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#1
Rolf

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Autor: Wolfgang Dietrich


Vom Autor zu Veröffentlichung per email übersandt






Das babylonische System in der Kirche und der lange Weg in die Freiheit




Nach dem Tod Jesu haben die Priester wieder den Vorhang zugenäht, damit sie die Kontrolle

über das Volk in der Form der Mittlerschaft behalten konnten. Dies hält bis zum heutigen Tag an, besonders in den etablierten Kirchen und bis hin in die vielen Freikirchen in abgeschwächter Form.

Jeder Mensch ist bedürftig. Er sehnt sich letztendlich nach Gott. Was er von Gott weiß, hat er im westlichen Abendland von der Kirche erfahren. Die Kleriker haben dem Volk das Evangelium in welcher Form auch immer, mitgeteilt. Sie waren in der kirchlichen Tradition die Mittler zwischen Gott und Mensch. Und besonders in der kath.und orthodoxen Kirche ist diese Mittlerposition per Dogma festgeschrieben.
Es war seit Babylon schon immer das Ziel des Feindes diese Vermittlerposition, die eigentlich Jesus alleine besitzt, zu besetzen.
Auch die Struktur in der Gemeinde Jesu ist verseucht. Wir sagen den Menschen, daß sie alles in der Gemeinde bekommen, und lassen sie fühlen, daß sie uns brauchen.

Richtig ist, dass alle Menschen Jesus brauchen.
Der neue Wein wird leider immer noch in alte Schläuche (Strukturen die von den Großkirchen übernommen wurden) gegossen. Zwangsläufig entstand dadurch wieder die Fixierung auf einen Mittler. In dem Falle ist es meistens der Pastor , der die Entscheidungen mit den Ältesten bespricht, aber meistens selbst entscheidet. Was sagt die Bibel dazu?
- Diejenigen sind verflucht die auf Menschen vertrauen sagt die Schrift in Jer.17,5
- :“ verflucht ist der Mann der sich auf Menschen verlässt“.
Das Alte Babylon

Für die Prozessionen baute Nebukadnezar eine Prachtstraße, wie es noch keine gegeben hatte. Sie begann in der Außenstadt an der großen Zitatelle von Babylon und führte durch das berühmte Ischtartor in die Innenstadt hinein. Das mächtige Doppeltor war von Zinnen gekrönt und mit blau glasierten Ziegeln verkleidet, auf denen sich über 500 bunte Reliefs von Stieren und Drachen erhoben, Der Torflügel bestanden aus Zedernholz, das mit Kupferplatten beschlagen war
Die Straße war 23 Meter breit und mit großen Steinplatten gepflastert, die aus dem fernen Norden in das steinlose Schwemmland Babylonien transportiert werden mußte. Ihr eindrucksvollster Teil dürfte der in der Außenstadt gewesen sein, von der Zitadelle zum Ischtar- Tor. Hier war die Straße von sieben Meter hohen, blau glasierten Mauern eingefaßt, auf denen als gelbe Reliefs Rosetten und etwa 120 schreitende Löwen glänzten, jeder zwei Meter lang.).
Auf diesem strahlenden, löwenumsäumtem Promenade durchs Ischtar-Tor in Babylon einzuziehen und dann vor dem gewaltigen, in sieben Farben leuchtenden Turm zu stehen- das muß ein Eindruck gewesen sein, wie ihn nach Nebukadnezar vielleicht kein Städtebauer mehr zustande gebracht hat. . (Kürzlich konnte ich mir ein persönliches Bild von den Überresten des gut erhaltenen Stadttores mitsamt der Prozessionsstrasse in Berlin machen, im Museum für Vorderasiatische Kunst).
Beim Lesen dieser Beschreibung kommen bei mir Bilder und Assossiationen auf die eine verblüffende Ähnlichkeit haben mit dem Prunk im Vatikan. Wie viele Schätze liegen allein in der Schatzkammer des Vatikan,s abgesehen, von dem Reichtum in allen anderen Kirchen.
Auch dort sieht man täglich Ströme von Pilgern aus aller Welt, die dem katholischen Oberhaupt, dem Papst Ehrerweisung bringen, so dass er ähnlich wie die Marduk Priester ein
gottähnlicher Status bekommt.
Aber lassen wir den Deutschen Robert Koldewey, einer der erfolgreichsten Archäologen ,der Babylon ausgegraben hat, zu Worte kommen:“ Welch ein Anblick muss die große Neujahrsprozession über die Marduk -Straße geboten haben. Koldewey versucht einen Vergleich, der nicht von der Hand zu weisen ist.“ Ich habe einmal gesehen, wie das überlebensgroße silberne Standbild der Maria, beladen mit Weihgeschenken, Ringe ,Edelsteinen, Gold und Silber, auf einer Tragbahre von vierzig Männern getragen, im Portal des Domes von Syrakus hoch über den Köpfen des wimmelnden Volkes erschien, um in feierlichen Zuge bei rauschender Musik und unter dem stürmischen Beten der Menge hinausgebracht zu werden in die Gärten der Latomien. So ähnlich denke ich mir eine Prozession des Gottes Marduk, wenn er von E-saglia aus, vielleicht durch den Perbolos hindurch, seinen Triumphzug auf der Prozessionsstraße von Babylon hielt“.
Haben diese Kulte und Prozessionen in der kath. Kirche vielleicht ihre Vorbilder in dem alten Babylon gefunden. Haben deswegen immer wieder Christen, so auch Martin Luther die kath. Kirche als das neue Babylon, mit Sitz des Antichristen gesehen?
In welch großen Gegensatz trat dagegen Jesus Christus auf, von dem es heißt, dass er nichts hatte, wo er sein Haupt hinlegen sollte ( Matt. 8.20.).Er der wahrhaftige König der Schöpfer dieser Welt , er der für unsere Schuld sein Leben so schmachvoll gegeben hat, wollte keine Ehre für sich, sondern wies auf den Vater im Himmel hin.( Joh. 5.30.)
Ein anderer von vielen Widersprüchen in der kath. Kirche ,- Jesus sagte: „ Ihr sollt niemand Vater heißen auf Erden einer ist euer Vater der im Himmel ist“ ( Matt.23.9.)
Viele kath.Christen aber auch mittlerweile evang. Christen nennen den Papst „Heiliger Vater“ und verstoßen damit gegen dieses Gebot Christi.
Das heutige Babylon

Priester, Könige und Herrscher als Vermittler

Menschen wie damals Nebukadnezar in Babylon, hatten gottähnlichen Status bei ihren Untertanen und die Priester waren die Vermittler zwischen Gott und den Menschen, - darum verehrt und gefürchtet, weil sie nicht nur die Macht über das zeitliche Leben sondern auch über das diesseitige Leben hatten. Leben oder Tod lag in ihren Händen, so glaubten es wenigstens die Menschen ihrer Zeit.
Die Geschichte der Menschen scheint sich immer wieder zu wiederholen, bis sie endlich aus ihr gelernt und sich geändert haben.

Das Wesen der Religion im Katholizismus

Abhängigkeit

Das Wesen der Religion hat sich bis in die heutige Zeit nicht verändert.
Religion macht abhängig und ist wirklich“ Opium für das Volk“. Opium bringt jeden Konsumenten in eine hochgradige Abhängigkeit an den Zulieferer und den Stoff.
Die Droge versetzt in einen Rausch der es scheinbar wehrt ist, dass man alles dafür hergibt, wie Geld, Familie, Freunde und Gesundheit, um ihn zu bekommen. Der Konsument wird letztendlich Sklave seiner Sucht.
Der Vergleich mit unserer alterwürdigen Religion, vielleicht sogar dem Katholizismus oder Protestantismus, verärgert den ein oder anderen Leser und er fühlt sich in seinem Glauben angegriffen.
Aber schauen wir uns doch mal die Praktiken dieser Religionsgemeinschaften näher an, die auch mit einem Vermittlersystem operieren und danach bilde jeder Leser sein eigenes Urteil.

