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Fassungslosigkeit:


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Rolf

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Fassungslosigkeit: Warum Walter Mixa gehen musste und Daniel Cohn-Bendit immer noch da ist!





Eva Herman

Der ehemalige Augsburger Bischof Walter Mixa ist zerstört und beseitigt! Sein Rücktrittsgesuch, das ihm von der öffentlichkeitswirksamen »Medienelite« auferlegt worden war, ist eilig vom Papst in Rom, den seine Anhänger auch den »Heiligen Vater« nennen, abgesegnet worden. Weg mit Schaden! Mixa ist nicht mehr tragbar, ist jetzt Gift für das Ansehen der katholischen Kirche! …


Zwar weiß niemand zu sagen, wen er denn jetzt eigentlich sexuell missbraucht haben soll, dennoch scheint klar: Niemals wieder soll dieser Mann aufstehen! Die Missbrauchsvorwürfe gegen ihn, die sich übrigens inzwischen als komplett erfunden und haltlos erwiesen haben, reichen aus, um ihn bis in den Tod zu verfolgen! Der Mann ist ein für allemal erledigt! Wer allerdings bis zum heutigen Tage überhaupt nicht erledigt ist, ist der Grünen-Politiker im Europa-Parlament, Daniel Cohn-Bendit. Der gab zwar tatsächlich sexuelle Kontakte mit vier- bis sechsjährigen Kindern zu, beschrieb diese sogar in Einzelheiten als großartige erotische Erfahrungen, das Schmusen mit Säuglingen als außergewöhnlichen Spaß, genoss es, wenn die Kindergartenkinder, die er betreuen sollte, ihm die Hose öffneten und ihn streichelten, und auf das alles schien der Europa-Politiker auch noch besonders stolz zu sein. Aber das stört bis heute keinen großen Geist! Die Medien erst recht nicht! Die leiden unter akutem Gedächtnisschwund im Fall Cohn-Bendit! Heute – wie gestern! Cohn-Bendit sprach ganz öffentlich – ohne jegliches Schuldbewusstsein – über seine fatalen Fehltritte, fand diese dabei noch »schön« und »normal«! Nicht heimlich, nicht hinter vorgehaltener Hand, sondern einerseits in seinem Buch Der große Basar, das allerdings inzwischen längst vom Markt genommen wurde, und ebenso in einer französischen Fernseh-Talkshow des damaligen Senders Antenne 2, dem heutigen France 2. Wörtlich sagt Cohn-Bendit hier: »Wissen Sie, wenn ein kleines fünf-, fünfeinhalbjähriges Mädchen sie auszuziehen beginnt, ist das fantastisch. Es ist fantastisch, weil es ein Spiel ist, ein wahnsinnig erotisches Spiel.« Sie glauben das alles nicht? Hier ist der Beweis:








Was also ist nun der Unterschied zwischen dem ehemaligen Bischof Mixa und dem EU-Grünen-Politiker Cohn-Bendit? Warum wird Letztgenannter nicht ebenso geächtet und verstoßen? Eigentlich ist die Antwort ganz leicht. Man erinnere sich: Nicht ganz vier Jahre liegt es zurück, als der Augsburger Bischof Walter Mixa sich öffentlich in Fernseh- und Zeitungsinterviews gegen die Kinderkrippen, gegen die Fremdbetreuung von kleinen Kindern, jedoch für die ersten gemeinsamen Jahre von Mutter und Kind ausgesprochen hatte. Ein Sturm der Entrüstung brach los, gerade so, als hätte Mixa das Dritte Reich gelobt. Schon damals hätte man ihn am liebsten von der Bildfläche weggesäbelt. Als er die ehemalige Familienministerin Ursula von der Leyen und ihre Krippenausbaupläne richtigerweise mit den Worten kritisierte, die Denkmuster des Familienministeriums erinnerten »in beklemmender Weise« an die »Ideologie der staatlichen Fremdbetreuung von Kindern in der untergegangenen DDR«, und wer mit staatlicher Förderung Mütter dazu verleite, ihre Kinder bereits kurz nach der Geburt in staatliche Obhut zu geben, »degradiere die Frau zur ›Gebärmaschine‹«, drehte man ihm in den Medien kurzerhand das Wort im Munde um und behauptete, Mixa würde Frauen als »Gebärmaschinen« bezeichnen. Alle »Gebärmaschinen« des Landes waren empört, die Journaille kochte vor Wut über ihre selbst inszenierte Frechheit! Schon von diesem Zeitpunkt an wurde der Geistliche, der auch das Amt des Militärbischofs innehatte, auf der roten Medienabschussliste ganz oben geführt.



