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Inhalt kostenloser Bibelfernkurs


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29 Antworten in diesem Thema

#1
Rolf

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Der angebotene Bibelfernkurs umfasst 28 Lektionen. Nachfolgend möchte ich den Inhalt in Kurzform vorstellen.




Lektion 1



Das Buch für Leute von Heute




Zu schwierig, ein alter Hut, nur etwas für ganz Fromme? Die Bibel räumt mit diesen Vorurteilen auf.

Unsere Generation ist verunsichert

Trotz der Erfolge von Wissenschaft und Technik stehen wir vor einem Berg ungelöster Fragen:

* Was tun gegen eine globale Umweltverschmutzung?
* Wie können Krieg und Terrorismus beendet werden?
* Wodurch kann Arbeitslosigkeit abgebaut und unser Lebensstandard gesichert werden?
* Was tun gegen Hunger, Aids, Krebs und Naturkatastrophen?
* Wie können persönliche Probleme wie Streß, Angst, Einsamkeit, Ehe- und Beziehungsfragen bewältigt werden?
* Auch die Fragen nach dem Sinn des Lebens beunruhigen uns immer wieder: Woher komme ich? Warum lebe ich? Wohin gehe ich?

Die Bibel hat zu den aktuellen Problemen Entscheidendes zu sagen. Deshalb lohnt es sich, sie zu lesen.
Hautnah erlebt

Viele Menschen können mit der Bibel nichts anfangen. Sie meinen, das Bibellesen bringe nichts. Zugegeben, der Wert der Bibel bietet sich nicht wie Schleuderware an. Aber wer sich wirklich einmal mit ihr beschäftigt, profitiert mit Sicherheit davon. Er wird eine besondere Erfahrung mit dem Urheber dieses Buches machen.

Erfahrungswerte

„Ich bin krank und habe oft große Schmerzen. Für mich ist die Bibel echte Lebenshilfe. Ich lerne jeden Tag, daß Gott lebt und keine Fehler macht."

K. E. (Hausfrau)

„Manchmal wird man durch die vielen Meinungen und die Lehren von ,Weltverbesserern' verunsichert. Deshalb brauche ich die klaren Aussagen Jesu."

M. G. (Student)

„Schon immer wollte ich die Bibel besser kennen lernen. Durch diesen Kurs bin ich dazu gekommen. Die Bibel kann uns in jeder Lebenssituation weiterhelfen. Gott ist für mich nicht mehr tot, sondern er hat wieder zu leben begonnen."

V. K.

„Ich lese in der Bibel, weil sie wie ein Spiegel ist, in dem ich mich selbst erkenne. Sie zeigt mir meinen Zustand in allen Lebenslagen, meine ererbten Anlagen und meinen Charakter. Selbst in Niederlagen und Verzweiflung gibt es nichts Besseres als dieses Buch. Nichts heilt und hilft so gut wie die Bibel."

Dr. H. M.

In eigener Sache

Die Bibel will uns zeigen, wie Gott wirklich ist und was er uns schenken möchte. Sie ermutigt uns, mit Gott zu leben. Wenn er auf unserer Seite steht, können wir gelassener in die Zukunft schauen:

„Fürchte dich nicht, ich stehe Dir bei! Hab keine Angst, ich bin dein Gott! Ich mache dich stark, ich helfe dir, ich schütze dich mit meiner siegreichen Hand.“

Jesaja 41,10

Außerdem erfahren wir in der Bibel alles über Gottes Absicht mit uns Menschen:

„Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.“

Johannes 3,16



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#2
Rolf

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Lektion 2


Erstaunliche Tatsachen



Ein Buch erobert die Welt. Die Entstehung und Einmaligkeit der Bibel

Jährlich werden mehr als 627 Millionen Bibeln und Bibelteile verbreitet. Dieses außergewöhnliche Buch ist heute der absolute Bestseller. In 2233 Sprachen und Dialekten kann man es inzwischen lesen.

Die Bibel findet man in fast allen Ländern der Welt. Menschen der verschiedensten Nationalitäten suchen darin Trost und Hilfe und möchten durch sie mehr über Gott und Jesus erfahren. Sie alle haben erlebt, dass die Bibel jedem Menschen etwas zu sagen hat. Aber was ist so faszinierend an diesem Buch? Und wie ist es entstanden?