Katholizismus
Oder –Vermischung des babylonischen Systems mit dem Evangelium
- Auszug aus dem Buch :“ Der Glaube der Kirche von Karl Rahner und Karl Heinz Weger
-„ Das Wort und die Gnadengaben Gottes in Christus erreichen den Menschen durch die Überlieferung der Kirche. Dieses so erarbeitete Verständnis(durch exegetische Forschung der kath. Kirche) muss freilich im Sinne der Kirche geschehen, der die Schrift zu eigen gegeben ist und der allein das Recht zur maßgebenden Erklärung zusteht“.
Die kath. Kirche hat demnach die alleinige Vermittlerrolle des Wortes und der Gnadengaben

Protestantismus

Der langsame Auszug aus dem babylonischen System

Martin Luther hat bis zum heutigen Tag einen unübersehbaren Einfluss auf die protestantischen Kirchen. Ihm haben alle wahrhaft Gläubigen Menschen sicherlich viel zu verdanken. Die Befreiung von dem katholischen Joch und dem freien Zugang zur Heiligen Schrift (was den Katholiken bis vor nicht langer Zeit immer noch verboten war) die inspiriert vom Geist Gottes, den Menschen gegeben , waren seine großen Verdienste.
Damals waren die Menschen, wie bis heute, gebunden in religiösen Gehorsams- und Ritualdenken. Zwischen ihnen und Gott stand eine Priesterschaft von Mittlern machtorientiert mit alleinigem Zugang zur Bibel. Der Weg zum vertrauensvollen Glauben und Unterordnung unter dem Herrn Jesu, war verbaut. Luther war Gottes Werkzeug, diese Fesseln zu sprengen Der Gerechte wird aus Glauben leben (Römer 1,17) war Luthers Schlüsselwort aus der
Schrift. Errettung und Erlösung kommen nicht aus Werken, auch wenn sie noch so fromm sind, sondern aus dem Glauben an Christus. Das ist Luthers Verdienst.
Trotzdem war seine Erkenntnis nur Stückwerk. und nicht frei von gravierenden Fehlern, worauf ich jetzt näher eingehe.
Luther hat die Theologie erneuert, aber die alten Strukturen hat er kaum geändert. Er hat vom allgemeinen Priestertum geredet, aber anscheinend wusste er nicht, wie es umgesetzt werden sollte. Die Fürsten bekamen geistliche Macht in ihren Ländern über die Schar der Evangelischen und die Pfarrer führten das „Ein-Mann-System“ ein, und kamen logischer Weise in die Rolle der Mittler zwischen Gott und den Menschen. Das Gottesdienst-Muster ähnlich wie in der kath.Kirche gefärbt von heidnischen griechischen Gedankengut, dass trennt zwischen heilig und sakulär, - zwischen Laien und Geistlichen und dadurch wurden die Kräfte der Kirche Christi nie freigesetzt, sonder eher verschlissen und in Gefangenschaft gehalten .
Den Unterschied zwischen Klerus und Laien kam schon sehr früh in die junge Gemeinde durch die Lehre der Nikolaiten, die Jesus in der Offb. 2,6 mit „ich hasse sie“ bezeichnet. Hier begann der Irrweg der Kirche, die die apostolische Lehre über Buße, Heiligkeit und Sünde, die Taufe und die Gottheit langsam verändert hat.
Tragischerweise hält dieser Zustand bis zum heutigen Tag an.
Die evangelische Kirche wurde verwaltet, von Bürokraten, die letztendlich nur Fragen nach Zustimmung oder Ablehnung erwarteten. In diesem System gibt es wenig Raum für Kreativität, Spontaneität und abwechslungsreiches Leben. In den Freikirchen sieht es, von wenigen Ausnahmen, die in der charismatischen und den neueren Bewegungen zu finden sind, nicht anders aus.
Die Evangelische Kirche rühmt sich, die Kirche des Wortes zu sein, wo das Wort unverfälscht über alle kirchlichen Traditionen, im Gegensatz zur Katholischen Kirche, steht.
Ihr Dogma, - nur durch die Verkündigung des Wortes , entsteht der Glaube. Nur durch die Verkündigung kann der Geist gegeben werden. So schreibt Luther gegen die Schwärmer
„Aus den Schmalkaldischen Artikeln“(1537):“ Darum sollen und müssen wir darauf beharren, dass Gott nicht will mit uns Menschen handeln, denn durch sein äußerlich Wort und Sakrament. Alles aber, was ohne solches Wort und Sakrament vom Geist gerühmt wird, das ist vom Teufel“.
Hier wird eindeutig die Souveränität Gottes eingeschränkt. Gott aber gibt den Geist wie er will. Der Heilige Geist weht, wo er will. Auch außerhalb starrer Kirchenformen oder besser gesagt, gerade dort, wo die Menschen offen und frei sind, - denn wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit ( 2. Kor. 3,17).
Schwerpunktmäßig lehrte Luther die Rechtfertigung und wenig über die Wiedergeburt des Menschen. Wenn, dann durch das Wort und den Glauben und nicht durch Bekenntnis der persönlichen Sünden, Glaube an den Kreuzestod und Annahme des Heils. Meistens gefolgt von dem subjektiven Erlebnis der Wiedergeburt .Für Luther gab es nur die objektive Grundlage des Heils. Jede Erfahrung subjektiver Art mit Freude und anderen emotionalen Auswirkungen stand er ablehnend bis feindlich entgegen. Mit grausamer Härte bekämpfte er die Wiedertäufer und Schwärmer .Erweckungen wurden verteufelt.
Luther ist direkt mit verantwortlich für den Tod Tausender Wiedertäufer, die sich seinen Lehren nicht anschließen wollten. Seit dem Jahr 1530 bestand Luther darauf, dass alle Christen, die öffentlich predigen, ohne zum Klerus zu gehören, umgebracht werden sollen.., selbst wenn sie korrekt lehren.
Die neu entstandene „Rechtgläubigkeit“ in den lutherischen Kirchen, umgeht das persönliche Heilserlebnis (Bekehrung).Das Wort wird hoch über den Köpfen gehalten und
bekommt den Status, den der Heilige Geist innehaben soll. Das Wort wird verkündet, droht, ähnlich wie das Gesetz des A.T., bis hin zum Todesurteil gegen Abweichler
(Buch „Wider die Schwarmgeister“).
Dagegen steht das Wort: “Der Buchstabe (Wort ) tötet, der Geist macht lebendig „(2.Kor.3,6).

Wie stand es mit Luthers Stellung zur Schrift, die von sich behauptet , von Gott inspiriert zu sein, was die wahrhaft Gläubigen nie angezweifelt haben.
Luther äußerte Bedenken gegen den Hebräer- Jakobus, - Judasbrief und gegen die Offenbarung und stellte sie an den Schluss des neuen Testamentes. Die Offenbarung des Johannes war für ihn dunkel und unverständlich.
Mit dieser Haltung gab er den Umfang des Kanons zur weiteren Diskussion frei. Dies war später die willkommene Tür für die Bibelkritik, die viele schwache Geister verführt hat.
Die geistlichen Kinder von Martin Luther haben später in der Universität von Wittenberg den Vater des Pietismus Jakob Spener 263 Ketzereien bezichtigt, welches sie in seinen Schriften nachweisen wollten.

Vorläufer der Freikirchen

Ein kleines Volk gegen mächtige Gegner

Es gab schon immer kleine geisterfüllte Gruppen, wie die Kelten, die eigentlich Europa zum Christentum bekehrten und nicht die Kath.Kirche. Von den Kelten kamen vollmächtige apostolische Gestalten ,wie Patrik aus Irland, der einen strategisch nationalen Gemeindegründungsbewegungen aller Zeiten initiierte. Oder Gallus, der das Evangelium in die Schweiz brachte, oder Bonifacius, der Apostel Norddeutschlands. Suitbertus gehörte auch dazu, der am Niederrhein missionierte und von ihm wird berichtet, dass er Wunder ,Krankenheilungen bis Totenerweckungen vollbrachte. Leider kam der babylonische Geist in Gestalt der päpstlichen Lehren ab dem 6.Jh. in die Bewegung . Aber auch politische Gewalt hat diese Nachfolger Christi nach und nach vernichtet. Die Kelten haben in Europa viele geistliche Brunnen gegraben ,die die “Philister „wieder verschüttet haben.
So gab es Bewegungen die sich nicht den Bürokraten in der Kirche untergeordnet haben, sondern allein Gott und dadurch zum Segen für diese Welt wurden..

Wie die Reformation nicht zustande gekommen wäre ohne ihre Vorläufer, so hatten die Freikirchen schon lange vorher ihre Vorläufer in Form von kleineren Versammlungen, die Erbauungstunden, Bibelstunde oder Bibelarbeit hießen .Daraus entstand der Pietismus in Deutschland .Nur um einige Nahmen zu erwähnen, die hier im Rheinland gewirkt haben, -Theodor Underdeyck in Mülheim/Ruhr(1665) Tersteegen (1771-1773)Jean Paul Labadies ,der hier am Niederrhein bis nach Düsseldorf seine Spuren hinterlassen hatte. In Frankfurt ist Jakob Spener zu erwähnen, der aus Angst vor Seperatismus seine Erbauungsstunden einstellte. Wogegen im luth. Würtenbergs (1742) die Stunden weiterhin von Laien geleitet und dauerhaft heimisch wurden und Quellen der Erweckung waren.
Gott wäre nicht Gott, wenn er seine Gemeinde über die Jahrtausende nicht erhalten hätte, gemäß seines Wortes :“Die Pforten der Hölle werden die Gemeinde nicht überwinden“.

