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WERDEN ALLE MENSCHEN GERETTET?


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23 Antworten in diesem Thema

#1
Rolf

Rolf

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WERDEN ALLE MENSCHEN GERETTET?






- Eine kritische Betrachtung der Allversöhnungstheorie -



Einleitung:

Unter "Allversöhnung" versteht man die Anschauung, daß alle Gott entfremdeten Kreaturen
am Ende wieder mit Gott in Harmonie sein werden. Der Retterwille Gottes, der am Kreuz die
Welt mit sich versöhnte, wird schließlich und endlich über allen Widerstand siegen, so daß
am Ende alle Kreaturen selig werden. Diese Sicht wird auch "Lehre von der Wiederbringung
aller Dinge" oder von dem griechischen Wort her "Apokatastasis" genannt.
Warum spreche ich nun von der "Allversöhnungstheorie" und nicht von der
"Allversöhnungslehre"?
Erich Sauer schrieb dazu: "Es ist ein Haupterfordernis jeder biblischen Glaubenslehre,
mindestens an einer Stelle der Schrift mit unzweideutigen Worten ausgesprochen zu sein.
Das aber ist bei der Allversöhnung nicht der Fall. Vielmehr ist diese Theorie auf dem
Fundament mehr oder weniger logischer Schlussfolgerungen des Verstandes aufgebaut.
Also fehlt ihr das Merkmal jeder eigentlichen biblischen Glaubenslehre."
Dr. Erich Lubahn schließt einen Vortrag zum Thema "Was ist Allversöhnung?" mit dem Satz:
Es gibt wohl unter gläubigen Christen nichts Gotteslästerlicheres als zu sagen: ich glaube an
die ewige Verdammnis." Wir wollen im folgenden prüfen, ob er Recht hat oder nicht.

I. Die Geschichte der Allversöhnungstheorie

Der erste populäre Vertreter der Allversöhnungstheorie war Origenes (gest. 254 n.C.). Seine
Überzeugung gründete sich auf die Aussage in Apg.3,21 von der "Wiederherstellung aller
Dinge".
Origenes glaubte einfach, daß die gefallenen, vernünftigen Geister in künftigen Äonen durch
Züchtigung und Belehrung von Seiten höherstehender Geister zu Gott zurückgeführt würden.
Mit welchem Erfolg trug Origenes diese Gedanken vor? Er selbst sagt, es "war nicht für alle
heilsam, sie zu hören". Trotzdem wurde Origenes zur Leitfigur dieses Denkmodells. Viele
nach ihm gingen und gehen auf den Wegen, die er vorgedacht hatte.
Da Augustinus die Allversöhnungstheorie ablehnte, ruhte sie in den folgenden Jahrhunderten
fast völlig. Im 6. und 7. Jahrhundert sowie im 13. und 14. Jahrhundert gab es jeweils ein
kurzes Aufflackern. Die Reformatoren lehnten die Allversöhnungstheorie ebenfalls ab. Im
Artikel 17 des Augsburger Bekenntnisses formulierte Melanchton: "Verworfen werden die....,
so lehren, daß der Teufel und verdammte Menschen nicht ewige Pein und Qual haben
werden."
Erst gegen Ende des 17. Jahrhunderts erhebt sich die Theorie der Allversöhnung aufs Neue,
um dann kontinuierlich am Leben zu bleiben. In Europa sind es vor allem zwei Personen, die
hier großen Einfluß ausübten. Zunächst eine gewisse Jean Leade in England (1623-1704).
Sie gründete nach dem Tod ihres Mannes die "Philadelphische Gesellschaft", in deren
Schriften sie von der endlichen Versöhnung aller Dinge sprach. Interessant ist, daß sie ihre
Gedanken nicht allein auf die Schrift gründete, sondern auch auf besondere Offenbarungen,
die sie häufig erlebte. Das sollte uns hellhörig machen. Bei uns in Deutschland hatte der
schwäbische Theologe F.C. Oetinger im Blick auf die Verbreitung der Allversöhnungstheorie
den größten Einfluß. Oetinger war zum einen von Jeane Leades Schriften beeinflußt, zum
anderen von einem gewissen Rektor Schill aus Calw. Diesem erschienen nach eigener
Aussage hin und wieder Verstorbene, die ihn in dieser Theorie unterrichteten ("Theosophie" -
Linie über Swedenborg, Jung-Stilling, Oetinger bis hin zu Blumhardt). Auch J.A. Bengel
vertrat höchstwahrscheinlich die Allversöhnungstheorie. Er war etwas vorsichtiger als andere
und hat sich nie eindeutig dazu bekannt. Der Einfluß von Oetinger, Bengel und auch von
Michael Hahn trug maßgeblich dazu bei, daß die Sicht der Allversöhnung im pietistischen
Raum weite Ausbreitung gefunden hat. - Mit dem Hinweis, daß die bekannten evangelischen
Theologen Schleiermacher, Albert Schweitzer und vor allem Karl Barth die
Allversöhnungstheorie vertreten haben, möchte ich diesen stichwortartigen
kirchengeschichtlichen Abriß beenden.

II. Die verschiedenen Arten der Allversöhnungstheorie

1. Der allgemeine Universalismus
Er lehrt, daß Christus für alle Menschen gestorben ist, und daß deshalb am Ende auch alle
Menschen selig werden (z.B.: Schleiermacher).

2. Karl Barths Universalismus

Karl Barth lehrte, daß "in Christus" alle Menschen erwählt
sind, und daß deshalb am Ende auch alle Menschen selig werden (die meisten evangelischen
Theologen weltweit sind von Karl Barth geprägt).
�� 2Kor 5,17-20
vor 1928 Jahren bekehrt alle schwimmen im seichten Wasser
Unwahrscheinliche Folgen für die Verkündigung:
- kein Gericht
- keine Hölle
- kein Wort von Verlorengehen und Verdammnis
- keine Sündenpredigt mehr
- kein Ruf zur Bekehrung

3. Allversöhnungstheorien, die dem Menschen nach dem Tod noch eine
Entscheidungsmöglichkeit einräumen


4. Die Wiederbringungs"lehre"
Sie besagt, daß die unselig Verstorbenen durch eine Reihe von "Reinigungsgerichten"
hindurchgehen müssen und danach doch noch selig werden (scheinbar ähnlich wie die kath.
Fegefeuerlehre).

