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Der bedeutendste Prediger des 20. Jahrhunderts ist tot


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Rolf

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Der bedeutendste Prediger des 20. Jahrhunderts ist tot

 

 

 

 

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Der Baptistenprediger und Evangelist Billy Graham ist tot. Foto: Billy Graham Evangelistic Association

Montreat (idea) – Der wohl bekannteste Evangelist des 20. Jahrhunderts, der Baptistenprediger Billy Graham (Montreat/US-Bundesstaat Nord Carolina), ist am 21. Februar im Alter von 99 Jahren gestorben. Am 7. November wäre er 100 Jahre alt geworden. In seiner mehr als 70-jährigen Verkündigungstätigkeit hat er vor rund 230 Millionen Menschen in 185 Ländern gepredigt, auch mehrfach in Deutschland. Säkulare Medien bezeichneten ihn auch als „Maschinengewehr Gottes“. In Meinungsumfragen in den USA zählte er häufig zu den beliebtesten und vertrauenswürdigsten Personen. Graham wuchs auf einer Milchfarm im US-Bundesstaat North Carolina auf. Mit 16 Jahren wurde er Christ. Seine erste Großevangelisation fand 1949 in einem Zelt in Los Angeles (Bundesstaat Kalifornien) statt. Sie war ursprünglich für drei Wochen geplant, erstreckte sich dann aber über acht Wochen, weil das Zelt jeden Abend überfüllt war. Die breite mediale Berichterstattung machte Graham bekannt. 1977 reiste er erstmals in ein kommunistisch geführtes Land – Ungarn. Es folgten Evangelisationen in den meisten Ländern des ehemaligen Ostblocks sowie in China und in Nordkorea. Graham setzte immer frühzeitig auf den Einsatz neuer Medien. Ab 1989 fanden seine Veranstaltungen durch die Verbreitung über Satellit ein noch größeres Publikum. Er war mit mehreren US-Präsidenten bekannt bis persönlich befreundet. Im Jahr 1950 gründete er die Billy-Graham-Gesellschaft. Graham litt in den vergangenen Jahren unter anderem an Schüttellähmung (Parkinson) und an Prostatakrebs. Mit seiner Ehefrau Ruth, die 2007 starb, hat er fünf Kinder. Hinzu kommen 19 Enkel und 41 Urenkel.

 

US-Präsident Trump: „Keiner war wie er!“

 

Grahams Tod löste weltweit Trauer aus. US-Präsident Donald Trump schrieb im Kurznachrichtendienst Twitter: „Der großartige Billy Graham ist tot. Keiner war wie er! Christen und alle Religionen werden ihn vermissen. Ein ganz besonderer Mann.“ Vizepräsident Mike Pence sagte, Graham habe das Leben von Millionen Menschen verändert. Grahams Sohn Franklin, Präsident der Billy-Graham-Gesellschaft und des Hilfswerks „Samaritan´s Purse“ (Geldbörse des Samariters), schrieb auf Facebook, dass sein Vater von vielen schmerzlich vermisst werde. Aber es werde für ihn eine Freude sein, von Gott willkommen geheißen zu werden, „und wieder mit meiner Mutter in der Gegenwart Jesus vereint zu sein“.

 

Deutsche Evangelische Allianz: Seine Botschaft war unmissverständlich klar

 

Laut der Deutschen Evangelischen Allianz hat Graham Tausenden in Deutschland den Weg zum Glauben an Jesus Christus geöffnet. Er habe das Evangelium unmissverständlich klar verkündet. Der von Graham initiierte Lausanner Kongress 1974 habe zu einem neuen geistlichen Aufbruch geführt. Der erste internationale Kongress für Weltevangelisation fand 1974 im schweizerischen Lausanne statt. Er wurde damals vom TIME-Magazin als das wahrscheinlich bedeutendste christliche Ereignis des 20. Jahrhunderts bezeichnet. Dem Christival in Essen 1976 habe Graham die weltmissionarische Perspektive mitgegeben. Allianz-Generalsekretär Hartmut Steeb (Stuttgart) sagte: „Er hat auch mein Leben und meine Sicht für die Evangelisation gründlich geprägt und mich auch davon überzeugt, wie nötig die konkrete Einladung zur klaren Stunde der Entscheidung ist.“ Der Geschäftsführer des christlichen Hilfswerks „Geschenke der Hoffnung“, Bernd Gülker (Berlin), nannte Graham den bedeutendsten Prediger des vergangenen Jahrhunderts: „Über Gottes große Liebe konnte er wie kein anderer verständlich und überzeugend erzählen.“ Das Hilfswerk – es ist für die Geschenkeaktion „Weihnachten im Schuhkarton“ bekannt – ging 2001 aus der Billy-Graham-Gesellschaft hervor, die seit 1963 in deutschsprachigen Ländern wirkt.


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