Heraus aus den Großkirchen – hinein in die Freikirchen

Ein weiterer Schritt aus der babylonischen Gefangenschaft
Aus Protest gegen Patronatsrechte und gerichtliche Eingriffe verließen1843 mehr als 200 Pfarrer die Kirche von Schottland. Etwa zur gleichen Zeit wurden in der Schweiz freie Gemeinden gegründet. Die englischen Dissenters – Dissidenten –oder Nonkonformisten genannt bildeten einen Freikirchenrat. Sie brachten den Unterschied im Sprachgebrauch, dass die Bibel nur von Kirche oder Gemeinde redet, als eine Gruppe von Menschen, die durch das Blut Jesu errettet und zu einem lebendigen Organismus zusammengefügt worden . Dahinter verbirgt sich ein grundlegender Paradigmawechsel im Verhältnis
von Kirche und Gesellschaft. Bürger und Christengemeinde sind nicht dasselbe. Damit geht die Forderung nach Religions –Glaubens- und Gewissensfreiheit Hand in Hand .
Ein weiterer wichtiger Schritt zur Freiheit, heraus aus der babylonischen Gefangenschaft der Kinder Gottes war vollzogen.
Der Wunsch der Gläubigen nach mehr Entfaltung, hinein in die Freiheit der Kinder Gottes war der Motor zur Gründung von vielen Freikirchen.
Im Gegensatz zur Volkskirche, in der man Mitglied wird durch die Taufe ,- meistens als unmündiges Baby, wird man bei den Freikirchen Mitglied durch freiwillige Entscheidung. Dadurch ist das Verantwortungsbewusstsein der Mitglieder (Haushalterschaft, Gottesdienst-besuch) groß und die Laienarbeit (Priesterschaft aller Gläubigen) weiter entwickelt worden.
Innerhalb der Freikirchen entstanden eine Unzahl von Bewegungen, die durch Spaltungen, wegen verschiedener Auffassungen über die Schriftauslegung – oder Amtsverständnis und durch ungöttliche Einflüsse entstanden. Es würde diesen Rahmen sprengen, wenn ich auf die einzelnen Freikirchen, Grüppchen und Bewegungen eingehen würde.
Gott baut seine Gemeinde

Heraus aus der charismatischen Bewegung hinein in den Leib Jesu
(Fortsetzung Anno 2009 im Juni- nach vier Jahren Schreibpause)
- Mein persönliches Zeugnis

Nach. dreißig Jahren regelmäßigen Besuch der Sonntags-Versammlung und Mitgliedschaft in einer charismatischen Gemeinde, des Jesus Hauses in Düsseldorf, habe ich mich endgültig davon distanziert und abgenabelt.
Diese Abnabelung geht nicht spurlos an einem Menschen vorbei, der die Geschwister und die Gemeinschaft liebt und erstmal lernen muss, allein unverstanden mit seinen inneren Kämpfen, von Verdammnis geplagt, leben muss. Aber je länger ich aus dem Dunstkreis dieser Gemeinde war, desto freier und souveräner konnte ich den alten Freunden und Pastoren entgegen treten. Das ungute Gefühl über lange Jahre in Bezug der Lehre und Praxis der charismatischen Bewegung wich einer starken Überzeugung auf dem richtigen Weg zu sein.
Schön früh hatte ich auf Missstände in der Gemeinde hingewiesen und versucht durch Briefe, später mails Aufklärung zu betreiben in der Hoffnung, dass meine Bekannten und Freunde oder Familienangehörige meine Bedenken verstehen oder teilen können. In anderen Worten, ich hatte die Hoffnung, sie zu belehren und zur Umkehr führen zu können oder zumindest zum selbständigen Denken und prüfen anzuleiten. Immer wieder in den letzten 6 Jahren wieß ich auf die Missstände innerhalb der charismatischen Bewegung hin. Eigentlich waren es z.T. himmelschreiende Skandale, Sünden von TV-Evangelisten, falsche Prophetien und Irrlehren, die allesamt aus USA kamen und von meiner alten Gemeinde teilweise übernommen wurden. Höhepunkte dieser Verirrungen waren die Lehren und Praxis von dem „Apostel“ Helmut Bauer aus Bayern, der zwei meiner Freunde verführt hatte und sie in seinen Bann zog und zuletzt die „Lakeland Erweckung mit Todd Bentley, diesem Clown und falschen Irrlehrer und Propheten. Dieser junge Mann der Tausende und Abertausende Christen mit seiner Show anzog, wie der Misthaufen die Ameisen. Am Ende blieb wie immer von diesen „Wellen des Geistes“, so auch der Toronto oder Pensacola-Segen nichts übrig außer heißer Luft.
Bei allen augenscheinlich klaren Beweisen von unbiblischer Verkündigung und Praxis ,die vor allen Dingen in Form von viel Aufklärung im Internet nach zu lesen ist, erlebte ich keine Abkehr von diesen Geistern bei meiner alten Gemeinde. Die Literatur von bekannten Irrlehrern und Propheten wird weiterhin in dem zugehörigen Buchladen ausgelegt. Dieser falsche Geist kam schon vor mehr als dreißig Jahren in die Gemeinde, als der neue junge Pastor Gerhardt Bially von einem einjährigen USA-Aufenthalt zurück kam und gegeistert die Lehren von Kenneth Hagin und anderen einführte. Als junge Gläubige ohne biblisches Fundament sogen wir alles, wie ein Baby die Muttermilch, auf. Bei den „Gottesdiensten“ wurden die Emotionen durch den so genannten Lobpreis aufgepeitscht und die anschließenden Zeugnisse von dem Eingreifen Gottes und seine Wunderkraft verbunden mit pseudobiblischer Untermauerung der Predigt steigerten unsere Erwartungshaltung ins Unermäßliche. Montags holte uns der Alltag ein und damit der Frust wegen ausbleibenden Gebetserhörungen, die Konfrontation mit der „bösen Welt“, Probleme am Arbeitsplatz, Familie Schule und Uni usw.
Das Heilmittel war der „geistliche Schuss“ am Sonntagmorgen, der ähnlich wie Opium abhängig machte. Aber mit den Jahren ließ die berauschende Wirkung nach und Ernüchterung trat bei mir und anderen ein, mit dem Resultat von großer Fluktation. Mittlerweile verglich ich diese Gemeinde mit einem Warmwassererhitzer, der uns aufheizte und anschließend abkühlen ließ. Eine seltsame Kühle um nicht zu sagen Herzenskälte breitete sich ohne dass es bemerkt wurde in den Versammlungen aus. Auf den Gemeindehauptversammlungen die ich in furchtbarer Erinnerung hatte, wurden Eintritte und Austritte von Mitgliedern erwähnt. Kein Bedauern, Traurigkeit oder Betroffenheit wurde bei den Austritten gezeigt, sodass ich zweifelte an der viel gerühmten Liebe untereinander. Diese Versammlungen begannen immer mit einem halbstündigen Lobpreis. Was hat eigentlich der Lobpreis in einer Jahreshauptversammlung zu tun, wenn dort der Austausch über Orientierung, über die geistliche Situation, wo man Bilanz ziehen sollte, die finanzielle sowie die Geistige Bilanz der Gemeinde ehrlich offen gelegt werden sollte? Diejenigen die sich vorbereitet hatten, um Kritikpunkte vor zubringen, waren nach dem Lobpreis „Schatt matt gestellt“. Einige standhafte Mitglieder, die trotzdem noch Kritik anbrachten, fanden wenig Gehör bei dem Pastor Klaus Dieter Passon, der ein Meister des positiven Denkens ist, weil Kritik negativ ist und bei ihm ausgegrenzt oder nivelliert wird. In diesen Gemeindestunden blieb die Erinnerung für mich an Manipulation und fehlender Transparenz .
Ausschlaggebend für meine innere Emigration die in die äußere Emigration endete ,war immer mein Wunsch nach Freiheit des Geistes und der persönlichen Entfaltung und damit Mitarbeit jedes Einzelnen an seinem Platz in der Gemeinde, die nicht gewährleistet wurde. Stattdessen erlebte ich Seilschaften wie in jedem weltlichen Betrieb, Interessenkonflikte wie Pastor und Vorstandsmitglied in Personalunion, Manipulierung und Missbrauch der Gläubigen, sowie das erwähnte unbiblische Gedankengut, dass seine Quellen im Humanismus, Esoterik und teilweise im Okkultismus hat.

Seit sechs Jahren versuche ich meine hebräischen geistigen Wurzeln zu entdecken und bin auf einem wunderbaren Weg mit dem anderen Teil des Leibes Jesu, den messianischen Gläubigen gelangt. Nach Epheser Kapitel 2 besteht der Leib aus Juden und Heiden, die an den Messias glauben. Das größte Schisma der Kirche Jesu war die Trennung durch Kaiser Konstantin von gläubigen Juden und gläubigen Christen. So taumeln wir schon beinahe 2000 Jahre umher ohne unsere wahre Identität zu finden. Aber ohne die Wurzel des Ölbaums sind wir hin und her gerissen von jeglicher Lehre, mit dem Resultat von über 280 Konfessionen, ohne die Tausenden einzelnen unabhängigen Gemeinden und Gruppen. Es ist ein Skandal und kaum einer kümmert sich darum. In der Liturgie und Struktur der Kirchen und Freikirchen finden gläubige Juden so gut wie keine Berührungspunkte. In einem christlichen Gottesdienst fühlen sie sich als Fremdkörper. Die Jahrhunderte langer Trennung mit der Ersatztheologie hat ganze Arbeit geleistet. Auch durch meine Reisen ins gelobte Land, der Besuch von messianischen Gemeinden, Freundschaften mit den jüdischen Gläubigen ist mein Horizont über Gottes Heilsplan gewachsen. Nicht selten werde ich in Israel gefragt, ob ich Jude sei. Dies fasse ich als Kompliment auf und antworte mittlerweile, ohne ein Philosemit zu sein, ja ich bin Jude nach dem Herzen aber nicht von Geburt. Dann weise ich auf ihren großen Rabbi Shaul (Paulus) hin, der gesagt hat, derjenige ist ein rechter Jude, der am Herzen beschnitten ist und Gott lobt. Dies wiederum fanden einige sehr gut.
Das Kapitel über unsere Wurzeln würde jetzt den Rahmen sprengen und deshalb beschließe ich es. Wer trotzdem mehr darüber wissen möchte, dem bin ich gerne bereit zu antworten.


