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Erweckungskonferenz Nürnberg Antrittsrede Taade Voß


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Rolf

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Zu Beginn der sogenannten "Erweckungskonferenz vom 8.+9.11.2010 hielt Taade Voß eine 90 minütige Eröffnungsrede. Dieser Vortrag darf durchaus als Antrittsrede von Voß gelten, der von Helmut Bauer zum neuen operativen Leider der "Wort und geist Bewegung" ernannt wurde.

Bauer zieht es aus welchen gründen auch immer vor, in Zukunft aus demhintergrund,dem Unsichtbaeren,dem dunklen zu agieren. Diese rede ist absolut als wichtig einzustufen,muss man sie doch als richtlinienkompetenz in die Zukunft verstehen.



Zitation und Kommentierung: Rolf Wiesenütter





Jetzt ist alles neu





Taade Voß



8.10.2010 "Erweckungskonferenz" Nürnberg

Heute habe ich die CD der letzten "Erweckungskonferenz" von Wort und Geist in Nürnberg erhalten. Gleich zu Beginn ist auf dieser CD der Vortrag von Taade Voß zu hören, der neugierig macht, weil seine Überschrift zunächst verheißt, dass es möglicherweise endlich zu Korrekturen kommt, die einer "Freikirche" angemessen sind und eine Rückkehr zum Wort Gottes und damit eine klare Abkehr von okkulten und esoterischen Vorstellungen ankündigt.

Allerdings wird man bereits in den ersten fünf Minuten enttäuscht. Was ich höre, kommt bei mir als gleiche explosive Mischung von praktizierter Dummheit und gelebtem Fanatismus an, der von jeher Sekten gefährlich macht. Was nun wirklich an Wort und Geist neu sein soll, verrät uns der Redner nicht. Allenfalls ein neuer Titelschmuck, der Herrn Voß nun zum "operativen Leiter" von Wort und Geist kürt, ist an Neuigkeit auszumachen. Es suggeriert allenfalls, dass ein einfältiger Mensch die Bereitschaft aufbringt, die jahrelangen Verantwortungslosigkeiten des Gründers von Wort und Geist auf sich zu nehmen. Abgesehen davon, dass sich Helmut Bauer durch Rückzug seiner Verantwortung vor Gott und Menschen keinesfalls entziehen kann, so hat sich auch der neue Mann an der Spitze längst mannigfaltig selbst gegen Gott und Menschen versündigt und ist daher offenbar nicht fähig, eine kranke und unbiblische Bewegung im Sinne der Wahrheitsfindung zu reformieren.

Vom Gegenteil muss man ausgehen, wenn man sich den Vortrag von Voß anhört. Die unbiblischen Vorgaben seines Vorgängers werden erneut zementiert. von Einsicht und Umkehr ist bis zum Horizont keine Korrektur zu erkennen. Man scheint sich nach wie vor im Eintopf von Egozentrik, Exklusivität und praktizierter Irrlehre pudelwohl zu fühlen. Das Außenbild des distanzierten Betrachters kann daher nur den Schluss zulassen, dass man sich in einem satanischen Geist verstrickt hat, der zur Erneuerung völlig unfähig macht. Jedenfalls ist das mein Eindruck.

Woran ich das persönlich festmache und in diesem Statement als Anstoß zum Nachdenken veröffentliche, bin ich gerne bereit, an sachlichen Kritikpunkten darzulegen. Schon das Eingangsstatement von Voß zu Beginn dieser Konferenz macht klar, dass "Weiter so ins Unheil" angesagt ist und Busse und Umkehr auf der Strecke bleiben. "Lehnt euch ruhig zurück, an dem was ich euch jetzt sage, könnt ihr sowieso nichts machen" tönt Voß und macht damit deutlich, welche Autorität er für sich beansprucht. Offenbar soll von Anfang an klar gemacht werden, dass die nachfolgende Rede ohne Wenn und Aber die verbindliche Haltung der W+G - Sekte enthält und das eigentlich "Göttliche" der im Folgenden stattfindenden Indoktrination des mittlerweile Abgedroschenen sei.
Dieses "Nichts machen können" leitet dann auch nichts anderes ein, als den lange bekannten Hinweis, dass die nachfolgenden aussagen nicht geprüft werden sollen, sondern dass der Anspruch an die Hörer besteht, dass man das gesagte ohne Wenn und aber zu glauben hat. Nachprüfen und Hinterfragen bedeutet nach der formulierten Vorstellung von Herrn Voß, sich da zu befinden, wo Gott den Menschen nicht haben will.