Berichte - Briefe - Botschaften

Das Alte Testament wurde zwischen 1400 und 400 v. Chr. geschrieben, das Neue Testament zwischen 50 und 100 n. Chr. Die Bibel entstand also in einem Zeitraum von 1500 Jahren. Die frühesten Teile der Bibel sind damit schon 3400 Jahre alt.

Das Alte Testament

Im Alten Testament finden wir Berichte, wie Gott in das Leben von Menschen eingegriffen und ihnen geholfen hat. Ihre Schreiber kamen aus unterschiedlichen Kulturen und Berufen. Unter ihnen waren Hirten und Staatsmänner, Priester, Könige und Gelehrte. Ihre Schriften wurden zusammengetragen, geordnet und sorgfältig aufbewahrt. Diese Zusammenstellung von 39 Büchern ist gemeint, wenn Jesus von „der Schrift“ spricht (Lukas 24,27).

Das Neue Testament

Die von Paulus, Petrus, Johannes und anderen Aposteln geschriebenen Briefe wurden von den Empfängern abgeschrieben und an andere christliche Gemeinden weitergeleitet (Kolosser 4,16). So entstanden Sammlungen dieser Briefe. Darüber hinaus schrieben die ersten Christen nieder, was Jesus getan und gesagt hat. Diese Bücher nannte man „Evangelien“ (Lukas 1,1-4). Insgesamt umfasst das Neue Testament 27 Schriften.

Die Bibel

Altes und Neues Testament bilden zusammen die Bibel. Sie ist die Grundlage des christlichen Glaubens und wird auch „Heilige Schrift“ genannt. Das Wort „Bibel“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Buch“.



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#3
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Lektion 3



Fingerabdrücke Gottes




Wir können Gott nicht beweisen, aber wir können ihn erfahren. Wir müssen nur für ihn offen sein.

In der Fußgängerzone einer Großstadt stehen Jugendliche an einer Tafel mit der Aufschrift: „Wir suchen die besten Argumente gegen Gott." Passanten äußern sich spontan:

„Ob Gott existiert, interessiert mich nicht! Ich lebe einfach mein Leben.“

„Ich glaube nur, was ich sehe.“

„Gott gibt es nur in der Phantasie. Er ist wissenschaftlich nicht beweisbar.“

„Gott? Nur für Kinder und alte Leute!“

„Für mich ist Gott gestorben. Das war, als mein Mann und meine beiden Kinder bei einem Autounfall tödlich verunglückten.“

„Ja, warum lässt ein Gott der Liebe so viel Elend und Ungerechtigkeit zu?“

„Hören Sie mir auf mit Gott! Der wurde nur als Vorwand benutzt, um Menschen zu unterdrücken und auszubeuten.“

Andere Passanten sind nicht einverstanden, dass hier nur Argumente gegen Gott gesammelt werden. Sie glauben, dass Gott lebt und für uns da ist.


Gottesvorstellungen

Obwohl wir Gott nicht beweisen können, haben viele von uns bestimmte Vorstellungen über ihn. Auf religiösen Gemälden wird Gott manchmal als alter Mann mit Bart dargestellt – ein Bild, das sich bei vielen tief eingeprägt hat.

Wir machen uns nicht nur über das Äußere Gottes Gedanken, sondern auch über seine Eigenschaften. So entstehen die unterschiedlichsten Gottesbilder. Die einen stellen sich ihn als einen strengen Richter vor, der alles kontrolliert. Er macht ihnen Angst. Andere glauben, dass Gott sie wie ein liebevoller Vater beschützt und durchs Leben führt. – Glücklicherweise sind wir bei unseren Vorstellungen von Gott nicht auf bloße Vermutungen angewiesen. Deshalb trifft der Ausspruch des Philosophen Feuerbach nicht zu: „Der Mensch schuf Gott nach seinem Bild.“ Gott selbst macht viele Aussagen über sein Wesen. Wir können sie in der Bibel nachlesen. Wenn wir unsere Vorstellungen über Gott immer wieder an diesen Aussagen ausrichten, besteht keine Gefahr, dass wir uns ein falsches Bild von ihm machen.
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#4
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Lektion 4



Die Frage nach dem Warum

Millionen Menschen auf der Welt leiden unter Krankheit, Armut, Hunger oder Krieg. Sieht Gott tatenlos zu?

