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7 Antworten in diesem Thema

#1
1.Kor.1,30

1.Kor.1,30

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Die Kopfbedeckung der Frauen

S. O’Shea

Die Bibel wurde geschrie­ben, damit sowohl Gelehrte als auch gewöhn­li­che Men­schen ein Ver­ständ­nis der gesun­den und ver­nünf­ti­gen Lehre bekom­men soll­ten. Die­ses im Auge behal­tend wol­len wir das 11. Kapi­tel im 1. Brief an die Korin­ther betrach­ten, und mit Anwen­dung bib­li­scher Grund­sätze die Schrift aus­le­gen. Eines der ele­men­ta­ren Prin­zi­pien, um das Wort Got­tes ver­ste­hen zu kön­nen, liegt darin, dass wir Grund­satz auf Grund­satz mit dem Worte Got­tes aufbauen.

Auf Grund der Fehl­in­ter­pre­ta­tion eini­ger Verse in die­sem 11. Kapi­tel stüt­zen sich viele auf die Irr­lehre einer buch­stäb­li­chen Kopf­be­de­ckung der Frauen. Jedoch muss die dok­tri­nelle Beleh­rung auf eine ord­nungs­ge­mäße Bibel­aus­le­gung auf­ge­baut wer­den, anstatt auf unsi­che­ren Tra­di­tio­nen einer bestimm­ten Bewe­gung oder Sekte.

Als ers­tes wol­len wir in Betracht zie­hen, an wen der Apos­tel Pau­lus schrieb und warum er die­ses tat. Da Korinth eine bedeu­tende Han­dels­stadt jener Zeit war, waren eine Viel­zahl an Kul­tu­ren in ihr zu fin­den. Die Orts­ge­meinde zu Korinth bestand aus Juden und Grie­chen, Men­schen unter­schied­li­cher kul­tu­rel­ler Bräu­che. Beim Lesen der ers­ten Epi­s­tel des Pau­lus stel­len wir fest, dass meh­rere Nöte die­ser Gemeinde zu schaf­fen mach­ten. Im 11. Kapi­tel spricht Pau­lus eine kul­tu­relle Frage an, die unter die­sen Gläu­bi­gen auf­kam. Es waren Strei­tig­kei­ten über die Sitte eini­ger Frauen ent­stan­den, die eine Kopf­be­de­ckung tru­gen. Bedau­er­li­cher Weise ver­wan­deln auch in unse­ren Tagen man­che diese Sitte in eine bib­li­sche Lehre.

Die Schrift sagt uns deut­lich, dass „wenn aber eine Frau lan­ges Haar hat, es eine Ehre für sie ist. Denn das Haar ist ihr anstatt eines Schlei­ers gege­ben“ (1Kor 11:15). Als Gott Eva aus den Gar­ten Eden trieb hatte er sie vor­her völ­lig beklei­det (1Mose 3:21). Sie hatte das lange Haar, mit wel­chem Gott sie geschaf­fen hatte, jedoch keine buch­stäb­li­che Kopf­be­de­ckung aus Mate­rial und Gott sprach zu ihr: „Nach dei­nem Mann wird dein Ver­lan­gen sein, er aber wird über dich herr­schen“ (1Mose 3:16). Hier wurde bestimmt, dass die Frau dem Manne unter­tan sein sollte, den­noch wurde keine Kopf­be­de­ckung befoh­len. Die Macht auf dem Haupt der Frau um der Engel wil­len (1Kor 11:10) liegt in ihrem Gehor­sam zum Worte Got­tes. Die Macht ist nicht in einem Stück Stoff oder Käpp­chen ent­hal­ten, das zu jeder Zeit run­ter­fal­len könnte. Man­che Frauen, die solch eine von Sek­ten bestimmte Kopf­be­de­ckung tra­gen, stut­zen, schnei­den oder sty­len ihre Haare und schä­di­gen daher die ihnen von Gott gege­bene natür­li­che Bede­ckung. „Lehrt euch nicht selbst die Natur, dass, wenn ein Mann lan­ges Haar hat, es eine Schande für ihn ist, wenn aber eine Frau lan­ges Haar hat, es eine Ehre für sie ist? Denn das Haar ist ihr anstatt eines Schlei­ers gege­ben“ (1Kor 11:14–15).