Vergleichen mit dem Wort Gottes führe zum Verlust der Hingabe. Liebe wird gleichgesetzt mit der bedingungslosen Akzeptanz der verkündigten Inhalte.
"Du musst nicht prüfen, das ist total wichtig, und das ist ja auch totaler Stress, daher sei es doch schön eine Ruheoase zu haben und einfach genießen zu können" ist die wörtliche Ansage von Voß, die einen wahren Christen sofort m aufhorchen lassen muss. Denn vor dieser Ansage, ist das Entscheidende, worauf sich das Prüfungsverbot konkret bezieht. "Wenn du das tust, dann wirst du auch bald nichts anderes mehr wollen" heißt es weiter, und leitet wie eh und je die gigantische Verführungsmaschinerie ein, die einst Helmut Bauer installierte, und damit bei seinen Getreuen ganze Arbeit leistete, die genau dadurch, wie es bei mir ankommt, einen völligen Realitätsverlust zu erlitten haben scheinen, der sie unfähig macht, die Wahrheit von der Lüge zu unterscheiden.

Die graue Eminenz im Hintergrund dürfte dabei keineswegs untätig sein und wird sich wohl nicht auf dem Posten des Stiftungsrates damit begnügen, die Einnahmen zu zählen, auch wenn das schon ziemlich wichtig zu sein scheint. Darüber hinaus wird er aber aus dem so oft beschworenen "Unsichtbaren" darüber wachen, dass nicht plötzlich biblische Wahrheiten verkündigt werden. Zumindest ich kann nur so verstehen, warum Herr Voß die Gelegenheit nicht nutzt, sondern die alte Linie peinlich genau verteidigt. "Wenn du einfach erkennst, dass du sowieso nichts machen kannst und anfängst dich damit abzufinden, dann wir es zu deinem Lebensstil werden, nicht zu prüfen. Und das wünschen wir uns" sagt Voß und schafft damit aus meiner Sicht die Voraussetzungen für persönliche Narrenfreiheit. "Glücklich und Erfüllt sein, immer gut drauf sein und voller Liebe" das sind die Versprechen für den, der im Kadavergehorsam alles glaubt was sein "Leiter" sagt, so ist zu hören.

Das ist die Botschaft, die Einleitung zu dem, was nun angeblich alles neu sein soll, in den ersten dreieinhalb Minuten dieser Konferenz. Danach gibt es eine Zeit inhaltsarmen Geschreis, das wir von Voß seit Jahren kennen, und das schließlich in der Neuauflage der uns seit langem bekannten Christenschelte mündet. "Weil in dir etwas Neues passiert ist, weil du als Sohn jetzt das Leben hast, ist alles abzulehnen, was das etablierte Christentum bisher von sich gegeben hat. So kommt man in ein, in das neue göttliche Leben, in die neue Kreatur, in diesen Christus der nun in mir lebt."

"Wisst ihr denn noch nicht, dass ihr von jeder Schuld befreit seid, von jedem Druck, jeder Last, von jeder Anklage befreit seid? Das nichts und niemand etwas Neues auf dich drauflegen kann, weil Jesus Christus alles von dir weggenommen hat? Dass es keine Anklage gibt für diejenigen, die in Jesus Christus sind? Kein Schuldurteil dich mehr trifft, egal was du machst? Wisst ihr das überhaupt? Dass das völlig unabhängig von dem ist, was du machst oder was dir im letzten Jahr passiert ist?"

Die alte "Wort und Geist Leier" also, die man aus biblischer Sicht ohne Wenn und Aber zurückweisen muss. Die Bibel nennt eine solche Verkündigung ein Evangelium, nach dem den Menschen die Ohren jucken. Es ist eine unzulässige Verkürzung dessen, was Gott uns in seinem Wort wirklich sagt. Wer empfängt keine Vergebung der Sünden? Keine Vergebung empfangen die Heuchler, die nur mit dem Mund ihre Sünden bekennen, aber im Herzen unbußfertig sind. Ihnen wird zwar die Lossprechung wie ein Geschenk gegeben, aber sie nehmen es nicht an.
1Joh 1,8f: Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.