Kinder fragen uns manchmal Löcher in den Bauch und geben keine Ruhe, bis wir mit unserem Latein am Ende sind. Nicht immer geht es ihnen dabei um das Wissen. Hinter dem Warum stehen auch häufig Ablehnung und Kritik. „Warum denn gerade jetzt?“ – „ Warum gerade ich?“ So fragen nicht nur Kinder. Erwachsene kommen oft genauso wenig mit den Anforderungen und Realitäten des Alltags zurecht. Warum müssen auf der Welt so viele Menschen verhungern, wo es doch genügend Nahrungsmittel für alle gibt? Warum gibt es Kriege und Naturkatastrophen? Warum kann die Neunzigjährige nicht sterben, obwohl sie schon so lange mit ihrem Leben abgeschlossen hat, und warum wird der Zwanzigjährige mitten aus dem Leben gerissen?

Täglich werden wir mit Leid konfrontiert. Auch wenn es uns selbst gut geht, so stoßen wir doch in unserer Umgebung immer wieder auf Probleme und menschliche Katastrophen. Kein Wunder, dass wir Fragen stellen und nach einem Schuldigen suchen.

Schwer stützt sich der junge Mann auf die Armlehnen seines Rollstuhls. Sein Gesicht ist voller Bitterkeit. Seit jenem schrecklichen Abend hat sich sein Leben verändert. Dabei wollte er nur mit dem Motorrad in die Stadt fahren. Doch ein Auto hatte ihn erfasst. Nun sitzt er querschnittsgelähmt im Rollstuhl.

Der junge Mann hatte eine gute Stellung. Er war erfolgreich, anerkannt und hatte viele Freunde. Jetzt aber ist er allein und abgeschrieben. Kaum einer kümmert sich um ihn. Auch seine Frau hat ihn verlassen: „Ich möchte mein Leben nicht mit einem Krüppel verbringen.“ Das hat ihn tief getroffen.

Sein Leben scheint ihm sinnlos zu sein. Vorwurfsvoll fragt er: „Warum hat Gott das zugelassen? Warum hat er mich nicht beschützt? Was habe ich getan, dass ich so leiden muss?“


Ursache und Wirkung

Die Bibel berichtet uns, dass Gott diese Erde vollkommen erschaffen hat.

„Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut.“

1. Mose 1,31

Es gab kein Leid auf dieser Erde. Aber dann entschied sich der Mensch gegen Gott (1. Mose 3,1-19). Er vertraute Satan mehr als seinem Schöpfer. Doch wer sich von Gott trennt, der das Gute, die Liebe und das Leben ist, verfällt dem Bösen, dem Hass und dem Tod. Seitdem muss der Mensch Schmerzen ertragen, hart arbeiten, um sein Leben kämpfen und schließlich sterben. Leid ist nun ein Bestandteil seines Lebens. Ohne Gott geht es eben in die Dunkelheit.

„Deshalb, wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und der Tod durch die Sünde, so ist der Tod zu allen Menschen durchgedrungen, weil sie alle gesündigt haben.“

Römer 5,12
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#5
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Lektion 5



Anfang ohne Ende

Wie die Teile eines Puzzles fügen sich die einzelnen Teile der Bibel zu einem Ganzen zusammen.

Puzzle-Spiele sind beliebt. Sie bestehen aus vielen Elementen, die richtig zusammengesetzt ein Bild ergeben. Ein Teil oder auch einige wenige lassen meistens noch nicht erkennen, was es darstellen soll. Ich muss die einzelnen Teile zusammenfügen, bis ein Gesamtbild entsteht.

Bei der Bibel ist das ähnlich. Oft werden die hier geschilderten Begebenheiten erst im Nachhinein oder in Verbindung mit anderen Ereignissen verständlich. Um zu begreifen, was Gott uns sagen will und was er vorhat, dürfen wir uns deshalb nicht auf kleine Ausschnitte verlassen. Wir brauchen einen umfassenden Überblick.