Fer­ner sagt die Bibel: „Wenn es aber jemand für gut hält, streit­süch­tig zu sein, so soll er wis­sen: wir haben eine der­ar­tige Gewohn­heit nicht, auch nicht die Gemein­den Got­tes“ (1Kor 11:16). Pau­lus meint hier deut­lich, dass die Gemeinde fol­gende Gewohn­heit, dass Frauen einen Schleier oder eine Kopf­be­de­ckung aus Stoff tra­gen soll­ten, nicht hat. Der eigent­li­che Grund, warum diese Frage auf­kam, war wegen der Sitte ein­zel­ner Kul­tu­ren in Korinth. Diese waren Ursprung des Streits in der Gemeinde, ob eine Bede­ckung bei Frauen erfor­der­lich wäre. Nur um Anstoß zu ver­mei­den riet Pau­lus den Frauen, wäh­rend des öffent­li­chen Gebets oder beim Pre­di­gen einen Schleier zu tra­gen. Die­ser Rat stimmte mit dem überein, worin Pau­lus diese Gemeinde im 10. Kapi­tel unter­wies, indem er sie mit vie­len Wor­ten ermahnte, nicht das Ihrige zu suchen, unan­stö­ßig zu sein, sowohl für Juden als auch für Grie­chen und die Gemeinde Got­tes (inso­fern schrift­li­che Prin­zi­pien nicht über­tre­ten wer­den), damit viele geret­tet wer­den soll­ten (1Kor 10:32–33).

Pau­lus, der allen alles wurde, damit er auf alle Weise einige errette, hielt es für nötig, dass die Frauen die­ser Orts­ge­meinde einen Schleier wäh­rend des öffent­li­chen Gebets oder der Pre­digt tru­gen, da es Sitte in die­ser Gegend war und sie sonst vor den hie­si­gen Leu­ten als ver­ru­fene Frauen gal­ten und viele gehin­dert wären, das Evan­ge­lium anzu­neh­men. Aus die­sem Grund alleine wurde das Tra­gen eines Schlei­ers hier befoh­len. Kei­nes­wegs war es ein Gebot der Gemeinde, denn sie hatte diese Gewohn­heit nicht, einen Schleier zu tra­gen. Es war eine Sache des gesell­schaft­li­chen Anstands in die­ser bestimm­ten Stadt.

Die gegen­wär­tige Lehre der Kopf­be­de­ckung weist Wider­sprü­che auf. Das Wort in 1Kor 11:5 wird nicht in sei­nem Zusam­men­hang ver­stan­den. Wenn den Frauen erlaubt wird, mit einer Kopf­be­de­ckung zu beten, warum dür­fen sie denn nicht mit die­ser auch weis­sa­gen und pre­di­gen, wie es in Korinth und anderswo erlaubt wurde? Pau­lus tadelt die Frauen hier nicht für das Pre­di­gen, son­dern unter­weist sie, die­ses bestimmte Klei­dungs­stück zu tra­gen, damit ihr Dienst in die­ser Gegend wir­kungs­vol­ler sein sollte. Ver­fech­ter der Kopf­be­de­ckung miss­bil­li­gen die­sen Dienst der Frauen, obwohl Chris­tus Seine Gemeinde einer Braut gleich­stellt, wel­che „ein Weib“ ist, und Er gibt ihr nicht alleine die Auto­ri­tät, son­dern befiehlt ihr, das Evan­ge­lium in aller Welt zu ver­kün­di­gen. Am Tag der Pfings­ten wur­den alle, die sich auf dem Söl­ler auf­hiel­ten, ein­schließ­lich Maria und die ande­ren Frauen, mit dem Hei­li­gen Geist erfüllt und weis­sag­ten öffent­lich allen, die anwe­send waren, damit das Wort aus Joel 3:1 erfüllt würde: „Und danach wird es gesche­hen, dass ich mei­nen Geist aus­gie­ßen werde über alles Fleisch. Und eure Söhne und eure Töch­ter wer­den weis­sa­gen, eure Greise wer­den Träume haben, eure jun­gen Män­ner wer­den Gesichte sehen.“