Hebr 4,2: Es ist auch uns verkündigt wie jenen. Aber das Wort der Predigt half jenen nichts, weil sie nicht glaubten, als sie es hörten. Vgl. 1Joh 5,10f!
"Weißt du dass du der einzige Mensch auf Erden bist, der sich wirklich frei bewegen kann..." fährt Voß fort und widerspricht damit dem Wort Gottes eklatant. Ich persönlich nenne das eine teuflische Verdrehung die dazu führt, dass Menschen eine Legitimation zur Verantwortungslosigkeit versprochen wird, die, wie viele Geschädigte dieser Sekte berichten, in einer Eiseskälte praktiziert wird und die Menschen, die nicht bereit sind, eine wie ich meine anarchistischen Verhaltensweise zu gewähren, verhöhnt, verletzt und erneut geschädigt werden. Über diese Form von Gleichgültigkeit, die von denen ausgeht, die das falsche Evangelium von Herrn Bauer und Herrn Voß ausgeht, berichten inzwischen unzählige christliche Institutionen. Hier hätte Herr Voß in seiner neuen Macht und Autoritätsstellung, dringend Korrekturen einleiten müssen. Stattdessen zieht er einmal mehr aufrichtige Christen in den Dreck und propagiert seinen antichristlichen Sondermüll.

Voß verkündigt ein "Jubeljahr des Herrn." Die Frage ist nur: Welches Herrn? Wenn ich Gottes Wort verstanden habe, dann sagt Jesus zu einem solchen "Evangelium": Ich kenne euch nicht! Weichet von mir, ihr Übeltäter. Voß apostrophiert etwas angeblich Neues und formuliert zugleich eine ziemlich oberflächliche Runderneuerung mit schadhaftem Material. Wer solche Reifen auf seinen Lebenskarren aufzieht, der läuft Gefahr, als Ganzes tödlich zu verunglücken.

Was dann schon zwangsläufig folgt, ist die altbekannte Sichtweise der W+G Irrlehrer über die Christen im Allgemeinen. In seiner bekannt süffisant spottenden Art erläutert Voß das sogenannte "Alte:"
"Du sagst, ja, Jesus hat mir diesen Neustart gegeben, vor 27 Jahren, damals, da habe ich mich bekehrt, und das war so schön für drei Wochen. Aber schau, was jetzt aus mir geworden ist. Jetzt ist es zu spät. So viel Negatives ist passiert." eine solche Aussage zeugt allenfalls davon, dass Herr Voß noch nie, auch in seinem Leben vor W+G, jemals lebendige Christen und lebendiges Christentum kennengelernt hat. Er schleudert den Anwesenden in offensichtlich völliger Unkenntnis entgegen, sie sollten sich auf etwas einlassen, "von dem noch niemand weiß, wie es aussieht." Aus meiner Sicht der Anspruch an die Zuhörer, nicht mehr dem zu vertrauen, was sie bisher aus Gottes Wort als Wahrheit angenommen haben und sich stattdessen auf eine völlig unbekannte Zukunft einzulassen unter gleichzeitiger Beschwörung, niemals zu hinterfragen, was gesagt wird, oder was mit mir geschieht. Für meine Empfindung ist das Irreführung in Hochpotenz, nicht mehr und nicht weniger als der Versuch, das Leben von anderen Menschen zu dominieren und zu steuern. Was man daraus generieren will, wen sich die Zuhörer darauf einlassen, wird allerdings nicht gesagt. Aus diesem Grund habe ich mich für mich entschieden, W+G Anhängern kein Wort zu glauben, denn die wissen offenbar aufgrund eines ebenfalls geforderten abgeschalteten Verstands überhaupt nicht, zu welcher Lebensweise sie manipuliert werden.

