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Gebet in der katholischen Kirche.


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62 Antworten in diesem Thema

#1
Guest_Matthes_*

Guest_Matthes_*
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Aus einer großen Tradition...
Von 1895 bis 1903 fühlte sich die selige Elena Guerra, Gründerin der Oblatinnen des Heiligen Geistes in Lucca (Italien) gedrängt, dem Papst Leo XIII zwölf vertrauliche Briefe zu schreiben, in denen sie darum bat, dass neu und vermehrt über den Heiligen Geist gepredigt würde:


"Pfingsten ist nicht vorbei. In Wirklichkeit währt es überall und jederzeit fort, denn der Heilige Geist verlangte danach, sich allen Menschen zu schenken und alle, die ihn wollen, können ihn jederzeit empfangen. Wir müssen also nicht die Apostel und die ersten Gläubigen beneiden. Wir müssen nur ihre innere Verfassung haben, um ihn wirklich zu empfangen und er wird zu uns kommen, wie er zu ihnen kam."


Um diese Erneuerung herbeizurufen, hielt Sr. Elena es für notwendig, eine weltweite Gebetsbewegung ins Leben zu rufen, die dem Obergemach gleicht, in das die Jünger vor Pfingsten versammelt waren.
Auf die Veranlassung Sr. Elenas hin veröffentlichte der Papst mehrere Dokumente über den Heiligen Geist, darunter die Enzyklika "Divinum illud munus" von 1897. Ebenfalls auf Anregung Sr. Elenas hin rief Papst Leo XIII am 1.1.1901 im Namen der ganzen Kirche den Heiligen Geist an und ließ die Hymne "Veni creator spiritus" singen, um das ganze Jahrhundert dem Heiligen Geist zu weihen. Am selben Tag begann auf einem anderen Erdteil - in Topeka, Kansas (USA) - eine Ausgießung des Heiligen Geistes unter Schülern einer protestantischen Bibelschule, die als Anfangspunkt der weltweiten Pfingstbewegung betrachtet wird, aus der wiederum später die Charismatische Erneuerung in der katholischen Kirche hervorging.


Im Jahr 1997 empfing Kim Catherine-Marie Kollins, eine in Deutschland lebende Katholikin amerikanischer Herkunft, die in der Charismatischen Erneuerung sehr aktiv war, in Rom den Ruf, die Kirche "zurück ins Obergemach" zu rufen. In Anschluss an die prophetische Stimme der sel. Elena Guerra ermutigt Kim Kollins seither Katholiken weltweit, sich für Fürbitte und Eucharistische Anbetung zu öffnen. Der Name für die Bewegung war bald gefunden: "Burning Bush" - "Brennender Dornbusch" (das gleichnamige Buch erschien auf der ganzen Welt in zahlreichen Übersetzungen) Eine besondere Bedeutung kommt hierbei auch der Verwendung der Charismen für die Fürbitte zu. Es war ein historisches Ereignis, als Papst Johannes Paul II. am Pfingstsamstag (29.5.) 2004 auf dem Petersplatz erklärte:


"Veni, Creator Spiritus!"
Am Vorabend von Pfingsten stimmt die ganze Kirche in diesen Gesang ein: "Veni, Creator Spiritus!" Der mystische Leib Christi ruft auf der ganzen Welt den Geist an, von dem er den Lebensatem erhält, der ihn erhält und handeln lässt.
[...]Ich grüße auf besondere Weise die Mitglieder der Erneuerung im Geist (eine Gruppe der italienischen CE), einer der Ausdrücke der großen Familie der katholisch-charismatischen Bewegung. Durch die Charismatische Bewegung haben viele Christen, Männer und Frauen, Junge und Alte, Pfingsten als lebendige und gegenwärtige Realität in ihrem täglichen Leben neu entdeckt. Ich ersehne, dass die Spiritualität von Pfingsten sich in der Kirche ausbreite, als neue Betonung des Gebetes, der Heiligkeit, der Gemeinschaft und der Verkündigung. In diesem Zusammenhang ermutige ich die Initiative, die "Brennender Dornbusch" heißt, die von der italienischen CE gefördert wird. Sie beinhaltet immerwährende Anbetung, Tag und Nacht, vor dem ausgesetzten Allerheiligsten. Sie ist eine Einladung an die Gläubigen, "zurück ins Obergemach" zu gehen, damit sie in der Betrachtung des eucharistischen Geheimnisses, für die volle Einheit der Christen und die Bekehrung der Sünder Fürbitte halten. Ich ersehne zutiefst, dass diese Initiative viele zur Wiederentdeckung der Geistesgaben führen möge, die ihre Quelle in Pfingsten haben.
[...] Ich wiederhole mit Nachdruck, was ich [1998] sagte: Die geistlichen Bewegungen und neuen Gemeinschaften sind die "Antwort der Vorsehung", "inspiriert vom Heiligen Geist", auf die Bedürfnisse der Neuevangelisierung, für die "reife christliche Persönlichkeiten" und "starke christliche Gemeinschaften" gebraucht werden.
Aus diesem Grund sage ich zu Euch: "Öffnet Euch mit Belehrbarkeit den Gaben des Heiligen Geistes! Empfangt mit Dankbarkeit und Gehorsam die Charismen, die der Heilige Geist nicht aufhört, zu schenken. Vergesst nicht, dass alle Charismen für das Wohl aller gegeben sind, für die ganze Kirche!"
"Veni, Sancte Spiritus!"


...und in ökumenischer Brüderlichkeit...
Auf der ganzen Welt häufen sich in den letzten Jahren Initiativen und Projekte, die Fürbitte und Gebet in den verschiedensten christlichen Konfessionen fördern sollen. Besonders in den aus der Reformation hervorgegangenen Gemeinden und Freikirchen wird der Ruf weltweit immer lauter, dem Gebet und der Fürbitte den Platz eizuräumen, der ihm gebührt. Es erscheinen unzählige Bücher, es entstehen Aktionen, Gruppen und Gemeinschaften, so dass man mittlerweile von einer "internationalen Gebetsbewegung" spricht. Auch für Katholiken inspirierend kann dabei der gerade in den letzten Jahren aufgebrochene Impuls sein, 24-Stunden-Gebetshäuser aufzubauen.


...zu unserer Berufung.
Seit Beginn der Charismatischen Erneuerung in Deutschland gab es auch Initiativen von und für Jugendliche. Doch erst in den späten 90er-Jahren sammelten sich die verschiedenen Gruppen und Gemeinschaften zu einer gemeinsamen Größe: der "Jugendarbeit der Charismatischen Erneuerung in der Kath. Kirche" (JCE). In den Jahren 2000-2005 wuchs diese Bewegung zahlenmäßig sehr stark, und viele Gruppen entstanden. In einzelnen JCE-Gruppen und unter der Leiterschaft der JCE wuchs nach und nach der Wunsch, eines Tages ein eigenes geistliches Zentrum und eine Jüngerschaftsschule zu haben. Gleichzeitig begannen einige JCE-Gruppen seit 2003, sich verstärkt für Fürbitte, Charismen und Gebet zu interessieren. Eine immer enger werdende Zusammenarbeit mit Kim Kollins führte dazu, dass aus den Reihen der JCE kühne Gebets- und Fürbittprojekte, sowie ein regelmäßig betendes Fürbitt-Team entstanden. In einer dieser Gruppen, die bereits 1996 gegründet war und sich seither sehr großen Wachstums erfreute (FCKW), entstand bereits 2003 die Vision eines Gebetshauses. Es war jedoch nicht vor 2005, dass dieser noch sehr vage Traum langsam anfing Gestalt anzunehmen.
Einer der Leiter der JCE, Johannes Hartl, hatte bereits seit 2003 vielfach mit Kim Kollins zusammengearbeitet. Als er während seines Doktorats in Theologie mit seiner Familie im Juni 2005 ein überkonfessionelles Gebetshaus in den USA besuchte, begann in ihm und seiner Frau eine konkrete Vorstellung davon zu wachsen, was auch in Deutschland möglich wäre - verbunden mit einem deutlichen Gefühl, die Führung Gottes in diese Richtung zu spüren. Wieder zurück in Deutschland, begannen sich Jugendliche und junge Erwachsene (hauptsächlich) aus der JCE um Jutta und Johannes und die noch sehr unkonkrete Vision von einem "Gebetshaus" zu scharen. Verschiedene Treffen, Gebetsnächte und gemeinsame Aktionen ließen die Zielvorstellung immer greifbarer werden. Jetzt, im Mai 2007, zählen sich ca. 40 junge Leute zu den Visionären des Gebetshauses. Nach einem langen Prozess des Betens und Wartens entschlossen wir uns, in Augsburg Hochzoll mit dem 24-Stunden-Gebet zu beginnen. Nachdem die ersten Gebetshaus-Pioniere dorthin gezogen sind, beginnen im Mai dort tägliche Gebetstreffen.

Seit September konnten Räumlichkeiten der Katholischen Pfarrgemeinde 12-Apostel benutzt werden. Die täglichen Gebetstreffen zogen immer mehr Menschen an, besonders der Donnerstag Abend mit Lehre wuchs bald auf 100 Besucher. Auch unsere erste Konferenz "MEHR", ein Vortragsabend mit Bruder Yun und ein "Tag am MEHR" waren mit 130, 250 bzw. 400 Besuchern überaus ermutigend. Am 7. Mai 2008 kam die Gebetshaus-Vision einen deutlichen Schritt weiter: wir konnten in unseren ersten eigenen Gebetsraum umziehen. Nach Umbauarbeiten ist der ehemalige Elektroladen in der Oytalstraße 25 nun ein gemütlicher, ästhetisch ansprechender Ort des Gebets. Im Sommer 2008 nehmen 15 Jugendliche und junge Erwachsene an der dreimonatigen Bibelschule "E1" teil, daraufhin steigt die Zahl der Mitarbeiter beträchtlich. Auch unsere jährlichen MEHR-Konferenz wachsen an Teilnehmerzahlen. Im Sommer 2010 nehmen 22 junge Leute an der "E1" teil, die wöchentliche Stundenzahl an Gebet im Gebetsraum steigt auf 100 und die MEHR 2011 wird von ca. 1000 Menschen (darunter ca. 100 Gäste aus dem europäischen Ausland) besucht.
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#2
Guest_barbara.f_*

Guest_barbara.f_*
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Was haben solche Beiträge hier zu suchen?
:shock: :shock: :shock:
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#3
Guest_Cornelia_*

Guest_Cornelia_*
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"Hurra! Es lebe die Katholische Kirche!"

Liebe Barbara, damit ist wieder einmal klar, was mit "der kleinen Herde" gemeint ist. Sicher nicht die Anhänger des Katholizismus.

Aber Du weißt so gut wie ich, dass diese "Kirche" die Basis für den Antichrist sein wird, und mit dem Impfen dieses Forums mit solchen Artikeln wird der Erfüllung der Endzeitlichen Prophetien Rechnung getragen, stimmt's?

Die Unterwanderung wird genial vorbereitet. Ökumene, Charismatik und Spiritismus passen doch hervorragend zusammen! Das ist doch schon an allen Enden zu spüren.

Ich wundere mich allerdings auch, dass wir uns hier von diesen Dingen belästigen lassen müssen, da es in diesem Forum doch um die Bekämpfung von Irrlehren geht!

@Rolf Wäre schön, von Dir dazu eine Stellungnahme zu bekommen.
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#4
Rolf

Rolf

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Ein Blick in unsere Forenphilosophie gibt Aufschluss.


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Die Forenleitung identifiziert sich nicht einfach mit jedem Beitrag. Wir wollen vielmehr ein realistisches Bild vom derzeitigen Zustand des "Leibes Christi" zeigen. Der ist zugegebenermaßen grauenvoll.

Das jemand Katholik ist und seine Überzeugungen hier veröffentlicht, ist kein Ausschließungsgrund. Wenn wir uns hier nicht zu jedem einzelnen Thema äußern, bedeutet das nicht zwangsläufig stillschweigende Zustimmung. Aber auch nicht automatische Ablehnung.