Gott hat einen Plan mit uns, weil er uns liebt. Davon können wir ausgehen. Wichtige Ereignisse sprechen dafür. Dieser Plan läuft wie ein roter Faden durch die Bibel.



Worauf man sich verlassen kann

Weil die Menschheit sich wieder von ihm abwandte, wollte Gott von nun an die Welt durch ein besonderes Volk zum Guten beeinflussen. Als Gründer eines solchen Volkes wählte er Abraham aus.

„Und ich will dich zum großen Volk machen und will dich segnen und dir einen großen Namen machen, und du sollst ein Segen sein ... und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden.“

1. Mose 12,2.3

Diesen Bund erneuerte Gott mit Abrahams Sohn Isaak (1. Mose 26,3-5) und dessen Sohn Jakob. Jakob, der auch Israel heißt, zog mit seiner Familie nach Ägypten. Dort vermehrten sich die Israeliten so stark, dass sie sich über das ganze Land ausbreiteten. Als die Ägypter sie deswegen unterdrückten und versklavten, befreite sie Gott durch Mose. Für die Israeliten war Gott deshalb der Befreier und Erlöser aus der Sklaverei. Am Berg Sinai schloss Gott schließlich mit diesem Volk einen Bund. Nach 2. Mose 19,5.6 sollte Israel Gottes Eigentum, ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein.

Damit hatte Israel den Auftrag, den anderen Völkern auf allen Gebieten ein Vorbild zu sein und sie auf den Schöpfergott hinzuweisen.

Gott gab diesem Volk auch sein Gesetz, insbesondere die Zehn Gebote (2. Mose 20,1-17). Sie regeln das Zusammenleben der Menschen und das Verhältnis zu Gott.


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#6
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Lektion 6



Er lebt für dich



Jesus Christus – Hoffnung und Ärgernis. Wer ist er wirklich?

In den Straßen Jerusalems drängt sich die Menge. Festtage stehen bevor. Überall fröhliches Treiben – doch plötzlich große Aufregung. Ein römisches Hinrichtungskommando prügelt einen Gefangenen durch die Gassen. Die Leute weichen zurück. Unter den Flüchen der Römer stolpert der Geschundene voran, auf dem Rücken einen schweren Holzbalken. Draußen vor der Stadt wird er schließlich mit zwei Verbrechern hingerichtet, ans Kreuz geschlagen.

Wer ist der Mann? Jesus, geboren in Bethlehem, aufgewachsen in Nazareth. Bis zum 30. Lebensjahr war er Zimmermann. Danach dreieinhalb Jahre Wanderprediger. Seine Reden und Taten zogen die Massen an. Jetzt hängt er hier am Kreuz. Keiner steht mehr zu ihm. Alles scheint vorbei zu sein.

Warum hatte man ihn gekreuzigt?


Falsche Ewartungen

Seine Jünger verbanden mit ihm Hoffnungen, die sich jedoch nicht erfüllten (Lukas 24,21). Für jüdische Gelehrte war er ein Gotteslästerer und die Menschen anderer Völker spotteten über seine Botschaft (1. Korinther 1,23).

Angehörige seines Volkes liebten ihn, lauschten gespannt seinen Predigten und freuten sich über das, was er tat (Lukas 13,17). Menschen, die er von Krankheiten geheilt hatte, waren ihm von Herzen dankbar (Lukas 18,43). Manche aber waren enttäuscht, weil er die Römer nicht aus dem Land jagte (Matthäus 22,17.21). Andere ärgerten sich, weil er sich auch um Randgruppen kümmerte.

Seine Gegner machten ihm schließlich den Prozess. Aber alle Anklagen erwiesen sich als gegenstandslos. Sie reichten nicht für seine Verurteilung!

Nach ergebnisloser Gerichtsverhandlung beschwor ihn der Hohepriester:

„Ich stelle dich unter Eid und frage dich im Namen des lebendigen Gottes: Bist du der versprochene Retter? Bist du der Sohn Gottes? Jesus antwortete: Ja! Aber ich sage euch, von jetzt an gilt: Ihr werdet den Menschensohn an der rechten Seite des Allmächtigen sitzen und auf den Wolken des Himmels kommen sehen! Da zerriss der Oberste Priester sein Gewand und sagte: Das ist eine Gotteslästerung! Wir brauchen keine Zeugen mehr! Ihr habt es ja selbst gehört. Wie lautet euer Urteil? Er hat den Tod verdient.“

Matthäus 26,63-66, Die Gute Nachricht


Nimm Jesus!

