Zum Inhalt wechseln

Welcome to Irrglaube und Wahrheit
Register now to gain access to all of our features. Once registered and logged in, you will be able to create topics, post replies to existing threads, give reputation to your fellow members, get your own private messenger, post status updates, manage your profile and so much more. If you already have an account, login here - otherwise create an account for free today!
Foto

Christentum und Islam Die Unterwerfung


  • Bitte melde dich an um zu Antworten
Keine Antworten in diesem Thema

#1
Rolf

Rolf

    Administrator

  • Administrator

  • PIPPIPPIP
  • 27145 Beiträge
  • Land: Country Flag

Please Login HERE or Register HERE to see this link!

 

 

 

Christentum und Islam Die Unterwerfung

 

 

 

Die beiden höchsten Vertreter der Kirche in Deutschland legen bei einem Besuch des Felsendoms ihr Kreuz ab - aus Respekt vor den Gastgebern, wie sie sagen. Kann man sich eine größere Demutsgeste vorstellen?

 

Please Login HERE or Register HERE to see this link!

 

Eine Kolumne von

Please Login HERE or Register HERE to see this link!

 

 

Please Login HERE or Register HERE to see this link!

DPA Landesbischof Bedford-Strohm, Kardinal Marx mit Scheich Omar Awadallah Kiswani vor dem Felsendom
 
 
 
Montag, 07.11.2016   14:46 Uhr
 
 

Please Login HERE or Register HERE to see this link!

Es gibt Fotos, bei denen man erst einmal überprüfen will, ob sie eine Fälschung sind. Das Bild, bei dem ich Zweifel an der Echtheit bekam, ist vor zweieinhalb Wochen während einer Pilgerreise evangelischer und katholischer Bischöfe durchs Heilige Land entstanden. Man sieht darauf die beiden obersten Repräsentanten der deutschen Amtskirchen vor dem Felsendom in Jerusalem: den Vorsitzenden der Deutschen

Please Login HERE or Register HERE to see this link!

, Kardinal

Please Login HERE or Register HERE to see this link!

, und den Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland, den bayerischen Landesbischof

Please Login HERE or Register HERE to see this link!

.

 

Das Entscheidende an dem Bild ist das, was man nicht sieht. Beide Kirchenvertreter tragen Kleidung, die sie als Männer des Glaubens ausweisen. Aber wenn man genau hinschaut, stellt man fest, dass das Kreuz fehlt, das sie sonst um den Hals tragen. Das ist kein Zufall, wie man erfährt, wenn man die Geschichte zu dem Foto liest. In der Mitte gibt es einen dritten Herren, den ich zu erwähnen vergaß: Scheich Omar Awadallah Kiswani. Die muslimischen Autoritäten hatten die Bischöfe gebeten, das Symbol ihres Glaubens abzulegen, als sie die heilige Stätte betraten; eine Aufforderung, der die beiden umstandslos nachkamen.

 

Selbst unter Protestanten, die von ihren Kirchenführern einiges gewohnt sind, gibt es Unbehagen über soviel Eilfertigkeit. Es habe sich in keinster Weise um eine Verleugnung des Kreuzes gehandelt, normalerweise trage er dieses auch bei Moscheebesuchen, sagte Bedford-Strohm nach seiner Rückkehr. In der besonderen Situation in Jerusalem wäre es aber falsch gewesen, dem Wunsch der Gastgeber nicht nachzukommen: "Wir haben aus Respekt vor den Gastgebern gehandelt." In einer weiteren Pressekonferenz hat der Bischof am Wochenende nachgeschoben, auch die jüdische Seite habe wegen der angespannten Lage um Zurückhaltung gebeten, weshalb man beim Besuch der Klagemauer ebenfalls auf das Kreuz verzichtet habe.

 

Merkwürdiges Verständnis von Toleranz und Gastrecht

 

Ich bin nicht so leicht zu erschüttern, wie jeder weiß, der

Please Login HERE or Register HERE to see this link!

regelmäßig folgt. Aber mich hat der Vorgang sprachlos gemacht. Wie soll man es anders nennen als eine Verleugnung des Glaubens, wenn zwei wichtige Repräsentanten des Christentums bei einer Pilgerreise aus Rücksicht auf die Reizbarkeit muslimischer Glaubensvertreter ihr Kreuz ablegen? Es sind in der Geschichte des Christentums eine Menge Leute gestorben, weil sie genau das abgelehnt haben. Man kann das unvernünftig oder verbohrt finden, in den

Please Login HERE or Register HERE to see this link!

werden sie heute als Heilige und Märtyrer verehrt. So ist das nun einmal mit dem Glauben: Den Gläubigen imponiert Standfestigkeit, nicht die Kapitulation vor fremden Mächten.