Ganz anders der Grüne Daniel Cohn-Bendit, der die linke Sponti-Szene in Frankfurt in der 68er-Bewegung mit anführte und mit Freunden eine Karl-Marx-Buchhandlung in Frankfurt eröffnete. Der »rote Daniel« tickte zeitweilig so dunkelrot, dass er u.a. den Vorschlag machte, die französische Flagge, die Trikolore, durch eine rote Fahne zu ersetzen. Cohn-Bendit gehört vor allem jedoch zu jenen Grünen-Politikern, die in den 1980er-Jahren mit neuen Gesetzesvorschlägen und -vorhaben für jene pädophilen Erwachsenen Straffreiheit forderten, die sexuelle Kontakte mit Minderjährigen haben. Mit einer erstaunlichen Ausdauer seit Mitte der 1980er-Jahre setzen sich die Grünen dafür ein, dass die Gesetze zum Schutz Minderjähriger §§ 175 und §§ 182 StGB abgeschafft werden sollen. Damit wollten die Grünen schon vor 25 Jahren die Tabus sexueller Kontakte mit Jugendlichen ein für allemal brechen. In einem Gesetzentwurf behaupteten sie, diese Paragrafen »bedrohen einvernehmliche sexuelle Kontakte mit Strafe und dienen damit nicht dem Schutz der sexuellen Selbstbestimmung. Sie behindern die freie Entfaltung der Persönlichkeit …« (Bundestagsdrucksache 10/2832 vom 4. Februar 1985). In Wahrheit schützen diese Gesetze minderjährige Jungen vor homosexuellen Handlungen.

Wie auf dieser Seite berichtet, brachte die Partei der Grünen Anfang 1985 einen Gesetzentwurf ein, der die Verführung von Mädchen unter 16 Jahren zum Beischlaf sowie homosexuelle Handlungen an Kindern und Jugendlichen nicht mehr unter Strafe stellt. Begründung: »die Strafandrohung behindere Kinder und Jugendliche beim Herausfinden der ihnen gemäßen Sexualität«. Auf ihrer Landeskonferenz in Lüdenscheid (März 1985) forderten die Grünen in NRW, dass »gewaltfreie Sexualität« zwischen Kindern und Erwachsenen niemals Gegenstand strafrechtlicher Verfolgung sein dürfe. Sie sei »im Gegenteil von allen Restriktionen zu befreien, die ihr in dieser Gesellschaft auferlegt sind«. Ebenso heißt es: »(...) gewaltfreie Sexualität muss frei sein für jeden Menschen, unabhängig von Alter, Geschlecht oder anderen Merkmalen (...) Daher sind alle Straftatbestände zu streichen, die gewaltfreie Sexualität mit Strafe bedrohen.«

Auch wenn die Grünen damit zunächst nicht wirklich durchkamen, so haben sich ihre Ziele bis heute dennoch allmählich in der Gesellschaft verankert, tiefer, als man es sich je wünschen möchte. Eines der zahlreichen Beispiele neben der inzwischen häufig ausufernden und zuweilen gar durch elterliche Haftstrafen erzwungenen Sexualkundeunterrichtspflicht von Kindern an manchen Schulen ist eine Broschüre der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, die von höchster Stelle, nämlich im Auftrag des Bundesfamilienministeriums, als »Elternratgeber« unter anderem auch an Kitas und Kindergärten verteilt wurde, und die gleichzeitig auch für das deutschsprachige Ausland, die Schweiz und Österreich sechs Jahre (2001 bis 2007) lang Geltung fand. Nur durch heftigste Proteste wahrer Menschenrechtler musste Ursula von der Leyen vor laufenden Kameras einen Rückzieher machen und das Schandwerk wieder vom Markt nehmen. Folgende behördlich abgesegneten Erziehungs-Empfehlungen waren dort u.a. zu lesen:

