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FWD: Volksheld, Antisemit, Hassprediger: Giordano-Bruno-Stiftung...


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Rolf

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FWD: Volksheld, Antisemit, Hassprediger: Giordano-Bruno-Stiftung...

 

 

 

From: Giordano-Bruno-Stiftung <[email protected]>

Giordano-Bruno-Stiftung (gbs)

Inhalt dieses Newsletters

Volksheld, Antisemit, Hassprediger: Giordano-Bruno-Stiftung
veröffentlicht kritische Broschüre zum Luther-Jahr +++ Demonstration
gegen Genitalverstümmelung: Kundgebung u.a. mit Mina Ahadi (ZdE) und
Michael Schmidt-Salomon am 7. Mai in Köln +++ „Auf hohlen Köpfen
ist gut trommeln!“: Bilanz des „Science March Germany“+++
Empfehlenswerte Literatur: Bücher von Ulrich Walter, Hans Albert,
Jürgen Beetz und Sibylle Biermann-Rau +++ Die nächsten Termine

Volksheld, Antisemit, Hassprediger: Giordano-Bruno-Stiftung
veröffentlicht kritische Broschüre zum Luther-Jahr

Rund 250 Millionen Euro aus allgemeinen Steuergeldern bringt die
öffentliche Hand für die "Luther-Dekade" auf. Der 500. Jahrestag
seines angeblichen "Thesenanschlags" soll sogar als bundesweiter
Feiertag begangen werden. Doch war Martin Luther ein Mann, den man
feiern sollte? Nein, sagt die Giordano-Bruno-Stiftung, die in ihrer
soeben veröffentlichten kritischen Luther-Broschüre aufzeigt, dass
der Reformator einer der "wirkmächtigsten Vertreter des Judenhasses
von Golgatha bis Auschwitz" war.

Für Adolf Hitler war Martin Luther "ein großer Mann, ein Riese", der
"den Juden" sah, "wie wir ihn erst heute zu sehen beginnen." Auch für
den evangelischen Landesbischof Martin Sasse, der 1938 (nach der
Reichspogromnacht) das Heft "Martin Luther über die Juden: Weg mit
ihnen!" herausgab, war der Reformator ein leuchtendes Vorbild, der
"größte Antisemit seiner Zeit, der Warner seines Volkes wider die
Juden".

Die Nationalsozialisten setzten um, was Luther 400 Jahre zuvor in
seiner Hetzschrift "Von den Juden und ihren Lügen" gefordert hatte,
nämlich Zwangsarbeit und Zwangsunterbringung für Juden sowie das
Niederbrennen ihrer Synagogen. Von Martin Luther übernahmen die Nazis
auch den Leitspruch ihres Hetzblattes "Der Stürmer": "Die Juden sind
unser Unglück!" Kein Wunder also, dass sich "Stürmer"-Herausgeber
Julius Streicher 1946 beim Nürnberger Prozess mit Berufung auf Martin
Luther verteidigte: "Dr. Martin Luther säße heute sicher an meiner
Stelle auf der Anklagebank, wenn dieses Buch von der Anklagevertretung
in Betracht gezogen würde. In dem Buch ‚Die Juden und ihre
Lügen‘ schreibt Dr. Martin Luther, die Juden seien ein
Schlangengezücht. Man solle ihre Synagogen niederbrennen, man solle
sie vernichten."

Den meisten protestantischen Theologen sind diese geschichtlichen
Zusammenhänge wohlbekannt, weshalb sie auf kritische Nachfragen
durchaus einräumen, dass es bei Martin Luther "dunkle Flecken" und
"beschämende Aussagen" gebe. Allerdings legt die Evangelische Kirche
in Deutschland (EKD) großen Wert darauf, dass hierdurch das
öffentliche Bild des Reformators nicht beschädigt wird. Daher soll
die Beschäftigung mit Luthers "dunklen Flecken" möglichst
Fachkreisen vorbehalten bleiben, während für die breite Bevölkerung
das Loblied auf den Verkünder der "Freiheit des Christenmenschen"
angestimmt wird - angereichert mit allerhand harmlos-lustigem
Luther-Tand wie etwa "Luther-Lutschern", "Luther-Bonbons" oder
"Luther-Playmobilfiguren".