Das ist wirklich Evangelium, gute Nachricht: Jesus ist für uns gestorben! Aber noch mehr: Er hat den Tod besiegt und ist auferstanden! Jesus lebt (Matthäus 28,1-8)! Wie ein Anwalt vertritt er uns nun bei Gott.

„Wer will verdammen? Christus Jesus ist hier, der gestorben ist, ja vielmehr, der auch auferweckt ist, der zur Rechten Gottes ist und uns vertritt.“

Römer 8,34

„Daher kann er auch für immer selig machen, die durch ihn zu Gott kommen; denn er lebt für immer und bittet für sie.“

Hebräer 7,25

Es reicht nicht, wenn wir über Jesus, seinen Tod, seine Auferstehung und Fürsprache Bescheid wissen. Das Evangelium wird erst dann für uns eine gute Nachricht, wenn wir uns Jesus wie einem guten Freund anvertrauen, seinen Zusagen glauben und seinen Anweisungen folgen. Erst dann ist er unser persönlicher Erlöser. In allen Fragen des Lebens erfahren wir dann, wie er uns führt. Wir können zu unserer Schuld stehen, weil Jesus uns vergibt. Und wir sehen, wie sich unser Leben durch Gottes Einfluss ändert.

Deshalb: Nimm Jesus!

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#7
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Lektion 7



Glauben ist Vertrauenssache



Glauben bedeutet nicht nur zu wissen. Wer glaubt, ist der Wahrheit auf der Spur.

„Ich glaube, dass morgen die Sonne scheint.“ – „Ich glaube, es ist halb acht.“

Das hört man immer wieder. Wir sagen glauben und verstehen darunter denken, annehmen, vermuten, hoffen, meinen oder auch für wahr halten. Oft reden wir von „glauben“, wenn wir etwas nicht genau wissen.

Im Deutschen ist das Wort „glauben“ verwandt mit „geloben“. Das meint, einem anderen die Treue zu versprechen, sich ihm anzuvertrauen und eine Beziehung mit ihm einzugehen.

In der Bibel hat „glauben“ eine ähnliche Bedeutung. Glauben heißt im Hebräischen ergreifen, festhalten, treu sein. Im Griechischen beinhaltet „glauben“ für wahr halten (Matthäus 24,26), vertrauen und treu sein. Auch hier geht es um die Beziehung zwischen Personen. Wenn wir sagen: „Wir glauben an Jesus“, dann meinen wir damit, dass wir eine persönliche Beziehung zu ihm haben und ihm vertrauen. Damit dieses Vertrauen entstehen kann, berichtet die Bibel ausführlich über Jesus Christus und sein Leben.

„Diese aber sind geschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben das Leben habt in seinem Namen.“

Johannes 20,31


Vertrauen gewinnen

Ein Mann begegnet einer Frau. Beide zeigen Interesse füreinander. Sie treffen sich öfter. Sie lernen sich kennen und verstehen. Der andere ist für sie nicht nur sympathisch, sie fühlen sich zu ihm hingezogen. Dann gestehen sie einander ihre Liebe. Von nun an verbringen sie so viel Zeit wie möglich miteinander. Schließlich beschließen sie zu heiraten. Jeder verspricht dem andern, ihm treu zu sein. Von nun an leben sie miteinander und sind für den anderen da.

Vielleicht haben sie sich gesagt: „Ich liebe dich. Ich vertraue dir. Ich nehme dich so, wie du bist. Ich glaube an dich. Ich halte zu dir.“ Auf dieser Grundlage ist eine gute Beziehung möglich.


