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„Scorpions“-Sänger Klaus Meine: „Ich glaube an Gott“


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Rolf

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Scorpions-Klaus-Meine-1068x712.jpgKlaus Meine (Mitte) und seine Band-Kollegen von den "Scorpions" (Foto: Marc Theis)
 

 

 

 

„Scorpions“-Sänger Klaus Meine: „Ich glaube an Gott“

 

 

 
 
23. Mai 2023
 

Klaus Meine, Sänger von Deutschlands international erfolgreichster Hardrock-Band „Scorpions“, wird am 25. Mai 75 Jahre alt. Der Hannoveraner bezieht seine Kraft auch aus dem Glauben.

 

Herr Meine, warum engagieren Sie sich seit vielen Jahren für karitative Projekte, etwa den Kampf gegen Leukämie und Krebs, für Musiktherapie für beeinträchtigte Menschen und für das Kinderhilfswerk UNICEF?

 

Klaus Meine: Wenn man durch alle Höhen und Tiefen gegangen ist und ein sehr erfolgreiches und privilegiertes Leben als Musiker führt, fühlt man sich angesprochen. Ich habe das Gefühl, dass ich mich einbringen und helfen kann. Und dass ich etwas zurückgeben kann von dem Glück und der Liebe, die ich selbst erfahren habe.

 

Sie betonen immer wieder Ihren Glauben an die verbindende Kraft der Musik, das jüngste „Scorpions“-Album heißt „Rock Believer“ (2022). Kann der Rock’n’Roll wirklich die Welt verändern?

 

Meine: Ja, daran glaube ich. Auf jeden Fall! Bands wie die „Beatles“ haben uns als Nachkriegsgeneration in den 1960er Jahren einen „Spirit“ eingepflanzt, der uns das ganze Leben getragen hat. Ich würde mir wünschen, dass wir „Scorpions“ mit unserer Musik die Menschen berühren und dazu beitragen, die Welt ein kleines bisschen besser zu machen. Wenn das gelingt, ist es wunderschön.

 

Musik ist eine Form von Liebe, die man in geballter Kraft von so vielen Menschen zurückbekommt. Sie ist „Soulfood“, das wir zum Leben brauchen. Und sie schlägt die Brücke über Kulturen und fremde Teile der Welt hinweg.

 

„Sie [Musik] ist ‚Soulfood‘, das wir zum Leben brauchen.“

 

Klaus Meine

 

Warum haben Sie Ihren Wendehit „Wind Of Change“ (1990) nach dem russischen Überfall auf die Ukraine umgedichtet?

 

Meine: „Wind Of Change“ war so etwas wie ein Friedensversprechen zwischen Ost und West, das am 24. Februar 2022 zerbrach. Ich hatte das Gefühl, dass ich den Song mit dem ikonischen Text nicht so weiter singen und tun kann, als wäre nichts geschehen – und Russland romantisieren. „I follow the Moskva down to Gorky Park“ und „let your Balalaika sing“ – das stimmte alles damals, so hatten wir es erlebt.

 

In diesen Zeilen schwang die Hoffnung mit, dass sich die Welt nach den dunklen Jahren des Kalten Krieges verändert. Viele Jahre später hat sich das leider ins Gegenteil verkehrt. Indem ich ein paar neue Zeilen schrieb, wollte ich die Solidarität mit der Ukraine ausdrücken. Was ist bloß passiert, dass die Welt sich auf den Kopf gestellt hat und der Wind jetzt aus einer ganz anderen Richtung weht?

 

Sie haben anlässlich des 500. Reformationsjubiläums 2017 für die Deutsche Bibelgesellschaft eine eigene Sammleredition der Lutherbibel gestaltet. Woher beziehen Sie persönlich Ihre spirituelle Kraft?

 

Meine: Ich fand die Idee der Neugestaltung eines Schmuckschobers mit dem Titel „Send Me an Angel“, dem Titel eines sehr berührenden „Scorpions“-Songs, sehr schön. Ich bin kein ausgesprochen religiöser Mensch, aber ich glaube an Gott. Die Religion hat mir in meinem ganzen Leben eine Kraft und einen Rückhalt gegeben.

 

Über einen Einladungsbrief zur Diamantenen Konfirmation war ich sehr berührt: Man spult 60 Jahre zurück durch ein verrücktes Musikerleben. Und man überlegt, was durch das Leben getragen hat. Hin und wieder gehe ich unterwegs in eine Kirche, um zu beten und in einen Dialog mit Gott zu kommen. Man spürt: Da ist eine Kraft, eine Energie, die dich trägt. „Send Me an Angel“ ist ein Anruf und Dank an Gott zugleich: Zeig mir den Weg.

 


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