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Mircos Eltern: Der Glaube trägt uns durch


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Mircos Eltern: Der Glaube trägt uns durch





Unter dieser Überschrift stand in der Rheinischen Post, der wohl renommiertesten Tageszeitung im Großraum Düsseldorf, am 3.2.2011 ein längerer Artikel von Christian Heidrich, aus dem wir auszugsweise zitieren:

Die Eltern des ermordeten zehnjährigen Mirco aus Grefrath haben sich zum ersten Mal in der Öffentlichkeit geäußert. Einer Mitarbeiterin des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden, dem sie angehören, erzählten sie, wie sie die vergangenen fünf Monate erlebt haben …

Erstmals sprechen sie über die Zeit nach dem 3. September, dem Tag, an dem Mirco spurlos verschwand. In den ersten Tagen, die darauf folgten, wollten die Eltern das Haus gar nicht mehr verlassen. Sie hatten Sorge, einen wichtigen Anruf oder eine Nachricht zu verpassen. Aus Tagen des Wartens wurden Wochen und schließlich Monate. Einen Monat lang traf sich die Familie zuhause jeden Abend mit Freunden zum Gebet. Unterstützt wurde sie von ihrer Gemeinde, der Freien Christengemeinde Krefeld. „Wir beteten zu Gott für Mirco und auch für den Menschen, der sein Verschwinden zu verantworten hat“, berichten die Eltern. Später gab es die Gebetsabende in Mircos Elternhaus montags und mittwochs: „Die M-Tage, M für Mirco“, sagt Mircos Mutter …

Selbst hart gesottene Ermittler der Sonderkommission Mirco beeindruckte die Familie. „Die Familie ruht in ihrem Glauben, sie findet darin Trost. Das ist bewundernswert. Die haben sogar uns noch Mut gemacht“, sagt Polizei-Sprecher Willy Theveßen …

Den Täter nennen die Eltern „einen belasteten Menschen, der nicht wusste, wohin mit seiner Last“.

Soweit die Rheinische Post.

Trauergottessdienst als Abschied von Mirco
Auf den Tag genau fünf Monate nach seinem Verschwinden hat die Bevölkerung Grefraths (bei Krefeld) am 3. Februar 2011 Abschied von Mirco genommen. In der St.-Laurentius-Kirche der Stadt fand ein ökumenischerstatt. Die Predigt hielt Pastor Roman Siewert, Präses des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP). Mirco war in der Woche davor tot aufgefunden worden. Der mutmaßliche Täter ist verhaftet und hat den Mord gestanden. Mircos Familie gehört der Christengemeinde „Evangeliums-Haus“ in Krefeld an.

Etwa 1200 Menschen waren in und außerhalb der Kirche zusammen gekommen. Ein Besucher beschreibt im Kondolenzbuch seine Gefühle folgendermaßen:

„Hilflos und wütend standen wir gestern auf dem Marktplatz in Grefrath. Traurig und weinend standen wir dort und nahmen uns in den Arm, während wir an der bewegenden Trauerfeier des kleinen Mirko teilnahmen. Wir sind zutiefst erschüttert ... Als Kinder sind wir oft von Oedt nach Grefrath gefahren, entlang der Niers, am Flughafen vorbei. Diese Erinnerungen werden jetzt wach. Daran zu denken, dass Mirko irgendwo dort verschwunden ist, lähmt uns. Ich habe gestern Abend und die Nacht bitterlich geweint und auch jetzt, während ich diese Zeilen schreibe, stehen mir noch immer die Tränen in den Augen. Ich kann es nicht verstehen. Niemand kann es verstehen … Das geliebte Kind, das fröhlich lachend immer an uns vorbei huschte,... es ist nicht mehr da. Mein allertiefstes Bedauern, der Familie Schlitter und auch der Familie des Täters …“

Andere Gottesdienstbesucher betonten, dass sie zu einer Solidargemeinschaft geworden seien. Das zeigt sich u.a. darin, dass ein Trauerraum in Mircos Schule eingerichtet wurde, der in den Pausen stark besucht wird. Doch es ist auch ein neuer Schritt, dass eine pfingstlich-charismatische Gemeinde die Solidarität der evangelischen und katholischen Kirche so stark erlebt, was nicht zuletzt in dem ökumenischen Gottesdienst am Donnerstagabend (3.2.11) zum Ausdruck kam.

Als „Herzstück“ dieses Gottesdienstes nannte eine Reporterin die Predigt von Präses Roman Siewert. Sie ist auf unserem ersten Link unten nachzulesen. Anschließend folgen online-Berichte namhafter Zeitschriften, teilweise mit Videoclips. Den Abschluss der Links bildet das Kondolenzbuch, das bereits Hunderte von Eintragungen enthält.

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MORDFALL "MIRCO"






Warum die Eltern nicht verzweifeln






Krefeld (idea) – Dieser Mordfall erschütterte die Nation: Am Abend des 3. September 2010 kam der zehnjährige Mirco Schlitter aus Grefrath (Niederrhein) nicht nach Hause. Fünf Monate lang fahndete die Polizei mit allen Mitteln; erst Ende Januar wurde Mircos Leiche gefunden und der Entführer gefasst. Dann stand fest: Der 45-jährige Familienvater Olaf H. hatte den Jungen entführt, missbraucht und ermordet. Am 29. September wird im Krefelder Landgericht das Urteil über den geständigen Täter gesprochen.

Ihm droht eine lebenslängliche Freiheitsstrafe. Die Staatsanwaltschaft und die Nebenklage möchten, dass die besondere Schwere der Schuld festgestellt wird, denn Olaf H. habe die Bluttat geplant und sei grausam vorgegangen. Mirco stammt aus einer christlichen Familie. Wie gehen die Eltern, Sandra und Reinhard Schlitter, mit dem Unfassbaren um? Sie haben so festen Halt im Glauben gefunden, „dass man nur staunen kann“, sagte ihr Seelsorger, Roman Siewert (Norddeich), der Evangelischen Nachrichtenagentur idea auf Anfrage. Er ist Präses des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP). Dazu zählt auch die Krefelder Christengemeinde, der die Familie Schlitter angehört. Seit Mircos Verschwinden betreut er die Familie. Er musste den Eltern auch zusammen mit der Polizei die Nachricht überbringen, dass die Leiche ihres Sohnes gefunden wurde. Am 18. September leitete er einen Gedächtnisgottesdienst für Mirco, der an dem Tag zwölf Jahre alt geworden wäre.

Ökumenischer Zusammenhalt

Wie Siewert jetzt sagte, sei es für Mircos Eltern und seine drei Geschwister gut, wenn der Prozess jetzt abgeschlossen wird. In der Familie werde freilich noch hinter verschlossenen Türen geweint, aber es gebe kein Verzweifeln. Dies sei vor allem auf ihre Verwurzelung im Glauben und in der Gemeinde zurückzuführen. Beeindruckt zeigte sich Siewert von dem ökumenischen Zusammenhalt und Beistand, den die Familie auch aus der evangelischen und der katholischen Kirche sowie anderen Freikirchen erfahren habe. Er fragt: „Warum musste erst ein Kind sterben, dass Christen zusammenrücken?“ Die Bevölkerung habe ebenfalls großes Mitgefühl gezeigt. Die Glaubenshaltung der Schnitters sei nicht ohne Wirkung geblieben. Sie habe gezeigt, „dass Jesus Christus keine Fata Morgana ist, sondern in der Mitte steht“, so Siewert.

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