Dieses Forum beinhaltet u.a. das Angebot, sich mit unterschiedlichen religiösen Auffassungen auseinanderzusetzen. Das kann auch bedeuten, etwas richtig zu stellen, also den Kommentaren etwas entgegen zu setzen. Wir legen dabei allerdings Wert darauf, dass dies sachlich und respektvoll geschieht, und das wir uns nicht gegenseitig persönlich angreifen und herabsetzen, und dass auf der Grundlage der Bibel argumentiert wird. Auf dieser Grundlage muss dann jeder User auch Widerspruch aushalten.


Herzliche Grüße


rolf
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#5
Guest_Cornelia_*

Guest_Cornelia_*
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Lieber Rolf,

vielen Dank für Deine Stellungnahme!

Du hast Recht mit dem "grauenvollen Zustand des Leibes Christi"!

Hier wäre dann eine Diskussion angebracht: wer bildet den wahren Leib Christi? Wir wissen es, aber es halten sich fälschlicherweise doch sehr viele dafür. Satan ist mit seinen Lügen anerkanntermassen weit gekommen. Leider!

Doch der Herr hat es uns voraus gesagt! Wen wunderts also?
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#6
Rolf

Rolf

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In der Tat wäre das eine wichtige Auseinandersetzung. Aus meiner Sicht wäre dazu zunächst klarzustellen, dass der wahre Leib Christi nichts mit der Zugehörigkeit zu irgendeiner Denomination zu tun hat. Das entsheidet sich einzig daran, ob ich wirklich eine lebendige Beziehung zu Jesus Christus habe, die damit beginnt, dass ich mich als sündiger Mensch vor Gott erkannt habe, aufrichtig Busse getan und Vergebung meiner Schud bekommen habe.

Wenn das wirklich passiert ist, müsste ich Jesus den ersten Platz in meinem Leben eingeräumt haben und ihn Herr über mein Leben sein lassen. Ich würde mich nicht mehr auf das einlassen, was mir Menschen dazu erklären, vorschreiben oder einfordern, sondern immer und bei allem nach der Grundlage fragen, die allein in Gottes Wort bestehen kann.

Das wir in der Endzeit leben, wird doch daran deutlich, dass überall Bestrebungen im Gange sind die zum Ziel haben, die Christen immer weiter vom Wort Gottes zu entfernen und ihnen stattdessen alternanive Angebote aus Säkularwissenschaften wie Psychologie und Philosophie zu machen.

Die Verwässung biblicher Wahrheit und Existenz erkennt man besonders da, wo nicht mehr gefragt wird: "Was ist Wahrheit?" - sondern "Wie fühlst Du Dich?"

Ich habe noch keinen Menschen getroffen, der wahrhaftig Sündenerkenntnis bekam und sich dabei toll fühlte. Bei ehrlichen Bekehrungen habe ich erlebt, wie Menschen sich schämten und über ihre Sünde weinten. Durch Einführung einer sog. "christlichen Psychologie", die es aus meiner Sicht garnicht geben kann, weil die Psychologie und das Wort Gottes inkompatibel sind, scheint mir diese der zeitgeistig größte Schachzug zu sein, der Christen massiv in die Irre geführt hat.

Getreu dem Wort Gottes: "In der letzten Zeit werden viele vom Glauben abfallen..." weigert sich die Masse der Christenheit, überhaupt anzuerkennen, mit welchen satanischen Strukturen diese wahrlich biblische Prophetie sich gegenwärtig umsetzt.

Ich kenne allerdings Katholiken, die das erkannt haben.


Herzliche Grüße


Rolf
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#7
Guest_Cornelia_*

Guest_Cornelia_*
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DANKE!

Mein Mann ist z. B. so "einer", der vor 1,5 Jahren die Lüge des Katholizismus (hilfreich war das Buch von Wolfgang Bühne "Ich bin auch katholisch") erkannt hat und zum Lebendigen Glauben an Jesus Christus kam.

Und er war es auch, dem Gott dann die Lügen der Charismatik aufdeckte. Wir sind dem HERRN sehr dankbar, dass ER uns diese Gnade erwiesen hat! Umso mehr leiden wir heute für die Menschen, die noch in diesen Lehren verstrickt sind und die so sicher sind, dass das alles von Gott kommt. Aber wir müssen die Wahrheit sagen und nicht darum herum reden.

Leider realisiert sich hier das Wort, dass Gott denen, die nicht die Wahrheit suchen, sondern sich in Sonderlehren ergehen, kräftige Irrtümer sendet, damit sie der Lüge glauben!
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#8
1.Kor.1,30

1.Kor.1,30

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  • 849 Beiträge
Auch Benedikt VI. reiht sich da ein:

Paul VI., Johannes XXIII. und Johannes Paul II. werden zweifellos als die drei grossen Friedenspäpste in die Geschiochjte eingehen, Vorreiter einer folgenreichen Transzendenz der kath. Kirche in das New Age, das Neue Zeitalter
- Robert Mueller, ehemaliger stellvertretender UNO-Generalsekretär.- (NRI-Trumpet, 10/93)

In einer Zeit, in der die Wissenschaftler über die Ursache der Geburt des Universums debattieren, haben sowohl die Verehrung Marias als auch die damit verbundenen Konflikte aussergewöhnliche Ausmasse angenommen. Weltweit erfährt der Glaube an die Jungfrau eine Erweckung. Millionen von Verehrern scharen sich um ihre Heiligtümer, viele davon junge Leute. Noch bemerkenswerter ist die Anzahl der behaupteten Erscheinungen der Jungfrau in den letzten paar Jahren, von Jugoslawien bis Colorado.
- TIME - (30. 12. 1991)



Der Vatikan, Maria und die Neue Weltordnung



Das Nachrichtenmagazin Time berichtet, rund um die Welt habe es so viele Erscheinungen der „Jungfrau Maria“ gegeben, daß das „ausgehende 20. Jahrhundert zum Zeitalter der Marienwallfahrten“ zu den vielen Heiligtümern geworden ist, die man zum Gedächtnis an diese Erscheinungen errichtet hat. Allein in Frankreich gibt es 937 Marienheiligtümer. Von 1961 bis 1965 kam es im nordwestspanischen Dorf Garabandal zu etwa 2.000 Visionen, begleitet von okkulten Phänomenen und apokalyptischen Botschaften an die Welt. Im Jahre 1983 sahen Hunderte von palästinensischen Arabern „die Jungfrau Maria“ in der Nähe von Bethlehem. Sie ist in jedem Winkel der Welt erschienen:

Da gibt es noch Dozule ... und Kibeho in Ruanda ... Erscheinungen unserer Lieben Frau im japanischen Akita ... Erscheinungen in Chile, in Australien und in Polen ... in Kanada ... Kairo, Amsterdam, New York u.a.m.

Diese Erscheinungen haben Millionen Menschen zum Glauben an die Maria des Katholizismus geführt. Die Heiligtümer im französischen Lourdes ziehen alljährlich etwa 5,5 Millionen Pilger an; 5 Millionen kommen zur Schwarzen Madonna in Polen; Fatima in Portugal „zieht jährlich stets 4,5 Millionen Pilger aus immer mehr Ländern an“. Seitdem Johannes Paul II. das Marienheiligtum im irischen Knox besucht hat, „verdoppelte sich die Besucherzahl auf 1,5 Millionen Menschen pro Jahr. Um den Andrang zu bewältigen, eröffnete man 1986 einen neuen Flughafen in Knox.“ In Orlando in Florida ist kürzlich ein Heiligtum der „Maria, Königin des Universums“ eröffnet worden. Das Heiligtum Unserer Lieben Frau von Guadalupe bei Mexiko City „zieht jedes Jahr an die 20 Millionen Besucher an“

Rund um die Welt wird Marias wirksamer Schutz gefeiert. Unsere Liebe Frau von Lanka, der man zuschreibt, während des 2. Weltkriegs eine japanische Invasion verhindert zu haben, ist seit 1948 die Patronin von Sri Lanka. Unsere Liebe Frau von Copacabana ist „Patronin der bolivianischen Marine ... Unsere Liebe Frau von Coromoto Patronin von Venezuela“. Der polnische Präsident Lech Walesa pilgerte nach Fatima, wo er „Dankgebete für die Befreiung Polens darbrachte“. Johannes Paul II. glaubt, daß „Maria dem Kommunismus in ganz Europa ein Ende gemacht hat“. Moskaus Erzbischof Kondrusiewicz pilgerte im Jahre 1991 aus gleicher Überzeugung nach Fatima, worüber das sowjetische Nationalfernsehen zur besten Sendezeit berichtete. In Moskau soll in Kürze aus Dank für ihren Sieg über den Kommunismus ein Heiligtum „Unserer Lieben Frau von Fatima“ errichtet werden, die unmittelbar vor dem Fall der Berliner Mauer in der Sowjetunion erschienen war. Kondrusiewicz möchte, daß ihr Heiligtum zu einem immerwährenden Gedächtnis an diese große Eroberung wird.

Die Erscheinungen verkünden in übereinstimmender Weise die zukünftige Welteinheitsreligion des Antichristen: Alle Religionen sind im Grunde genommen gleich und müssen sich zusammentun, um Frieden zu erlangen. Maria bietet ein ökumenisches Evangelium an, das „von Katholiken, Protestanten, Muslimen und Juden angenommen“ werden kann und erklärt: „Jeder betet Gott auf seine eigene Weise an mit Frieden im Herzen.“ Das sagt Unsere Liebe Frau von Medjugorje im Süden von Bosnien-Herzegowina, wo die Visionäre behaupten, die Jungfrau sei in den letzten 13 Jahren täglich erschienen.

Erscheinungen und die offizielle katholische Lehre.


Die Marienerscheinungen würden wohl kaum so große Gefolgschaften anziehen, wenn die offiziellen Dogmen das nicht unterstützten. Den Katholiken wird beigebracht, zu Maria zu beten, und man verspricht ihnen, sie werde sie vor jeder Gefahr beschützen und jeden Wunsch gewähren. Der neue Katechismus der katholischen Kirche erklärt mit einem Zitat vom 2. Vatikanum: „Schon seit ältester Zeit wird die selige Jungfrau unter dem Titel der ‚Gottesgebärerin‘ verehrt, unter deren Schutz die Gläubigen in allen Gefahren und Nöten bittend Zuflucht nehmen.“ Hier haben wir offizielle katholische Lehre von oberster Stelle, die Maria eine Autorität und Macht zuschreibt, welche allein Gott zusteht!

In der ganzen Bibel gibt es nicht ein Gebet an Maria, nicht einen Fall, daß sie jemandem auf wunderbare Weise geholfen hätte, und auch keine Verheißung, daß sie das könnte oder täte. Von Mose bis zur Offenbarung wird Schutz und Hilfe allein bei Gott bzw. Christus gesucht, allein von Gott bzw. Christus verheißen und allein bei Gott bzw. Christus gefunden. Das belegen Hunderte von Versen, von denen die folgenden nur eine kleine Zusammenstellung sind:

Eine Zuflucht ist der Gott der Urzeit, und unter dir sind ewige Arme (5. Mose 33,27).
Gott ist unsere Zuflucht und Stärke, als Beistand in Nöten reichlich gefunden (Psalm 46,2).
Auf Gott ruht mein Heil ... der Fels meines Schutzes, meine Zuflucht ist in Gott (Psalm 62,Cool.
Ich sage zum HERRN: Meine Zuflucht ... mein Gott, ich vertraue auf ihn (Psalm 91,2).
Fürchte dich nicht ... ich helfe dir, spricht der HERR, und dein Erlöser ist der Heilige Israels (Jesaja 41,14).
Herr [Jesus], rette mich! (Matthäus 14,30).
Herr [Jesus], hilf mir! (Matthäus 15,25). Laßt uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade [Gottes], damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zur rechtzeitigen Hilfe! (Hebräer 4,16).