III. Thesen der Allversöhnung und deren Widerlegung

1. Die Denkvoraussetzung: Strafe diene immer der Besserung

Entgegnung: Das trifft sicher weithin zu, aber nicht immer. - 2. Samuel 12, 10 (David) -
Apg.5,1-11 (Ananias und Saphira) Daß auch die ewige Verdammnis eine Strafe mit
Besserungsabsicht sein soll, sagt die Schrift an keiner Stelle. Was sollte denn Menschen in
der Gottesferne ohne das Wirken des Wortes und des Heiligen Geistes zur Umkehr bewegen?
Einsicht aufgrund unausweichlichen Druckes ist nicht die Art von Bekehrung, welche die
Schrift lehrt.

2. Kann man vom Sieg Jesu reden, wenn 90% der Menschheit verloren gehen?

"Ich frage: Ist das Versöhnungswerk gelungen, wenn nur ein Zehntel der Menschheit selig wird?
Ich sage: Nein! Es wäre mißlungen." Jung-Stilling

Entgegnung: Ob das Versöhnungswerk gelungen oder mißlungen ist, wurde schon vor knapp
2000 Jahren beantwortet. Der Herr Jesus rief am Kreuz: "Es ist vollbracht!" Das
Versöhnungswerk ist perfekt – unabhängig von der Zahl der Menschen, die die Errettung
annehmen. Übrigens, die Fragestellung ist nicht korrekt. Sie fordert praktisch 100%. Alles
andere wäre mißlungen. Aber Gott beurteilt das vielleicht anders.

3. Können Eltern und Verwandte selig sein, wenn sie ihre Verwandten und Freunde in der Verdammnis wissen?

Entgegnung: Die Fragestellung richtet sich an unser Gefühl. Natürlich ist der Gedanke der
ewigen Verdammnis für unser Denken und Fühlen fast unerträglich. Aber es geht nicht um
unser Gefühl, sondern um die Aussagen in Gottes Wort. - Möglicherweise wissen wir dort
nichts mehr von ungläubigen Verwandten und Freunden. - Unser Fühlen wird in der
Herrlichkeit mit Gottes Empfinden übereinstimmen.

4. Der Begriff "alle" wird überzogen
In Stellen wie Apg.3,21; Röm.11,32 oder 1.Kor.15,22 wird "alle" als universal, ausnahmslos
verstanden.

Entgegnung: In der Regel meint "alle" die Gesamtheit einer bestimmten Gruppe, die erst
durch nähere Bestimmung definiert wird:
- Luk.2,1: alle Welt = lediglich die römische Welt
- 1.Tim.4,4: jedes Geschöpf = Menschen, manche Pilze
- 1.Kor.15,22: "Denn wie in Adam alle sterben, so werden auch in Christus alle lebendig
gemacht werden." Das meint nicht, daß alle automatisch das ewige Leben bekommen.
Joh 5,28-29 besagt, daß es auch ein Lebendigwerden zum Gericht gibt!

IV. Falsch ausgelegte Schriftstellen und deren Widerlegung

1. "...bis zu den Zeiten der Wiederherstellung aller Dinge...." (Apg.3,21)
Diese Stelle wird von den Vertretern der Allversöhnungstheorie so verstanden, daß am Ende
der Zeit alle Kreaturen wieder in den Zustand der Harmonie mit Gott hergestellt werden.
Entgegnung: Was wird mit der Wiederkunft Jesu Christi wiederhergestellt?
a) Die Erde wird wiederhergestellt (Jes.35,1; 65,20-22; Röm.8,19-22).
b) Das Volk Israel wird als Bundesvolk wiederhergestellt (Jes.11,11; Hes.37,21-25; Amos
9,14-15).
c) Die Gottesherrschaft auf dieser Erde wird wieder hergestellt, wenn Jesus Christus sichtbar
auf dem Thron Davids herrschen wird (Sach.12,8; Luk.1,78-79; Apg.15,15-18;
Röm.11,25-27).

2. "...hat er Gefangene gefangen geführt..." (Eph.4,8)
Entgegnung:
a) Nach seinem Tod ging der Herr Jesus in das Totenreich (Scheol, Hades) und hat die
alttestamentlichen Gläubigen aus dem Totenreich geführt (Abrahams Schoß, das
Paradies).
b) dem Tod und der Auferstehung Jesu gehen die Erlösten nicht mehr in das Totenreich,
sondern in den Himmel, d.h. in die Gegenwart Jesu (Phil.1,21-23).

3. "...damit in dem Namen Jesu jedes Knie sich beuge..." (Phil.2,10) Entgegnung: "Die
Knie beugen" heißt im Zusammenhang von Phil. 2 die Herrschaft Jesu Christi anerkennen.
Diese Schriftstelle sagt aber nichts über die Erlösung der betreffenden Menschen. Man kann
auch unfreiwillig, zähneknirschend die Knie beugen.


4. "...und durch ihn alles mit sich zu versöhnen..." (Kol.1,20). Wörtl.: das Ganze, das All
(ta panta)
Entgegnung: Jesus Christus hat alles mit Gott versöhnt. Von Gottes Seite her ist alles getan.
Aber deshalb ist die Verantwortung des Menschen nicht ausgeschlossen. Viele Stellen in der
Bibel bekräftigen, daß die Erlösung durch Buße und Glauben persönlich angenommen
werden muß (Joh.1,12; Joh.3,16; Apg.16,31; 2.Kor.5,20). Heinz Schumacher stellt in seinem
Buch "Versöhnung des Alls - Gottes Wille" die Frage: "Steht denn die Versöhnungsannahme
gleichgewichtig neben der Versöhnungstat?" Nein, nicht gleichgewichtig. Aber die
Versöhnungsannahme ist unerläßlich.

