei sein darf.

(4) Die isländische Börse, die drei Tage lang geschlossen war, um « Panik zu vermeiden » brach nach ihrer Wiedereröffnung um 76% ein. Quelle : MarketWatch, 14/10/2008

(5) Quelle : L'Express, 13/10/2008

(6) Quelle : GEAB N°5, 15/05/2006

(7) Quelle : GEAB N°26, 15/06/2008

(8) LEAP/E2020 stellt unten eine Zusammenfassugn seiner Voraussagen über die Dekantierungsphase anhand einer Weltkarte vor, auf der die Auswirkungen der Krise für sechs Ländergruppen verzeichnet sind ; sowie einen Kalender, in dem die Voraussagen über die Dauer der vier Teilkrisen innerhalb dieser Phase (Finanzkrise, Wirtschaftskrise, Sozialkrise und politische Krise) aufgeführt sind.

(9) Denn erst das Rettungspaket, das die Euroländer geschnürt haben, konnte zu einer zumindest kurzfristigen Beruhigung an den Aktienmärkten führen. Seit Wochen wechseln sich britische und amerikanische Initiativen ohne Erfolg ab. Erst der Eurogipfel wurde von den Märkten als neues und Vertrauen stärkendes Element wahr genommen. Seit der physischen Einführung des Euros vor sechs Jahren haben Washington und London alles daran gesetzt, die Organisation eines Eurolandgipfels zu verhindern. Und es bedurfte einer diplomatischen Inszenierung (Vorgipfel, Gruppenphoto des Vorgipfels...) , um dem britischen Premierminister die Möglichkeit zu geben, in der Öffentlichkeit als einer der Teilnehmer des Gipfels und nicht als Außenstehender zu erscheinen, obwohl er tatsächlich auf einem Eurogipfel nichts zu suchen hat. In dieser Ausgabe des GEAB werden wir auf die Bedeutung des Eurolandgipfels und seine umfassenden Folgen noch näher eingehen.

(10) Das amerikanische Rettungspaket hat die Schuldenlast für jeden amerikanischen Bürger um 17.000 US-Dollar erhöht. Quelle : CommodityOnline, 06/10/2008

(11) 2.000 Milliarden Dollar haben sich in den letzten Wochen aus den Töpfen der US-Pensionsfonds verflüchtigt. Quelle: USAToday, 08/10/2008

(12) Jedenfalls nicht auf kurze Sicht. Aber wir sind davon überzeugt, dass es für die Amerikanerinnen und Amerikaner auf mittel – und langfristige Sicht gut ist, wenn das von Washington und New York aus die USA dominierende System ganz grundsätzlich in Frage gestellt wird. Denn es ist ein System, das dem Land dramatische Probleme beschert hat, unter deren Lasten viele Millionen Menschen täglich zusammen zu brechen drohen, wie man in diesem Artikel der New York Times vom 11/10/2008 sehr gut nachlesen kann.

(13) Auch wenn es sich hierbei um eine Maßnahme handelt, die im Verhältnis zu der Perspektive eines US-Staatsbankrotts unwichtig erscheint, so könnte es für Investoren, die dem Gedanken näher treten wollen, wieder in die Finanzmärkte einzusteigen, nützlich sein zu wissen, dass die New Yorker Börse soeben ihre Höchstverlustmarken, bei denen der Börsenhandel ausgesetzt wird, angehoben hat. Quelle: NYSE/Euronext, 30/09/2008

Vendredi 17 Octobre 2008
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