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Wie soll man mit Besessenheit umgehen?


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Rolf

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Wie soll man mit Besessenheit umgehen?






Im Neuen Testament wird häufig berichtet, dass Jesus Dämonen austreibt.

Berlin (idea) – Das Neue Testament berichtet an zahlreichen Stellen, dass Menschen von bösen Geistern besessen waren und Jesus Christus sie davon befreit hat. Auch heute suchen Personen Hilfe, die den Eindruck haben, dass dämonische Mächte in ihnen zerstörerisch wirken. Mit diesem Thema befasst sich die Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW/Berlin) in ihrem Materialdienst. Wie es heißt, sind in der katholischen Kirche exorzistische Praktiken weit verbreitet – nicht nur in Lateinamerika, Afrika und Asien. Allein im Großraum Paris würden jährlich etwa 1.500 Exorzismen durchgeführt. In Italien solle es über 300 offizielle Diözesan-Exorzisten geben. Der von der Diözese Rom dazu bestellte Pater Gabriele Amorth habe nach eigenen Angaben über 40.000 Teufelsaustreibungen durchgeführt. Auch in Pfingstkirchen und charismatischen Kreisen sei Besessenheit ein wichtiges Thema. Hier gebe es die Gebetspraxis eines „Befreiungsdienstes“. Damit solle die Macht widergöttlicher Dämonen gebrochen und der Belastete endgültig von Fehlverhalten befreit werden. Der EZW zufolge liegt hier allerdings häufig eine „Dämonisierung des Weltbildes“ vor. Sie führe dazu, die eigene Verantwortung in eine Geisterwelt zu verlagern, sich als hilfloses Opfer zu verstehen und Fehlverhalten von sich wegzuschieben: „Hier sind einfühlsame und religiös kundige Psychotherapeuten gefragt, diese Abwehrmechanismen zu erkennen und Hilfestellungen zur Entwicklung einer reifen Religiosität zu geben.“

Besessenheit eine hirnphysiologische Störung?

Die EZW verweist auf wissenschaftliche Erkenntnisse. Durch den Zuwachs an psychiatrischem Wissen könne man heute manche epileptischen Anfälle, die als Besessenheit wahrgenommen würden, sachgemäß als eine hirnphysiologische Störung ansehen: „Dadurch sind sie erfolgreich behandelbar.“ Der Psychotherapeut Dieter Vaitl (Gießen) klassifiziere Besessenheit und Trance als Sonderformen dissoziativer Bewusstseinsstörungen.

Gegen „übertriebene Aufmerksamkeit“ für das Böse

Nach Ansicht der EZW erfordert das Phänomen „Besessenheit“ stärkere interdisziplinäre Bemühungen, um Menschen in der Auseinandersetzung mit „bösen“ Kräften besser begleiten zu können. Eine enge Kooperation von medizinischen, psychotherapeutischen und kirchlichen Fachleuten sei für eine angemessene Begleitung unerlässlich. Generell gebühre dem Bösen keine übertriebene Aufmerksamkeit: „Nicht umsonst kommt es in keinem kirchlichen Glaubensbekenntnis vor.“ Das Gebet könne helfen, der Faszination der dämonischen Welt zu entgehen.

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