Der unendlich machtvolle und liebende Gott, und Christus (der eins ist mit dem Vater), haben über die Jahrhunderte alle, die auf ihn vertrauten - wie verheißen - beschützt. Weshalb sollte dann jemand Maria anrufen? Ist sie vielleicht mächtiger als Gott oder hat sie mehr Mitleid oder ist sie verläßlicher oder antwortet sie schneller? Obwohl es die meisten Katholiken abstreiten würden, hat „Maria“ in heimtückischer Weise die christliche Dreieinigkeit ersetzt. Dem Bildnis Unserer Lieben Frau von Guadalupe hat man während seiner letzten Reise durch die USA Wundertaten zugeschrieben. Die Ehrerbietungen, mit denen es in Mexiko empfangen wurde, sehen u.a. wie folgt aus:

Die öffentlichen Busse in den Außenbezirken von Mexiko City haben blumengeschmückte Gnadenbilder der Jungfrau auf ihren Armaturenbrettern, mexikanische Fabriken hängen vielfach Bilder der Jungfrau auf, um von schlechtem Benehmen abzuschrecken, und Zigtausende der alljährlichen Pilger der Basilika beenden ihre Reise rutschend auf ihren Knien.

Maria um Hilfe und Schutz anzuflehen bedeutet, daß sie Gott zumindest an Macht gleichkommt und vor Gott bzw. Christus bevorzugt wird. Das ist nicht die Maria der Bibel. Der Glaube an die Maria des Katholizismus, gefördert durch die Tausende von Erscheinungen, bereitet den Weg für eine Welteinheitsreligion, eine Neue Weltordnung und die Herrschaft des Antichristen.

Die einzigartige Rolle der erstaunlichen Maria


Die Frauen von heute setzen sich weltweit mehr durch, als jemals zuvor in der Geschichte. Entgegen der landläufigen Meinung, „stiften Frauen den meisten Familienkrach an und schlagen die Männer häufiger und heftiger als die Männer die Frauen“, und in lesbischen Beziehungen gibt es weit mehr Gewalt, als in Beziehungen zwischen Mann und Frau. (USA-Today,1994)
Frauen übernehmen das, was einst Aufgabe der Männer war, und auch in den höchsten Ebenen des leitenden Managements, der Politik und der Religion finden sie zunehmend Anerkennung. Gott allein kann Johannes vor 1900 Jahren eine Vision gegeben haben, die sich heute so genau erfüllt – eine Frau hat die Kontrolle.

Von den heutigen Entwicklungen her erscheint es unumgänglich, daß eine Frau das Tier reiten muß. Und von allen Frauen der Geschichte kann es keine mit der allmächtigen, allwissenden und allgegenwärtigen „Maria“ aufnehmen. Kann es vielleicht sein, daß sie als Vorbereitung auf ihre einzigartige Rolle in der Neuen Weltordnung auf dem Rücken des Tieres derzeit Millionen rund um die Welt in einem blendenden Machterweis erscheint? Das Drehbuch ist genial! Johannes Paul II. sagte:

Maria ... sollte alle begeistern, die in der apostolischen Mission der Kirche für die Wiedergeburt der Menschlichkeit mitwirken ... Die Kirche reist durch die Zeit ... auf dem Weg, den die Jungfrau Maria bereits vorgezeichnet hat.

Die ökumenische Macht dieser Maria liegt darin begründet, daß sie eine neue Gottheit darstellt, die für die Anhänger aller Religionen annehmbar ist – eine weibliche Gottheit im Gleichschritt mit dem Zeitgeist von heute. Selbst die Protestanten finden sie attraktiv. Bei einer Frauenkonferenz im November 1993 „sprachen über 2.000 Teilnehmerinnen ein Gebet zu ... einer weiblichen Gottheit ... [und] in einem der heiligen Kommunion nachempfundenen Ritual nahmen die Frauen zur Ehre der Gottheit Milch und Honig zu sich“. - Eine uns fernliegende New-Age Veranstaltung? Nein, „die meisten Teilnehmerinnen repräsentierten vornehmlich protestantische Denominationen ...“

Eine lutherische Pastorin „sagte stolz, daß der Name Jesus Christus nicht genannt wurde“ und andere Gemeindeleiter forderten die Anwesenden auf, „die patriarchale Vorstellung eines Vater-Gottes“ umzustürzen. Die koreanische Theologin Chung Hyun Kyung „drängte die Christen, eine ‚neue Dreifaltigkeit‘ aus buddhistischen, hinduistischen und philippinischen Göttinnen anzunehmen“. (Charisma, Mai 1994)

Der Katholizismus ist ein Sprung nach vorn. Seine „Maria“, eine für alle Religionen geeignete Göttin, wird bereits von einem Viertel der Weltbevölkerung angebetet. Außerdem hat sich ihre Tauglichkeit zur Beherrschung einer loyalen Menschenmasse jahrhundertelang auf nationaler Ebene erwiesen:

Maria war im Jahre 1037 die „erklärte Königin des ukrainischen Volkes“, und der hl. König Stephan hatte ihr etwa zur gleichen Zeit Ungarn geweiht. „Richard II. weihte im Jahre 1381 England feierlich als ‚ihre Mitgift‘ an Maria ...“ Frankreich wurde im Jahre 1638 auf Befehl Ludwigs XIII. an Maria geweiht, welcher sagte: „Wir weihen ihr insbesondere unsere Person, unseren Staat, unsere Krone und unsere Untertanen“; Polen im Jahre 1656 durch König Kasimir. Alle „südamerikanischen Kolonien Spaniens wurden Maria im Jahre 1643 durch eine ‚feierliche Einsegnung‘ unter dem Befehl König Philips IV. geweiht“, und 1664 geschah gleiches „für Portugal und alle seine Kolonien auf die Anregung König Johanns IV. hin ... Österreich im darauffolgenden Jahr“ usw. Im Jahre 1846 schrieben die Bischöfe von Amerika: „Wir ... stellen uns selbst samt allen, die unserem Amt vertrauen ... unter die besondere Schirmherrschaft der heiligen Mutter Gottes ...“ (Soul Magazine April 1993)

Maria und der Islam


Man kann sich leicht vorstellen, wie Buddhisten, Hinduisten, New-Ager und Liberale – wie auch Katholiken und Protestanten – sich zu einer Welteinheitsreligion vereinen, aber die Milliarde Muslime stellt ein besonderes Problem dar. Maria scheint jedoch eine Besonderheit zu sein, durch die selbst die Muslime zu einem universalen Glauben geführt werden können. Eine britische katholische Zeitung (The Tablet 1992) berichtet, daß „eine marianische Erweckung sich über ganz Afrika ausbreitet, begleitet von angeblichen Erscheinungen der Jungfrau Maria, die auch unter den Muslimen eine Gefolgschaft versammeln ...“Afrikanische Muslime sehen selbst Erscheinungen der Jungfrau Maria und „werden nicht aufgefordert, Christen zu werden“, um ihr folgen zu können. Die Zeitschrift Our Sunday Visitor weist auf die große Ehre hin, die Maria im Koran zuteil wird, und auf die verdächtigen Verbindungen zwischen ihr und Mohammeds Lieblingstochter Fatima.

Bischof Fulton J. Sheen schrieb ein interessantes Buch (Mary and the Moslems – The World`s First Love 1952), in dem er die Voraussage aufstellte, daß der Islam sich „durch die Aufforderung an die Muslime zur Verehrung der Mutter Gottes“ zum Christentum bekehrt. Er schreibt dazu:

„Der Koran ... enthält viele Abschnitte über die selige Jungfrau. Zunächst glaubt der Koran an ihre Unbefleckte Empfängnis wie auch an ihre Jungfrauengeburt ... Dann ist Maria für die Muslime die wahre Sayyida, oder Liebe Frau. Die einzige, die ihr möglicherweise und ernsthaft diese Stellung streitig machen könnte, ist Fatima, die eigene Tochter Mohammeds. Aber nach dem Tode Fatimas schrieb Mohammed: „Du sollst die gesegnetste aller Frauen im Paradiese sein, nach Maria.“

Sheen fährt fort und sagt, wie bemerkenswert es sei, daß „Unsere Liebe Frau die Weitsicht hatte, in dem portugiesischen Dörfchen namens Fatima zu erscheinen (das nach der Tochter Mohammeds während der muslimischen Besatzung benannt wurde) und so als Unsere Liebe Frau von Fatima bekannt wurde. Wenn in Afrika, Indien oder sonstwo eine Statue „Unserer Lieben Frau von Fatima“ durch muslimische Gebiete getragen wird, strömen die Muslime tatsächlich zu Hunderten herbei, um sie zu verehren.“ Innerhalb von zwei Tagen kamen im indischen Bombay schätzungsweise 500.000 zur Ehrerbietung dieses Abgottes herbei.

Maria und Johannes Paul II.


Niemand ist mehr von der Echtheit der Erscheinungen in Fatima überzeugt, als der gegenwärtige Papst. Und niemand zeigt auch eine größere Hingabe an Maria. Johannes Paul II., der „sich selbst und sein Pontifikat ganz Unserer Lieben Frau geweiht hat, trägt das M an seinen Gewandsärmeln, und sein persönlicher Wahlspruch lautet totus tuus sum Maria (Maria, ich bin ganz dein). Der Papst hat für seine besondere Hingabe ungewöhnliche persönliche Gründe. Der Mordversuch an ihm wurde am 13. Mai 1981 verübt, dem Jahrestag der ersten angeblichen Erscheinung der Jungfrau vom 13. Mai 1917 in Fatima. Während seiner Genesung sagte sie ihm in einer Vision, daß sie ihm sein Leben für eine bestimmte Aufgabe für den Friedensprozeß gerettet habe, die er zu erfüllen hätte.

Als Johannes Paul II. nach seiner Gesundung in den Vatikan zurückkehrte, betete er an den Gräbern seiner direkten Vorgänger und sagte: „Hier könnte nun ein weiteres Grab sein, aber die selige Jungfrau ... hat es anders gewollt.“ Voll Dank und Ehrerbietung fügte er hinzu: „Bei allem, was an jenem Tag geschah, fühlte ich die außerordentliche mütterliche Bewahrung und Fürsorge, die sich stärker als die tödlichen Kugeln erwies.“Wozu brauchst du also Gott, wenn du im Schutz Mariens stehst?

Der dankbare Papst unternahm am 13. Mai 1982 eine feierliche Wallfahrt nach Fatima, wo er vor der Statue Unserer Lieben Frau von Fatima betete. Tausende hörten ihn sprechen und die Welt an Maria weihen, so wie sie es gefordert hatte.“ Bei mindestens drei weiteren Gelegenheiten, am 16. Oktober 1983, am 25. März 1984 und am 8. Dezember 1985 ... weihte er die Welt an Unsere Liebe Frau“ (The Fatima Crusader, 1986) und nannte dabei insbesondere das russische Volk.Jetzt, da die Berliner Mauer gefallen ist und der Sowjetkommunismus sich in ganz Osteuropa aufgelöst hat, schreibt man darin Unserer Lieben Frau von Fatima die Erfüllung ihrer Verheißung zu, daß bei einer Weihe der Welt und Rußlands an ihr Unbeflecktes Herz durch die Päpste und Bischöfe, Rußland sich bekehren und Frieden sein wird!

Eine solche Aussage steht in vollem Gegensatz zu den klaren Lehren der Bibel, die „Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus“ (Römer 5,1) als bedingungsloses Geschenk der Gnade Gottes anbietet – einen Frieden, der „durch das Blut seines Kreuzes“ (Kolosser 1,20) gebracht worden ist. Durch den Glauben an das Evangelium kommt der Friede zu jedem einzelnen. Weltfriede kann nur dann aufgerichtet werden, wenn Christus wiederkehrt und, wie von den Propheten vorausgesagt, von Jerusalem aus seine Herrschaft antritt.

Doch die Maria des Katholizismus ist als die eine, durch die der Friede kommen soll, an die Stelle Christi getreten, und der jetzige Papst und seine Kirche unterstützen diese Irrlehre. Die heutige Welt (einschließlich derjenigen, die sich selbst Christen nennen) ist nur allzu bereit, eine Lösung für ihre Probleme anzunehmen, die Christus außen vor läßt. Daß die Frau auf dem Rücken des Tieres sitzt, scheint daraufhinzudeuten, daß diese Pseudomaria der Erscheinungen bei dem falschen Frieden, durch den der Antichrist „viele vernichten wird“ (Daniel 8,25), eine Schlüsselrolle spielt. Die Gestalt, die als Jungfrau von Fatima erschien und verkündete, daß der Herr „ihr den Frieden der Welt anvertraut hat“, bietet anstelle von Christus ihren eigenen Friedensplan an: Betet täglich den Rosenkranz, damit in der Welt Frieden wird ...