Die Begründung meiner Distanzierung von der charismatischen Bewegung
findet ihr in dem folgenden Artikel, den ich vor sechs Jahren angefangen zu schreiben..
Um eine Lehre zu prüfen, sollte man zu den Wurzeln gehen. Dies war mein Motiv, als ich
anfing, dass unbiblische Gedankengut innerhalb der charismatischen Bewegung zu prüfen.
Die Quellen dieser Lehren kommen aus der Metaphysik und der Esoterik. Der Vater der Glaubenswegung W.E.Kenyon und sein Propagandist Kenneth Hagin haben die Saat gesät, die schlechte Frucht gebracht hat und immer noch bringt, und wie ein Krebsgeschwür die charismatische/pfingstlerische und evangelikale Bewegung vergiftet hat.

Irrlehre von W.E.Kenyon (Kurzfassung)

Der Versuch einer kurzen verständlichen Zusammenfassung

Übersetzung aus dem englischen von Wolfgang Dietrich mit Auszügen aus „Ein anderes Evangelium“ von McDonnell

I Hauptlehraussagen von Kenyon und seinen Propagandisten

A - Die Lehre vom Glauben: Glaube an Gott oder der Glaube an den Glauben
Aussage von Hagin: Gott hat Glauben an seinen Glauben. Er musste schließlich Glauben
haben um das Universum das vorher Nichts war Kraft seines Wortes zu schaffen- in das
Sein zu bringen. Deswegen müssen wir auch Glauben an unseren Glauben haben.
.... wenn man Glauben an seine Worte hat, dann hat man auch Glauben an seinen Glauben. Das müssen sie lernen, um etwas von Gott zu bekommen: Haben sie Glauben an ihren Glauben. (Kenneth Hagin, Have Faith in Faith S.4-5)
Erkennungszeichen eines Sektierertums – Es ist alles so einfach nicht mit ganzen Herzen, ganzer Seele und mit all meiner Kraft; Gott zu dienen, zu beten, zu Fasten, sondern nur Glauben an unseren Glauben haben.
Ursprung
Es wird ein ganz bestimmter Typus von Gott dargestellt, der mit dem Vater unseres Herrn Jesus Christus nichts mehr gemein hat. Er ist in Wirklichkeit gar kein Gott. Es handelt sich um den „unpersönlichen Gott“ es ist die aufgearbeitete Metaphysisk des Neuen Denkens.
Encyclopaedia Britannia schreibt über den Glauben des Neuen Denkens, - (Die Prinzipien die man hier aufgestellt hat) betonen die Immanenz Gottes, das göttliche Wesen des Menschen, die unmittelbare Verfügbarkeit der Kraft Gottes für den Menschen, den spirituellen Charakter des Universums und die Tatsache, dass Sünde, körperliche Funktionsstörungen und Krankheiten grundsätzlich Folgen von falschen Denken sind…Viele Gruppen des Neuen Denkens heben hervor, dass Jesus ein Lehrer und Heiler war, und sie rufen sein Königreich innerhalb des einzelnen Menschen aus. Das materielle Wohlergehen des Individuums steht im Mittelpunkt.

Biblische Widerlegung
Was für ein Gott braucht Glauben an seinen Glauben? Gott benötigt gar nichts!! Er ist allgenügsam! Jahwe ist vollkommen! Er muss nicht Glauben produzieren.!
Jeder Gott, der Glauben an seinen Glauben haben muss, ist nicht der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus. Er ist in Wirklichkeit gar kein Gott. Es handelt sich vielmehr um jene unpersönliche „Kraft“ der metaphysischen Sekten.
Zum Nachdenken
Wozu braucht Hagins Gott denn Glauben? Wieviel und welche Sorte Glaube gefällt ihm? Und schließlich: was für ein Gott ist das, der Glauben an seinen Glauben braucht?

B - Glauben als Formel
In einer seiner Vision sagte Hagin, Jesus sei ihm erschienen und habe gesagt:“ Wenn irgend jemand, wo immer er sich aufhält, diese vier Schritte tut oder diese vier Prinzipien anwendet, wird er immer erhalten, was er sich von mir oder Gottvater wünscht “.Mit diesen Schritten, sagte Hagin, würde er sich eine eigene Fahrkarte bei Gott ausstellen können.
Es sind:1. Sprich es aus; 2. tue es; 3.Empfange es; 4.erzähle es.
Kenyon lehrte das wir mit glaubensvollen Worten schöpferisch tätig sein können, genau wie Gott. Durch die Entdeckung der „geistlichen Gesetze“, die Gott letztendlich für jeden zugänglich gemacht hat, sind wir in der Lage, diese zum eigenen Gebrauch zu benutzen.
Erkennungszeichen eines Sektierertums – es ist zu einfach, nicht mit ganzen Herzen, ganzer Seele und mit all meiner Kraft; Gott zu dienen, zu beten, zu Fasten, sondern nur diese geistlichen Prinzipien zu kennen, um alles zu erhalten, was dein Herz begehrt.

Ursprung – die metaphysischen Sekten, wie Unity School of Christianity sprechen auch von
„unwandelbaren geistlichen Gesetzen des Universums. Es geht hierbei um die Macht des reinen Denkens. Kenyon hatte Anfangs in Boston die Versammlungen der metaphysischen Sekte „Neues Denken“ besucht, und war davon sehr beeindruckt.
Biblische Widerlegung
Wenn dass der Fall sein sollte, dann sind wir quasi Gott, weil wir die Geheimnisse Gottes entdeckt haben, und Dinge die nicht sind in die Existenz rufen, oder wie immer gesagt wird Dinge einfach abzuholen (aus den himmlischen Örtern).Dies macht den Menschen autonom ,unabhängig von Gott und seiner Gnade.
Nur Gott kann schöpferisch tätig sein und wir nur seine Geschöpfe.
“ Ich bin der Weinstock ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich ihn ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun“.Joh.15,5
Zum Nachdenken
Tausende Anhänger dieser Glaubenstheologie haben diese geistlichen Gesetze angewendet :1.Sprich es aus;2. Tue es;3.Empfange es ;4.Erzähle es,- und haben trotzdem keine Erfolge gesehen. Viele in Amerika und Schweden (Propagandist ist Ulf Elkmann), haben Schaden an Leib und Seele genommen, davon viele den Glauben verloren.
Das Leben von Paulus, der das Vorbild der Glaubenstheologen ist, weil er die Offenbarungserkenntnis besaß, erzählt von Mangel, Entbehrungen, Verfolgungen, Armut, Steinigung, Kämpfe sowohl innerliche als auch äußerliche, Kerker etc. Warum hat er nicht die Dinge die er brauchte aus den himmlischen Örtern abgeholt, wie z.B. himmlische Wagen, die ihn von einem Ort zum anderen bringen konnten, anstatt über staubige Landstraßen zu wandern?

Weitere Glaubensgrundsätze

Glauben als schöpferische Kraft d.h. durch schöpferische Glauben wird der Mensch nicht nur ein Gott, er wird ein Schöpfer ( Charles Capps)
Die Kraft des Glaubens ( mit Glauben und Geduld, - mit diesem Kräftepaar, kann der Gläubige empfangen, was immer es gibt ( Kenneth Copeland)
Der Glaube nach Gottes Art (anstatt der sonst üblichen Übersetzung von Markus 11,22 Habt Glauben an Gott schlägt Kenyon die Variante vor > Habt Glauben Gottes <
Glauben und Autorität des Gläubigen ( Christus kann nichts mehr ohne die Gemeinde tun)
Glauben an den Namen (der Name Jesus ist offensichtlich der Blankoscheck bei Gott)
Erkennungszeichen eines Sektierertums – Es ist zu einfach nicht mit ganzen Herzen, ganzer Seele und mit all meiner Kraft; Gott zu dienen, zu beten, zu Fasten, sondern nur in der rechten Art zu glauben, um erfolgreich zu sein.
Ursprung- Obwohl man mit der Betonung des Glaubens auch gute Seiten abgewinnen kann, so vertritt die Glaubenstheologie letztlich doch den Glauben an einen Gott, der sich von dem der Bibel unterscheidet. Dass der Glaubensgott ein Gott der Metaphysik ist, wird daran deutlich, dass angeblich geistliche Gesetze das Universum regieren, nicht aber Gott selbst. Die Glaubenskosmologie (Lehre vom Universum) ist eine vergeistlichte Form des Deismus. Sie zerstört sowohl die Souveränität Gottes als auch dessen Persönlichkeit.
(Deismus –laut Meyers gr. Taschenlexikon :..im 17.18.Jahrh.begr.Religionsauffassung, die Gott zwar als Urgrund der Welt anerkennt, ihm aber als ein außerhalb der Geschichte existierenden Wesens jeden Eingriff in die Geschichte abspricht).

