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GEFANGEN IM NETZ EINES MACHTAPPARATES


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Rolf

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CHRISTLICHE GEMEINDE .GEFANGEN IM NETZ EINES MACHTAPPARATES



GEFANGEN IM MACHTAPPARAT-DIE ENTTARNUNG (Buchauszug)




Aber das ist ja ein ganzes System, ein einziger, großer Machtapparat! Ich war ja im Netz dieses Menschen gefangen!"

Enttarnung
Nach und nach werden in einer geistlich wachen Gemeinde mehrere Gemeindeglieder merken, dass irgendetwas nicht stimmt. Vielleicht finden sie dafür keine Worte, spüren aber in sich eine Leere und etwas Falsches.
Johannes ermahnt uns zur Vorsicht, damit wir unser Vertrauen nicht allzu leichtfertig auf Menschen setzen: "Meine Lieben", schreibt er, "glaubt nicht jedem Geist! Prüft die Geister, ob sie von Gott sind. Denn viele falsche Propheten sind ausgegangen in die Welt" (1.Joh. 4,1). Im Buch der Offenbarung ist von einer Gemeinde die Rede, die Leute "auf die Probe gestellt" hat, "die sich Apostel nennen und es nicht sind" und die sie "als Lügner erkannt" hat (Offb. 2,2).
In unseren Tagen ist man allzu schnell dabei, irdische Erfolge als Echtheitsbeweis anzusehen: "Dieser Mann hat ungeheuren Zulauf, deshalb muss Gott mit ihm sein", oder: "Diese Bewegung wächst, deshalb muss es der Heilige Geist sein, der dieses Wachstum bewirkt", oder: "Dieser Wunderheiler muss ein auserwähltes Werkzeug des Herrn sein, denn durch seine Hände geschehen mächtige Dinge." Hier sei nur an das Wort Jesu, Matthäus 24,24, erinnert: "Es wird mancher falsche Prophet auftreten, und sie werden große Zeichen und Wunder tun, um womöglich sogar die Auserwählten irrezuführen."

Manche wiederum nehmen den Widerstand, den gewisse Personen oder Bewegungen erleben, als Echtheitsbeweis: "Alles Neue, das von Gott kommt, erlebt Widerstand. Deshalb muss auch alles Neue, das Widerstand erfahrt, von Gott sein." Das ist ein gedanklicher Kurzschluss.

Die Bibel und die Kirchengeschichte führen uns viele Beispiele von Menschen und Bewegungen vor Augen, die Widerstand erfuhren oder Erfolg hatten, aber dennoch ein großes Unglück für die Sache Gottes waren. Deshalb müssen wir wachsam sein und die falschen Führer samt ihren Anhängern entlarven, bevor sie ihre Ziele erreichen.
Ein Machtmensch muss nicht nur auf der Ebene der Gemeinde entlarvt werden, sondern auch gegenüber den Individuen, die seine Opfer geworden sind. Darin liegt der Schlüssel zur Rettung. Sirnes hebt hervor, dass die Taktik dieser Leute nicht mehr funktioniert, sobald sie entlarvt worden sind. "Es ist Unsinn, wütend zu sein, wenn keiner Angst hat", sagt eine norwegische Volksweisheit. Machtmenschen leben davon, dass ihre Taktik undurchschaubar ist. Sie operieren hinter Tarnungen und vernebeln ständig ihre tatsächlichen Absichten.
Immer wieder habe ich mit den Opfern solcher Machtmenschen zusammengesessen und habe erlebt, wie sich der Nebel gelichtet und der Schleier gehoben hat. In der Regel bedarf es dazu nicht vieler Worte. Oft braucht man als Seelsorger überhaupt nichts zu sagen. Wer die Gelegenheit bekommt, das erlebte Chaos zu schildern - und zwar einem Menschen gegenüber, der nicht skeptisch ist, sondern verständnisvoll und teilnehmend -, sieht den Zusammenhang sehr oft von selbst. Zu fühlen - vielleicht zum ersten Mal im Leben -, dass einem aufs Wort geglaubt wird, dass jemand dasitzt und einem zuhört und das Unglaubliche für wahr hält, das kann solch eine befreiende Wirkung haben, dass man geradezu meint, man könne die Steine hören, die da von einem Herzen fallen. Einen Augenblick später kann sich der Seelsorger freuen, wenn er merkt, wie sich die Muskelanspannung seines Gegenübers löst und wie sich ein armer, geplagter Mensch bequemer in den Sessel fallen lässt und sich entspannt. Innere Spannungen lockern sich, und Knoten werden gelöst. Kurz danach folgen die Worte: "Jetzt verstehe ich alles. So hängt das alles zusammen!
Aber das ist ja ein ganzes System, ein einziger, großer Machtapparat! Ich war ja im Netz dieses Menschen gefangen!"

Es gibt Menschen, die längere Zeit Hilfe und Begleitung brauchen; aber es gibt auch Beispiele von Menschen, die nach geschehener "Enttarnung" innerhalb von wenigen Minuten aus der Gefangenschaft befreit waren.
Vor allem soll man keine langen Briefe schreiben. Ich kann nicht zählen, wie viele solcher Briefe ich gelesen, gehört oder zitiert bekommen habe. In diesen Ausführungen legen schreibgewandte, ehrliche und redliche Christen dem Machtmenschen ihre Argumente dar. Er liest sie mit einem triumphierenden Lächeln. Er genießt sie. Man schreibt ja über ihn!
Er unterstreicht bestimmte Ausdrücke, die ungeschickt und unklug formuliert sind, um sie beim nächsten Zusammenstoß als eigene Argumente zu benutzen: "Man hat mir Briefe geschrieben. Darin wird angedeutet, ich sei lieblos und hochmütig.
Kann es so schlimm kommen? Ja - so schlimm kann es sein.

Sollen terrorisierte Gemeindeglieder diesen Menschen vergeben? Ja, das sollen sie! Jesus hat uns gelehrt, dass Vergebung grenzenlos ist. Falls man es aber für notwendig erachtet, die Vergebung gegenüber dem Machtmenschen auch in Worten auszudrücken, hüte man sich sehr davor, dass man ihm nicht ein weiteres Werkzeug für seinen Machtkampf in die Hände spielt. Leider ist Folgendes schon oft passiert: Der Machtmensch schlägt erneut zu, physisch oder psychisch. Setzt sich das Opfer zur Wehr, heißt es: "Du hast versprochen, alles zu vergeben.

Soll man für ihn beten? Diejenigen, die in seiner Macht waren oder sind, sollen nicht für ihn beten, weil sie dadurch leicht eine emotionale Bindung aufrechterhalten. Wenn sie selbst befreit werden wollen, müssen sie sogar diese Art von Verbindung durchschneiden. Aber sie können andere um Fürbitte ersuchen. In diesem ganzen Kampf können sie Gottes Wort praktisch anwenden, das uns auffordert, fest zu stehen und uns nicht unter das Joch der Sklaverei zu begeben (Gal. 5,1).
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