5. "Gott will, daß alle Menschen gerettet werden..." (1.Tim.2,3-4)
Entgegnung: Diese Verse sagen nicht, daß alle Menschen gerettet werden, sondern daß es
Gottes Wille und Wunsch ist, daß alle gerettet werden, denn - er hat seinen Sohn für alle
dahingegeben (2,6), - darum sollen wir für alle Menschen beten (2,1).
Wir müssen
unterscheiden:
- ideale Universalität (Christus hat die Sünde der ganzen Welt getragen) und
- realisierte Universalität.

6. "...und hat den Geistern im Gefängnis gepredigt..." (1.Petr.3,19) Entgegnung: a) Jesus
hat nicht allen Verstorbenen gepredigt, sondern lediglich den "Geistern im Gefängnis", die
zur Zeit Noahs ungehorsam waren. Warum nur diesen? b) Damals hätte Satan beinahe den
Sieg davon getragen. Die Menschheit war durch dämonische Einflüsse so verdorben, daß nur
noch acht Menschen in der Arche gerettet werden konnten. Beinahe hätte Satan das Kommen
des Erlösers verhindert (1.Mose 3,15). c) Darum ging der Herr Jesus im Totenreich zu diesen
Geistern und verkündigte ihnen den Sieg von Golgatha. Wörtlich: er heroldete, er
proklamierte. Das war kein Angebot der Erlösung, sondern die Verkündigung des Sieges
Gottes über Satan und sein Reich.

7. "...denn dazu ist auch den Toten das Evangelium verkündet worden..."
(1.Petr.4,6)
Entgegnung: Hier geht es um Menschen, die
a) zu ihren Lebzeiten das Evangelium gehört und angenommen haben,
b) die dann "nach dem Fleisch gerichtet wurden", d.h. gestorben sind.
c) Weil sie aber das Evangelium zu Lebzeiten annahmen, "leben sie nach dem Geist".

V. Die Gefahren der Allversöhnungstheorie

Ernst Maier schreibt:
1. Der Missionsauftrag und die Evangelisationsarbeit werden vernachlässigt, da der
Notwendigkeit der Entscheidung hier und heute die Dringlichkeit genommen wird. -
jetzt ist der Tag des Heils (2.Kor.6,2) - Heute, wenn ihr seine Stimme hört.... (Hebr.3,12-13)
Ernst Modersohn: "Allversöhnung ist das Schlafpulver des Teufels."

2. Der stellvertretende Opfertod Jesu Christi wird abgewertet, da Erlösung durch
Erduldung der Straf- und Reinigungsgerichte doch noch möglich wird.

3. Das Wort Gottes wird abgewertet, direkte Aussagen der Schrift wie Matth.12,31-32
(die unvergebbare Sünde) werden geleugnet. Die Allversöhnungstheorie wird von den
Befürwortern als "höhere Erkenntnis" angesehen, die im allgemeinen nicht öffentlich,
sondern mehr privat oder in internen Versammlungen weitergegeben wird. Diese Praxis
widerspricht eindeutig dem Prinzip des Apostels Paulus, der öffentlich und in den Häusern
den ganzen Ratschluß Gottes verkündigte (Apg.20,20+27).

4. Die Allversöhnungstheorie vermenschlicht Gott. Das Gottesbild wird den Vorstellungen
des verfinsterten menschlichen Verstandes angepaßt. Übrig bleibt ein über alle Maßen
barmherziger Gott der Liebe, dessen Heiligkeit und Gerechtigkeit auf dem Altar menschlicher
Philosophie geopfert wurde. Die tiefste Wurzel der Allversöhnungstheorie steckt im
Gottesbild. Gott - so wie er sich in der gesamten Schrift geoffenbart hat oder Gott - so wie ich
ihn gerne hätte?

5. Die Allversöhnungstheorie verzeitlicht die Ewigkeit durch Um-Interpretation des
Begriffes "ewig".
Äon - griech.: aion = Zeitalter aionios = ewig, zeitalterhaft, unabsehbar lang, äonenlang

A. Der Begriff "ewig" muß nicht zwingend endlos bedeuten.
a) 2.Mose 21,6: ein Knecht soll seinem Herrn für ewig dienen (hier wird der Begriff "ewig"
durch die Endlichkeit des Lebens begrenzt).
b) Matth.21,19: "ewig" wird begrenzt durch die Endlichkeit des Feigenbaums
Heinz Schumacher zieht aus dieser Beobachtung einen voreiligen Schluß:
"Frage: Wann bedeutet "ewig" endlos und wann nicht? "Ewig" ist dann als begrenzt zu
verstehen, wenn der behandelte Gegenstand, von dem gerade die Rede ist, seiner Natur
nach irdisch und damit begrenzt und endlich ist. Ansonsten ist unter "ewig" oder
"Ewigkeit" grundsätzlich Endlosigkeit zu verstehen.

B. Der Begriff "ewig" a) Gott ist ewig (Röm.16,26) b) die Erlösung ist ewig (Hebr.9,12) c)
das "ewige Leben" ist ewig (Matth.25,46; Joh.10,28) d) das Gericht Gottes ist ewig
(Hebr.6,2) e) das ewige Feuer ist eine ewige Strafe (Matth.18,8; 25,41+46; 2.Thess.1,9;
Jud.7)

B. Der Begriff "von Ewigkeit zu Ewigkeit" bedeutet "ohne Ende" (tous ainonas toon
aionoon)
a) Gott lebt "von Ewigkeit zu Ewigkeit" (Offb.4,9+10; 10,6; 15,7)
b) Jesus Christus lebt "von Ewigkeit zu Ewigkeit" (Offb.1,18)
c) Gottes Ehre, Kraft und Stärke währt "von Ewigkeit zu Ewigkeit" (Offb.1,6; 7,12)
d) Jesus Christus wird regieren "von Ewigkeit zu Ewigkeit" (Offb.11,15)
e) die Geretteten werden "von Ewigkeit zu Ewigkeit" im neuen Himmel leben (Offb.22,5)
f) die Verlorenen werden "von Ewigkeit zu Ewigkeit" in der Qual sein (Offb.14,11; )
g) der Teufel, der Antichrist und der falsche Prophet werden "von Ewigkeit zu Ewigkeit" im
Feuersee sein (Offb.20,10).