Ein verführerischer Geist.


Jeder Papst der vergangenen 60 Jahre hat Unsere Liebe Frau von Fatima verehrt. Die Weihe an ein mystisches „Unbeflecktes Herz“ ist an die Stelle der Hingabe an Christus getreten, und der Gehorsam zu „Unserer Lieben Frau“ bringt den Frieden.

Die Erscheinung ist gewiß nicht Maria! In Fatima sagte die Erscheinung, die für sich selbst die Autorität Christi beansprucht: Ich werde euch niemals im Stich lassen.
- Das ist die Verheißung Christi an seine Jünger, und sie setzt Allgegenwart voraus, eine allein Gott zustehende Eigenschaft.

Diese „Erscheinungen“ stehen eindeutig dem biblischen Evangelium der Errettung allein aus Gnade durch Glauben an das vollbrachte Opfer Christi entgegen und glorifizieren an seiner Stelle eine falsche Maria. Ein „verführerischer Geist“ (1. Timotheus 4,1) ist am Werk.

Der Jesus des Katholizismus: Maria untergeordnet

Den Erscheinungen schreibt man zu, daß sie die Menschen auf Jesus hinweisen, doch bei den Pilgern an den Marienwallfahrtsorten ist nur wenig von einer wirklichen Hingabe an Christus zu erkennen. Immer und immer wieder betet man den Rosenkranz, und ständig ist die Rede von Maria anstatt von Gott bzw. Christus. Ihr gilt die ganze Hingabe, und die Pilger sehen sich selbst als ihre Knechte an, die ihren Willen erfüllen.Außerdem ist der Jesus, der in den Erscheinungen vorgestellt wird, eine Fälschung und stets Maria untergeordnet . . .

Am 15. Februar 1926 erschien „das Jesuskind“ wieder und drängte die Katholiken, „diese Hingabe und Wiedergutmachung an das Unbefleckte Herz seiner heiligen Mutter zu verbreiten“. Dabei erklärte es, daß dem Unbefleckten Herzen Marias Wiedergutmachung geleistet werden müsse, damit die Menschheit gerettet wird!
Das ist wiederum Gotteslästerung der schlimmsten Art. Die wirkliche Mutter Jesu oder er selbst würden das niemals verlangen.

Christus ist kein Kind mehr und würde deshalb nicht mehr in dieser Gestalt erscheinen – und wozu sollte er das auch?
Als er für unsere Sünden starb, war er ein erwachsener Mann, und jetzt sitzt er mit einem verherrlichten Auferstehungsleib zur Rechten des Vaters. Die Vorstellung, Christus sei immer noch ein kleines Kind in Begleitung seiner Mutter, widerspricht allem logischen Denken, der Wirklichkeit und vor allem der Bibel.

Doch wer kein Problem mit dem Glauben daran hat, Millionen einzelner Hostien würden sich in den tatsächlichen stofflichen Leib Christi verwandeln, „ganz und völlig“, hat auch keine Schwierigkeit zu glauben, daß Christus als kleines Kind auf der Erde erscheint, obwohl er gleichzeitig als erwachsener Mann mit seinem Auferstehungsleib im Himmel ist.

Außerdem sagte der wirkliche Jesus nach seiner Auferstehung zu seinen Jüngern, daß „allen Nationen in seinem Namen Buße zur Vergebung der Sünden gepredigt werden“ sollte (Lukas 24,47).
Paulus sagte in seiner Predigt, daß „durch diesen [Jesus] euch Vergebung der Sünden verkündigt wird, und von allem, wovon ihr durch das Gesetz Moses nicht gerechtfertigt werden konntet, wird durch diesen jeder Glaubende gerechtfertigt“ Apostelgeschichte 13,38.39).

In der Bibel gibt es keinen Hinweis darauf, daß man Maria Wiedergutmachung wegen Sünden leisten müsse, und erst recht nicht darauf, daß dies „für die Rettung der Menschheit“ notwendig sei. Alle Erscheinungen präsentieren in dreister Weise ein falsches Evangelium der Errettung durch Maria und des üblichen sakramentalen Katholizismus des Fegefeuers, der Rituale und der Werke.Hier sehen wir ganz eindeutig das, wovor Paulus warnte und sagte, es geschehe in den letzten Tagen: „...manche werden vom Glauben abfallen, indem sie auf verführerische Geister und Lehren von Dämonen achten“ (1. Timotheus 4,1). Was diese Erscheinungen lehren, ist definitiv Lehre von Dämonen, die die Hinlänglichkeit von Christi Tod für unsere Sünden leugnen, seine Stellung als Herr über alles abstreiten und eine falsche Maria über ihn erheben.

Die Wiederbelebung der alten römischen Religion


Die weltweite Wiedererstehung des Römischen Reichs unter dem Antichristen wird offenbar von einer Wiederbelebung seiner Religion begleitet sein, die, wie wir gesehen haben, in einem Heidentum besteht, das unter einem dünnen Anstrich christlicher Terminologie überlebt hat. Es ist schließlich als römischer Katholizismus bekannt geworden. Statuen von Fruchtbarkeitsgöttinnen wurden in Maria umbenannt. Von den römischen Kaisern fertigte man Bildnisse an, und wer sich weigerte, sich vor diesen niederzuwerfen und den Kaiser als Gott anzubeten, wurde getötet. Als Nachfolger der römischen Kaiser ließen auch die Päpste all jene umbringen, die ihnen und ihrer Religion die Untertänigkeit verweigerten. Das ist unbestreitbare Geschichte, von der die Bibel sagt, daß sie sich unter dem Antichristen wiederholen wird:

[Es wurde befohlen] dem Tier [dem Antichristen] ... ein Bild zu machen ... [und] das Bild des Tieres ...bewirkte, daß alle getötet wurden, die das Bild des Tieres nicht anbeteten (Offenbarung 13,14.15).

Der Antichrist wird nicht ein Papst sein, jedoch wird ein Papst seine rechte Hand sein, Offenbarung 19,20 und 20,10. Wenn der Papst zur Zeit irgendwo auftritt, kann man jedoch eine ihm entgegengebrachte Verehrung beobachten, die der gleichkommt, die die Welt dem Antichristen zollen wird, wenn sie ihn als Gott anbetet. Erschreckend aufschlussreich ist folgender Bericht vom Weltjugendtag in Denver 1993:

„In seiner weißen Tracht besteigt Johannes Paul II. die Stufen zu seinem Stuhl, einem thronartigen Gebilde aus Eichenholz. Noch einmal winkt er den stehenden Pilgern zu, dann steigt er hinauf und setzt sich ... Die Musik spielt sanft weiter, als ein Jugendlicher vom Internationalen Jugendforum von der Vorbühne verliest:„Ich sah eine große Volksmenge, die niemand zählen konnte, aus jeder Nation und aus Stämmen und Völkern und Sprachen vor dem Thron und vor dem Lamm stehen, bekleidet mit weißen Gewändern und Palmen in ihren Händen. Und sie rufen mit lauter Stimme und sagen: Das Heil unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm!“

Die Bedeutung dieser besonderen Schriftstelle in diesem Zusammenhang ... schlug bei den Protestanten Alarm und versetzte sie in Furcht und Schrecken. Die Verse stammen aus Offenbarung 7,9-10 und stellen den Blick auf Christus und seinen Thron im Himmel dar. „Die große Volksmenge, die niemand zählen konnte“ ist die wahre Kirche, die Gemeinde, die Braut ... Im Cherry Park sitzt jedoch der Papst auf einem Thron vor Jugendlichen aus vielen Nationen und Sprachen. Sie jubeln ihm zu, als diese Schriftstelle vorgelesen wird.
Gibt der Papst sich einschmeichelnd als Christus auf seinem Thron und die Jugendlichen zu seinen Füßen als seine Schafe aus ...?
... Die Arroganz ist überwältigend, obgleich Johannes Paul einen demütigen Eindruck vermittelt. Wer sich mit der Bibel nicht auskennt und auch die Bedeutung der polnischen Hymne nicht kennt, sieht und merkt nichts von dieser Arroganz. Er sieht und fühlt Liebe...
Papst Johannes Paul II. hat offenbar einen Geist von gewaltiger verführerischer Kraft ... Er läßt sich Abba/Vater nennen und sitzt dabei in weißen Gewändern auf einem Thron ... In ihren nationalen Trachten gekleidete Jugendliche, die jeden Kontinent repräsentieren, kommen mit ihren Nationalflaggen nach vorn. Sie betreten die Mittelstufen und plazieren ihre Flaggen auf dem Podium, buchstäblich zu den Füßen Johannes Pauls. (Hayes, Trumpet, 1993)

Das alte Spiel beginnt von vorn


Die heidnischen Römer, die den Kaiser anbeteten, waren geistig nicht eingeschränkt. Sie hatten viele Götter und tolerierten ein breites Glaubensspektrum. Die Christen verfolgte man nicht aufgrund ihres Glaubens an Jesus Christus, sondern weil sie an ihn allein glaubten und neben dem Gott der Bibel keine anderen Götter akzeptierten. Der Katholizismus toleriert in ähnlicher Weise jede Religion und gestattet seinen Mitgliedern, von Yoga bis Voodoo alles zu praktizieren, solange sie nur in der Kirche bleiben. Sowohl die öffentliche Meinung als auch die Gesetzgebung unterstützen die gleiche Haltung.

In Kanada und den Vereinigten Staaten (und anderswo) stellt man „Haßgesetze“ auf, die Äußerungen, jemand läge mit seiner Religion oder seinen Moralvorstellungen falsch, zu einem Verbrechen erklären. So wird es auch wohl bald gesetzeswidrig sein, wenn man sagt, Homosexualität sei Sünde oder irgendeine Religion sei falsch. Der von den USA und vielen anderen Ländern unterzeichnete „Völkermord-Vertrag“ (ist noch nicht in Kraft getreten,) macht es bereits zu einem Verbrechen, zu jemanden zu sagen, sein religiöser Glaube sei falsch, und zu versuchen, andere zu dem zu bekehren, was man selbst als die Wahrheit ansieht.

Komischerweise behauptet der römische Katholizismus einerseits, er sei die eine wahre Kirche, während er andererseits, wie wir gesehen haben, gleichzeitig allen Religionen beipflichtet. Auch in diesem Punkt weist sich der Vatikan in einzigartiger Weise als die Frau auf dem Tier aus Offenbarung 17 aus.Wir haben Johannes Pauls II. Gutheißung aller Religionen gesehen, wie auch seine Behauptung, alle Götter seien dasselbe, während er gleichzeitig die fundamentalistischen Christen verurteilt. Sein Freund und Bewunderer, der Fernsehevangelist Robert Schuller, stellt aus angeblich evangelikaler Sicht ähnliche Ideen vor: Die Weise, auf die man „die gute Religion von der schlechten unterscheidet“, habe man zu prüfen, ob sie „positiv“ ist. Schuller fordert die „religiösen Führungspersönlichkeiten auf ... in einem massiven, vereinten Bestreben aller Religionsführer ... ungeachtet ihrer Theologie ... ihren Glauben in positiven Begriffen auszudrücken ... um die positive Macht von Weltgemeinschafts-aufbauenden religiösen Werten zu proklamieren“.

„Weltgemeinschafts-aufbauende religiöse Werte“, die für alle Religionen akzeptabel sind? Der Antichrist persönlich könnte diese zweideutige Redeweise nicht besser bringen! Doch Schuller wird von führenden Evangelikalen empfohlen und erfreut sich jeden Sonntagmorgen des größten Publikums von allen Fernsehevangelisten. Schullers freundschaftliches Verhältnis zum Katholizismus und sein Eintreten für das „Heimkommen“ der Protestanten haben wir bereits ausführlich dargelegt.