Diese Lehre wider­spricht sich, denn in den meis­ten Fäl­len bedeckt die­ses „Haar­teil“ nicht ein­mal die Haare. Es gibt solch eine Viel­falt: steife, weiße Haar­netze, ein Stück schwarze Spitze, ein schwar­zes oder wei­ßes Tuch auf dem Haar gebun­den oder mit Klam­mern fest­ge­steckt, oder pas­sende Tücher zur jeweils getra­ge­nen Klei­dung. In Wirk­lich­keit sind sie nur über­flüs­si­ger Schmuck und ein Mar­ken­zei­chen der Kon­fes­sion oder Gruppe, der man ange­hört. Dies steht im direk­ten Wider­spruch zu der bib­li­schen Lehre der Schlicht­heit der Haare und der Klei­dung. Fer­ner steht es im Wider­spruch zur bib­li­schen Ein­heit, wegen der Spal­tun­gen über die Art der Kopf­be­de­ckung in den ver­schie­de­nen Rich­tun­gen, die an die­ser Lehre fest­hal­ten. Die Bibel spricht über die Haare (1Tim 2:9; 1Petr 3:3.), jedoch legt sie nir­gends fest, dass die Kopf­be­de­ckung eine bib­li­sche Lehre wäre. Im Gegen­teil, Pau­lus weist dar­auf hin, dass „wir … eine der­ar­tige Gewohn­heit nicht“ haben.

Viele nen­nen ihre Bede­ckung einen „Schleier“ und man­che Grup­pen ver­kau­fen auch ein „Schlei­er­mus­ter“, wel­ches ver­füh­re­risch ist, denn in Wirk­lich­keit ist es kein Schleier. Die Schleier, die in Korinth in Frage kamen, waren ohne Zwei­fel ganze Umschlag­tü­cher (Gewän­der), in die sich die östli­chen Frauen völ­lig ein­hüll­ten, ehe sie ihre Woh­nung ver­lie­ßen. Diese waren sehr volu­mi­nös, und unter dem all­ge­mei­nen Volk aus fes­tem, gro­bem Gewebe, dem ähnelnd, in dem Ruth ihre sechs Maß Gerste mit nach Hause trug (Rut 3:15). Die Frauen in Korinth hat­ten es mit einer sol­chen Art von Schleier zu tun, wel­chen die Frauen auch heute noch tra­gen müss­ten, wenn sie dies als bib­li­sche Lehre hal­ten. Man­che wen­den dage­gen ein, dass die moderne Kopf­be­de­ckung nur ein Sym­bol dar­stellt. Das wäre damit ver­gleich­bar, dass Frauen knappe Klei­der tra­gen könn­ten als Sym­bol keu­scher Damen­be­klei­dung. Diese Denk­weise wird nicht bib­lisch belegt.

Als Nächs­tes wider­spricht sich diese Lehre, wenn es um die Zeit geht, wann die Kopf­be­de­ckung zu tra­gen ist. Wenn eine Frau ohne Unter­lass beten soll, dann ist es von größ­ter Wich­tig­keit, die­selbe auch ohne Unter­lass zu tra­gen. Ohne Aus­nahme. Schließ­lich muss sie aber ihre Haare waschen und die Kopf­be­de­ckung aus Rein­lich­keits­grün­den aus­wech­seln und kann daher nicht bestän­dig die­ser Lehre nach­kom­men. Wenn sie diese aller­dings nur beim öffent­li­chen Beten und Weis­sa­gen tra­gen muss, dann braucht sie es nicht für jeg­li­chen ande­ren Zweck, sei er pri­vat oder öffent­lich. Es wurde beob­ach­te­tet, wie man­che, die die­sen Maß­stab hal­ten, ein Buch, eine Strick­ja­cke, einen Schuh oder was ande­res bereit hal­ten, falls sie spon­tan vom öffent­li­chen Gebet über­rascht wer­den. Das ist gewiss kein Ruhm für ihr Haupt! Es ist viel­mehr unvernünftig.

Die pein­li­che Genau­ig­keit im Tra­gen eines Schlei­ers mag auf die Ver­brei­tung des Korans zurück­ge­hen. Die­ser ver­bot den Frauen, sich jeman­dem unver­schlei­ert zu zei­gen, außer ihren nächs­ten Ver­wand­ten. Die weni­gen Bei­spiele, wo Frauen im Alten Tes­ta­ment lange Schleier tru­gen, bezie­hen sich auf Tra­di­tio­nen an bestimm­ten Orten in jener Zeit, wie z.B. eine ver­lobte Frau, oder eine lose Frau, die sich ver­steckt hielt. In unse­ren Tagen stel­len man­che Ver­fech­ter die­ser Lehre ihre „Bede­ckung“ als unbe­dingt not­wen­dig zur Erlö­sung einer Frau und ver­weh­ren ihnen die Taufe oder „Gemein­de­mit­glied­schaft“ ohne dieselbe.