»Es ist ›nur ein Zeichen der gesunden Entwicklung Ihres Kindes, wenn es die Möglichkeit, sich selbst Lust und Befriedigung zu verschaffen, ausgiebig nutzt‹.« »Wenn Mädchen – nicht einmal drei Jahre alt – ›Gegenstände zur Hilfe nehmen‹, dann sollte man das nicht ›als Vorwand benutzen, um die Masturbation zu verhindern‹.« Dass in den inzwischen durch Gender-Mainstreaming beeinflussten Kindergärten heutzutage Mädchen ermutigt werden, mit Autos zu spielen und die anderen Kinder zu zwicken, während die Jungen Kosmetikkörbe erhalten, sich die Nägel lackieren sollen und Prinzessinnenkleider tragen müssen, fördert die »Offenheit der Kinder für andere sexuelle Einstellungen«.

Das Ganze liegt auf derselben Ebene wie die geschilderten »Befreiungs-Ideologien« der Grünen-Ideologien. Sexuelle Freiheit gehört längst zum Alltag, Pornografie, Veröffentlichungen von Nackt- und Aktaufnahmen finden sich täglich in allen Medien, niemand muckt mehr auf, wenn das Harzer Skigebiet zum Nacktrodelwettbewerb einlädt und 14.000 Besucher sich des dargebotenen Spektakels »erfreuen«. Die Grünen sind doch längst an ihr Ziel gekommen, ihre Sympathisanten füllen inzwischen die Redaktionsräume der Medien, niemand will unmodern, verstaubt und spießig erscheinen, wie etwa der ungeliebte Bischoff Mixa, der Fremdworte wie »Werte«, »Familie« und »Erziehung« benutzte.

Wie schrieb der ehemalige Odenwaldschüler Daniel Cohn-Bendit unter dem Titel Der Basar? »Ich habe in diesem Kindergarten zwei Jahre lang gearbeitet. … Mein ständiger Flirt mit allen Kindern nahm bald erotische Züge an. Ich konnte richtig fühlen, wie die kleinen Mädchen von fünf Jahren schon gelernt hatten, mich anzumachen. Es ist kaum zu glauben. Meist war ich ziemlich entwaffnet. (...) Es ist mir mehrmals passiert, dass einige Kinder meinen Hosenlatz geöffnet und angefangen haben, mich zu streicheln. Ich habe je nach den Umständen unterschiedlich reagiert, aber ihr Wunsch stellte mich vor Probleme. Ich habe sie gefragt: ›Warum spielt ihr nicht untereinander, warum habt ihr mich ausgewählt und nicht andere Kinder?‹ Aber wenn sie darauf bestanden, habe ich sie dennoch gestreichelt.«

Es wird schwer werden, die unterschiedlichen Schicksale des ehemaligen Bischofs Mixa und des agilen Grünen-Europa-Politikers Cohn-Bendit irgendeinem Menschen auf dieser Welt, der überhaupt noch bei Verstand ist, auch nur ansatzweise logisch und verständlich erläutern zu können, denn hier wird offensichtlich mit zweierlei Maß gemessen. Nicht möglich indes ist es, sich als Medienmitarbeiter, der sich an der beispiellosen Hetze und unbarmherzigen Treibjagd auf Walter Mixa beteiligt hat, der geistigen Verantwortung zu entziehen. Wer als Journalist hier mitmacht, macht sich schuldig! Wer darüber schweigt, übrigens auch!



Mittwoch, 12.05.2010
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Ermittlungen gegen Mixa eingestellt






Missbrauch nein, Gewalt ja: Gegen den zurückgetretenen Augsburger Bischof Mixa wird nicht mehr wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger ermittelt. Ein Sonderermittler nannte aber Vorwürfe der „schweren körperlichen Züchtigung“ glaubhaft. Die Taten sind schon verjährt.