Die Giordano-Bruno-Stiftung möchte diesem unkritischen,
geschichtsverfälschenden Luther-Bild entgegenwirken. Zu diesem Zweck
lässt sie den Reformator in der Broschüre selbst zu Wort kommen.
Dabei zeigt sich, dass Luther nicht nur ein besonders vehementer
religiöser Judenhasser (Antijudaist) war, der den Begriff der
"Judensau" wie kaum ein Zweiter popularisierte, sondern dass er auch
im Sinne eines vormodernen Rassismus (Antisemitismus) gegen "die
Juden" agitierte. So schrieb Martin Luther im Jahr 1543: "Das
israelitische Blut ist vermischt, unrein, verwässert und verwildert
worden. […] Dieser trübe Bodensatz und stinkender Abschaum, dieser
verschimmelte Sauerteig und sumpfige Morast von Judentum sollte die
Erfüllung des Messias verdient haben, aber doch nichts weiter ist als
ein fauler, stinkender, verrotteter Bodensatz vom Blut ihrer Väter?"

Neben Luthers unbändigen Judenhass werden in der gbs-Broschüre auch
die menschenverachtenden Positionen des Reformators gegenüber Frauen,
"Hexen", Behinderten und aufständischen Bauern dokumentiert.
Allerdings kann eine 12-seitige Broschüre nur einen kurzen Einstieg
in Luthers Weltbild bieten. Daher verweist der Text zur weiteren
Vertiefung auf die aktuelle dreibändige Edition der judenfeindlichen
Schriften Luthers, herausgegeben von Karl-Heinz Büchner, Bernd P.
Kammermeier, Reinhold Schlotz und Robert Zwilling (allesamt Mitglieder
der gbs-Regionalgruppe Rhein-Neckar). Außerdem bezieht sich die
Broschüre auf die von der gbs-Rhein-Neckar konzipierte Ausstellung
"Von Golgatha nach Auschwitz" sowie auf das gleichnamige Buch von
Reinhold Schlotz. Buch und Ausstellung ordnen Luthers Denken
historisch ein und belegen anhand zahlreicher Quellen, dass die
christliche Judenfeindschaft zwar keine hinreichende, wohl aber eine
notwendige Voraussetzung für den Holocaust war.

Wer die Broschüre "Martin Luther: Volksheld - Antisemit -
Hassprediger" im Luther-Jahr verteilen oder als Korrektiv zu den
offiziellen EKD-Materialien im Unterricht einsetzen möchte, kann
gedruckte Exemplare über dieses Formular
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kostenfrei beim Stiftungssekretariat bestellen. Die Onlineversion der
Luther-Broschüre ist ab sofort als pdf-Datei über die gbs-Website
verfügbar:

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Lesen Sie zum Thema auch:

  Interview zum Luther-Jahr
mit gbs-Vorstandssprecher Michael Schmidt-Salomon (NOZ, 25.3.2017)
  Interview mit den Herausgebern
<

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>
zur Neuedition von Luthers Hetzschriften gegen die Juden (hpd,
17.3.2016)
  Die Kosten der Lutherdekade 2008 - 2017
<

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>
(fowid, 31.10.2016)

Demonstration gegen Genitalverstümmelung: Kundgebung u.a. mit Mina
Ahadi (ZdE) und Michael Schmidt-Salomon am 7. Mai in Köln