Die Kopf­be­de­ckung wird in den Voll­stän­di­gen Wer­ken Menno Simons’ nicht ein ein­zi­ges Mal erwähnt.
Sol­che, die nicht glau­ben wol­len, dass das Haar die von Gott vor­ge­se­hene Bede­ckung oder der Schleier für die Frau ist, wie es deut­lich aus dem 15. Vers her­vor­geht, wer­den ein­wen­den, dass das Haar eine Bede­ckung ist, aber nicht die, von der im 6. Vers die Rede ist. Sie mei­nen, die Bede­ckung im 6. Vers sei eine sol­che, die ange­zo­gen wer­den müsse, und im 15. Vers gehe es um eine Bede­ckung, die man schon anhabe, weil im Grie­chi­schen zwei unter­schied­li­che Worte dazu gebraucht wer­den. Offen­sicht­lich tun sie die­ses um die Worte des Pau­lus zu diskreditieren.

Wir glau­ben aber, dass der Apos­tel im 6. Vers einen buch­stäb­li­chen Schleier meinte. Wie schon vor­her dar­ge­legt wurde, sah er es für gut an, dass die­ser Klei­dungs­ar­ti­kel wäh­rend dem öffent­li­chen Gebet und dem Weis­sa­gen ange­legt wer­den sollte, um Schmach und Anstoß zu ver­hin­dern. Im 15. Vers fährt er fort und erklärt, dass es nicht eine Gewohn­heit der Gemeinde ist, denn die ein­zige Bede­ckung, die Gott der Frau gab, ist ihr Haar. Obwohl zwei ver­schie­dene grie­chi­sche Worte im 6. und im 15. Vers gebraucht wer­den, wird diese Irr­lehre durch die Urbe­deu­tung die­ser Worte schnell wider­legt, da sie ein und das­selbe bedeuten.

Aus die­sem geht ein­deu­tig her­vor, dass das lange oder unge­schnit­tene Haar die bib­li­sche Kopf­be­de­ckung der Frau ist. Got­tes Gemeinde hat keine Lehre noch Gewohn­heit bezüg­lich einer Kopf­be­de­ckung aus Stoff.

aus: www.diegemeindegottes.com
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#2
Rolf

Rolf

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Ich habe mich mit dem Tham auch schon einmal umfassend beschäftigt.

Guckst Du hier:

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Herzliche Grüße


Rolf
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#3
1.Kor.1,30

1.Kor.1,30

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Gracias, Dankschön.

Hatte das nicht gelesen. Aber manche Sachen immer wieder schaden ja nicht.
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#4
Guest_Matthes_*

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"Im 15. Vers fährt er fort und erklärt, dass es nicht eine Gewohn­heit der Gemeinde ist, denn die ein­zige Bede­ckung, die Gott der Frau gab, ist ihr Haar."

Naja. Im 16. Vers, nicht im 15., sagt Paulus, dass wir eine solche Gewohnheit in den Gemeinden Gottes nicht haben, - und zwar, welche Gewohnheit nicht haben? Sich herum zu streiten über die eben von ihm ausgeführte Anweisung, dass die Frauen sich verschleiern sollen!

Ich vermute, der Verfasser möchte dem Aspekt aus dem Weg gehen, dass es gegebenenfalls kulturelle Aspekte sind, die uns heute durchaus berechtigtermaßen zu einer vorsichtigen Behandlung vordergründig strikter biblischer Maßgaben bringen können.

Zu diesem Zweck exegetisiert er fleißig hin und her. Matthes.
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#5
Guest_Matthes_*

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Ich habe 'mal angefangen, das zu lesen:

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Das sieht ja echt gut aus!!! Allein schon die Einführung ist Spitze!
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#6
Guest_Matthes_*

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Ich frage mich mit Blick auf den oben eingestellten Text, wie man nur den Bibeltext so falsch lesen kann. Das dann noch eingeleitet mit einer solch gestelzt wirkenden Einleitung in den ersten beiden Absätzen. ...
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#7
1.Kor.1,30

1.Kor.1,30

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Hasch scho recht.

Nach der Fasnet spätestens sollten sämtliche Stelzen eingepackt sein.
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#8
Guest_Matthes_*

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:smile: Entschuldige, wenn mein Statement anmaßend 'rüberkam, ...
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