Schluss: Was wir für uns persönlich lernen wollen

1. Wir möchte lernen, daß die Heilige Schrift allein Quelle der Glaubenslehre sein darf.

Die Allversöhnungstheorie gründet sich auf menschliche Philosophien und Gefühle. Man
kann sich nicht vorstellen, daß Gott so grausam ist und seine Geschöpfe für ewig bestraft.
Philosophie und Gefühle werden zum Maßstab der Lehre gemacht. Aber genau das darf nicht
sein.

2. Wir wollen ein ausgewogenes biblisches Gottesbild haben und bewahren.

Die Liebe
Gottes darf nie gegen die Heiligkeit und Gerechtigkeit Gottes ausgespielt werden.

3. Ich möchte wieder neu den Ernst der Ewigkeit erkennen. Menschen ohne Jesus gehen
ewig verloren. Der Rauch ihrer Qual wird aufsteigen von Ewigkeit zu Ewigkeit. Darum
wollen wir alle Lauheit und Schläfrigkeit ablegen und alles daran setzen, daß Menschen für
Zeit und Ewigkeit gerettet werden.

4. Wenn uns nahestehende Menschen aus diesem Leben abgerufen werden, und wir wissen
nicht definitiv um ihre Errettung aus Glauben, dann wollen wir sie weder selig sprechen
noch verloren geben, sondern einfach in die Hände des völlig gerechten und barmherzigen
Gottes abgeben. Gott wird niemals zu Unrecht jemanden in den Feuersee werfen; aber er
wird auch niemanden zu Unrecht in den Himmel lassen.

Wilfried Plock, Hünfeld 05/2003

Verwendete Literatur:

- Ebert, Andreas "Die Lehre der Allversöhnung", Informationsbrief des Bibelbundes, Nr. 25
- Fernando, Ajith "Crucial Questions About Hell"
- Dr. Lubahn, Erich "Was ist Allversöhnung?" (Vortragskassette) - (pro)
- Maier, Ernst "Die Erlösung des Menschen", Teil 2
- Schumacher, Heinz "Versöhnung des Alls - Gottes Wille" - (pro)
- Schumacher, Heinz "Die Lehre der Bibel" - (pro)
- Symank, Andreas "Werden alle Menschen gerettet?"
- Verschiedene gesammelte Unterlagen
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#2
Franz

Franz

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Lieber Rolf,

zu Deiner kritischen Betrachtung der Allversöhnungstheorie möchte ich folgendes antworten:

Nach meinem Bibelverständnis besteht die berechtigte biblische Hoffnung, dass es der Heilswille Gottes auch vollbringt, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen. "Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich" (Lk 1,37). "Gott kann dem Abraham aus diesen Steinen (Herzen von Stein) da Kinder erwecken" (Matth 3,9).

Gott ruft täglich unzählige Menschen ins Leben und erschafft sie zu Seinem Bilde, obwohl Ihm von vorneherein schon das ganze Leben jedes einzelnen Menschen offenbar ist und Er von vorneherein weiß, ob sich ein einzelner Mensch in seinem irdischen Dasein für Ihn bzw. für Jesus Christus entscheidet oder nicht: "Ich kannte dich, ehe ich dich im Mutterleib bereitete. Ich habe ich dich berufen von Mutterleibe an und herrlich gemacht" (Jer 1,5; Jes 49,1; Rö 8,30). Warum macht Er es also? Damit sie sodann "ohne Jesus ewig verloren gehen und der Rauch ihrer Qual aufsteigen wird von Ewigkeit zu Ewigkeit"? - "In der Bibel gelten die einzelnen Worte nur in der Verschränkung des Ganzen" (Papst Benedikt XVI.).

"Meine Gedanken sind nicht euere Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der Herr, sondern soviel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine Wege größer als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken. Denn gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin zurückkehrt, sondern feuchtet die Erde und macht sie fruchtbar und lässt wachsen, dass sie gibt Samen, zu säen, und Brot zu essen, so soll das Wort, das aus meinem Munde geht, auch sein: Es wird nicht wieder leer zu mir zurück kommen, sondern wird tun, was mir gefällt, und ihm wird all das gelingen, wozu ich es sende" (Jes 55,8-11), denn Ich, "Gott, will, dass alle Menschen gerettet werden und sie zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen" (1.Tim 2,4). Alle Menschen, nicht nur die Christen. "Ich habe bei mir selbst geschworen, und Gerechtigkeit ist ausgeganen aus meinem Munde, ein Wort, bei dem es bleiben soll: Mir sollen sich alle Knie beugen und alle Zungen schwören und sagen: Im Herrn habe ich Gerechtigkeit und Stärke" (Jes 45,23, Phil 2,10).

Es wird demnach niemand "unfreiwillig, zähneknirschend die Knie beugen". Und das Wort "alle" ist ein prohetisches Wort, das in den vorgenannten Aussagen buchstäblich alle einschließt und nicht nur eine bestimmte Gruppe meint.

"Herr, unser Herrscher, wie herrlich ist deine Name in allen Landen. Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, und des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst? Er, Gott, hat den Menschen (d. h. alle Menschen) nicht wenig niedriger gemacht als Gott, mit Ehre und Herrlichkeit hat er ihn gekrönt" (Ps 8,5-6; Joh 17,22).