Die bevorstehende Welteinheitsreligion wird auf eine heimtückische, nicht offensichtliche Weise eine antichristliche sein. Sie wird sich, wie Hitlers Nationalsozialismus, als positives Christentum ausgeben und für die ganze Welt unwiderstehlich attraktiv sein. Wie so vieles von dem, was wir bereits jetzt selbst in evangelikalen Kreisen finden, wird sie eine Verdrehung des Christentums in Christi Namen darstellen.
Die Marienerscheinungen und die anerkannteste katholische Evangelistin, Mutter Theresa von Kalkutta, fordern beide in gleicher Weise zur Annahme aller Religionen auf. Dabei wagt niemand, Mutter Theresa zu kritisieren, weil sie für ihren herausragenden selbstaufopfernden Dienst der Nächstenliebe bekannt ist. Der weltweite Ruhm Mutter Theresas von Kalkutta hat dem Katholizismus zu Anerkennung auch bei den Protestanten verholfen, die ihr aufopferungsvolles Leben der Nächstenliebe zurecht bewundern.

Der Vatikan und die Neue Weltordnung

Die neue Welteinheitsreligion wird alle Glaubensrichtungen gleicherweise tolerieren, sofern sie nur bereit sind, sich in der wohltätigen Rettung der Menschheit miteinander zu vereinen. Christen, die nicht zu Kompromissen bereit sind, wird man töten, weil sie der Einheit und dem Frieden im Wege stehen.Von Rom bis Washington sprechen die geopolitischen Analytiker von einer „neuen Allianz“ zwischen der größten Militärmacht der Welt, der USA, und dem größten geistlichen Führer der Welt, dem Papst.

Diese Allianz wird schon bald zwischen dem Weltherrscher und dem Vatikan bestehen. Die Frau wird in der Tat das Tier reiten und steuern, so wesentlich wird ihre Rolle sein. Der Antichrist wird sich darüber im klaren sein, daß ohne religiösen Frieden kein politischer Frieden herrschen kann. Es kann kein globaler Friede sein, bis nicht alle Religionen bereit sind, sich einander als Partner in der Zusammenarbeit auf globale Ziele hin anzunehmen – und aus den von uns dargelegten Gründen wird der Papst für die Aufrichtung der totalen Ökumene unabkömmlich sein.Robert Müller, Katholik, ehemaliger stellvertretender UNO-Generalsekretär und Direktor der Friedensuniversität, sagte: „Was wir brauchen, ist eine Welt- oder kosmische Spiritualität ... Ich hoffe darauf, daß sich die Religionsführer zusammentun und die kosmischen Gesetze definieren, die in allen Religionen gleichermaßen enthalten sind ...“ Wenn sich die religiösen und politischen Führer schließlich zur Verwirklichung der gleichen Ziele vereinen, dann ist das Reich des Antichristen gekommen. Diese Situation bestand (in unvollkommener Einheit) in der Vergangenheit bereits über 1000 Jahre lang unter der Vorherrschaft des Vatikans. Und so wird es auch wieder sein, dieses Mal jedoch mit der schrecklichen totalen Kontrolle, die nur durch die heutigen Computer und Spionagesatelliten durchführbar ist.

Eine ernstliche Warnung vom Himmel


Wie können Religionsführer und ihre Anhänger einen solchen Totalitarismus tolerieren? Sehen wir uns als Beispiel einmal die 266 Mitglieder umfassende Delegation von Amerikas Nationalrat der Kirchen (NCC) an, die im Juni 1984 die Sowjetunion besuchte. Sie bereiste 14 Städte und besuchte zahlreiche staatlich genehmigte Kirchen. Die New York Times berichtete, daß die NCC-Delegation „die Stellung der Religion in der Sowjetunion lobte und die Rolle der Vereinigten Staaten beim Wettrüsten verurteilte ... und Verwirrung darüber zum Ausdruck brachte, daß die Harmonie ihres Besuchs durch zwei Demonstranten getrübt wurde, die während eines baptistischen Gottesdienstes Religionsfreiheit forderten und ein Spruchband hochhielten: ‚Das ist keine freie Kirche‘. Der Leiter der NCC-Delegation, Bruce Rigdon vom theologischen Seminar McCormick in Chicago, „drückte seine Mißbilligung des Protests und seine Bewunderung für die Sowjetbeamten aus, die den Aufruhr unterbanden“.

Im spanischen Santiago de Compostela hielt die Konferenz Weltweiter Christlicher Gemeinschaften (WCC) vom 4. – 13. August 1993 ihre 5. Weltkonferenz für Glauben und Kirchenverfassung. Die römisch-katholische Kirche war zum allerersten Mal offizielle und volle Teilnehmerin an einem WCC-Treffen. Das Ziel, das die Teilnehmer anstrebten, ist eine Weltkirche – und nicht eine Weltkirche, die durch Glauben vereint ist, als vielmehr eine, die sichtbar in den Augen der ganzen Welt vereint ist. Die Abgeordneten einigten sich auf die Aussage:

Es gibt keinen Weg zurück ... von der alleinigen ökumenischen Bewegung, die die Belange der Einheit der Kirche und die Belange bezüglich ... der Probleme der Welt in sich vereint.

Diese bedeutsame Erklärung erkennt an, daß die Weltkirche in Zusammenarbeit mit der Weltregierung operieren muß. Der Moderator des WCC-Zentralkomitees, Aram Keshishian, erklärte in seiner Ansprache, daß die WCC „ihren Kurs bezüglich Lehrfragen mehr auf die soziale Ethik hinsteuern muß ... Glaube und Ordnung können bei dem Streben nach Einheit der Kirche nicht über die sozio-politische und wirtschaftliche Dimension hinwegsehen ... Jeder Zwiespalt zwischen christlichem Glauben und politischen Belangen, zwischen der Einheit der Kirche und dem Kampf um Gerechtigkeit, stellt eine ökumenische Häresie dar.“Das Ziel wird verwirklicht werden. Die Vernunftehe zwischen dem Antichristen und der falschen Weltkirche wird jedoch nicht unbegrenzt andauern. Wenn die Flitterwochen vorüber sind, wird der Antichrist sein wahres Gesicht zeigen und die „Hure“ vernichten (Offenbarung 17,16) und somit Gottes Willen in diesem Prozeß bewirken (Vers 17).
Eine der schärfsten Anklagen, die Gott gegen die Frau auf dem Tier erhebt, ist die, daß sie nicht allein mit „Ware von Gold und Silber und Edelgestein“ gehandelt hat, sondern auch mit „Leibeigenen und Menschenseelen“ (Offenbarung 18,12.13).

In der Zwischenzeit ergeht eine „Stimme aus dem Himmel“, die mit erschreckendem Tonfall ruft:

Geht aus ihr hinaus, mein Volk, damit ihr nicht an ihren Sünden teilhabt und damit ihr nicht von ihren Plagen empfangt! Denn ihre Sünden sind aufgehäuft bis zum Himmel, und Gott hat ihrer Ungerechtigkeit gedacht… Darum werden ihre Plagen an einem Tag kommen: Tod und Trauer und Hunger, und mit Feuer wird sie verbrannt werden; denn stark ist der Herr, Gott, der sie gerichtet hat (Offenbarung 18,4-Cool.

Mögen all jene, die Christus und sein Evangelium lieben, in Mitleid und wahrer Einheit zusammenfinden, um so viele wie möglich vor diesem harten Gericht zu retten.


aus: www.horst-koch.de
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#9
Guest_Matthes_*

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Mein Beitrag hieß aber Gebet in der katholischen Kirche. Die letzten Beiträge passen thematisch nicht ganz dazu. Der Beitrag von 09.59 Uhr von Dir, Rolf, hat mir allerdings sehr gefallen. Er ist ja auch allgemeingültig. Im übrigen empfehle ich die Lektüre des ersten Artikels.

Die Ausführungen zu Maris sind schon interessant.
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#10
Guest_Matthes_*

Guest_Matthes_*
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Ist der Beitrag über Maria nicht ein Kapitel aus Dave Hunt, Die Frau und das Tier? Verfasserangabe?
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#11
Guest_Matthes_*

Guest_Matthes_*
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Ich habe eben Abschnitt für Abschnitt verglichen: Das ist das 27. Kapitel des Buches 'Die Frau und das Tier' von Dave Hunt.

Sicherlich ist das bedenkenswert. Und sicherlich ist die katholische Lehre nicht ganz korrekt wieder gegeben. Und sicherlich gibt es in der katholischen Kirche auch andere Aspekte als die von Hunt genannten. LG, Matthes.
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#12
Guest_Cornelia_*

Guest_Cornelia_*
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Und das macht Dich nicht stutzig???
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#13
Guest_Matthes_*

Guest_Matthes_*
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Was? Dass das das 27. Kapitel ... ist? Oder dass die katholische Lehre nicht korrekt wieder gegeben wird? Oder dass es auch andere Aspekte gibt? Du meinst bestimmt, ob mich dass 27. Kapitel stutzig macht. Ich möchte lernen, komplexe Sachverhalte als das zu behandeln, was sie sind und sie angemessen zu würdigen. In allen Bereichen der Gesellschaft macht man das, ob in der Wissenschaft oder in der Politik oder ... Die römisch-katholische Kirche mit ihrer Geschichte und Theologie und mit ihren Praktiken und mit allen anderen Aspekten ist ohne Frage ein komplexer Sachverhalt. LG, Matthes.
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#14
1.Kor.1,30

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Kanonische Bücher der Bibel

Wir haben bis jetzt die Überlieferung des Textes, sowohl des Alten als auch des Neuen Testaments verfolgt und gesehen, welch ein wunderbares Buch wir in die Hand bekommen haben. Wir glauben, dass es Gott selber war, der über sein Wort wachte, und der uns auf einzigartige Weise (die in der klassischen Literatur ohnegleichen ist) über einen Zeitraum von 3400 Jahren (und vielleicht noch viel länger) sein Wort bewahrt hat. Er gab uns eine Bibel, die bis auf wenige Kleinigkeiten noch genauso aussieht wie in der Zeit, in der sie verfasst wurde. Wie wichtig es ist, einzusehen, dass die Bibel ein göttliches Buch ist, das durch die Inspiration Gottes entstanden ist und durch seine Vorsehung überliefert wurde, zeigt sich an den zwei Fragen, die wir jetzt behandeln wollen. Wenn die Bibel ein von Gott inspiriertes Buch ist, müssen wir ja nicht nur auf die Art der Überlieferung achthaben, sondern auch auf die Frage, was die Bibelbücher eigentlich von anderen religiösen, aber nicht von Gott inspirierten Büchern unterscheidet. Mit anderen Worten: welche Bücher gehören zur Bibel und welche nicht? Wer bestimmt das? Auf Grund welcher Tatsachen? Was sagt uns die Geschichte dazu? Wir beantworten diese Frage in zwei Phasen:

1. Wir wollen in diesem Kapitel zeigen, dass bestimmte Bücher für kanonisch (= zur Bibel gehörend) erklärt wurden, weil sie göttliche Autorität haben.
2. Wir wollen zeigen, dass bestimmte Bücher göttliche Autorität haben, weil sie sich als von Gott inspiriert herausstellten. Diese drei Ausdrücke muss man auseinander halten. Bestimmte Bücher haben nicht deshalb göttliche Autorität, weil sie in der Bibel enthalten sind, sondern wurden vielmehr in die Bibel aufgenommen, weil sie göttliche Autorität haben. Sie sind kanonisch, weil sie autoritativ sind, und nicht umgekehrt.

Was bedeutet „kanonisch"?

Lassen Sie uns erst herausfinden, was kanonisch ist und anschließend, was die Kennzeichen kanonischer Bücher sind. Das Wort Kanon erreichte uns über die lateinische Vulgata aus dem Griechischen, das es wiederum dem hebräischen Wort qaneh = „Rohr" entliehen hat. Ein Rohr wurde als „Meßrohr" (vgl. Hesekiel 40,3) gebraucht, dadurch bekam das Wort auch die Bedeutung von Maßstab, Standard, Regel. In dieser Bedeutung fand das Wort auch im Neuen Testament Verwendung (u.a. Galater 6,16) und wurde anfänglich auch so von den Kirchenvätern gebraucht. Origenes (184-254) sprach von den Schriften als Kanon im Sinne von „Prinzipien für Glauben und Leben". Erst zur Zeit Athanasius' (296-373) fing man an, das Wort in der gleichen Bedeutung wie heute zu gebrauchen, nämlich als "Liste von Büchern, die göttliche Autorität besitzen". Man muss diese Bedeutungen, obwohl sie nah beieinander liegen, dennoch voneinander unterscheiden. In der aktiven Bedeutung ist ein Buch deshalb kanonisch, weil es ein autoritativer (d.h. mit Autorität ausgestatteter, maßgebender „Maßstab" für das Glaubensleben ist; in der passiven Bedeutung ist ein Buch deshalb kanonisch, weil es dem „Maßstab", der bestimmt, ob ein Buch inspiriert und damit autoritativ ist, Genüge tut. Es ist aber erkennbar, dass diese Bedeutungen sehr eng miteinander verbunden sind, denn nur inspirierte Bücher haben göttliche Autorität über Glauben und Leben.

