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Das habe ich in charismatischen Kreisen erlebt


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Rolf

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Das habe ich in charismatischen Kreisen erlebt

 

 

 

 

Veröffentlicht: 12. Juli 2021 Autor: 

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Die folgende Schilderung von Erfahrungen in schwärmerisch-katholischen Gruppen stammt von einer Familienmutter und Leserin aus dem Münsterland, die unserer Redaktion seit langem persönlich bekannt ist:

 

Meine Erfahrungen, die ich in einigen „neuen geistlichen Gemeinschaften“ machte, haben mich dazu veranlasst, diese Bewegungen wieder zu verlassenDas Lesen kritischer Bücher und dieses CHRISTLICHE FORUM hat mich dann in dieser Entscheidung weiter bestärkt.

 

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Was mich sehr stark gestört hat, war vor allem die fehlende Bereitschaft, vernünftig mit Einwänden und skeptischen Fragen umzugehen. Man wird in dieser Szene, wenn man etwas kritisch hinterfragt – z.B. Medjugorje und die „Marienerscheinungen“ dort – oft schon beim ersten Gespräch mit dem Teufel in Verbindung gebracht.

 

Kritik wird als ein Angriff des Satans ausgelegt, der es darauf abgesehen hat – so heißt es – den Skeptiker zu Fall zu bringen. Manche haben mir, als ich mich allmählich von Medjugorje abwandte, vorgeworfen, ich würde die „Gottesmutter verraten“ . Man wird aufgefordert, dieser Versuchung aus der Hölle auf keinen Fall nachzugeben.

 

Wenn ich Schriften zur Aufklärung angeboten habe, wurde das rundweg abgelehnt. Selber hinterfragen diese Erscheinungssüchtigen nur wenig. Das ist klar, sie wollen ja nicht dem „Teufel“ auf den Leim gehen.

 

EIne weitere nervige Erfahrung ist das unentwegte Leistungsbeten mit lautem Lobpreis und endloser Nachtanbetung besonders auf Fahrten und Seminaren von Charismatikern.

 

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Morgens früh geht es bei Pilgerreisen schon los mit lautem Trommel-Lobpreis. Mein Sohn hat das selber auf einer Fahrt nach Medjugorje erlebt und ist bis heute abgeschreckt davon. Er sagte mir: „Wir bekamen keine Ruhezeiten, immer wieder Lobpreis, Rosenkranzbeten, Trommeln bis in die Nacht.“ – Das war in den 90er Jahren bei einer Medju-Fahrt mit „Totus tuus“.

 

Von Medjugorje bin ich nicht zuletzt durch das Buch „Der Medjugorje-Betrug“ aus dem Verax-Verlag abgekommen. Die vielen Beweise gegen die Echtheit dieser Erscheinungen haben mir die Augen geöffnet.

 

Bei der charismatischen „Gemeinschaft der Seligpreisungen“, die ebenfalls für Medjugorje wirbt, erlebte ich außerdem den Versuch, die Gläubigen sozusagen auszuhorchen – natürlich unter einem frommen Vorwand.

 

Oftmals standen die Mitglieder der Gemeinschaft bei ihren Anbetungsandachten mit bis zu drei Personen um einen herum und wollten fürbittend für die Anliegen beten, die man denen erzählen konnte.

 

Verpackt wurde dieses „Aushorchen“ als Seelsorge und Fürbitt-Gebet im Kirchenraum. Das war nicht weit entfernt von einer Art „Laienbeichte“ (allerdings ohne Beichtgeheimnis-Verpflichtung).

 

Zudem hat diese Kummerkasten-Methode manche Besucher von dem Gang zur Beichte abgehalten, denn sie hatten ja schon ihre „Seelsorge“ erfahren.

 

Unmöglich übergriffig wurde es dann in einer charismarischen Gruppenfahrt bei einem indischen Priester, der mich während der Beichte ständig am Arm streichelte.

 

Meine Freundin hat sich vor Jahren von dem „Heilungsprediger“ Alan Ames trotz meiner Warnung per Handauflegung segnen lassen. Seitdem ist sie oft erschöpft und längst nicht mehr so leistungsfähig, wie ich sie vorher kannte.

 

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Man kann vor diesen Handauflegungen durch Charismatiker nur warnen. Viele bekommen hinterher echte psychische und physische Beschwerden. Ich bin solchen Betroffenen mehrmals begegnet, auch bei Seminaren und Freizeiten in Klöstern.

 

Ich bin damals, als ich noch in dieser Szene zugange war, spontan zur „Gemeinschaft der Seligpreisungen“ nach Warstein gefahren. Ich stand dort abends an der Tür, die von ein paar Mitgliedern der Gemeinschaft geöffnet wurde. Das übliche Programm war diesmal ausgefallen. Ich bat um Aufnahme für eine Nacht und darum, in der Kirche still beten zu können, um die Fahrt zu denen nicht vergeblich gemacht zu haben.

 

Sie sagten mir, sie müssen erst ihren Diakon Karl fragen und ihm meinen Namen nennen. Er könne durch seine besonderen Gnadengaben erkennen, ob Gott wolle, dass ich dort bleiben könne. 10 Minuten später bekam ich den Eintritt, weil Diakon Karl mitteilen ließ: Ja, diese Dame darf herein.

 

Ähnliches erlebte ich auf einer Wallfahrt nach Wigratzbad, das damals noch sehr charismatisch geprägt war (später änderte sich das erfreulicherweise durch den neuen Direktor Meier).

 

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Auch wurde erst eine Art „Seherin“ befragt, die angeblich mit den Schutzengeln in Kontakt steht, ob ich mitfahren darf. Ich musste ein paar Tage warten, bis die Engelsdame ihr o.k gab. Ich war dann richtig glücklich. Inzwischen sehe ich es als psychisches Spielchen andas die Leute zum Aberglauben (ver)führt.

 

Dann fragte ich die Engelsdame auf der Pilgerfahrt neugierig nach dem Schutzengel-Namen meines Patenkindes. Sie sagte mir einen Namen. Später fragte ich noch einmal nach, dann nannte sie mir aber einen anderen Namen des Schutzengels.

 

Als ich stutzig wurde, weil zwei verschiedene Namen im Raum standen, erwiderte die „begnadete“ Frau: „Manche Menschen haben mehrere Schutzengel.“ Somit war ich erst einmal zufrieden gestellt. Jedenfalls meine ich, dass solche Damen nicht leicht zu entlarven sind, wenn sie so geschickt daherreden.

 

Wenn man richtig „drin“ ist, fällt es schwer, aus der Charismatik wieder herauszukommen, weil man tatsächliche „Wunder“ erlebt, wie es scheint. Ich bin froh, ausgestiegen zu sein. Auch dafür einen herzlichen Dank an dieses CHRISTLICHE FORUM und Frau Küble, die mich durch viele Informationen auf einen guten und nüchteren Glaubensweg geführt hat.


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