Er hat den Menschen von Ewigkeit her vor der Erschaffung der Welt in Christus erwählt und im voraus dazu bestimmt, am Wesen und der Ebenbild-Gestalt des Sohnes teilzuhaben, auf dass Er der Erstgeborene unter vielen Brüdern und Schwestern sei (Eph 1,4-5; Rö 8,28-30; Matth 25,34).
"Ihr aber seid zur Freiheit in Christus berufen, denn alles ist durch Ihn und auf Ihn hin geschaffen". (Gal 5,13, Kol 1,16).

"Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei. Und Gott schuf den Menschen, zu seinem Bilde, ( zum Ebenbild des Sohnes im Vater schuf) er ihn (1. Mose 1,27).
"Gott formte den Menschen aus Erde vom Ackerboden und hauchte ihm den Odem des Lebens in seine Nase. So wurde der Mensch zu einem lebendigen Wesen" (1 Mose 2,7). So ist das Leben jedes Menschen unmittelbar "aus Gott geboren" (Joh 1,13; 1 Joh 3,9). Sein Geist macht jeden Menschen lebendig und wirkt in ihm. Durch seinen Geist hat er sich mit jedem Menschen unauflöslich verbunden: "Ich bin der Weinstock und ihr seid die Reben" - die Lebenskraft des Weinstocks ist auch in den Reben.

Gott spricht dem Menschen auch noch nach dem Sündenfall die Gottebenbildlichkeit zu: So wie der Künstler im "groben Klotz" das Bild sieht, das er schafft und nur das Holz wegnimmt, das nicht zu diesem Bild gehört, sieht Gott auch nach dem Sündenfall in jedem Menschen, in jedem "Rohling", sein Ebenbild, das Bild des Sohnes im Vater, "denn Gott hat den Menschen zu seinem Bilde gemacht", sagt Er selber nach 1.Mose 9,6.
Dieses Ebenbild, dieser innere Mensch, ist in jedem Menschen verborgen. Und "nichts ist verborgen, das nicht offenbar werden wird" (Verheißung Jesu, Matth 10,26; 1 Kor 4,5; 2 Kor 5,10): Nicht nur die Sünden, sondern auch das Bild Gottes im Menschen wird demnach offenbar werden (Rö 8,18).

"Was meint ihr? Wenn jemand hundert Schafe hat und eines von ihnen sich verirrt, lässt er dann nicht die neunundneunzig auf den Bergen zurück und sucht das verirrte? Und wenn er es findet - Amen, ich sage euch: er freut sich über dieses eine mehr als über die neunundneunzig, die sich nicht verirrt haben. So will auch euer himmlischer Vater nicht, dass einer von diesen Kleinen verloren geht" (Mt 18,12-14). 100 Schafe: Dieses Gleichnis Jesu ist ein Gleichnis der Vollzähligkeit und meint nicht nur einen Bruchteil der Menschheit, sondern jeden Menschen.

"Ich bin der gute Hirte. Ich habe noch andere Schafe, die nicht aus dieser (christlichen) Herde sind. Auch die muß Ich herbeiführen; sie werden auf meine Stimme hören (d. h. auf meine Stimme der Liebe, Wahrheit und Freiheit), und es wird eine Herde und ein Hirte sein" (Joh 10,16).
Der auferstandene Christus offenbarte sich seinen Freunden mehrmals unter einer "anderen Gestalt", ohne dass sie Ihn immer gleich erkannten (vgl. Mark 16,12; Lk 24,13-35; Joh 21,1-14; Apg 9,3-9;26,13; Offb 1,10-17; 5,6-14). Zu Maria Magdalena, die den auferstandenen Jesus anfangs für den Gärtner hält, sagt er: "Halte mich nicht fest" (vgl. Joh 20,14-18).
"Halte mich nicht fest". Das gilt auch für uns, weil das Bild, die Assoziation, die wir mit dem Namen Jesu verbinden, sonst zur Schranke, zu seiner Be-grenzung wird. "Der Wind weht, wo er will; du hörst sein Brausen, weißt aber nicht, woher er kommt und wohin er geht." So ist es auch mit Christus: Sein Geist weht wo Er will. (vgl. Joh 3,8-9).

"Mitten unter euch ist Der, den ihr nicht kennt" (Joh 1,26):
Das ist das stille Wirken von Jesus dem Christus, dem lebendigen Wasser, der Ewigen Wahrheit:
"Er wird unter den Völkern das Recht verkünden. Er wird nicht zanken und nicht schreien, und man wird seine Stimme nicht auf den Straßen hören. Das geknickte Rohr wird er nicht brechen und den glimmenden Docht nicht auslöschen, bis er dem Recht zum Sieg verholfen hat. Auf seinen Namen harren die Völker" (Matth 12,18-21).

Überall, in allen Völkern, wo inmitten aller Dunkelheit, Hass und Gewalt das Licht der Liebe und des Mitgefühls, das Licht des Verzeihens und des Friedens, der Barmherzigkeit, das Licht der Wahrheit und des Verstehens, das Licht der Weisheit aufleuchtet (vgl. Gal 5,22) ist "das wahre Licht, das in die Welt gekommen ist und jeden Menschen erleuchtet" (Joh 1,9; Matth 12,35), am Werk. Es erleuchtet jeden Menschen von innen her, nicht nur die Christen. Das heißt, Er deckt die Wahrheit und Liebe in jedem Menschen auf. "Ich wirke, wer will es abwenden?" (Jes 43,13).
"Das Licht leuchtet in der Finsternis, aber die Finsternis kann es nicht ergreifen, nicht auslöschen" (Joh 1,5). "Die Finsternis ist im Schwinden begriffen. Das wahre Licht zeigt schon seinen Schein" (1. Joh 2,8). "In seinem Licht sehen wir das Licht" (Ps. 36,10).

"Gott ist es, der das Wollen wie auch das Vollbringen in uns wirkt" (Phil 2,13), bei jedem nach seinem Vermögen.