14. Mai 2010 Der Verdacht des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger gegen den zurückgetretenen Augsburger Bischof Walter Mixa hat sich nicht erhärtet. Die Staatsanwaltschaft Ingolstadt stellt ihre Vorermittlungen ein. „Ein Tatnachweis hinsichtlich eines sexuellen Missbrauchs ist nicht zu führen“, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Helmut Walter am Freitag der dpa. Die „Augsburger Allgemeine“ berichtete ebenfalls über die Einstellung der Vorermittlungen.

Unterdessen werden die Gewaltvorwürfe massiver. „Sonderermittler“ Sebastian Knott hat den vorläufigen Abschlussbericht über das Verhalten Mixas als Stadtpfarrer von Schrobenhausen gegenüber Kindern aus einem örtlichen Heim sowie über sein Finanzgebaren als Vorsitzender des Stiftungsrates jenes Heimes vorgelegt. So soll Mixa oft mit der Faust und einem Stock zugeschlagen haben. Die Aussagen der ehemaligen Heimkinder aus dem Kinderheim St. Josef seien glaubwürdig, erläuterte Knott. Einige seien während der Gespräche in Tränen ausgebrochen. Ein Mädchen sei unter den Schlägen zusammengebrochen. „Er sagte oft Sätze wie: „In Dir ist der Satan, den werde ich Dir schon austreiben““, zitierte Knott einen ehemaligen Heimjungen. Die dort beschäftigten Nonnen hätten Mixa oft mit den Worten „Hau nei...hau nei...“ angestachelt. Strafrechtlich seien die Vorwürfe allerdings verjährt.

Mixa als Opfer „altliberaler“ Kräfte?
Bis auf das späte Eingeständnis, möglicherweise die eine oder andere „Watschen“ ausgeteilt zu haben, hat Mixa alle Vorwürfe wegen seiner Lebens- und Amtsführung stets von sich gewiesen. Ende April wandte sich Mixa indes mit der Bitte an Papst Benedikt XVI., er möge ihn vom Amt des Bischofs von Augsburg und des Katholischen Militärbischofs für die Deutsche Bundeswehr entpflichten. Nach einem Gespräch mit dem Freiburger Erzbischof Zollitsch, dem Erzbischof von München und Freising, Marx, und dem Augsburger Weihbischof Losinger nahm der Papst den Rücktritt Mixas am vergangenen Samstag an. Der 69 Jahre alte Geistliche hielt sich damals seit vierzehn Tagen in einer Schweizer Klinik auf, die über ausgedehnte psychiatrische Abteilungen verfügt.

Die Annahme des Rücktritts wurde von der Meldung überschattet, dass das Bistum Augsburg Hinweise auf mutmaßliche Verfehlungen Mixas als Bischof von Eichstätt gegenüber Minderjährigen der Staatsanwaltschaft zugeleitet habe. Diese waren dem Bistum Augsburg in glaubhafter Weise aus Eichstätt zugetragen worden und wurden daraufhin Gegenstand von Gesprächen mit der Münchner Generalstaatsanwaltschaft, Erzbischof Marx und Erzbischof Zollitsch. Der Verdacht wurde auch Mixa zugetragen. Daraufhin machte eine von katholischen Ultrakonservativen betriebene Website, auf der Mixa als Opfer „altliberaler“ Kräfte in der Kirche dargestellt wird, einen Mann namhaft, der das Opfer Mixas gewesen sein soll. Der heute 26 Jahre alte vormalige Eichstätter Dom-Ministrant ließ dann über einen Anwalt verbreiten, er sei das vermeintliche Opfer Mixas nicht.

In den Reihen der Justiz wie in der Kirche waren die Vorhaltungen gegen Mixa unter anderem deswegen nicht abgetan worden, weil es in den Bistümern Augsburg und Eichstätt Geistliche gibt, denen sich Stadtpfarrer Mixa unsittlich genähert haben soll. Entsprechende Aussagen der damals noch angehenden Priester befinden sich in dem Dossier, das Papst Benedikt XVI. vorlag, als er über den Rücktritt Mixas entschied.

Text: D.D., F.A.Z. / FAZ.NET mit dpa
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