Biblische Widerlegung der Glaubensgrundsätze
Ist Gott ein Souverän oder ein Untertan?
Wenn die Glaubenskosmologie lehrt, Gott müsse den geistlichen Gesetzen gehorchen, er könne einfach nicht anders, so hat sie ihm die Souveränität genommen, das Recht auf Selbstbestimmung und Herrschaftsausübung im Universum. Die Bibel lehrt eindeutig die Souveränität Gottes.“ Unser Gott ist im Himmel; und alles, was ihm gefällt, das vollbringt er“(Psalm 115,3).Kein Mensch kann Gottes Handeln durch Formeln in eine Richtung zwingen, und neben seinen Willen gibt es keine geistlichen Gesetze. Gott regiert das Universum nach dem klassischen Modell der Autokratie, das ist die Regierung einer Einzelperson, die uneingeschränkte Macht hat.
Die“ Kraft des Glaubens“ ist in Wirklichkeit der „Glaube an die Kraft“!
Zum Nachdenken – Warum hatten die größten Glaubenshelden der Bibel, - Mose, Abraham, David, Elia, Paulus, Petrus uns keine „geistlichen Gesetze“ hinterlassen? Warum war ihr Glaubensleben u.a. auch gezeichnet von Glaubenskämpfe und unfassbaren Schwierigkeiten bis hin zum Martyrertod, wenn doch alles so einfach ist?

C - Das positive Bekenntnis
Nicht Hagin, sondern Kenyon ist der Urheber. Diese Lehre hat in weiten Kreisen der charismatischen Bewegung Eingang gefunden. Das sehr bekannte Sprichwort über den Glauben: „was ich bekenne , das besitze ich“ ist ursprünglich von Kenyon geprägt worden.
Vorher muss man noch das Geheimnis des „Bekennens“ erkannt haben, nämlich das Wesen und Ausmaß der vollkommenen Erlösung in Christus erkennen ,dass man seine Identität und „Rechte“ in Christus kennt und laut die Versorgung durch Christus in allen Lebenslagen ausspricht. Man geht beim positiven Bekennen von der Annahme aus, dass die innere Geisteshaltung bestimmt, was man glaubt und bekennt. Und was man glaubt und bekennt, bestimmt was man von Gott bekommt. Hagin formuliert es so:. “Was wir glauben, ist das Ergebnis unseres Denkens. Wenn wir falsch glauben, wird unser Bekennen falsch sein. Wenn also das, was wir sagen falsch ist, wird es unser Denken entsprechen beeinflussen“. Die so genannte positive Geisteshaltung“ ist die Quelle, aus der alles positive Bekennen gespeist wird. Positives Bekennen ist der Anstoß, der die geistlichen Gesetze zur Wirkung bringt. Kenyon sagt:“ Ein geistliches Gesetz, das viele von uns nicht kennen, besagt, dass unser Bekenntnis uns bestimmt“ .Es wird jemand nur soviel besitzen, wie er Glauben hat, diese geistlichen Gesetze zu bekennen. “Früher oder später wird aus uns was wir bekennen.
Soviel dazu.
Erkennungszeichen eines Sektierertums – es ist zu einfach nicht mit ganzen Herzen, ganzer Seele und mit all meiner Kraft; Gott zu dienen, zu beten, zu Fasten, sondern nur in der rechten Weise zu bekennen, um erfolgreich zu sein.
Ursprung
Die Metaphysischen Sekten lehren genau wie die Glaubenstheologie, das Furcht als auch Glaube Realitäten schaffen.(Siehe falsche Interpretation von Hiobs Geschichte)
Biblische Widerlegung
In der Bibel gibt es keinen Automatismus,- Schublade A füllen und Schublade D erhalten.
Gott ist barmherzig dem , dem er barmherzig ist. Über allem ist Jahwe souverän und beugt sich keinem noch so frommen positiven Bekennen, wenn wir nicht in ihm sind und in seinem Willen beten. Gott hat seine Erhörungen gebunden an „seinen Bedingungen“.
Hier wird auch wieder zuviel Gewicht darauf gelegt, was der Mensch alles kann. Die Lehre ist wie alle anderen Lehren von Kenyon auf den Mensch bezogen.
Zum Nachdenken
Warum hat Gott denn dem großen Apostel Paulus nicht seine Bitte erhört, den Stachel wegzunehmen? Hat Paulus das positive Bekennen etwa nicht gekannt?

D- den Namen Jesus unnützlich führen
Das was die Glaubensbewegung über den Namen Jesu lehrt, bricht eins von Gottes zehn Geboten. In diesen sagt Jahwe dem Volk Israel: “Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der Herr lässt den nicht ungestraft, der seinen Namen missbraucht“(2.Mose 20,7). Der Inhalt dieses Dritten Gebotes geht weit darüber hinaus, nur den profanen Gebrauch des Namens und das Fluchen zu verbieten. Es stellt genauso auch den Versuch unter Strafe, den göttlichen Namen dazu zu benutzen, Jahwe zu manipulieren und zu beherrschen. In der kaanaitischen und ägyptischen Mythologie bedeutet nämlich die Entdeckung eines geheimen Gottesnamens, dass man diesen Gott beherrschen konnte.
Die magische Kunst der Zauberer und Hellseher bestand darin, die heiligen Namen ihrer Götter beständig vor sich hin zu murmeln. Jesus hat zwar tatsächlich seinen Jüngern verheißen, zu erfüllen, was sie in seinem Namen erbitten würden (Joh.16,24).Aber diese Verheißung ist nicht bedingungslos. Sie setzt voraus, dass die Gläubigen in ihm bleiben und es seinen Worten gestatten, in ihnen Wohnung zu nehmen.(Joh.15,7). Auch müssen dazu Gebote gehalten werden (1.Joh.3,22) und es muss in seinem Willen gemäß gebetet werden.(1.Joh.5,14-15).“Ihr bittet und empfangt doch nichts, weil ihr in böser Absicht bittet, um es in eurer Leidenschaft zu verschwenden“(Jak.4,3).
Erkennungszeichen – es ist so einfach –nicht mit ganzen Herzen, ganzer Seele und mit all meiner Kraft; Gott zu dienen, zu beten, zu Fasten, sondern nur den Namen Jesu unter meinen Blankoscheck setzen, um alles zu erhalten.
Ursprung – absolut nicht aus der Heiligen Schrift, sondern angefangen in Babylon, bis zu den östlichen Religionen z.B. das Mantra (Göttername),das dauernd vor sich hingesagt wird, wie eine magische Formel, bis hin zu dem Rosenkranzgebet der Katholiken und der Litanei des Islams.
Biblische Widerlegung – wie schon Eingangs erwähnt das dritte Gebot .In diesen sagt Jahwe dem Volk Israel: “Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der Herr lässt den nicht ungestraft, der seinen Namen missbraucht“(2.Mose 20,7).
Die Gebete des Apostel Paulus hatten nie dieses Formelhafte.
Zum Nachdenken – Trotz Einhaltung dieser Formel und Benutzung des Namens Jesus waren die Erfolge bei den Anhängern eher dürftig und haben viele bis an den Rand der Verzweiflung gebracht.

E - Ist der Mensch Geschöpf oder Schöpfer?
Welche Anmaßung zu denken, mit dem Wort des Glaubens „schöpferische Kraft“ zu haben!
Dinge in die Realität sprechen, sind Schlagworte der Glaubensbewegung. Alles ist für uns da, wir müssen sie nur aus himmlischen Örtern abholen, ist ihre Überzeugung.
Sie würdigt die Dreieinigkeit herab, die gemäß der Schrift alleine die Quelle der Schöpfung ist ; (1.Mose1;Nehemis 9,5-6; Psalm 90,2; Jesaja 44,24; Jeremia 32,17).Der Sohn ist allein der Handelnde an der Schöpfung (Joh.1,3;Kol.1,16; Hebr.1,2); und der Geist ist allein der, der die Schöpfung in Gang hält (!:Mose 1,2;Hiob 26,13;33,4;Psalm 104,30;Jesaja 40,12). Der Mensch ist ein Geschöpf, und keinem Geschöpf wurde in der Bibel Schöpferkraft zugesprochen – weder dem Menschen, noch Engeln, noch Teufeln, noch Tieren. Die Schöpfung aus dem Nichts ist ein Vorrecht Gottes.
Erkennungszeichen- es ist so einfach – nicht mit ganzen Herzen, ganzer Seele und mit all meiner Kraft; Gott zu dienen, zu beten, zu Fasten, sondern abzuholen, was wir brauchen.
Ursprung – Glaube als schöpferische Kraft ( durch schöpferischen Glauben wird der Mensch also nicht nur ein Gott, er wird ein Schöpfer- Charles Capps).
Auch hier ist die Quelle bei den metaphysischen Sekten zu sehen, die lehren, dass das Physische eine Form des geistlichen Zustandes ist und mit der Offenbarungserkenntnis kann
man Dinge in die sichtbare Realität rufen. Die Sicht der Welt ist die metaphysische Kosmologie und nicht das Weltbild der Bibel.
Biblische Widerlegung
Zur Wiederholung:
Sie würdigt die Dreieinigkeit herab, die gemäß der Schrift alleine die Quelle der Schöpfung ist ; (1.Mose1;Nehemis 9,5-6; Psalm 90,2; Jesaja 44,24; Jeremia 32,17).Der Sohn ist allein der Handelnde an der Schöpfung (Joh.1,3;Kol.1,16; Hebr.1,2); und der Geist ist allein der, der die Schöpfung in Gang hält (!:Mose 1,2;Hiob 26,13;33,4;Psalm 104,30;Jesaja 40,12). Der Mensch ist ein Geschöpf, und keinem Geschöpf wurde in der Bibel Schöpferkraft zugesprochen – weder dem Menschen, noch Engeln, noch Teufeln, noch Tieren. Die Schöpfung aus dem Nichts ist ein Vorrecht Gottes.