Glauben mit Verstand

Glauben ist manchmal ein Kampf mit der Vernunft. Es scheint dann gegen alle Logik und Erfahrungswerte zu sprechen, auf Jesu Zusagen zu vertrauen. Doch der Glaube hält alles für möglich. Er rechnet mit Jesus und seinen unbegrenzten Möglichkeiten. In Lukas 5,1-11 lesen wir die Geschichte von der Erfahrung des Petrus. Petrus hatte die ganze Nacht keine Fische gefangen. Dann befahl ihm Jesus, am helllichten Tag seine Netze auszuwerfen. Obwohl das für den Fischer Petrus völlig unverständlich war, sagte er:

„Auf dein Wort will ich die Netze auswerfen.“

Lukas 5,5

Glauben heißt also nicht, Utopisches zu erbitten, sondern dem Wort Jesu zu vertrauen. Petrus hatte keine Garantie, sondern nur das Wort Jesu. Darauf konnte er sich verlassen. Wie vernünftig das war, zeigte sich wenig später:

„Und als sie das taten, fingen sie eine große Menge Fische, und ihre Netze begannen zu reißen.“

Lukas 5,6

Da tut sich was

Petrus kannte Jesus. Er vertraute ihm und wusste: Dieser Mann belügt mich nicht. Deshalb ordnete er seine eigenen Überlegungen Jesus unter. Er war gehorsam, und das war ein Beweis für die Echtheit seines Glaubens. Die Bibel sagt:

„Genauso ist es auch mit dem Glauben: Wenn aus ihm keine Taten hervorgehen, ist er tot.“

Jakobus 2,17; Die Gute Nachricht

Reine Gefühlssache?

Gefühle sind leicht zu beeinflussen. Sie können täuschen und sind wechselhaft. Nicht immer kann man sich auf sie verlassen. Deshalb ist es gut, dass sich der Glaube nicht allein auf Gefühle, sondern auf Jesus gründet. Von ihm wird gesagt:

„Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit.“

Hebräer 13,8

„Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte werden nicht vergehen.“

Matthäus 24,35

„Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“

Matthäus 28,20

Wer hat, der hat!


Auf Jesus und sein Wort können wir uns verlassen. Wer an ihn glaubt, ist sich sicher: Ich bin von Jesus angenommen!

„Und das ist das Zeugnis, dass uns Gott das ewige Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohn. Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn nicht hat, der hat das Leben nicht. Das habe ich euch geschrieben, damit ihr wisst, dass ihr das ewige Leben habt, die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes.“

1. Johannes 5,11-13



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#8
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Lektion 8



Einer, der zuhört

Gott lässt mit sich reden. Über alles. Er hört zu und gibt Antwort.

Offenheit, Güte, Liebe, Verständnis, Stärke, Vertrauenswürdigkeit – das alles macht normalerweise einen „guten Vater“ aus. Doch Menschen sind fehlerhaft und unvollkommen. Deshalb haben wahrscheinlich die wenigsten Kinder das Glück, einen solchen Vater zu erleben. Ihre Probleme besprechen sie eher mit Freunden, weil ihr Vater entweder keine Zeit hat oder ihm das Verständnis für die Fragen seines Kindes fehlt.

Dennoch müssen wir unsere Idealvorstellung nicht gleich über Bord werfen. In der Bibel wird Gott oft als ein Vater bezeichnet, der all die Eigenschaften besitzt, die wir uns wünschen. Er hat Zeit für uns. Er versteht und liebt uns. Wir können mit unseren Problemen zu ihm kommen:

„Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten.“

Psalm 50,15

Das Gespräch mit Gott ist keine Einbahnstraße, sondern ein echter Gedankenaustausch. Die Bibel nennt es Beten.



Gott lässt mit sich reden



Wie?

Es gibt viele Möglichkeiten, ein Gespräch zu führen: Zwischen Tür und Angel, während wir Zeitung lesen, fernsehen oder auf der Computertastatur tippen. Doch für einen intensiven Gedankenaustausch müssen wir uns dem anderen ganz zuwenden. Bestimmte Formen können dabei helfen.

Beim Beten können wir niederknien, die Augen schließen und die Hände falten. Das hilft uns, nicht abzuschweifen. Wir können die Worte nur in Gedanken formulieren oder sie laut aussprechen.

Entscheidend ist jedoch, dass wir die Form nicht über den Inhalt stellen. Beten bedeutet auch nicht, dass wir nur auswendig gelernte Verse aufsagen. Wir sollen ganz normal mit Gott sprechen. Ihm sind nicht brillant formulierte Sätze wichtig, sondern die Gemeinschaft mit uns. Je mehr wir uns Gott zuwenden, desto deutlicher und klarer wird er antworten (Lukas 18,1-14).