Was sind denn nun die genauen Maßstäbe, denen Schriften in der Vergangenheit entsprechen mussten, um als „kanonisch" zu gelten und in die Bibel aufgenommen zu werden? Doch nicht schon der, dass ein israelisches Buch (wie Eichhorn 1780 behauptete) sehr alt war? Auf der einen Seite wurden sehr alte Bücher, wie z.B. „Das Buch der Redlichen" (s. Josua 10,13) und „Das Buch von den Kriegen des Herrn" (s. Mose 21,14) nicht in den Kanon aufgenommen. Auf der anderen Seite haben wir schon gezeigt, dass Bücher normalerweise sofort („im jungen Alter") in den Kanon aufgenommen wurden. Es kann auch nicht sein, dass (wie Hitzig um 1850 behauptete) die „geweihte" hebräische Sprache bestimmte, ob ein Buch kanonisch war oder nicht. Das erkennen wir daran, dass einerseits manche alten Schriften im „geweihten" Hebräisch nicht ohne weiteres von jedermann als kanonisch angesehen wurden und andererseits aramäisch geschriebene Teile zum Kanon der alttestamentlichen Bücher gezählt wurden, nämlich Esra 4,8-6,18; 7,12-26; Jeremia 10,11 und Daniel 2,4b-7,28. Auch die Auffassung, die Übereinstimmung mit der Thora wäre dafür entscheidend, ob ein Buch kanonisch sei (behauptete Wildeboer 1895), ist unzureichend. Natürlich stimmen alle Bücher des Alten Testaments mit der Thora überein, aber auf der einen Seite gibt es viele andere Bücher, die zwar mit ihr übereinstimmen, aber doch nicht kanonisch sind, und auf der anderen Seite verschweigt diese Auffassung, weshalb die Thora selber kanonisch ist.

Alle diese Behauptungen bieten aber leider keinen absoluten Maßstab. Dieser Maßstab kann nur sein, dass allein die Bücher, die von Gott inspiriert und so mit göttlicher Autorität versehen wurden, kanonisch sind. Weder die Menschen noch die Führer des Juden- oder Christentums haben den Büchern der Bibel offiziell Autorität verliehen - sie konnten nur erkennen, welche Bücher diese Autorität offensichtlich schon besaßen. Niemals haben irgendwelche Führer in der Vergangenheit, auf welchem Konzil auch immer, „bestimmt" oder „festgestellt", welche Bücher in den Kanon aufgenommen werden müssten und welche nicht. Sie konnten höchstens offiziell feststellen, welche Bücher auf Grund ihrer göttlichen Autorität offensichtlich zum Kanon der Bibel gehörten. Nochmals: Kein einziges Buch ist deshalb „maßgebend" (kanonisch), weil es irgendwann einmal von Menschen in den Kanon aufgenommen wurde - das wäre eine Verknüpfung der beiden Aspekte des Begriffs „Kanon" (s. oben). Ein Buch ist nur dann maßgebend, wenn es deutlich von Gott mit Autorität versehen ist, das heißt von Gott inspiriert ist. Das einzige, was den Menschen von Gottes Vorsehung überlassen wurde, war, solche göttlich autoritativen Bücher als solche zu erkennen. Diesen Prozess der Festlegung, welche Bücher offensichtlich von Gott kamen und welche nicht, wollen wir nun kurz durch die Jahrhunderte verfolgen. Aber als erstes müssen wir sorgfältig die Kriterien aufzeigen und erklären, nach denen ein Buch als kanonisch anerkannt werden konnte.
Das prophetische Kriterium

Das wichtigste Kriterium war zweifellos der prophetische bzw. apostolische Charakter eines Buches. Wenn jemand ein anerkannter Prophet Gottes war, war es für jedermann klar, dass seine Schriften nicht dem Willen eines Menschen entsprungen waren, sondern der Eingebung des Heiligen Geistes (2. Petrus 1,20 + 21). Gott redete zu den Vätern durch die Propheten (Hebräer 1,1). Und wenn ein Buch durch einen Apostel Jesu Christi geschrieben wurde, dann musste es als kanonisch angenommen werden (vgl. Galater 1,1 + 8 f. + 11 f.). Einerseits ist kein Fall bekannt, wo ein wirklich prophetisches oder apostolisches Buch als nicht-kanonisch verworfen wurde, andererseits wurden Bücher, die dieses Kennzeichen nicht hatten, von den Gläubigen sofort verworfen (2. Thess. 2,2; vgl. auch 1. Johannes 2,18 f.: 4,1-3; 2. Korinther 11,13).

Wir finden also im Grunde im Alten Testament ausschließlich prophetische Bücher: erst die 5 Bücher Moses, der ein Prophet war (5. Mose 18,15+18), dann die Bücher der frühen und späteren Propheten (vermutlich von Josua, Samuel, Jeremia und Esra geschrieben, weiter von Jesaja, Jeremia, Hesekiel und 12 „kleineren Propheten": siehe Kapitel 3), und schließlich die Gruppe der „Schriften", die aber genauso prophetisch sind, wenn sie auch nicht immer von Männern, die von „Beruf Prophet waren, geschrieben wurden (z.B. die Könige David und Salomo und der politische Funktionär Daniel). Der prophetische Charakter dieser Schriften wird daran erkennbar, dass die älteste Einteilung des Alten Testaments nicht dreiteilig (Gesetz, Propheten, Schriften), sondern zweiteilig war. Während und nach der Gefangenschaft sprach man von „dem Gesetz (des Mose)" und „den Propheten" (Daniel 9,2 + 6 + 11; Sacharja 7,12; Nehemia 9,14 + 29 f.), und so finden wir es auch fast immer im Neuen Testament (Matthäus 5,17 f; 22,40; Lukas 16,16 + 29 + 31; 24,27; Apostelgeschichte 13,15; 24,14; 26,22). Das Alte Testament besteht also ausschließlich aus Büchern, die von Männern mit prophetischer Berufung und Begabung (und darum von Gott getrieben) geschrieben wurden. Auch die Bücher des Neuen Testaments wurden von Männern mit spezieller Berufung und Begabung geschrieben, nämlich zuerst und vor allen Dingen von den Aposteln. Von den acht neutestamentlichen Verfassern gehörten drei (Matthäus, Johannes und Petrus) zu den zwölf Jüngern (oder Aposteln) des Herrn Jesus (Lukas 6,13-15). Paulus war der große Apostel der Heiden, der neben den Zwölfen von Christus berufen wurde (siehe z.B. Römer 1,5; 2. Tim. 1,11). Der Briefschreiber Jakobus, der Bruder von Jesus, war nach Galater 1,19 auch als Apostel bekannt: manche meinen sogar, er sei identisch mit Jakobus, dem Sohn des Alphäus, also auch einer von den Zwölfen. Der Briefschreiber Judas war ein Bruder des Jakobus. Manche meinen, dass er der in Lukas 6,16 genannte Apostel Judas ist. Auf jeden Fall gehört er zum Kreis der Apostel (vgl. Apostelgeschichte 15,27). Dasselbe galt für die Evangelisten Markus und Lukas; obwohl sie nicht Apostel genannt wurden, waren sie enge Freunde und Mitarbeiter der Apostel: Markus der des Apostels Petrus (vgl. 1. Petrus 5,13) und Paulus (2.Tim. 4,11; Philemon 24); Lukas der des Paulus (dieselben Verse). Eine nur apostolische Verfasserschaft war sowieso nicht ausschlaggebend für den kanonischen Charakter eines Buches: die christliche Kirche ist auf dem Fundament der Apostel und (neutestamentlichen) Propheten gebaut (Epheser 2,20; vgl. 3,5). Also haben Männer, die zwar keine Apostel waren, aber doch eine prophetische Berufung hatten, das Fundament mitgebaut. Ihre Bücher haben demnach zwar keinen apostolischen Verfasser, wohl aber apostolische Autorität und Zustimmung. Gerade wegen dieses notwendigen prophetischen Charakters eines Bibelbuches wurde der zweite Petrusbrief lange Zeit nur zögernd als kanonisch angesehen. Erst als die Kirchenväter davon überzeugt waren, dass er keine Fälschung, sondern wirklich von Petrus geschrieben war (vgl. 2 Petrus 1,1), erhielt er seinen festen Platz im neutestamentlichen Kanon.
Das Kriterium der Autorität

Manchmal war die Berufung eines Propheten nicht sofort deutlich zu erkennen, oder man war sich nicht sicher, wer der Verfasser eines Buches war, wie z.B. bei dem Brief an die Hebräer. In diesem Fall spielte ein zweites Kriterium eine große Rolle, nämlich die göttliche Autorität eines Buches. Jedes Buch der Bibel redet in autoritärem Ton und direkt im Namen Gottes; oft sogar mit einem ausdrücklichen: „So spricht der Herr", oder „Das Wort des Herrn geschah zu mir", oder „Der Herr sprach zu mir". In den historischen Büchern finden wir autoritative Aussagen über das Handeln Gottes, in den Lehrbüchern finden wir solche über das, was Gläubige tun sollten. Die neutestamentlichen Bücher sind zwar deutlich von apostolischer Autorität, aber letztlich gibt es nur eine absolute Autoritätsinstanz, nämlich Gott selber. Die Apostel und Propheten üben nur die Autorität ihres Herrn aus (vgl. 1. Korinther 14,37; Galater 1,1 + 12). Es ist nicht immer ganz leicht, die wirklich göttliche Autorität zu erkennen. Manche apokryphen Bücher erheben den Anspruch auch autoritativ zu sein, aber das ist kein so absolutes Kriterium wie der prophetische Charakter eines Buches. Darum wurden manche Bücher, die behaupteten, göttliche Autorität zu besitzen, aus anderen Gründen doch verworfen. Bei anderen Büchern war es genau umgekehrt: es war nicht sofort klar, dass sie mit göttlicher Autorität sprachen. Ein Beispiel dafür ist das Buch Esther, in dem der Name Gottes überhaupt nicht einmal vorkommt. Erst als allgemein deutlich wurde, dass Gottes bewahrendes Handeln mit seinem Volk und damit seine Pläne und sein Vorhaben mit ihm sehr deutlich in diesem Buch zum Ausdruck kamen, erhielt es seinen Platz im alttestamentlichen Kanon.