 

Die Geschichte ist in jeder Hinsicht abenteuerlich. Schon das Wort "Gastgeber" verrät ein merkwürdiges Verständnis von Toleranz und Gastrecht. Kann man sich vorstellen, dass von einem Würdenträger des

Please Login HERE or Register HERE to see this link!

bei dem Besuch der Theatinerkirche in München verlangt würde, Dinge zu entfernen, die deutlich machen, dass er einem anderen Glauben folgt als dem christlichen? Wenn ich jemanden begrüßen würde, wäre jedenfalls nicht das erste, was ich tun würde, ihn zu nötigen, sich des wichtigsten religiösen Symbols zu entledigen, das er bei sich führt.

 

Tatsächlich ist das Ansinnen, dem die Bischöfe Folge leisteten, Ausdruck eines Islam, der vor anderen Religionen wenig Achtung hat. Michael Wolffsohn hat in einem Kommentar auf "bild.de" daran erinnert, dass in den vergangenen Jahren christliche Geistliche den Tempelberg besuchen konnten, ohne dass das Tragen des Kreuzes ein Thema war. Wolffsohn ist meines Wissens der einzige, der dem Vorgang die Beachtung geschenkt hat, die ihm zukommt. "Kirchen-Sensation" ist sein Beitrag überschrieben. Man kann das für eine typische "Bild"-Übertreibung halten. Ich finde, es trifft den Sachverhalt ganz gut.

 

Gott hat seinen eigenen Humor

 

Die Entscheidung der Bischöfe, ihr Kreuz abzulegen, ist in Wahrheit eine politische Entscheidung. Wenn Bedford-Strohm von der "besonderen Situation in Jerusalem" spricht, auf die es Rücksicht zu nehmen galt, kann nur der Anspruch der Muslime gemeint sein, den Tempelberg zu einem Heiligtum zu erklären, auf dem andere nichts zu suchen haben, schon gar keine

Please Login HERE or Register HERE to see this link!

.

 

Wie man einem Bericht über die Pilgerreise im "Tagesspiegel" entnehmen kann, folgte auf die Begrüßung ein kleines religionsgeschichtliches Seminar. "Es hat hier oben nie einen jüdischen Tempel gegeben [...] Es gibt keinerlei archäologische Beweise", erläuterten die Hausherren den Besuchern aus Deutschland: Die Anwesenheit von Juden und Christen an diesem Ort sei gegen Gottes Willen.

 

Für Archäologen steht außer Frage, dass auf dem Tempelberg zwei jüdische Tempel standen, und zwar lange, bevor es den Islam gab. Den letzten zerstörten die Römer im Jahr 70 nach Christus. Aber so ist das im postfaktischen Zeitalter: Am Ende zählen die gefühlten Tatsachen, nicht die nachprüfbaren.

 

Die Demutsgeste der Bischöfe fällt in eine Zeit, in der es für Christen in vielen Ländern der Erde wohl noch nie so gefährlich war, sich zu ihrem Glauben zu bekennen. Was sich im Nahen und Mittleren Osten unter den Augen der muslimischen Geistlichkeit abspielt, ist eine Tragödie, anders kann man es nicht sagen. Ich könnte mir vorstellen, dass der Verzicht auf das Kreuz viele Christen, die trotz Verfolgung und Diskriminierung standhalten, mit Trauer und Ratlosigkeit erfüllt.

Gott hat seinen eigenen Humor, heißt es. Am vergangenen Montag wurde in Deutschland feierlich das Reformationsjubiläum eingeleitet. Ich bin kein

Please Login HERE or Register HERE to see this link!

-Experte. Aber nach allem, was ich über den großen Reformator gelesen habe, konnte er ein ziemlicher Hitzkopf sein. Wahrscheinlich wäre ein Pilgerbruder Luther den deutschen Bischöfen heute so peinlich, dass sie ihn im Hotelzimmer einschließen würden. Von einem Mann, der seine Thesen an Kirchtüren genagelt haben soll, darf man alles erwarten, aber nicht Respekt vor dem Wunsch der Gastgeber, wenn es ums Kreuz geht.

 


  • 0