Der katholische Theologen Karl Rahner meint, dass das Heil nicht eine von zwei Möglichkeiten sei, neben der die andere des Unheils als gleichrangige Möglichkeit stehe, zwischen denen die Freiheit des Menschen autonom auswählen könne. Sondern Gott habe durch seine eigene souveräne wirksame Gnade das Ganze zugunsten des Heils der Welt in Jesus Christus schon entschieden (vgl. Kleines Theologisches Wörterbuch, Stichwort Heilswille Gottes, S. 191): Die Entscheidungsfähigkeit des Menschen ist nur bedingt frei: "Vater vergibt ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun" (Lk 23,34).

Jesus Christus ist der Sauerteig, der im Bewußtsein der gesamten Menschheit solange wirkt, bis es völlig durchdrungen ist: "Mit dem Himmelreich ist es wie mit dem Sauerteig, den eine Frau unter einen großen Trog Mehl mischte, bis das Ganze durchsäuert war" (Mt 13,33), das Ganze, das heißt das eigene Leben und die ganze Menscheit. "Seht, ich mache alles neu" (Offb 21,5) - alles, nicht nur einen Bruchteil. "Tausend Jahre sind bei Ihm wie ein Tag uns ein Tag wie tausend Jahre" (2.Petr3,8).

"Jesus, der eine Weg, ist eben so groß, dass er in jedem Menschen zu seinem persönlichen Weg wird" (Papst Benedikt XVI, Salz der Erde S. 35).

"Was kann der Mensch geben, damit er seine Seele wieder löse"? (Matth 16,27): "Ein jeglicher muß mit Feuer gesalzen werden" (vgl. Mk 9,49; Jes 9,4; 1 Kor 3,13-15; Spr. 17,3): Das was in dem "verzehrendem Feuer" der göttlichen Liebe (5. Mose 4,24) jetzt oder später "sterben" muß, vergehen wird wie Rauch (Ps 37,20), "draussen bleiben" muß, ist der "alte Ich-Mensch", der die Wurzel aller Selbstsucht, aller bösen Gedanken und Taten ist (vgl. Matth 15,19-20; Offb 21,8; 22,15). Doch niemals der "innere", der wahre Mensch, der Neue Mensch, der in jedem Menschen verborgen ist als Ebenbild Gottes und der vor Grundlegung der Welt in Christus erwählt und auf Ihn hin geschaffen ist, denn alles ist auf Ihn hin geschaffen (vgl. Eph 1,3; Kol 1,16; 3,10).

Der Mensch wird frei werden von der Knechtschaft des vergänglichen Ego-Wesens zu der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes, und Gott wird abwischen alle Tränen von seinen Augen (Rö 8,21; vgl. Offb 7,9-17).

"Denn wie in Adam (im alten Menschen) alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht werden. ...Danach kommt das Ende, wenn er jede (böse) Macht, Gewalt und Kraft vernichtet hat. Der letzte Feind, der entmachtet wird, ist der Tod. Denn alles hat er unter seine Füße gelegt. Wenn ihm aber alles untertan sein wird, alsdann wird auch der Sohn selbst untertan sein dem, der ihm aller untergetan hat, auf dass Gott sei alles in allen" (1 Kor 15,22-28)."

Nicht der Tod der Mehrzahl der Menschheit hat daher das letzte Wort, sondern der Tod ist der letzte Feind, der entmachtet wird. Kein Tod wird uns von Seiner Liebe trennen (Rö 8,38-39). Dann wird offenbar werden, dass es Gott gefallen hat, in Christus alles zu vereinen und mit sich zu versöhnen, alles was im Himmel und auf Erden ist (Eph 1,10; Kol 1,20). Jesus Christus ist der Erste und der Letzte, der Ursprung und das Ziel von allem, denn alles ist auf Ihn hin geschaffen.

Herzliche Grüße

Franz

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#3
Rolf

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Lieber Franz,

ich möchte das eigentlich nicht noch einmal diskutieren, weil die bisherigen Diskussionen zu nichts geführt haben. Ich kenne deine Argumente weitgehend, ebenso weitgehend sind sie für sich betrachtet, ohne den Hintergedanken der Allversöhnung, für sich genommen richtig.

Jesus mit dem Sauerteig zu definieren ist allerdings außerhalb der Toleranz.

Bei allem was Du gesagt hast bleibt dennoch auch Römer 3 biblisch wahr,der uns die Verderbtheit des Menschen vor Augen geführt wird. Wo es um das Heil in Christus geht, ist und bleibt immer die Freiwilligkeit des Menschen wesentlicher Dreh- und Angelpunkt. Ich kann ion meinerbibel nicht finden, dass Gott uns das Erlösungswerk gegen unseren Willen aufzwingt. Der Mensch hat die Freiheit, bei allen Konsequenzen, die ausgestreckte Hand von Jesus, und damit Rettung und Heil für die Ewigkeit abzulehnen.

Gott wird unseren Willen, auch wenn er uns liebt, respektieren.

Herzliche Grüße

Rolf
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#4
Franz

Franz

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Lieber Rolf,

stimmt, dass Jesus der "Sauerteig" sei, klingt nicht gut. Ich wollte nur sagen, dass Er gleich dem Sauerteig in seinem Gleichnis so lange wirkt, bis Sein Werk vollendet ist.

Herzliche Grüße

Franz
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#5
heiner

heiner

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Lieber Rolf,

wir hatten doch das Thema schon einmal; monatelang.

Wir wissen doch, daß du durch nichts, egal welche Bibelstelle, zu überzeugen bist.
Weil du es dir so vorgenommen hast.

Warum dann dieser neue Thread ?

Viele Grüße

Heiner
  • 0

#6
Rolf

Rolf

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Lieber heiner,

dies ist kein neuer Tread, er ist vom 24. Juni 09. Hier wurde aktuell,was geschrieben. Im übrigen möchte ich von Dir nicht wieder, wie bisher auch negativ angemacht werden. Dasist nämlich der Grund, warum dieses Thema an Interesse verloren hat, das Du dauernd persönlich wirst, anstatt gestellte Fragen zu beantworten.