Am 7. Mai jährt sich zum fünften Mal das Urteil des Landgerichts
Köln, das die medizinisch nicht indizierte Beschneidung von Jungen
als Körperverletzung und strafbare Handlung wertete. Anlässlich
dieses Jahrestages ruft ein breites Bündnis von Organisationen (u.a.
mogis e.V., IBKA, intaktiv, pro familia NRW, Terre des Femmes,
Zentralrat der Ex-Muslime und die Giordano-Bruno-Stiftung) am Sonntag,
dem 7. Mai 2017, zu einer Demo für das Recht der Kinder auf genitale
Selbstbestimmung auf. Die Demo startet am Landgericht Köln
(Luxemburger Straße 101, 50939 Köln) um 12:30 Uhr, die
Abschlusskundgebung findet um 14.00 Uhr auf dem Wallrafplatz am
WDR-Funkhaus statt.

Mit der Demonstration möchten die Initiatoren all jenen eine
Plattform bieten, die Körperverletzung als Teil der Erziehung strikt
ablehnen und für den Schutz aller Kinder weltweit vor Verletzung
ihrer körperlichen und sexuellen Integrität demonstrieren möchten.
In diesem Jahr wird es vor allem auch um Beschneidungsprogramme in
Afrika gehen. Auf der Abschlussundgebung werden Rednerinnen und Redner
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vieler Unterstützerorganisationen (u.a. intaktiv, Terre des Femmes,
gbs, MOGIS, ZdE) erwartet, u.a. Mina Ahadi vom Zentralrat der
Ex-Muslime und Michael Schmidt-Salomon von der
Giordano-Bruno-Stiftung.

Weitere Informationen:

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Flyer "Worldwide Day of Genital Autonomy"
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: 5 Jahre "Kölner Urteil" (PDF)

„Auf hohlen Köpfen ist gut trommeln!“: Eine Bilanz des „Science
March Germany“

Beim "Marsch für die Wissenschaft" gingen am 22. April
deutschlandweit 37.000 Menschen auf die Straße, um für eine
stärkere Beachtung wissenschaftlicher Erkenntnisse in Politik und
Gesellschaft zu demonstrieren. Die Giordano-Bruno-Stiftung, die den
"Science March Germany" in besonderer Weise unterstützt hat, wertet
dies als einen "unerwarteten Erfolg". Allerdings hat das Engagement
der Stiftung für den "Science March" auch Kritiker auf den Plan
gerufen. In einem ausführlichen ging gbs-Vorstandssprecher Michael
Schmidt-Salomon auf die Kritikpunkte ein und erklärte, warum es nicht
nur in den USA, sondern auch in Deutschland notwendig ist, die
gesellschaftliche Bedeutung rationaler, evidenzbasierter Argumente zu
stärken:

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Empfehlenswerte Literatur: Bücher von Ulrich Walter, Hans Albert,
Jürgen Beetz und Sibylle Biermann-Rau

Ulrich Walter: Im schwarzen Loch ist der Teufel los. Astronaut Ulrich
Walter erklärt das Weltall. München 2016. „Der Physiker, Astronaut
und gbs-Beirat Ulrich Walter beweist seit vielen Jahren (u.a. auch in
zahlreichen Fernsehauftritten), dass er in der Lage ist, komplexe
wissenschaftliche Zusammenhänge unterhaltsam zu vermitteln. Und so
gibt es auch in seinem aktuellen Buch, das es bereits auf die
Spiegel-Bestsellerliste geschafft hat, einiges zum Schmunzeln.
Allerdings sollte der schmissige Titel des Buchs keine falschen
Vorerwartungen wecken, denn Ulrich Walter geht in dem Buch mitunter
ans Eingemachte. Eine gewisse physikalische Vorkenntnis ist daher
hilfreich, um der Argumentation des Autors folgen zu können. Unter
dieser Voraussetzung allerdings sind Ulrich Walters Darlegungen zu
Wurmlöchern, Parallelwelten, zur Wahrscheinlichkeit eines Kontakts
mit außerirdischen Kulturen, zur „Mondverschwörung“ und zu den
geplanten Mars-Missionen ein intellektuelles Vergnügen.