F Die Heilungslehre: Von Krankheiten, Symptomen und von Satan
Ich weiß, dass ich geheilt bin, weil ich es gesagt habe, und es spielt gar keine Rolle, welche Symptome noch in meinem Körper sind. Ich lache darüber, und im Namen Jesu gebiete ich dem Urheber der Krankheit(Satan) ,meinen Körper zu verlassen.
E.W.Kenyon,The Hidden Man S.99
Das Heilen ist zum Lebensstil der Menschen in der Glaubensbewegung geworden. Mit dem Dokumentieren kommt man gar nicht mehr nach, weil es inzwischen Abertausende sind, die von sich behaupten „durch den Glauben“ geheilt worden zu sein. Ob sich diese Heilungen letztlich immer körperlich zeigen, spielt für die Mitglieder der Bewegung keine so große Rolle. Es zählt, dass jene, die von sich behaupten, geheilt worden zu sein, wirklich daran glauben und nichts, selbst Schmerz und fortbestehende Symptome der Krankheit, können sie eines besseren belehren. Die Anhänger der Glaubensbewegung behaupten, dass die Bibel die Quelle ihres Glaubens sei. Es gibt aber allerdings auch Elemente in der Heilungslehre der Glaubensbewegung, die aus den metaphysischen Sekten stammen.
Sind Wunder Zeugnisse für die Wahrheit? Heilungen und Wunder beweisen nicht die Richtigkeit der eigenen Bibelauslegung! Der amerikanische Pragmatismus führt ja zu der kategorischen Behauptung, alles, was gute Ergebnisse bringe, sei rechtens und wahr.
Doch eins ist sicher: Nachweisbare Ergebnisse können kaum das einzige Maß für den Wahrheitsgehalt sein. Wenn Heilungen und Wunder den Maßstab darstellen, anhand dessen eine Heilungslehre als wahr erkannt wird, dann müsste man dies den Lehren und Praktiken der metaphysischen Sekten ganz bestimmt zugestehen: Die Zahl der Heilungen in der christlichen Wissenschaft, beim Neuen Denken, in der Einheitsbewegung und bei vielen anderen ist beeindruckend. Heilungen und Wunder kommen aber nicht nur aus einer einzigen Quelle! Nicht alle Heilungen sind göttlich! Die metaphysischen Sekten benutzen die positive Geisteshaltung und das positive Bekennen, um Krankheiten zu heilen. Die Okkultisten beschwören ganz offen satanische Mächte in ihrer Heilungspraxis. Doch selbst wenn die Sekten und die Okkultisten viele Heilungen vorweisen können, sind Lehren und Praktiken solcher Gruppen für Christen nicht annehmbar.
Ursprung
Krankheit ist nicht leiblich, sondern geistlich
Christus musste geistlich in der Hölle leiden, um Heilung möglich zu machen, denn alle Krankheiten sind nur leibliche Auswirkungen einer geistlichen Ursache. Kenyon lehrt:“ Krankheit ist ein geistlicher Zustand, der am Körper sichtbar wird“ .Letztlich kommt alle Krankheit aus dem geistlichen Reich Satans. Indem er seinem Mentor folgt, sagt Hagin, weil jede Krankheit geistlichen Ursprungs sei, müsse auch Gottes Heilungsmethode ganz und gar geistlich sein. Und daraus folgen die Glaubenslehrer, dass die Versöhnung ein geistlicher, und kein physischer Akt sein muss.
Der Gedanke ,j ede Krankheit sei eine leibliche Manifestation von etwas Geistlichem, kommt geradewegs aus den metaphysischen Sekten. Auch der Gründer des Neuen Denkens P.P. Quimby, definiert Krankheit, was deren Ursache angeht, vollständig in einem geistlichen Zusammenhang. Die spirituelle Herkunft von Krankheit, ja des ganzen Lebens, ist ein zentrales Dogma der Metaphysik. Eine Reihe erschreckender Parallelen können zwischen der Glaubenstheologie und der Metaphysik gezogen werden. Beide Denksysteme bestreiten, dass Krankheit irgendeine organische Ursache haben könnte. Dafür lehren sie, Krankheit sei ganz und gar die körperliche Wirkung einer geistlichen Ursache.

Gläubige sollten niemals an einer Krankheit sterben

Die Verheißungen eines Lebens ohne Krankheit gehört zu den anziehendsten Seiten der Glaubenstheologie. Doch wirft solch eine Verheißung die Frage auf, wie denn ein wahrer Christ überhaupt sterben soll. Kenyon beantwortet die Frage lapidar: „Ich glaube, es ist der Plan des Vaters, dass kein Gläubiger jemals krank sein soll und dass er seine Lebensspanne voll auskosten soll, bis er schließlich verbraucht entschläft“. An andrer Stelle sagt er:“ Wir sollen unser Leben aufbrauchen und dann ganz einfach einschlafen, ohne Schmerz und ohne die abscheulichen Krankheiten, die dem Herrn nicht zur Ehre dienen“

Biblische Widerlegung
Das Heilen ist in der Tat eine Gabe des Heiligen Geistes (1.Kor.14,9).Der Gemeinde ist geboten worden, für die Kranken zu beten (jak.5,14-15).Zeichen, Heilungen und Austreibungen böser Geister folgen denen, die das Evangelium predigen
(Mark16,15-20).Diese übernatürlichen Erfahrungen und Dienste sind das Erbe des Gottesvolkes. Dieses Erbe ist allerdings nicht das Evangelium selbst. Das Christentum ist keine Heilungssekte und das Evangelium keine metaphysische Formel für göttliche Heilung und Wohlstand. Die starke Betonung, die die Glaubenstheologie auf die Heilung legt, ist eine maßlose Übertreibung der biblischen Lehre und verwischt die zentrale Stellung Christi und des Evangeliums.
Die Bibel lehrt, dass Gläubige nicht vollkommen von körperlichem Leid befreit sind, solange Christus nicht wiedergekommen ist und die allgemeine Auferstehung stattgefunden hat. Kenyons und Hagins Lehre widerspricht der Paulinischen Lehre über die Erlösung des Leibes. Im Römerbrief schreibt Paulus:“ Die ganze Schöpfung seufzt unter dem Fluch des Leides(Röm.8,19-20), und die Gläubigen seufzen mit. So wie die gefallene Schöpfung sehnsüchtig auf die Erneuerung bei Christi Wiederkunft wartet(Röm.8,19;Offenb.21,1-5?, so warten auch die Gläubigen auf die Vollendung der Erlösung - auf die Erlösung unseres Leibes. Der Gedanke, dass wir seufzen müssen, während wir auf die Erlösung unseres Leibes durch die Auferstehung warten, wird im 2.Korintherbrief wieder aufgenommen. Paulus gibt unumwunden zu, dass unser äußerlicher Mensch “aufgerieben“ wird, doch sollen wir nicht verzagen, denn der innere Mensch wird Tag für Tag erneuert (2.Kor.4,16).Auch wenn wir in unserem irdischen Leib seufzen, so haben wir doch im Geist die Gewissheit, dass Gott uns einen neuen Leib geben wird, einen Leib, bei dem „das Sterbliche vom Leben verschlungen „wird (2.Kor.5,4-5)
. Immer wieder tat Gott zwar ungewöhnliche Wunder durch die Hand des Apost.19,11).Doch dann war er auch häufig nicht imstande, seine engsten und liebsten Weggefährten zu heilen. Er gesteht ein:“ Trophimus musste ich krank in Milet zurücklassen“(2.Tim.4,20).Im Fall von Epaphroditus schreibt Paulus von seiner Erleichterung, dass durch das Erbarmen Gottes die tödliche Krankheit seines Freundes überwunden und sein Leben gerettet wurde ( Philip.2.25-27).
An andrer Stelle gibt Paulus Timotheus den rat:“ Trink nicht nur Wasser, sondern nimm auch etwas Wein, mit Rücksicht auf deinen Magen und deine häufigen Krankheiten „(1.Tim.5,23).
Zum Nachdenken
Diese Lehre basiert auf dem Dualismus, also nach dem Prinzip der Ursache und Wirkung. Wenn du krank bist hast du oder deine Eltern gesündigt. Wenn du nicht gesund wirst, dann hast du zuwenig Glauben etc Fürchterliche Folgen hatte diese Lehre bei vielen Gotteskindern, die schwere gesundheitliche Probleme bekamen, starben und in ihrem Glauben an Gott und den Menschen irreparable Schäden erlitten.
Diejenigen, die Heilungsformeln anwenden und damit behaupten, Gott heile immer alle unsere Krankheiten, der geht an der Realität vorbei. Solche Leute verschließen die Augen vor der offen liegenden Tatsache, dass Christen immer auch krank geworden sind. Einige erholen sich, andere nicht. Jeden Tag sterben Christen überall in der Welt an Krankheiten, die auch bei jedem andren zum Tod führen. Das ist nicht gerade eine erbauliche Tatsache, aber man kann sie nicht übersehen.

