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Was ist Theophostische Beratung?


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Rolf

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Der charismatische Erfindungsreichtum hat endlich wieder ein neues Modell herausgebracht. Ich vergleiche die Charismatik bereits seit Jahren mit der Autoindustrie. Die brauchen jedes Jahr ein neues Modell zur Umsatzsteigerung. Der neueste Wahnsinn hat den Kunstnamen "Theopostik."



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Was ist Theophostische Beratung?






Fletcher, Jan


THEOPHOSTISCHER GEBETSDIENST (TPM) NIMMT TAUSENDE Gemeinden auf der ganzen Welt im Sturm ein. Diese schnell wachsende Technik der inneren Heilung ist ein Ableger von Agnes Sanfords Lehren. Sanford, vor mehr als zwei Jahrzehnten verstorben, trat für Heilung des Erinnerungsvermögens durch mystische Gebete ein. Sie lehrte, dass man vergangene Situationen visualisieren soll, und dann sich Jesus vorstellen sollte, der in das Erinnerungsvermögen kommen würde, um das Problem zu lösen.

In TPM fragt ein theophostisch trainierter Facilitator den Empfänger des Dienstes, dass er sich zurücktreiben lassen sollte und die ersten Erinnerungen identifizieren sollte, an die er oder sie sich erinnern kann, bei dem das gleiche negative Gefühl empfunden wurde, das in der gegenwärtigen Zeit „ausgelöst" wurde und die gegenwärtige Ursache der Sorgen ist. Der Facilitator hilft, eine Lüge zu identifizieren, die in jener Erinnerung eingebettet ist, wie zum Beispiel, „ich werden nie sicher sein." Der Empfänger betet dann zu Jesus, um die Wahrheit zu enthüllen, wobei er erwartet, dass sowohl die Lüge wie auch der emotionale Schmerz besiegt werden.

Ed Smith, der den Theophostischen Gebetsdienst 1996 in Campbellsville, Ky. gründete, sagt, Theophostische Facilitatoren „bitten den Herrn, Seine Wahrheit zu offenbaren", indem Patienten eine spezielle Offenbarung von Jesus „beobachten, zuhören und fühlen", der „die Fähigkeit hat, in unsere historische Gegenwart einzutreten und Wahrheit in der Erfahrung zu offenbaren."[1] Der TPM Facilitator erklärt dann, dass die Quelle der Offenbarung tatsächlich Jesus ist.

„Während theophostischer Gebetsdienste treten manchmal Dämonen als Jesus verkleidet auf, erscheinen bildlich im Geist der Leute und schauen aus wie Jesus", warnt Smith. Aber seien sie dadurch nicht beunruhigt, sagt er, da es leicht ist, dämonische Schwindler aufzudecken.[2]„Ich habe herausgefunden, wenn eine Person sorgfältig in das Gesicht eines Dämons ‚Jesus' schaut, wird es üblicherweise dunkel oder verschwommen oder schaut ärgerlich, spöttisch oder böse."[3] Smith warnt auch vor allen Formen des Channeling oder Weissagung der Zukunft unter Verwendung von TPM, indem er zugibt, dass Facilitatoren TPM für Weissagung verwendet hatten.[4]

In TPM wird Wahrheit dadurch definiert, wie sie sich anfühlt, und Smith erhebt eine mystische Begegnung mit Jesus über Lehre und Jüngerschaft. Er warnt vor „Unordnung"[5] , welche TPM behindern kann, was logisches Denken einschließt, weil das sich mit dem Empfangen der Wahrheit kreuzt.[6] In Smiths Denken, muss die mystische Methode stattfinden, bevor Lehre, Einsicht und Ermutigung irgendeine Wirkung auf die emotionale Notlage der Person haben kann. Smith sagt: „Indem Christen von ihrem auf Lügen begründetem Denken befreit sind, werden sie besser in der Lage sein, sich die biblische Instruktion anzueignen, die sie durch andere kognitive Schauplätze empfangen.... Wir müssen die befreiende Gegenwart von Christus in unserem Leben erleben, so dass wir das Wort Gottes absorbieren und dadurch verwandelt werden können."[7]

Smith behauptet, dass ein Gefühl von Frieden die gesamte, mystische Erfahrung als von Gott bestätigt, und dieser „Friede kommt selten, wenn überhaupt über die kognitive Unterrichtung seitens des Facilitators / Ratgebers. Wen kognitive Wahrheit im Frieden das Ergebnis wäre, wären unsere Kirchen voll von mit Frieden erfüllten Leuten."[8]

In Smiths Augen befähigen Predigen, Lehren und Jüngerschaft - nichtmystische Mittel zum Erhalt von Gottes Wahrheit - Gläubige nicht, das Gebot aus Kolosser 3,15 zu erfüllen, „der Friede Gottes regiere in euren Herzen...." Jedoch dieser Vers folgt dem Gebot des Paulus in den vorhergehenden Versen, „Trachtet nach dem [um den Geist zu betätigen], was droben ist"; „Tötet daher eure Glieder, die auf Erden sind" und „So zieht nun an... herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Langmut; ertragt einander und vergebt einander...." Smith behauptet, dass diese kognitiven Aktivitäten nutzlos sind, um den Frieden Christi zu erlangen.