Ein verständiger Mensch würde aus meiner Sicht bereits am verführerischen Tonfall vor versuchter Manipulation gewarnt sein. Nicht nur die Süffisanz, auch die Inhalte müssten eigentlich jeden Menschen erstarren lassen. "Rein theoretisch bräuchtest du nicht mehr zu leben wie ein natürlicher Mensch..." sagt Voß, "...und rein theoretisch könntest du völlig frei leben und Herrschaft ausüben und es könnte dir alles egal sein, weil das neue Leben viel stärker ist als das Alte." Dabei nimmt Voß für sich in Anspruch, angeblich Gottes Wort zu predigen, obwohl dies die Botschaft des Verderbens, der Zerstörung und Entzweiung ist. Worin besteht denn das alte Leben, wie Voß das christliche Leben außerhalb von W+G bezeichnet? Es ist gekennzeichnet in der Ehrfurcht vor Gott, im Glauben und Vertrauen in Gottes Wort im Gehorsam gegen Gott und sein Wort und in Unterordnung unter die staatliche Ordnung, in verbindlicher und vertrauenswürdiger Lebensführung etc. Wenn man das alles nicht mehr braucht und sich dafür einem Lebensstil zuwendet, dass man bei W+G weder darstellen noch beschreiben kann, dann passiert genau das, wovor die Christenheit heute zu Recht warnt. Rücksichtslosigkeit, Verantwortungslosigkeit und Unverbindlichkeit sind die Folgen, die dazu führen, dass es denjenigen, die das mitmachen erklärtermaßen immer schlechter geht. Aus meiner Sicht geht es in seiner solchen Philosophie wie in einem Strukturvertrieb nur einigen wenigen wirklich gut, die davon wirtschaftlich und in autoritärem Machtgehabe partizipieren. Diejenigen, die über kurz oder lang durch die Maschen eines satanischen Systems fallen, werden dann völlig uninteressant.

Voß spottet weiter: "Wenn du weiter so denkst, wie du immer gedacht hast, dann kann ich auch nichts dafür. Gott hat nicht gesagt, du musst warten, bis du in den Himmel kommst, und dann wird alles schön. Weißt du, früher habe ich geweint, wenn jemand über den Himmel erzählt hat. Wenn der gesalbt war. Dann hat der o von der Heimat erzählt, bei Gott ,ich weiß noch ganz genau, einmal war das dramatisch. Meine Heimat bei Gott, wenn ich dann bei meinem Vater bin, das hat mich total berührt, ich habe echt geweint. Ach ja, dann bist du bei Gott, und jede Träne wird abgewischt, wenn du bei Gott bist...Ach ja, im Himmel, da werden wir sein wie die Engel oder was, ne, wie was? Wie die Träumenden! Dann fällt alles von dir ab, alle Lasten weg, dann hast du es endlich geschafft. Es gibt ganze Gesangsbücher voll mit solchem Inhalt. Jetzt ist alles schwierig, aber Christus hat eh schon mal für mich vorgelitten. Ich kann ihm gleichtun, und kann genauso wie er leiden, und dann im Himmel sind wir alle frei.

Vielleicht gibt es hier auch welche die sich so nach dem Himmel sehnen, und nach der Vereinigung mit Gott. Dann sind wir endlich eins. Und dann hast du vielleicht gesagt: Ganz so extrem ist es nicht, ich hab hier einen Auftrag. Dann gibt es die Weichen, die wollen gleich in den Himmel, aber ich habe einen Auftrag für den Herrn. (mit extra verzerrter Stimme gesprochen.) Ich marschiere ins Erntefeld, hol die Ernte ein, lallala... Es gibt eh wenig Arbeiter, aber ich bin da! Ist eh gut, dass wenig Arbeiter da sind, dann bleibt mehr übrig für mich. Der Auftrag! Menschen zum Herrn führen. Damit sie sich genauso auf den Himmel freuen wie ich.

Ich hab leider wenig Menschen zum Herrn geführt, muss ich zu meiner Schande gestehen. Es ging soweit, dass ich mal eine Gruppe gründen wollte, mit dem Namen: Evangelist ohne Auftrag. Weil sich wirklich niemand bekehrt hat. Das war natürlich ein Makel. Aber ich hab dann den anderen erzählt, wie sie es machen können. Ein Auftrag. Das hält mich hier, ist ja klar. Es ist schwer, es ist hart, es ist nicht einfach, man muss da durch. aber dafür gibt es Belohnung im Himmel. Ich komm nicht nur in den Himmel, das kommen die anderen auch. Aber ich krieg eine Belohnung! Nach dem göttlichen Punktesystem."