E Die Lehre vom Wohlstand: Erfolg und der Christ auf dem Weg nach oben
Heute gehört die Glaubensbewegung zu den Quellen der Wohlstandslehre unter modernen Charismatikern. Obwohl die Glaubenslehrer diese Lehre gar nicht einmal begründeten und auch nicht deren einige Propagandisten sind, haben sie mit ihrer typischen Unbedachtheit die haarsträubensten Behauptungen diesbezüglich gemacht. Ihre Versprechungen, was materielles Wohlergehen und finanziellen Erfolg angeht, sind zweifellos die Hauptursache für die Anziehungskraft dieser Bewegung.
... Es ist diese Glaubenskraft, die Gesetze der geistlichen Welt in Kraft hält....Dies gilt auch für den Wohlstand. In Gottes Wort gibt es bestimmte Gesetze, die den Wohlstand bestimmen. Der Glaube lässt sie zur Wirkung kommen... Die Erfolgsformeln im Wort Gottes zeitigen Ergebnisse, wenn sie angegeben benutzt werden“.
Ein Beispiel für eine Erfolgsformel ist Copelands Prinzip vom Geben, das auf Markus 10,30 beruht, wo vom hundertfältigen Erstatten die Rede ist.“ Du gibst $1 um des Evangeliums willen, und $199 gehören dir. Gib $10 und empfange $1,000,Gib 1,000 und du wirst $ 100,000 bekommen .Gib ein Haus, und du wirst hundert Häuser bekommen oder ein Haus das hundert mal wert ist. Gib ein Flugzeug und empfange Hundert mal den Wert eines Flugzeuges...Kurz gesagt: Markus 10,30 verspricht ein sehr gutes Geschäft.
Dieses sehr gute Geschäft“ soll ein allgemeingültiges geistliches Gesetz sein. Es soll wie all die anderen Wohlstandsgesetze für jeden gelten, der es kennt.
Der Gläubige aber, der in Armut lebt, entehrt Gott, obwohl er Christus kennt.
Erkennungszeichen- es ist so einfach – nicht mit ganzen Herzen, ganzer Seele und mit all meiner Kraft; Gott zu dienen, zu beten, zu Fasten, sondern abzuholen, was wir brauchen.
Ursprung
Es gibt die kosmisch orientierte Lehren über den Wohlstand. Dieser Lehrtypus verspricht all denen Erfolg und Wohlstand von Gott, die geistlichen Gesetze des Universums kennen, von denen einige auch den finanziellen Wohlstand bestimmen. Kosmisch ist diese Art, weil im Zentrum die allgemeingültigen Prinzipien vom Wohlstand stehen, die Gott im Kosmos verankert hat. Im Großen und Ganzen lehren die Glaubenslehrer den Wohlstand nach kosmischen Maßstäben. Ihr Anliegen ist es, das Wissen über jene geistlichen Gesetze zu vermitteln, die auch den Wohlstand im Universum steuern.
Trine (Gründer des Neuen Denkens) z.B. befürwortet die Praxis des Visualisierens, um reich zu werden. Er führte seine Anhänger in die Kunst ein, Reichtum durch Suggestion und verbale Bekräftigung zu visualisieren. Weil Christus gestorben sei, um den Menschen von der Armut zu erlösen, meint Kenyon:“ Der Gläubige der arm ist, ehrt Gott nicht, weil er versäumt hat, die Erlösung von Armut anzunehmen, die ihm durch die Versöhnung zur Verfügung gestellt wird.
Hagin zufolge will Gott uns nicht nur von Armut befreien:“ Er möchte, dass seine Kinder immer nur vom Feinsten speisen, er möchte, dass sie zu den Bestgekleidetsten gehören, sie sollen die größten Autos fahren und ganz allgemein immer das Allerbeste bekommen“. Nichts ist gut genug für „die Königskinder“, Fred Price sagte:“ Wenn schon die Mafia in Straßenkreuzern herumfahren kann, warum sollten es dann nicht die Königskinder erst recht tun?“ Im Gegenteil :“Königskinder sollten auf jeden Fall Rolls Royce fahren“ .
„Stell dir Reichtum vor. Sieh dich selbst von Reichtum umgeben. Bekräftige innerlich, dass du über kurz oder lang von Reichtum umgeben sein wirst. Bekräftige es still und leise, aber nachdrücklich und zuversichtlich. Glaube es, glaube es mit aller Entschiedenheit. Erwarte es, wässere es immer wieder mit deiner Erwartungshaltung. So machst du dich zu einem Magneten, der Dinge anzieht, nach denen du Verlangen hast“.

Biblische Widerlegung

Die Glaubenslehrer haben vollkommen recht, wenn sie die Gläubigen mit ihren Bedürfnissen auf Gott und auf seine Verheißungen verweisen. Die Bibel gibt solche Verheißungen, dass nämlich Gott unter normalen Umständen alle legitimen Bedürfnisse des Gläubigen erst einmal wahrnimmt und dann auch für ihre Erfüllung sorgt. In der Bergpredigt lehrte der Herr Jesu:“ Denn euer Vater weiß, was ihr braucht, noch ehe ihr ihn bittet“ (Matt.6,8). Er sagt uns also. Dass wir uns um die Lebensgrundlagen nicht zu sorgen brauchen, sei es Essen, Trinken oder Kleidung (Matt.6,25-31). Für diese Grundbedürfnisse wandten die Heiden viel Zeit und ängstliche Mühe auf (Matt.6,32b). Jesus stritt jedoch keineswegs ab, dass dies rechtmäßige Bedürfnisse sind. Er versicherte seinen Begleitern denn auch:“ Euere himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles braucht“(Matt,6,32b).Und Jesus gab eine Verheißung, wenn sie eins tun würden:“ Euch aber muss es zuerst um sein Reich und um seine Gerechtigkeit gehen; dann wird euch alles andre dazugegeben werden“ (6,33).
Hier steht in der Bergpredigt für „Bedarf“ einmal das Substantiv „chreia“ und auch das Verb“ nötig haben“(chredzo). Die Grundbedeutung ist “notwendig“. Wie Jesus erklärte, haben wir nur wenige Dinge wirklich nötig im Leben (chreia). In der Bergpredigt werden nur drei erwähnt: Essen, Trinken und Kleidung: Paulus schränkt es noch einmal auf zwei ein:“ Wenn wir Nahrung und Kleidung haben, soll uns das genügen“( 1.Tim.6,8) .An anderer Stelle sagt Jesus:“ Aber eins ist notwendig (chreia) (Luk.10,42). Neue Häuser, Schicke Autos, und eine feine Kleidung ist kaum etwas, was man unter „Bedarf“ versteht, also Dinge ohne die man auskommen kann.
Das Wohlstandsdenken widerspricht dem Kreuz in mindestens drei Punkten. Ersten unterwandert es den Forderungen des Kreuzes nach Selbstverleugnung. Zweitens sieht die Glaubenslehre Gott nur als Mittel zum Zeck. Viele, die sie praktizieren, sind darauf aus, eine Stellung (mit all ihren Statussymbolen) zu erringen, statt ,dass sie Gott suchen. Ein grundlegender Wandel vollzieht sich beim Gottesbild. Gott wird zum Mittel, durch das Ziel- der Wohlstand –erreicht wird. Er wird zur Quelle, aus der Reichtum fließt, statt dass er der Souverän ist, dem der Wohlstand dieses Lebens dargebracht wird. Drittens richtet sich das Wohlstandsdenken auf die Dinge dieser Welt als Zeichen für Gottes Wohlwollen und als Segensträger .Die Aufforderung Jesu, die Welt hinter sich zu lassen und das Kreuz in der Nachfolge auf sich zu nehmen, wird durch die Wohlstandslehre abgemildert, wenn nicht gar zum Schweigen gebracht. Der Jesus dieser Lehre ist nicht der gekreuzigte Messias.

Zum Nachdenken

Jenen Korinthern, die sich so reich und erfüllt vorkamen und die meinten, “Königskinder“ geworden zu sein, schrieb Paulus: „Ich glaube nämlich Gott hat uns Apostel auf den letzten Platz gestellt, wie Todgeweihte; denn wir sind zum Schauspiel geworden für die Welt, für Engel und Menschen. Wir stehen als Toren da um Christi willen, ihr dagegen seid kluge Leute in Christus. Wir sind schwach, ihr seid stark; ihr seid angesehen, wir sind verachtet. Bis zur Stunde hungern und dürsten wir, gehen in Lumpen, werden mit Fäusten geschlagen und sind heimatlos. Wir plagen uns ab und arbeiten mit eigenen Händen; wir werden beschimpft und segnen; wir werden verfolgt und halten stand; wir werden geschmäht und trösten: Wir sind sozusagen der Abschaum der Welt geworden, verstoßen von allen bis heute( 1.Kor.4,9-13)
Und wenn wir uns umschauen, so sind es weniger die Reichen in unseren Versammlungen, sondern eher die wenig oder nichts gelten in der Welt, und entsprechend wenige Reichtümer haben. Einer der Gründe ist sicherlich, dass wir auf die himmlische Bank Geld anlegen und nicht in Aktien.