Die Tatsache, dass bei bestimmten Büchern gezögert wurde, braucht uns nicht zu beunruhigen, weist es doch darauf hin, dass man mit Gottes Wort nicht oberflächlich, sondern gerade mit Sorgfalt und Unterscheidungsvermögen zu Werke ging. War man nicht von der göttlichen Autorität eines Buches überzeugt, wurde es verworfen. Gott gab seinem Volk zu dieser Aufgabe besondere Vollmacht. Die gottesfürchtigen Juden und Christen waren gewiss nicht immer brillante Persönlichkeiten, waren aber wohl in der Lage, die göttliche Autorität einer Schrift zu erkennen, wenn sie darin vorhanden war. Als Christus die Pharisäer fragte, ob Johannes der Täufer auf Grund menschlicher oder göttlicher Autorität taufte, und sie antworteten, sie wüssten es nicht, wollte Er ihnen auch nicht sagen, auf Grund welcher Autorität Er handelte. Mit anderen Worten, wenn Menschen die göttliche Autorität, die ihnen begegnet, nicht erkennen, wird auch kein anderes Argument oder Zeichen sie überzeugen können.
Andere Kriterien

Für die Kanonizität eines Buches gibt es noch einige andere Kriterien, die vor allem dann eine Rolle spielen, wenn der prophetische und/oder autoritative Charakter nicht sofort deutlich wird, wie zum Beispiel im Fall des Buches Esther. Ein drittes Kriterium ist nämlich die geistliche Kraft eines Buches. „Das Wort Gottes ist lebendig und kräftig" (Hebräer 4,12), deshalb können die inspirierten Schriften jemanden zur Errettung durch den Glauben an Christus Jesus unterweisen, „denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Aufdeckung der Schuld, zur Besserung und zur Erziehung in der Gerechtigkeit" (2. Timotheus 3,15+16). Petrus redet von dem „lebendigen Wort Gottes, das da bleibt" und vergleicht es mit „vernünftiger, lauterer Milch" (1. Petrus 1 ,23; 2,2). Wirklich kanonische Bücher sind also dadurch gekennzeichnet, dass sie erbauend, erzieherisch und lebenserneuernd sind. Dieses Kennzeichen liegt nicht immer gleich auf der Hand: erst als sich herausstellte, dass das Hohelied überhaupt nicht sinnlich, sondern im Gegenteil sehr erhaben und tief-geistlich war, erhielt es seinen Platz im Kanon.

Ein viertes Kennzeichen kanonischer Bücher ist deren historische und dogmatische Genauigkeit. Dieses Kriterium wurde vor allem im negativen Sinne gebraucht, so dass jedes Buch, das im Lichte früherer Offenbarungen offensichtlich inhaltlich Unrichtigkeiten enthielt, auf Grund der einfachen Überlegung, dass Gottes Wort wahr und konsequent sein muss, als nicht-kanonisch verworfen würde. Das Buch Judith z.B. ist mit historischen Unrichtigkeiten durchsetzt, und andere Bücher enthalten zum Beispiel die vollkommen unbiblische Empfehlung, Tote anzubeten. Enthielt ein Buch keine historischen Fehler, war damit natürlich noch lange nicht gesagt, dass es kanonisch war; enthielt es aber solche, konnte es ohne weiteres verworfen werden. Darum prüften die Beröer die Lehre des Paulus auch sehr genau - an Hand der Schriften, um festzustellen, ob seine neue Lehre mit den alten Offenbarungen (Apostelgeschichte 17,11) übereinstimmte, damit sie dann „das gepredigte Wort Gottes" annehmen konnten, „nicht als Menschenwort, sondern, wie es das in Wahrheit auch ist, als Gottes Wort" (vgl. 1. Thess. 2,13). Viele apokryphen Bücher wurden wegen ihrer (dogmatischen) Irrlehren und historischen Fehler verworfen, auch wenn sie oft mit viel Autorität redeten. Schließlich gibt es noch das Kriterium der ursprünglichen Aufnahme eines Buches. Wie wurde das Buch von den Personen angenommen, an die es in erster Linie gerichtet war? Gerade sie waren doch am besten in der Lage zu erkennen, ob es Gottes Wort war oder nicht. Aus diesem Grunde versuchten spätere Generationen zu erforschen, ob und wie ein Buch von den ersten Adressaten ursprünglich empfangen wurde. Da das Nachrichten- und Transportwesen zu jener Zeit noch sehr umständlich war, kostete es oft viel Zeit und Mühe, hierüber Informationen zu bekommen. Das war einer der wesentlichsten Gründe, weshalb es so lange dauerte, bis bestimmte neutestamentliche Bücher allgemein als kanonisch anerkannt wurden. Außerdem wurde dieses Kriterium vor allem im negativen Sinn gebraucht: wurde ein Buch von den ersten gläubigen Empfängern nicht sofort und allgemein angenommen, verwarf man es ohne weiteres. Aber umgekehrt bedeutete die Tatsache, dass ein Buch von bestimmten gläubigen an einem bestimmten Ort angenommen wurde, noch nicht ohne weiteres, dass es damit gleich ein inspiriertes Buch sein musste. Während späterer Generationen akzeptierten manche Christen, die nicht genügend über die ursprüngliche Annahme oder Ablehnung eines Buches aufgeklärt waren, örtlich und zeitweilig Bücher, die aber tatsächlich nicht-kanonisch waren, bis sie dann darüber aufgeklärt wurden.
Die Notwendigkeit des Kanons

Dieser letzte Punkt zeigt schon an, wie wichtig es war, zu einer allgemeinen Festlegung der wirklich kanonischen Bücher zu kommen, damit in dieser Hinsicht eine Einheit in die christliche Kirche kommen würde. Hinsichtlich des Kanons des Alten Testaments war dieses Problem weniger groß gewesen, weil die Israeliten eine kleine und feste Gemeinschaft bildeten und ihre Bücher anfänglich nur wenig Verbreitung fanden. Für sie entstanden diese Probleme erst, nachdem 70 n. Chr. Jerusalem verwüstet und die jüdische Gemeinde zerstreut wurde. Ein weiterer Grund war, dass viele christliche Schriften in Umlauf kamen. So entstand für die Juden die Notwendigkeit, zu einer formellen Aussage über den alttestamentlichen Kanon zu kommen, wie er in der Tat später im Talmud festgelegt wurde. Für die zerstreut wohnenden Christen war die Notwendigkeit einer formellen Festlegung des neutestamentlichen Kanons noch viel größer. Dafür gab es drei Gründe:

1. Ein dogmatischer Grund: Im Jahre 140 n. Chr. kam der Irrlehrer Marcion nach Rom, verkündete dort eine neue Lehre und bekam schon bald viele Anhänger. Er verwarf das Alte Testament ohne weiteres und stellte einen stark verkürzten Kanon des Neuen Testaments auf, der nur das Lukasevangelium und die Briefe des Paulus (außer die an Timotheus und Titus) enthielt, die er zudem noch nach eigenem Gutdünken veränderte! Dadurch entstand für die Kirchenväter die Notwendigkeit, nicht einen „Alternativ-Kanon" aufzustellen, sondern öffentlich zu zeigen, welches der bis dahin allgemein angenommene Kanon war: alle Christen mussten wissen, auf welche Bücher sie sich berufen konnten.
2. Ein kirchlicher Grund: in vielen Orten, vor allem in den Ostkirchen, wurden Bücher vorgelesen, die oft hoch geschätzt, aber von anfechtbarem Inhalt waren.

Auch nachdem sie als nicht-kanonisch abgewiesen worden waren, wurden bestimmte Bücher erbaulicher Art noch in den Gemeinden vorgelesen; darum kommen sie auch in manchen alten Handschriften wie etwa dem Codex Sinaiticus vor (siehe Kap. 4). Aber es musste doch, besonders in Verbindung mit der Frage, welche Bücher in Fremdsprachen übersetzt werden sollten, klipp und klar festgestellt werden, welche erzieherischen Bücher kanonisch waren und welche nicht, © Ein weltlicher Grund: Als im Jahre 303 n. Chr. die letzte große Christenverfolgung im Römischen Reich ausbrach, befahl Kaiser Diokletian, alle neutestamentlichen Schriften zu vernichten. Dazu mussten die Gemeinden alle ihre heiligen Buchrollen ausliefern. Dies betrachteten die Gläubigen jedoch als regelrechten Abfall von Gott und versuchten, die Behörden durch Abgabe anderer christlicher nicht-kanonischer Bücher abzuspeisen, in der Hoffnung, dass die „Polizisten" den Unterschied nicht bemerken würden. Auf diese Art und Weise wurde den ersten Christen der praktische Unterschied zwischen kanonischen und nicht-kanonischen Büchern besser deutlich und öffentlich bekannt.
Der alttestamentliche Kanon

Wir haben bis jetzt die Kriterien und die Notwendigkeit eines Kanons (formelle liste der inspirierten Bücher) betrachtet; jetzt kommen wir zu der Frage: „Welche Beweise haben wir dafür, dass wir in unserer Bibel tatsächlich den richtigen Kanon haben?"

Anhand des Alten Testaments haben wir schon gesehen (Kapitel 3), dass zur Zeit Nehemias und Maleachis (ca. 400 v. Chr.) der hebräische Kanon mit seinen 24 (wir zählen 39) Büchern schon komplett war. Für die Christen ist das wichtigste Beweismaterial für diesen alttestamentlichen Kanon im Neuen Testament zu finden. Das Neue Testament zitiert fast alle alttestamentlichen Bücher als autoritativ (siehe Kapitel 6); das gilt auch für diejenigen „Ketubim" (oder „Schriften": siehe Kapitel 3), von denen manche Leute meinten, dass sie erst viel später in den Kanon aufgenommen wurden. Die einzigen alttestamentlichen Bücher, die nicht im Neuen Testament zitiert werden, sind Richter, Ruth, Chronik, Esther und Hoheslied; wohl aber werden Geschehnisse aus Richter (Hebräer 11,32) und Chronik (2. Chronik 24,20 f.; Matthäus 23,35) als authentisch zitiert, während Jesus Christus sich in Matthäus 9,15 mit deutlichem Hinweis auf das Hohelied als Bräutigam vorstellt. Demgegenüber steht, dass im Neuen Testament manchmal ein Geschehen aus einem apokryphen Buch als autoritativ zitiert wird (siehe 2. Tim. 3,8; Judas Vers 9+14), was aber nicht bedeutet, dass das zitierte Werk damit selbst gleich autoritativ sein würde.

Wie wir sahen, bestätigt uns das Neue Testament die Dreiteilung des Alten Testaments in Gesetz, Propheten und Schriften (Lukas 24,44), wobei die beiden letzten Teile aber meistens als „die Propheten" zusammengefasst werden (siehe oben). Der Herr Jesus kritisierte die jüdische Tradition in vielen Hinsichten, hatte aber niemals eine Auseinandersetzung mit den religiösen Führern über den Kanon der hebräischen Bibel (siehe Johannes 10,31 -36). Die dreiteilige Gliederung des Alten Testaments kommt zum ersten Mal in dem Vorwort vor, das der griechische Übersetzer (der Enkel des hebräischen Verfassers) des apokryphen Buches Jesus Sirach im Jahre 132 v. Chr. dem Buche zufügte. Er spricht darin einige Male über das Gesetz, die Propheten und die „übrigen Bücher". Man wusste offensichtlich schon um einen hebräischen Kanon, wie wir es auch bei Philo, dem gelehrten Juden in Alexandrien zur Zeit Jesu sehen. Er anerkannte die Autorität der heiligen Bücher und betrachtete die apokryphen Bücher als nicht autoritativ; das weist darauf hin, dass diese Bücher von den alexandrinischen Juden nicht wirklich als kanonisch angesehen wurden, obwohl sie in die Septuaginta (die griechische Übersetzung der alexandrinischen Juden; siehe Kap. 2) aufgenommen waren. Wichtig ist das Zeugnis von Flavius Josephus (ein anderer gelehrter Jude) gegen Ende des ersten Jahrhunderts. Er machte in seinem Werk „Contra Apion" (1,8) deutlich, dass die Juden nur 22 Bücher als göttlich ansahen, und dass die jüdischen Bücher, die seit der Zeit des Königs Artaxerxes (also seit Nehemia) geschrieben wurden, diese Autorität nicht hatten, weil es damals kein exaktes Aufeinanderfolgen von Propheten mehr gab. Er bestätigt also, dass der Kanon chronologisch mit dem Buch Maleachi abgeschlossen wurde; dasselbe bezeugt auch der Talmud. Es ist interessant, dass Josephus von 22 Büchern spricht (wahrscheinlich übereinstimmend mit der Zahl der Buchstaben des hebräischen Alphabets) und dabei 5 Bücher Mose, 13 prophetische Bücher und 4 Bücher mit Lobpreisungen und Lebensrichtlinien unterscheidet. Wir zählten in Kapitel 3 die 24 Bücher des hebräischen Kanons auf; es ist gut möglich, dass Josephus auf „nur" 22 Bücher kam, weil er Ruth und Klagelieder als Anhang zu Richter resp. Jeremia betrachtete. Mit der Gruppe von vier Büchern hat er offensichtlich die Psalmen, Sprüche, Prediger und Hiob oder Hoheslied gemeint; die übrigen Bücher rechnete er zu den prophetischen Büchern. Seiner Meinung nach ist Daniel also auch ein prophetisches Buch.