Man fragt sich wirklich, was daran denn nun das Neue ist. Voß liefert hier die alte Verleumdung der Christen ab. Es muss einen schon erstaunen, dass gleichzeitig ausgerechnet von Nürnberg ein Geschrei nach Religionsfreiheit für W+G ausgeht. Welche Legitimation hat Herr Voß eigentlich, in dieser Form in die Religionsfreiheit andersdenkender einzugreifen und aufrichtige Menschen lächerlich zu machen? Ich habe dazu eine Bewertung formuliert, die das Gebaren, dass in dieser Form von W+G Predigern immer wieder öffentlich vertreten wird, als religiöse Wahnvorstellungen bezeichnet, und das Landgericht Passau hat diese Einschätzung im Rahmen der freien Meinungsäußerung für zulässig erklärt. Denn die religiöse Welt ,die Voß seinen Anhängern vorgaukelt, ist nicht real existent. Es handelt sich um frei erfundene Behauptungen oder um ebenfalls irregeleitete Einzelfälle, die durch W+G systematisch öffentlich zur Regel erklärt werden. Meine Bewertung dazu ist, dass Herr Voß die Menschen schamlos belügt. Ich bin 36 Jahre bewusster und bekennender Christ mit Erfahrungen über den Leib Christi im ganzen Bundesgebiet. Ein regelmäßig gelebter solcher angeblicher Frömmigkeitsstil, wie ihn Voß hier vorträgt, ist mir niemals begegnet. Aus meiner Sicht wird hier die absichtliche Verleumdung der Christenheit rücksichts- und charakterlos vorangetrieben.

Voß weiter: "Das ist doch total Scheiße, oder? Immer Druck. Immer Angst. Immer Zwang. Immer irgendwas, was sie antreibt, was dich unter Druck setzt irgendwie zu sein, und dabei nie etwas hervorzubringen, was dich irgendwie mal glücklich leben lässt. einfach so ein Leben weggeschmissen." Taade Voß, der ja Jahre lang leitend bei den Jesusfreaks tätig war, muss sich ja dort gefühlt haben wie ein Sklave auf einem Galeerenschiff. Was stellt der seinen Freunden eigentlich für ein Zeugnis aus, mit denen er früher am Evangelium tätig war. Natürlich waren auch die Jesusfreaks niemals so, wie Voß über die Christen redet.

Ich bin nie der Freund von Voß gewesen, hatte auch nie jemals was mit ihm persönlich zu tun. Aber wenn ich mir vorstelle, was ehemalige Weggefährten dieses Mannes wohl denken mögen, wenn sie dieses substantiell überflüssige Gelaber hören, dann wird mir schlecht. Christlich? Fair? Auf Einheit bedacht? Fehlanzeige! Hier fehlt jedes christliche Maß, was dann wohl bedeuten mag, dass Herr Voß durch W+G völlig maßlos geworden ist.

Voß sagt: "Und dann muss auch mal ein Burnout drin sein - ich hatte mindestens vier, habe sie schon gar nicht gezählt, aber wenn du nicht mindestens ein Burnout hast, dann hast du dich nie angestrengt. Und so sind die Leute trainiert, auf irgend eine Zeit für irgendwo um mal irgendwann irgendwo zu sein, wo es ihnen mal gut geht. Wie genau weiß keiner, außer dass die Tränen abgewischt werden." Man beachte diesen Vorwurf, nachdem der gleiche Mann zu Beginn von seiner eigenen Bewegung sagte, man wisse noch nicht, wie das alles aussieht, wo W+G hin will. Ein paar Minuten später, wird das, was man selbst proklamiert, für alle anderen zu einem Negativmerkmal. Für wahrhaftige Christen ist die Überzeichnung von Voß nicht mehr als ein Hirngespinst, aber das, was W+G an andern fälschlich kritisiert, wird in der eigenen Sekte verbindliche Nachfolge. Was für eine Selbstlüge.