Ich bin jederzeit mit biblisch schlüssigen Argumenten zu überzeugen.
Ein solches Argument hast du in der Frage, warum Gott biblisch begründet, Menschen gegen ihren Willen erretten soll bisher nicht erbracht und wirst dies auch in Zukunft nicht biblisch belegen können.

Also halte dich bitte mit Angriffen zurück.

Herzliche Grüße

Rolf
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#7
heiner

heiner

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Lieber Rolf,

es war nie und ist nicht meine Absicht gewesen dich anzugreifen.

Ich habe aber nach wie vor einen subjektiven Eindruck (sollte ich den verschweigen ?).

Ich weiß nicht, wie du darauf kommst, daß Gott Menschen gegen ihren Willen erretten sollte. Ich wüßte auch aus meiner Erinnerung nicht, daß igend jemand in diesem Forum
so etwas behauptet hat.
Im Gegenteil. Wir hatten doch eine lange Diskussion darüber, daß Gott sich immer nur freiwillig anbeten lassen wird, da er keine Marionetten hat.
Darüber müßten wir uns eigentlich einig sein.

Herzliche Grüße

Heiner
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#8
Rolf

Rolf

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Nein, lieber heiner,

wir müssten uns über die Schlussfolgerung einig sein, die lauten muss, dass nicht alle Menschen gerettet werden. Die Gnadenzeit ist jetzt und nicht nach dem Tod des Menschen.

Wenn Jesus sagt, dass er an jedes Menschen Herz zwei oder dreimal anklopft, bedeutet dass, dass jeder Mensch in die Nachfolge eingeladen wird. Dieses lehnen aber etliche ab, und nach dem irdischen Tod werden diese keine erneute Chance bekommen.

Die Allversöhnungslehre ist damit definitiv tot, ganz egal welche merkwürdigen Auslegungen sich der Mensch noch ausdenkt.

Du könntest jetzt allenfalls noch auf den sog. "Märtyrertod" hinweisen. dieser betrifft aber nicht njene, die schon gestorben sind und man darf davon ausgehen, dass da nicht viele bestehen werden.

Herzliche Grüße

Rolf
  • 0

#9
heiner

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Lieber Rolf,

bitte lege die von dir erwähnte Bibelstelle (Fundstelle, gibt es Parallelstellen ?) aus, und erkläre mir, woran man erkennen kann, daß Gott an das Herz jedes Menschen
während seiner Lebenszeit hier auf der Erde "anklopft" und vergiß dabei nicht die Islamisten, Buddhisten und alle Menschen mit den verschiedensten Religionen auf dieser Welt.
  • 0

#10
Rolf

Rolf

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Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet, so verstockt eure Herzen nicht. (Hebräer 3, 15) Es geht also darum, wie wir zu Gott finden, wie das geht, wenn er uns beruft und wie wir uns bekehren.

Steht da irgendwodas moslems oder sonstwer ausgeschlossen wurde?
Gottes Wortgilt allen Menschen ohne Ausnahme.
  • 0

#11
Polarlicht

Polarlicht

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Also die Stelle Hebräer 3, 15 steht meinem Empfinden nach nun doch wirklich in einem ganz speziellen Zusammenhang.
Es heißt doch dort auch nur, dass W E N N man seine Stimme hört, man sein Herz nicht verstocken soll und nicht, dass JEDER seine Stimme hört, solange er auf dieser Erde lebt (schon gleich gar nicht 3 Mal im Leben, wie ich schon oft die Behauptung von Christen gehört habe).
Also auch mich würden fundierte Bibelstellen interessieren, die diese Aussage unmissverständlich belegen - zumal ich schon oft das Gefühl hatte, wenn diese Behauptung anderen mitteile(n würde), ich nur etwas nachplapper(n würde) ohne ein wirkliches biblisches Fundament dahinter spüren zu können.
Wie wäre das möglich in zutiefst abgeschotteten islamischen (oder anders gearteten) Gegenden, wenn noch dazu eine Person sehr früh stirbt (außer durch Träume oder übernatürliche Begegnungen, die scheinbar aber auch nicht JEDER hat). Und wenn es tatsächlich so wäre, dass JEDER auch ohne die Verkündigung des Evangeliums sich für Jesus entscheiden kann und dass JEDER ÜBERALL seine Stimme ganz klar hören und Jesus erkennen kann, ... wozu wäre dann der Missonsbefehl dann so überaus wichtig?
  • 0

#12
heiner

heiner

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Eine Bibelstelle, die gern hierzu aus dem Wort Gottes "herausgepickt" wird, ist Hiob 33, 29 (.....siehe, das alles tut Gott zweimal oder dreimal, um seine Seele von der Grube zurückzuholen).
Hier ist Elihu, einer der drei Freunde Hiobs der Meinung, daß auch Krankheit ein Erziehungsmittel Gottes ist, um jemanden, der gesündigt hat, zur Umkehr zu führen (Hiob war ein frommer Mann).
Elihu deutet Hiobs Schmerzen als pädagogisches Eingreiifen Gottes (Erläuterung in meiner Elberfelder Übersetzung). Er ist der Meinung, daß Gott bei einem solchen Mann sein
erzieherisches, werbendes Handeln mehrmals (zweimal, dreimal) wiederholt.

Dazu kann ganz deutlich gesagt werden, daß Gott Ungläubige nicht erzieht oder durch Krankheit ruft, sondern seine eigenen Kinder. Ein Vater erzieht nicht fremde Kinder
(hier: Kinder des Teufels), sondern nur seine eigenen.
Hebräer 12, 7: Wo ist ein Sohn, den der Vater nicht züchtigt.
1. Tim. 1, 20 : ...sie wurden dem Satan übergeben, damit sie gezüchtigt werden, nicht mehr zu lästern.