Wenn man den Fund eines Fragments vom Buch Daniel unter den Qumranrollen und den Hinweis Jesu auf Daniel als Propheten (Matthäus 24,15) dazu nimmt, dann bleibt nicht viel von der Behauptung mancher Kritiker übrig, Daniel sei nur ein spätes (2. Jhdt. v. Chr.) und nicht-prophetisches Buch. Dieser letzte Punkt ist sehr wichtig, weil die Gruppe der „Schriften" (der dritte Teil des hebräischen Kanons, zu dem auch das Buch Daniel gerechnet wird) manchmal als ein viel späterer und zweifelhafter Anhang zum Kanon betrachtet wird. Wir haben aber gesehen, dass (a) diese Schriften genauso als prophetische Bücher betrachtet wurden (vgl. Lukas 24,27 mit Vers 44 und die Andeutung der Psalmen als „Gesetz" und „Schrift" in Johannes 10,34-36), und ferner (B) bereits sowohl Jesus Sirachs Enkel als auch das Neue Testament und Josephus die „Schriften" als kanonisch betrachteten, und dass © Josephus und der Talmud deutlich kundtun, dass mit Maleachi der Kanon beendet wurde (damals gehörten also auch bereits die „Schriften" zum Kanon). Der Talmud lehrt, dass die Propheten bis auf die Zeit Alexanders des Großen prophezeiten, dass danach aber der Heilige Geist von Israel wich und somit die Bücher des Jesus Sirach und alle anderen aus dieser Zeit nicht kanonisch sind.

Der wichtigste Grund dafür, dass manche trotzdem glauben, dass die „Schriften" zur Zeit Jesu Christi noch nicht komplett und/oder kanonisch waren, sind Berichte von Debatten, die über einige dieser Schriften in der Ortschaft Jamnia um 90 n. Chr. stattfanden. Es wurden Einwände gegen Sprüche, Hoheslied und Esther erhoben, die aber alle widerlegt wurden. Man hat manchmal über ein Konzil von Jamnia gesprochen, auf dem man diese Bücher angeblich offiziell in den hebräischen Kanon aufgenommen habe, aber das ist ein großes Missverständnis. Erstens war es keineswegs ein Konzil, an dem repräsentative jüdische Führer teilnahmen, sondern nur eine Sitzung von Gelehrten. Und zweitens wurden keine Bücher in den Kanon aufgenommen, sondern man diskutierte lediglich über Bücher, die schon längst zum Kanon gehörten. Ferner wurden keine Bücher aus dem Kanon herausgenommen, die man zuvor aufgenommen hatte. Das Werk der Rabbiner in Jamnia führte nur zur formellen Bestätigung des Kanons, nicht aber zu seiner Aufstellung.

Der älteste christliche Kanon des Alten Testaments wurde von Melito, Bischof von Sardis, aufgestellt (ca. 170 n. Chr.), nach seinen Aussagen und aufgrund sorgfältiger Forschung während einer Reise durch Syrien. Die Liste, die von Eusebius in seiner „Kirchengeschichte" aufgenommen wurde, enthält (wenn wir annehmen, dass Melito die Klagelieder zu Jeremia und Nehemia zu Esra rechnete) alle alttestamentlichen Bücher bis auf Esther (das Buch Esther war offensichtlich in Syrien weniger bekannt). Eine Liste aus derselben Zeit, die in einem Manuskript angeführt wird, das in der Bibliothek des Griechischen Patriarchats in Jerusalem aufbewahrt wird, nennt den ganzen hebräischen Kanon: Darin werden nur die Klagelieder nicht genannt, weil sie wahrscheinlich als zu Jeremia gehörend angesehen wurden. Der große Gelehrte Origenes(1. Hälfte 3. Jhdts.) umschreibt den kompletten alttestamentlichen Kanon, nennt dabei aber auch den apokryphen „Brief des Jeremia". Auch Athanasius gab 367 eine Liste heraus, in der er das Buch Esther (das er apokryph nennt) fehlen lässt und Baruch (inkl. „Brief des Jeremia") hinzufügt. Der lateinische Gelehrte Hieronymus (ca. 400) gibt uns in seinem Vorwort zum Kommentar zu Daniel genau denselben Kanon, wie wir ihn kennen.
Der neutestamentliche Kanon

Wir haben schon gesehen, dass die endgültige Festlegung des Kanons des Neuen Testaments wegen der gewaltigen Verbreitung und der schwierigen Kommunikation (mangelhafte Nachrichtenmedien und Transportmittel) der ersten Christen sehr viel länger dauerte als die Festlegung des Alten Testaments. Aber bereits die allerfrühesten Kirchenväter (die „apostolischen Väter", wie Ignatius und Polykarp; Anfang des zweiten Jahrhunderts) wussten, dass es einen Unterschied zwischen ihren Schriften und denen der Apostel gab. Ignatius schreibt in einem Brief: „Ich möchte keine Befehle geben so wie Petrus und Paulus: sie waren Apostel." In Pseudo-Barnabas und 2. Klemens werden bereits Worte aus Matthäus zitiert als heilige Schrift. Justinus Martyrus (ca. 150) teilt uns mit, dass in den Versammlungen der Gemeinden die „Gedenkschriften, die Evangelien genannt werden" und die „Gedenkschriften der Apostel" neben den „Schriften der Propheten" gelesen werden. Wir hören jedoch noch nicht, welche Evangelien und apostolischen Bücher das sind.

Von Irenäus an (ca. 180) bekommen wir mehr Klarheit. Er war ein Schüler von Polykarp, dem Jünger des Johannes, und wurde Bischof von Lyon. Aus seinen Schriften geht hervor, dass die vier Evangelien, die Apostelgeschichte, die Briefe des Paulus (inkl. Philemon?), 1. Petrus, 1. und 2. Johannes und das Buch der Offenbarung als kanonisch angenommen waren, aber Jakobus und der Hebräerbrief gehören unter anderem noch nicht dazu. Sehr auffällig ist die Tatsache, dass der Gedanke an ein vierfaches Evangelium offensichtlich schon in der ganzen Christenheit als absolut feststehend angesehen wurde (vgl. Kap. 4 über das Diatessaron des Tatianus). Tertullian (ca. 200) kennt die vier Evangelien, die Apostelgeschichte, 13 Briefe von Paulus, 1. Petrus und 1. Johannes, sowie Judas und das Buch der Offenbarung. Interessant ist aus dieser Zeit der Kanon Muratori, eine Liste der neutestamentlichen Bücher aus Rom (Ende 2. Jhdt, benannt nach dem Antiquitätenhändler, der ihn 1740 entdeckte). Er ist offensichtlich ein orthodoxer Protest gegen den genannten „Kanon" von Marcion und enthält die vier Evangelien, die Apostelgeschichte, 13 Briefe von Paulus, Judas, zwei Briefe von Johannes und das Buch der Offenbarung. In dieser Liste wird die „Offenbarung des Petrus" nicht ganz akzeptiert, und der „Hirte" des Hermas wird als nicht-kanonisch verworfen. Es ist merkwürdig, dass darin u.a. der Hebräerbrief und 1. Petrus fehlen, aber man nimmt an, dass das Manuskript nicht komplett ist (daher auch „Muratorisches Fragment" genannt), dass also früher diese Bücher durchaus genannt worden sein könnten. Die fehlende Kommunikation zwischen Ost und West geht sehr deutlich aus den frühesten antiken Übersetzungen hervor. Die (westliche) alt-lateinische Übersetzung enthält einige Bücher nicht, die vor allem im Osten im Umlauf waren (Hebräerbrief, Jakobus und 1. Petrus), während in der alt-syrischen (östlichen) Übersetzung einige Bücher fehlen, die vor allem im Westen bekannt waren (2. und 3. Johannes, Judas, Offenbarung). Es dauerte einige Zeit, bis die fehlenden Bücher überall bekannt wurden, aber zusammen beinhalten diese zwei ältesten Bibeln den ganzen neutestamentlichen Kanon (bis auf 2. Petrus).

Wie man erwarten kann, finden wir die früheste komplette Benennung des ganzen Kanons zwischen Rom und Syrien. Origenes (ca. 230) aus Ägypten veröffentlichte eine komplette Liste, die von den Christen allgemein anerkannt wurde, wobei nach seinen Aussagen Hebräer, 2. Petrus, 2. und 3. Johannes, Jakobus und Judas von einigen angezweifelt wurden. Er widerlegt das jedoch und sagt nachdrücklich, dass der Hebräerbrief von Paulus geschrieben wurde. Eusebius aus Cäsarea (ca. 340) nennt denselben Kanon (außer dem Hebräerbrief) und dieselben von einigen Leuten angezweifelten Bücher. Cyrillus von Jerusalem (ca. 370) betrachtet alle uns bekannten Bücher, außer dem Buch der Offenbarung, als kanonisch. Die älteste bekannte, komplette Liste der 27 neutestamentlichen Bücher stammt von Athanasius, Bischof von Alexandrien, er stellt sie in seinem Osterbrief des Jahres 367 vor. Kurz darauf sehen wir, wie im Westen durch Hieronymus und Augustinus (ca. 400) dasselbe geschieht und wie der Kanon auf den Konzilien von Hippo (393) und Karthago (397 und 419) offiziell bestätigt wird. Dabei weisen wir noch einmal nachdrücklich darauf hin, dass diese Konzilien nicht darüber berieten, welche Bücher in den Kanon aufgenommen werden sollten, sondern nur offiziell aussprachen, welche Bücher schon seit jeher von der Allgemeinheit als kanonisch angesehen wurden.

aus: www.clv.de
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#15
Guest_Matthes_*

Guest_Matthes_*
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Danke für den Text. Ich möchte aber noch einmal darauf hinweisen, dass ich etwas über Gebet in der katholischen Kirche eingestellt hatte. Vielleicht kann man die Überlegungen zur Kanonizität gesondert einstellen. Herzliche Grüße, Matthes. Ich verweise hiermit auf den ursprünglich eingestellten Text.
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#16
Guest_Matthes_*

Guest_Matthes_*
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Sei getrost, alles Volk im Lande, spricht der HERR, und arbeitet! Denn ich bin mit euch.
Haggai 2,4

Herrnhuter Losung vom 21. 01. 2011.

Dieses Wort rief der persönliche Prediger des Papstes, Raniero Cantalamessa, den vorwiegend deutschsprachigen Teilnehmern des Kongresses in Nürnberg 1999 als Wort von Gott zur Ermutigung zu.
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#17
Guest_barbara.f_*

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Sei getrost, alles Volk im Lande, spricht der HERR, und arbeitet! Denn ich bin mit euch.
Haggai 2,4

Herrnhuter Losung vom 21. 01. 2011.

Dieses Wort rief der persönliche Prediger des Papstes, Raniero Cantalamessa, den vorwiegend deutschsprachigen Teilnehmern des Kongresses in Nürnberg 1999 als Wort von Gott zur Ermutigung zu.


Ja und?
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#18
1.Kor.1,30

1.Kor.1,30

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  • PIPPIPPIP
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Du musst mal die "Alberto"-Hefte lesen.

Jesuiten werden als Trojanische Pferde ausgebildet, die Charismatischen und Pfingstlichen Kirchen zu unterwandern. Die reden dann so.
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#19
Guest_Matthes_*

Guest_Matthes_*
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@Barbara: Du schriebst: "Na und?" Antwort: Nimm Dir's zu Herzen.

@1.Kor.1,30: Bin ich froh, 1.Kor.1,30, dass Bruder Raniero Cantalamessa (Reiner Sing die Messe, prophetischer Name! (=) Kapuziner ist!
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#20
Guest_Cornelia_*

Guest_Cornelia_*
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Sag mal, Matthes, ist Dein Hauptanliegen hier im Forum etwa die Bekehrung der Mitglieder zum Katholizismus???

Das kann doch wohl nicht wahr sein! Wir können Gott auf Knien für die Reformation danken, die die Befreiung von dieser gewalttätigen Irrlehre gebracht hat.

Was genau willst Du mit Deiner Verteidigung des Katholizismaus erreichen?
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