"Und irgendwelche Vorstellungen, die du aus irgendwelchen Büchern hast, oder aus der Bibel; da kannst du dir das hier durchlesen, Offenbarung und so, und dann sagst du ja, interessant, kann ich aber auch nichts mit anfangen. Und jetzt sagt er (Jesus) aber, dass das gar nicht so wichtig ist, ob du jetzt im Himmel bist oder nicht, sondern eigentlich wäre ja viel wichtiger, dass das, was Gott gemacht hat, in dir ist." Welch ein religiöser Selbstbetrug. Das wirkt auf mich, als wollte man den Christen die Hoffnung auf das ewige Leben ausreden. Offenbar hat der gemeine Christ alles falsch gemacht, was man nur falsch machen kann, und W+G als einzige hat die alleinige Wahrheit gefunden und macht alles richtig. Das alles, was die Christen bisher gemacht haben, war Druck und ist deshalb ja gar nicht Gott. Voß sagt über die Christen: "Sie sind nicht Gott.!" Das ist in der Tat eine Neuigkeit, von der wohl nach dem Weltbild von Voß kein Christ was wusste. Zum Glück ist es aber so, dass auch W+G bei weitem nicht Gott ist. diese Sekte ist nicht einmal ansatzweise göttlich. Die Bibel macht an keiner Stelle deutlich, dass wir Gott sind. Deshalb erhebt auch kein echter Christ einen solchen Anspruch und die Ausführungen von Voß sind schlicht unsinnig.

Dennoch fabuliert Voß vor seinen Zuhörern: "Du bist bereits im himmelangekommen. Der Himmel ist bereits in Dir. Es ist mir sowas von egal, ob ich im Himmel bin oder wo ich gerade bin. Es wird sogar so sein, dass du irgendwann sagst: Ich brauch gar nicht in den Himmel kommen, denn es geht mir ja hier bestens. Ja ehrlich. Dann lebst du halt ein bisschen länger hier. Es muss mir hier ja erst einmal gut gehen, dann habe ich im Himmel eh keine Anpassungsschwierigkeiten." Wenn es also etwas Neues gibt in der Neuausrichtung von Wort und Geist, dann entnehme ich diesen Ausführungen, dass man in der W+G Führung offenbar begriffen hat, dass der Himmel für Irrlehrer und Ehebrecher verschlossen ist, und man hat wohl aus diesem Grund die Hoffnung auf ein ewiges Leben bereits aufgegeben. Es scheint ja nur noch darum zu gehen, so vielen wie möglich den Weg in die ewige Herrlichkeit streitig zu machen.

"Wer ist hier bereits erlöst? Seid ihr sicher? Da gehen schon die Hände runter. Könnt ihr nicht mehr die Hände hochalten? So Mose mäßig? So teile ich ... - die Pizza! Ich sag dir das so locker, weil es so locker ist." Voß zeigt hier deutlich, auf welchem Niveau die Wertschätzung für Gottes Wort inzwischen angekommen ist. Wer so mit dem Auszug des Volkes Israel aus der ägyptischen Sklaverei umgeht und sich nicht darum scheert, dass dieser Sachverhalt in anderen Glaubensbekenntnissen absolut heilig ist, der zeigt sein wahres Gesicht. Er gehört zu den drei selbsternannten Aposteln der Sekte, die sich um die Wette schämen sollten, wie sie auf den Gefühlen gläubiger Menschen rücksichtslos herum trampeln.

Voß erklärt weiter: "Gott kann nichts dafür, wenn du lebst wie ein Mensch. Er kann nichts dafür, wenn du dich so verhältst. Er kann nichts dafür, wenn du so denkst. er kann nichts dafür, wenn du die ganze Zeit über Sünde nachdenkst. Über Vergebung und über das, was du wieder angestellt hast. Er sagt: Ich wünsche mir nur eins, dass du mal aufhörst mit dem blöden Krampf. Denk halt nicht so viel nach. Denk halt gar nicht nach am Besten." Bei mir kommt das an, als wollte Herr Voß die völlige Verantwortungslosigkeit. Die "Söhne" sind immer richtig, egal was sie tun. So lautet die Parole des Verderbens für Zeit und Ewigkeit. Jedenfalls kolportiert Voß, dass es schließlich darauf ankäme, sich diesem völlig unverantwortlichen Leben einfach hinzugeben. Wie das gehen soll, nachdem die W+G Indoktrination alle Pfähle der Verantwortung, des Vertrauens und der Hingabe an eine bibeltreue Frömmigkeit herausreißt, verrät uns der neue Anführer des Unheils hier nicht. Nach der Vorstellung von Voß ist Sündenerkenntnis und Busse und Vergebung etwas Eigenes, was man unterlassen muss. Stattdessen kann man tun und lassen was man will, man ist dabei immer richtig. Das soll so sein, weil ein Sohn ja schließlich "vom Gott in mir" übernommen wurde.