Anhang: Häretische Aussagen der Glaubenslehrer
.
„Du musst begreifen, dass er(Jesus) starb; du musst begreifen, dass er in die Tiefen der Hölle als sterblicher Mensch, der zur Sünde gemacht wurde, hinab gestiegen ist. Aber er ist, Gott sei Dank, dort nicht geblieben. Er wurde in den Tiefen der Hölle wiedergeboren und ist auferstanden – von Copeland,- What Happened. From the cross to the throne

„Er wurde zum Ersatz unserer Sünde. Ihm wurde die Sünde nicht nur angerechnet. Er wurde zur Sünde“ Kenyon lehnt eindeutig die Stellvertretung Christi im übertragenden Sinne ab.-What Happened-S.12

„Wir haben es nicht mit Mystizismus, Philosophie oder mit Metaphysik zu tun. Wir haben es mit Realitäten zu tun...wir haben es mit den Grundgesetzen des Menschseins zu tun, mit den großen geistlichen Gesetzen, die die unsichtbaren Kräfte des Lebens regieren.
E.W. Kenyon- The Hidden Man,S.35

“Wissenschaftler gibt es sowohl im Berech des Geistlichen als auch im Bereich der Sinneswahrnehmungen. Für denjenigen, der seine Erkenntnis über die Sinne gewinnt, ist es schon immer schwierig gewesen, Geistliches zu akzeptieren…Die Erkenntnis der Sinne kann Gott nicht finden und würde ihn nicht erkennen, wenn sie ihn fände… Der geistliche Wissenschaftler hat beweisen, dass es Gott gibt. Er hat herausgefunden, dass der Mensch ein Geistwesen derselben Ordnung wie Gott ist: Er ist ein Ewiger mit einem ursprünglich ewigen Leib. -E.W. Kenyon- The Two Types of Knowledge, S.34-35

„Diese neue Lebensordnung, dieser neue Typ von Christentum ist zur lebendigen Realität geworden. Sie hat uns die Wahrheit über die Erkenntnis der Sinne enthüllt und uns im Namen Jesu zu Herren über jene Kräfte gemacht, die uns ein Leben lang in Knechtschaft hielten. Wir wissen jetzt, was eine Atheisten zu einem solchen macht und wie es kommt, dass jemand ein Modernist wird. Wir haben hinter die Metaphysik geschaut; wir begreifen, warum Menschen Philosophen geworden sind. Das alles beruht auf der Erkenntnis der Sinne, die nach etwas sucht, um den hungernden menschlichen Geist zu befriedigen, der sich nach Gott verzehrt. Diese Menschen gehören alle einer Gattung an: Es sind jene, die der Erkenntnis der Sinne anhangen: -E.W. Kenyon –The Hidden Man S.214
„Diese neue Lebensordnung, dieser neue Typ von Christentum ist zur lebendigen Realität geworden. Sie hat uns die Wahrheit über die Erkenntnis der Sinne enthüllt und uns im Namen Jesu zu Herren über jene Kräfte gemacht, die uns ein Leben lang in Knechtschaft hielten. Wir wissen jetzt, was einen Atheisten zu einem solchen macht und wie es kommt, dass jemand ein Modernist wird. Wir haben hinter die Metaphysik geschaut; wir begreifen, warum Menschen Philosophen geworden sind. Das alles beruht auf der Erkenntnis der Sinne, die nach etwas sucht, um den hungernden menschlichen Geist zu befriedigen, der sich nach Gott verzehrt. Diese Menschen gehören alle einer Gattung an: Es sind jene, die der Erkenntnis der Sinne anhangen: -E.W. Kenyon –The Hidden Man S.214
Also nicht nur praktizierende Metaphysiker waren mit ihrer Erkenntnis der Knechtschaft verfallen, sondern auch die Atheisten, die Modernisten und die Philosophen(an anderer Stelle rechnet Kenyon auch die Wissenschaftler dazu).Im Gegensatz dazu befinden sich jene in einer „neuen Klasse von Menschen “,die das Reich der gebundenen Erkenntnis verlassen haben, um im Reich der Offenbarungserkenntnis zu leben. Dies sind „Übermenschen, die „Erleuchteten in Kenyons „Christentums neuen Typs“.

Hier habe ich die Übersetzung zuerst beendet. Aber ich denke, diese Aussagen der Glaubenslehrer, die biblischen Widerlegungen und meine Bemerkungen sollten jedem Aufrichtigen Christen die Augen für die Verführung der Glaubensbewegung geöffnet haben, die sich wie ein Krebs in der charismatischen/pfingstlerischen und Teilen der Evangelikalen Bewegung ausgebreitet hat.
Die Liebe zu Gott ,das tägliche Studium der Heiligen Schrift, ist für mich primär der Anlass mich von dem unbiblischen Gedankengut, welches in der charismatischen Bewegung verbreitet ist, zu trennen.
Wolfgang Dietrich
Meerbusch, Anno 2009 den 22.Juni

Nachwort
Bei allen negativen Begleiterscheinungen des zerrissenen Leibes Jesu, glaube ich doch fest daran, dass Gott seine Gemeinde baut und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwinden.
Fünfundzwanzig Jahre lang habe ich gelitten an dem Zustand der Gemeinde und konnte nicht glauben, dass ich erleben werde , dass die Gemeinde Jesu aufsteht und sich von seinen Fesseln der babylonischen Gefangenschaft befreien wird. Geglaubt habe ich schon, dass Jesus seine Gemeinde baut , aber jetzt weiß ich es. Seit über 9 Jahren, als ich aus meiner geistlichen Lethargie, durch eine existenzielle Krise jäh herausgerissen wurde und mir Jesus wieder begegnete, sehe ich, wie Gott seine Gemeinde baut.
Dieses Wort ist wortwörtlich zu nehmen .“Gott baut seine Gemeinde“,- und nicht die Menschen, die es lange selbst in eigener Kraft versucht haben.
Nun sagt Gott:“ genug ist genug“! Wo die Gemeinde am Ende angekommen ist und kapituliert hat, kann Gott endlich anfangen zu bauen, damit sich kein Fleisch rühmen kann. Genau wie der einzelne Mensch, der zu Gott in Buße und Unterwerfung durch den Schritt seiner Bekehrung neues Leben empfängt, so muss die Gemeinde sich bekehren von toten Werken, Stolz und allerlei angehäuften Sünden, wie Anmaßung Eifersucht und Ehrsucht.

Das allgemeine Priestertum der Gläubigen muss sich die Gemeinde Jesu immer noch in der Realität erkämpfen. Es existiert größtenteils nur in den Köpfen und Schriften der christlichen Gemeinde.

Aber preis dem Herrn, die Freisetzung hat angefangen, so dass Gläubige ihre religiöse Gefangenschaft erkannt haben, und sich davon befreit haben. Der Heilige Geist sammelt momentan hungrige Seelen aus allen Denominationen, Bewegungen und Kirchen um seine Gemeinde zu bauen.
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#2
1.Kor.1,30

1.Kor.1,30

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Danke für dieses Schreiben. Ja, die Kirchengeschichte gibt uns Beurteilungshilfen an die Hand.

Der Beitrag ist ein Herzensschrei, den doch einige Jünger Jesu haben.
Mein Gebetspartner erzählte mir neulich tief bewegt, dass er einen Traum gehabt hatte: Das Haus 'Gemeinde Jesu' war in dem Traum eine wild zusammengenagelte Bretterbude, windschief und am Einstürzen. Es war gar nicht richtig zu erkennen, wie das Erdgeschoss gestaltet war und was es trug. Im zweiten Stock waren die Ältesten daran, an den Pfeilern zu zerren, so dass alles von dort aus am Einstürzen war, die Kinder und Neugeborenen ließ man auf dem Dach rumklettern, ohne Absicherung, und tödliche Abstürze waren vorprogrammiert.

Er war tief bestürzt.

Aber wir erleben mit Einzelnen, die Gott im Gebet und im Studium der Heiligen Schrift suchen, auch Schönes, wenn auch in ganz kleinem Rahmen.

Es ist richtig, zu den Hebräischen Wurzeln zurückzukehren, zu dem Gott der Hebräer. Es ist ein besonderer Segen, das Land Israel, das Gottes ewiger Besitz ist, zu besuchen.

Man muss allerdings sehr vorsichtig mit der Messianischen Bewegung, vor allem dort, sein. Sie ist ja leider oft wie eine Denomination, obwohl es nur die eine Gemeide Jesu gibt. Zudem sind da Versuche, eine Vorrangstellung derer, die jüdisches Blut nach orthodox-rabbinischer Auslegung ( Jude = jüd. Großmutter bis in die 4.Generation zurück) nachweisen können, aufzustellen und man erfindet eine Theologie dafür. Auch eine Form Babylon.
Wir haben Jünger Jesu erlebt, die Gott nach Israel geführt hat und die Hebräisch ausreichend studiert haben, die erleuchtet vom Heiligen Geist und in der Demut Jesu, ein überragendes Zeugnis hatten. Obwohl sie jüdische Abstammung nach obigen Kriterien nicht nachweisen konnten.
Wir haben andere Jünger Jesu erlebt, die zwar eine jüdische Großmutter hatten, aber ansonsten keine Ahnung vom Judentum und vom Hebräischen, und die uns klar machen wollten, dass sie näher an Jesus seien als wir.
Es gibt auch Fälle, in denen man als deutscher Gläubiger besonderes schlechte Karten hat.
Solche unbiblischen Auswüchse sind abzulehnen.

Aber insgesamt: Spuren des Kreuzes Jesu im Alten Testament und das Kreuz Jesu sind der richtige Weg.
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