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Wahrsager und Hexen verfluchen neue Steuerpflicht


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Wahrsager und Hexen verfluchen neue Steuerpflicht






04.01.2011, 14:34 Uhr | Financial Times Deutschland


Ob die Wahrsager in Rumänien die neuen Steuern vorausgesehen haben?

Astrologen, Hellseher und andere Zukunftsexperten müssen in Rumänien künftig Steuern zahlen. Die Orakelbranche ist empört und droht mit magischen Konsequenzen.


Rumänien ist nicht nur das Geburtsland von Graf Dracula, dem historischen Urahnen aller Vampire, Pfähler und Untoten. Bis heute boomen hier Aberglaube und schwarze Magie. Seitenweise bieten Wahrsager und Hellseher in Zeitungen ihre Dienste an, viele Politiker bekennen sich sogar öffentlich dazu, vor wichtigen Entscheidungen einen Astrologen zurate zu ziehen.

Doch nun hat die Regierung in Bukarest den Zorn der Hexen auf sich gezogen. Neben Leichen-Einbalsamierern und Parkplatzwächtern hat Rumänien Astrologen, Hexen, Hellseher und "artverwandte" Berufe offiziell anerkannt. Damit muss nun auch die Orakelbranche offiziell eine Steuernummer beantragen. Bislang war Astrologie als soziale Tätigkeit eingestuft - und daher steuerfrei. Künftig müssen Zukunftsdeuter - mit einem geschätzten Jahresbrutto von 15.000 Euro gehören sie zu den Spitzenverdienern im Land - Abgaben auf ihre Einnahmen zahlen. Laut einem Regierungssprecher habe man damit eine EU-Richtlinie umgesetzt. Welche, wollte er nicht verraten.

Das von der Finanzkrise gebeutelte Rumänien will mit der Maßnahme die Löcher im Staatshaushalt stopfen. Die Zukunftsbranche ist empört und droht mit ernsthaften Konsequenzen. Bislang habe sie regelmäßig geheime Rituale abgehalten, damit Rumänien von Naturkatastrophen verschont bleibe, erklärte eine Hexe namens "die weißmagische Königin". Bislang.

Schadenersatz bei Fehlprognose

Den Vertretern der Magie droht weiteres Ungemach. Sie müssen künftig nicht nur von ihren Kunden eine Quittung verlangen und diese fürs Finanzamt aufbewahren. Die Klienten können sogar anhand des Belegs vor Gericht Schadensersatz einklagen, falls die Prognose nicht eintritt. "Wenn etwa die Hellseherin verspricht, der untreue Gatte kehre binnen drei Monaten reuevoll nach Hause zurück, der Herr sich jedoch nicht einstellt, hat die Wahrsagerin ein Problem", sagt der liberaldemokratische Senator Alin Popoviciu.

Hexen wollen Zwietracht in die Politik säen

Monatelang hatte das Parlament das Steuergesetz debattiert. Die Mehrheit dafür sei lange fraglich gewesen, weil viele Abgeordnete Angst gehabt hätten, verzaubert zu werden, behaupten böse Zungen. Tatsächlich hatte eine Hexe erklärt, sie habe bereits einen "Fluch" vorbereitet. Demnächst werde sie eine Mixtur bestehend aus schwarzem Pfeffer, Hefe und Paprika nahe dem Parlament deponieren, damit der Zauber seine Wirkung entfalten und Zwietracht in der Koalitionsregierung säen könne.




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