In Hiob steht also keineswegs, daß Gott alle Menschen dieser Welt zweimal oder dreimal durch den Heiligen Geist ruft, Kinder Gottes zu werden.
Wäre das der Fall, hätten wir weltweit ständig Erweckung in allen Ländern.
  • 0

#13
Franz

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Lieber Heiner,

da Jesus nach Joh 1,9 das wahre Licht ist, das j e d e n Menschen erleuchtet, erzíeht er demnach auch "Ungläubige", zum Beispiel zu einem liebenden Herzen, denn Gott hat jedem Menschen sein Gesetz in sein Herz geschrieben, also auch den sogenannten Heiden (Römer 2,14-15). Zu Seinem stillen Wirken unter den Völkern siehe im übrigen meinen Beitrag vom 15.09.09.

Herzliche Grüße

Franz
  • 0

#14
heiner

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Lieber Franz,

die Tatsache, daß alle Menschen ein Gewissen haben, besagt nicht, daß Gott Ungläubige erzieht.
Er erzieht nur seine Kinder, wie auch in 1. Petr. 4, 17 geschrieben steht:
Das Gericht beginnt im Hause Gottes. Wenn es aber bei uns beginnt, was wird das Ende sein bei denen, die der Heilsbotschaft Gottes nicht gehorchen ?

Ich mache darauf aufmerksam, daß wir vom Thema abkommen.
  • 0

#15
Rolf

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Schon merkwürdig! Es ist richtig, dass Gott nur seine Kinder erzieht und die,die nichts von ihm wissen wollen, laufen lässt. Dennoch meint man immer wieder, mit obskuren Bibeltextverbiegungen belegen zu können, dass auch die "Unerzogenen" gerettet werden.

Es ist besser seine Zeit damit zu verbringen, Menschen das Evangelium zu bezeugen und sie in die Nachfolge Jesu einzuladen, anstatt sich vom Teufel mit unsinnigen Verdrehungen die Zeit stehlen zu lassen.


Herzliche Grüße


Rolf
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#16
Gotteskind

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Lieber Rolf,

stimmt, dass Jesus der "Sauerteig" sei, klingt nicht gut. Ich wollte nur sagen, dass Er gleich dem Sauerteig in seinem Gleichnis so lange wirkt, bis Sein Werk vollendet ist.

Herzliche Grüße

Franz


Na, dass ist ja eine Aussage :shock: . Kannst Du das mit einer Bibelstelle belegen oder ist es Wunschdenken.
Und wo bleibt dann der freie Wille der Menschen?

Gruss Gotteskind
  • 0

#17
Gotteskind

Gotteskind

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Schon merkwürdig! Es ist richtig, dass Gott nur seine Kinder erzieht und die,die nichts von ihm wissen wollen, laufen lässt. Dennoch meint man immer wieder, mit obskuren Bibeltextverbiegungen belegen zu können, dass auch die "Unerzogenen" gerettet werden.

Es ist besser seine Zeit damit zu verbringen, Menschen das Evangelium zu bezeugen und sie in die Nachfolge Jesu einzuladen, anstatt sich vom Teufel mit unsinnigen Verdrehungen die Zeit stehlen zu lassen.


Herzliche Grüße


Rolf


AMEN. Für mich ist die Allversöhnungslehre eine Lehre von Dämonen und zwar genau aus dem Grund.
Weil der Teufel die Menschen glauben machen möchte, dass schlussendlich alle Menschen in den Himmel kommen und gerettet werden, erübricht sich ja jede Evangelisation! Das ist ein Glaube, den die Ungläubigen auch haben. Gott wollen sie nicht, aber die meisten sind sich sicher, nach ihrem Tod in den Himmel zu kommen. Traurig, wirklich traurig!
  • 0

#18
Jelina

Jelina

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hallo, ich bin kein Mensch der gerne alles in unendliche Diskussionen zerpflückt.

Wenn man diese Sache einfach mit kindlichen Glauben angeht und sich ganz einfach mit Gott als persönlichen Vater auseinandersetzt wird man ganz schnell zu dem Ergebniss kommen, dass die Theorie der Allversöhnung gar nicht gehen kann!!!

Denn in dem Gleichnis vom verlorenen Sohn wird deutlich gezeigt wie es abläuft. Umkehr , Buße und die Entscheidung mit dem Vater zu leben.

Ich denke ,dass Gott die Erde bei seiner Wiederkunft wieder in den Zustand zurückbringt, wie sie vor dem Sündenfall war, aber der Mensch hat seinen freien Willen und einen Verstand den die restliche Schöpfung nicht hat.

Gott ist Liebe,Gerechtigkeit und Wahrheit.

Mit dieser Allversöhnungstheorie wird Gott als brecher seines eigenen Wortes hingestellt. So seh ich das.

Ich lebe mit Gott in einer Beziehung wie Tochter und Vater. Man braucht nicht für alles ein Theologiestudium um zu verstehen. Ich persönlich habe am meisten durch die persönliche Beziehung zu Gott gelernt.

Ich bete und hoffe, dass sich viele Menschen noch zu Gott bekennen und möchte euch ermutigen als Licht durch diese dunkle Welt zu gehen,ganz praktisch, anstatt solche kraftund zeitaufreibende Diskussionen zu führen.

Wir sind die Jünger also ist es an der Zeit sich auch so zu verhalten.

Gott segne euch
  • 0

#19
schatz

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Amen dazu, Jelina!
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#20
Franz

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Ihr Lieben alle,

wie gesagt, nach meinem Bibelverständnis besteht die berechtigte biblische Hoffnung, dass es der Heilswille Gottes auch vollbringt, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen. Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich (Lk 1,37).

"Denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht werden. ...Danach kommt das Ende, wenn er jede (böse) Macht, Gewalt und Kraft vernichtet hat. Der letzte Feind, der entmachtet wird, ist der Tod. Denn alles hat er unter seine Füße gelegt. Wenn ihm aber alles untertan sein wird, alsdann wird auch der Sohn selbst untertan sein dem, der ihm alles untergetan hat, auf dass Gott sei alles in allen" (1 Kor 15,22-28)."

Wie heisst es in dem schönen Lied: Die Güte des Herrn hat kein Ende. Sein Erbarmen hört niemals auf. Groß ist Deine Treue...

Herzliche Grüße und nichts für ungut

Franz
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