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Neue Calvinisten" haben genug von Willow Creek, Warren


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#1
Rolf

Rolf

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Quelle: Topic 04/2008





USA: „Neue Calvinisten" haben genug von Willow Creek, Warren und Co.






In den USA baut sich eine neue Bewegung auf, die von der „Kirche für Kirchenferne", wie sie insbesondere Willow Creek propagiert, genug hat. Es könne nicht sein, dass alles in einer Gemeinde auf Evangelisation ausgerichtet ist. Sonntags sollten Gläubige Gott loben und im Glauben zugerüstet werden. Die biblische Leh¬re von der Gemeinde müsse wieder mehr Bedeutung bekommen, fordern die Vertreter der Bewegung.

Das einflussreiche Blatt der US-Evangelikalen — Christianity Today — hat dieser Bewegung den Stempel „neue Calvinisten" aufgedrückt. Mittlerweile erreichen die „neuen Calvinisten" Tausende Pastoren, die sich für einen biblischen Gemeindeaufbau interessieren. Allein für eine Konferenz Mitte April in Louisville mit dem Thema „Gemeinsam für das Evangelium" haben sich über 4000 Pastoren angemeldet. Referieren werden in Louisville die Gallionsfiguren der „neuen Calvinisten":

John Piper, John MacArthur und Mark Dever. Piper und MacArthur sind auch in Europa durch ihre zahlreichen Buchveröffentlichungen keine Unbekannten. Für Deutschland ist der Begriff—„neue Calvinisten" bzw. „neuer Calvinismus" missverständlich und irrefüh¬rend. Hierzulande ist die Theologie mehr ev.-lutherisch als reformiert-calvinistisch geprägt. Die reformierte Tradition, von der die Reformation in der Schweiz weitgehend bestimmt wurde (Reformatoren Zwingli und Calvin), spielt in England und in den USA eine viel bedeutendere Rolle als hierzulande.

Deshalb ist es für die deutsche Situation angemessener, nicht von einem neuen reformierten Calvinismus zu sprechen, sondern von einer Besinnung auf die Grundlagen biblisch-reformierter Theologie. Und die findet in Deutschland durchaus statt. Fast noch früher als in den USA stellten sich führende Vertreter der Bewegung, wie etwa Dr. Wolfgang Nestvogel, gegen moderne evangelikale Gemeinde-Konzeptionen (Willow Creek, Emerging Church etc.) und mahnten eine Rückkehr zum biblischen Christentum an. In Deutschland wird bisher nur an wenigen Plätzen die Fahne der Biblisch-Reformierten selbstbewusst hochgehalten.

Neben Gruppierungen in Brüderge¬meinden und anderen Freikirchen ist insbesondere die Akademie für reformatorische Theologie (ART/Hanno¬ver) zu nennen oder das Verax-lnstitut für Apologetik im Schweizer Riehen. Eng verbunden mit der ART ist die kleine Gruppe der Bekennenden Gemeinden, die sich in ihrer „Theologischen Erklärung 2000" zu den Grundlagen der Reformation bekennt und das Vierteljahres-Blatt Bekennende Kirche herausgibt. Zu den Buchverlagen, die reformatorischen Publikationen einen breiteren Raum gewähren, zählen der Betanien¬Verlag, der Reformatorische Verlag Beese und auch die Christliche Literatur-Verbreitung (CLV) in Bielefeld (z. B. Bücher von Spurgeon und Whitefield).

Gewisse Schwerpunkte calvinistischer Theologie sind in bibeltreuen Kreisen nicht unumstritten. Zu nennen wären hier die Erwählungslehre, das Taufverständnis oder die Lehre von der Endzeit. Eine sehr kritische Aus¬einandersetzung mit dem Calvinismus anhand der Bibel findet sich in dem Buch „Die Fünf Punkte des Calvinis¬mus" von Peter Streitenberger. Das Buch hat 160 Seiten und kostet 7,50 Euro. Es ist erschienen im „Christlichen Mediendienst" in Hünfeld (CMD/Wilfried Plock). Bestell-Tel.: 06652/9 7 8 7 87; Fax 06652/9 7 8 7 89; eMail:
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