"Wenn ich morgen sterben sollte" sagt Voß, "das wäre mir auch egal. Das ist doch egal. du hast es ja schließlich geschafft. Das kann dir doch egal sein. Dir werden ein paar Dinge egal. Weißt du, dir wird das Seelische weggenommen. Das Menschliche. Dieses Natürliche. Was willst du damit? Mit dem Menschlichen wartest du nur auf den Himmel. Und der Himmel ist nur ein Ort, den du nicht erreichen kannst, und in den du deshalb alles reinpacken kannst, was du dir wünscht. aber - du kannst den Himmel jetzt haben. Du kannst das göttliche Leben jetzt haben. wenn ich es jetzt nicht haben kann, wenn es sich jetzt nicht in mir durchsetzt, was willst du denn damit? Dann machst du noch hundert Jahre irgendwelche Gebetszeiten und hundert Jahre machst du dir irgendwelche Hoffnung, und irgendwelche Gedanken und irgendwelche Wünsche, die sich eh nie erfüllen. du greifst nach jedem Strohhalm, du bist so leicht zu verführen vom Teufel, weil du nur auf das Sichtbare getrimmt bist, auf das Äußere."

Wenn man das hört, muss es einen sprachlos machen. Man wird tatsächlich indoktriniert, sein ganzes Leben weg zu schmeißen, ja selbst das eigene Leben für bedeutungslos zu erklären. so jedenfalls ist meine Wahrnehmung. Spontan bin ich einmalmehr in Gedanken unmittelbar in Jonestown, bei einem Massenselbstmord im religiösen Wahn, weil man dort auch bereit war für den Himmel. Die waren dort genauso fertig wie die Agitatoren von W+G heute. Und ich frage mich einmal mehr, ob eine solche Ideologie nicht eine Gefahr für die Menschheit ist, der von Staats wegen Einhalt geboten werden müsste.

Weiter sagt Taade Voß: "Nicht dass du noch an irgendetwas gebunden bist. an dein Auto. An dein Haus. An irgend einen Menschen. Was ist denn das? Ja, aber den Menschen hat Gott mir gegeben. Ist ja schön. Musst dich trotzdem nicht dran binden. Wenn Gott ihn dir gegeben hat, brauchst du dich ja nicht mehr dran zu binden, dann brauchst du ja keine Angst mehr zu haben. Oder? O ja, da kommt immer Stimmung auf hier. das verursacht immer noch leichte geistliche Turbulenzen. wenn mir Gott was schenkt, brauche ich doch keine Angst mehr zu haben, denn das hat mir ja Gott geschenkt. Wenn mir das Gott geschenkt hat, und ich ständig Angst habe, dann ist es entweder nicht von Gott, denn Gott löst ja nicht ständige Verlustängste in mir aus, sondern der befreit mich ja davon. Oder ich habe diese Salbung hergenommen, und habe mich in dieser höchsten Salbung wieder neu gebunden. Im Geist, da ist es so schön. Da ist Liebe, da gehe ich auch nicht mehr raus. Ich geh da einfach rein und bleib da drin. Dann ist ja auch egal, wer etwas sagt. Kann man das auch anders machen? Ja kann man, aber ich mach`s halt nicht anders. gibt es nicht auch andere Stimmen? Ja, aber ich hör halt nicht zu. Und so muss es bei dir auch sein. Hör ihnen halt nicht zu, ständig." Auch in der Frage von Ehebrüchen wird also klargestellt, was man von W+G unter der Leitung von Taade Voß zu erwarten hat. Nichts Neues jedenfalls. Meine Empfindung sagt mir, dass hier absolute Gemeinheiten gegen Menschen begangen werden. Jeder kann kommen und sich neu mit der Liebe deines Lebens verbinden. Und du kannst nach der Vorstellung von Voß und seinen Gehilfen nichts dagegen tun. Sich zu währen wäre Unfreiheit, verharren im Sichtbaren, im Alten. Das aber wird in dieser Sekte verabscheut. Was ich höre, ist der Freibrief andere Menschen rücksichtlos zu verletzen und sie im Namen eines satanischen Geistes um das zu berauben, was sie über alles lieben. Und in solchen Zusammenhängen wird dann über Liebe fabuliert. Diese Liebe muss man mit Nachdruck zurückweisen, weil sie Menschen gnadenlos zerstört, und das unter Missbrauch des Namens Gottes.
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