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Hans Albert: Zur Analyse und Kritik der Religionen. Alibri 2017.
gbs-Beirat Hans Albert, zweifellos der wichtigste deutschsprachige
Vertreter des Kritischen Rationalismus, hat sich in vielen seiner
früheren Bücher mit religiösen und theologischen Argumenten
auseinandergesetzt, u.a. in den Büchern „Das Elend der
Theologie“, „Kritik des theologischen Denkens“ und „Joseph
Ratzingers Rettung des Christentums“. Im Alter von 96 Jahren hat
Hans Albert nun noch einmal nachgelegt. „Zur Analyse und Kritik der
Religionen“ (das sich entgegen dem allgemeinerem Titel vorwiegend
mit christlich-theologischen Argumente auseinandersetzt) zeichnet sich
durch die gleiche glasklare Diktion aus, die Hans Alberts Werke schon
immer zu einem besonderen Lesegenuss machten. Ein Muss für
Albert-Fans - wie z.B. für Sheldon aus der erfolgreichen Sitcom
„The Big Bang Theory“, der in dieser Szene
<>
das von Hans Albert beschriebene „Münchhausen-Trilemma“ nutzte,
um zu begründen, warum es unmöglich ist, eine Letztbegründung
dafür zu finden, weshalb er aus der WG mit Leonard ausziehen muss.
Verlagsseite zum Buch:

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Jürgen Beetz: AfD - Auffällig feines Deutsch. Verborgene
Schlüsselwörter eines Parteiprogramms. Alibri 2017.
Rechtspopulistische Kräfte setzen häufig auf die Strategie
„Stimmung statt Argumente“. Doch wie gelingt ihnen das? Jürgen
Beetz (Mitglied des gbs-Förderkreises) enthüllt in seinem
sprachkritischen Buch die verborgenen Bedeutungen und Assoziationen
hinter den fein formulierten Sätzen des AfD-Parteiprogramms. Ein
überaus lesenswertes Buch - nicht nur, weil es aufzeigt, mit welchen
Mitteln Populisten versuchen, Einfluss zu gewinnen, sondern auch, weil
es helfen kann, unser Bewusstsein für Sprache ganz allgemein zu
schärfen. Interview mit dem Autor:

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Sibylle Biermann-Rau: An Luthers Geburtstag brannten die Synagogen.
Eine Anfrage. Calwer Verlag 2014: Die erste Auflage dieses
bemerkenswerten Buches von Sibylle Biermann-Rau (Pfarrerin der
württembergischen Landeskirche) erschien bereits im Jahr 2012. Es
setzt sich in lobenswerter Offenheit mit dem Judenhass Luthers
auseinander und zeigt auf, wie stark antisemitisches Gedankengut in
protestantischen Kreisen verankert war, selbst bei den oppositionellen
Kräften der „Bekennenden Kirche“. Mit ihrer Schrift wollte
Biermann-Rau die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) dazu
ermuntern, die Judenfeindlichkeit Luthers und vieler seiner Nachfolger
nicht weiter zu verdrängen, sondern im Rahmen der Luther-Dekade
kritisch aufzuarbeiten. Wäre es dazu gekommen, hätte die
Giordano-Bruno-Stiftung ihre Broschüre zum Luther-Jahr (siehe oben)
nicht herausgeben müssen. Verlagsseite zum Buch:

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Die nächsten Termine

Die Termine der nächsten Wochen finden Sie, wie immer, im
gbs-Terminkalender:

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Mit freundlichen Grüßen

Das gbs-Newsletter-Team

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P.S.: Auf der Facebook-Seite der gbs finden Sie weitere interessante
Informationen:

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Infos für diejenigen, die die Arbeit der Giordano-Bruno-Stiftung
unterstützen möchten:

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