Aufgrund von heftiger Kritik an seinem früheren Trainingsmaterial hat Smith in seinem letzten Handbuch häufige, deutlich herausgehobene Warnungen vor Erzeugung falscher Erinnerungen durch TPM eingefügt. Wenn man ein „Haftungsausschluss" Vereinbarung[9] zu unterzeichnen hat, bevor man sich auf TPM einlässt, wie Smith empfiehlt, birgt TPM offensichtlich ein bedeutendes Haftungsrisiko.

In Smiths früheren Werken befürwortete er, TPM heimlich hinter dem Rücken der lokalen Gemeindeleitung einzuführen, und auch den Begriff „Theophostisch" zu vermeiden, bis die Leute in der Gemeinde sie durch Wunderheilungen erfahren haben und somit ein empirisches Argument für die Methode haben.[10] Smith hat seinen Rat nun geändert. Obgleich er vor einem „Diakon George" warnt, der behaupten mag, TPM „sei vom Teufel", gegründet auf Webbasierte Berichte von Apologeten,[11] vergleicht er nun die Ablehnung von TPM in einer Gemeinde mit der Abstoßung eines Organtransplantats durch den Körper.[12] Sein Rat ist, das Immunsystem der Gemeinde von der Kanzel her bloßzustellen. Smith empfiehlt, dass der „predigende Pastor... nach und nach eine Versammlung in die Richtung bewegt, die Prinzipien anzunehmen, die in diesem Handbuch gelehrt werden.... Viele Leute wurden noch nie dieser Art zu denken ausgesetzt und brauchen deshalb einige Zeit, es zu verarbeiten."[13]

Gottes Lämmer hören Predigten direkt aus Smiths TPM Handbuch, ohne zu wissen, dass sie heimlich für eine theophostische Invasion ihrer Gemeinde vorbereitet werden.

Smith entwickelte neulich eine neue Theologie, die er „lügenbasierte Theologie" nennt, welche im Gegensatz steht zur „Sündenbasierten Theologie, welche [glaubt], dass die Wurzel meines Problems meine Sünde ist." Smith sagte, er erkannte, dass sündenbasierte Theologie „eine falsche Auffassung und ein schwerer Irrtum ist", weil, so vermerkt er, „sie nicht funktioniert."[14]

In seinem im Jahr 2005 revidiertem Trainingshandbuch, verschwand klammheimlich eines von Smiths ursprünglich neun theophostischen Prinzipien - „Gott heilt die Verlorenen und Geretteten gleichermaßen, ohne irgendeine Seite zu bevorzugen."[15] Smith sagt über TPM, „Leute sagen beständig, es kam von Gott. Das ist sogar der Fall bei denen, die nicht bekennen, eine Beziehung zu Gott zu haben."[16] Und später sagt er, „Gott scheint nicht Sündenbekenntnis von einem Nichtgläubigen zu erwarten."[17]

Aber wie kann eine verlorene Person den „Frieden in Christus" haben - was nach Smith das Endergebnis der theophostischen Heilung sein soll? Wenn eine verlorene Person das haben kann, und behauptet, dass Gott sich ihr zeigte, dann ist es nicht der Frieden in Christus: es ist ein falsches Evangelium! Wenn eine verlorene Person ein Wort der Wahrheit von Jesus ohne Buße erhält, ist es ein falscher Jesus!

Smith hat beständig seine Terminologie verändert, wechselte von „echter Gesundung" zu „echter Erneuerung", und packte seine Konzepte um, um einen Vorsprung vor den Kritikern zu haben, und um auch sicherzustellen, dass TPM für konservative Gemeinden ansprechend bleibt. Lassen sie sich nicht durch kosmetische Änderungen in die Irre führen! Die Kernprämissen des Theophostischen Gebetsdienstes[18] (18) leisten weiterhin einem falsche Jesus und einem falschen Evangelium Vorschub.

( Jan Fletcher ist eine christliche Journalistin, die seit Juni 2003 über TPM berichtet hat. Ihre Recherchen sind im Web unter

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zu finden)
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