Wo?

Zum Beten müssen wir nicht in eine Kirche gehen. Jeder Ort, an dem wir ungestört sind, ist für ein intensives Gespräch mit Gott geeignet (Matthäus 6,6). Nichts soll uns dann ablenken. Nicht immer können wir uns zum Beten zurückziehen. Das ist auch nicht nötig. Auch am Arbeitsplatz, in der Schule, in der Küche oder in der Straßenbahn bleibt Gott unser Gesprächspartner. Dann können wir mit ihm in Gedanken reden.

Wann?

Luther sagte einmal: „Wenn ich besonders viel zu tun habe, bete ich doppelt so lange.“

Wer seinen Tag mit einem Gebet beginnt, der findet auch Zeit, alles Dringende zu erledigen.

„Ich aber will des Morgens rühmen deine Güte.“

Psalm 59,17

„Wenn ich mich zu Bett lege, so denke ich an dich, wenn ich wach liege, sinne ich über dich nach.“

Psalm 63,7

Beten ist nicht an feste Zeiten gebunden. Wir sollen auch dann mit Gott sprechen, wenn wir keine Probleme haben. Gott ist keine Feuerwehr, sondern unser Vater.

Paulus ermutigt uns:

„Hört niemals auf zu beten.“

1. Thessalonicher 5,17; Hoffnung für alle

Mit Gott können wir also immer und überall sprechen. Beten ist keine Leistung, durch die wir uns etwas verdienen können. Wir wollen Gott vielmehr in unser ganzes Leben einbeziehen und ihn an allem teilnehmen lassen.
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#9
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Lektion 9



Aufstand gegen Gott



Die Menschen wollten sein wie Gott. Deshalb lehnten sie sich gegen ihn auf.

Wir wollen unser Leben in eigener Regie führen und meinen, alles im Griff zu haben. Was Recht und Unrecht oder gut und böse ist, entscheiden wir selbst. Ob ein Kind zur Welt kommen oder sterben soll, bestimmen wir. Und wir möchten in Zukunft auch sein Aussehen, seine Fähigkeiten und seinen Charakter genetisch festlegen. Gott brauchen wir anscheinend schon lange nicht mehr.

„Das kann ich allein“, sagen Kinder, wenn sie selbstständig werden. Auch wir Erwachsenen meinen oft, wir bräuchten niemanden, der uns hilft. Unsere Entscheidungen treffen wir allein.

Wir haben uns deshalb auch von Gott getrennt, ihn aus unserem Leben gestrichen. Er soll nicht länger über uns bestimmen. Wir wollen uns durch seine Gebote nicht einschränken lassen, auch wenn sie uns vor Verlusten und Gefahren schützen. Selbstbestimmung heißt unsere Devise.

Die Frage nach der Schuld haben wir abgehakt. Weil wir selber bestimmen, was gut und böse ist, darf niemand uns ein schlechtes Gewissen machen. Und trotzdem entschuldigen wir uns ständig und haben Gewissensbisse. Deshalb versuchen wir unsere Schuldgefühle zu verdrängen. Wir spüren, was Sünde ist, wollen es aber nicht wahrhaben. Darum zeigt uns Gott in der Bibel, wohin unser selbstgewählter Weg letztlich führt.


Selbstüberschätzung

Die Geschichte der Sünde ist alt. In 1. Mose 3,1-19 lesen wir, wie sie entstand: Die ersten Menschen wollten sein wie Gott. Deshalb sagten sie sich von ihm los. Sie missachteten das einzige Gebot, das Gott ihnen gegeben hatte. Doch hinterher fühlten sie sich schuldig und wollten sich vor Gott verstecken. Für ihr Verhalten machten sie den anderen verantwortlich. Dieser Bericht enthält wesentliche Aussagen:

* Gott hat die Sünde weder gewollt noch geschaffen.
* Die Menschen haben sich gegen Gott gestellt und wurden ihm ungehorsam.
* Sie ließen sich von der „Schlange“ verführen, Gott nicht länger zu gehorchen. Dieser Verführer wird in der Bibel „Teufel“ (Durcheinanderwerfer) oder „Satan“ (Widersacher, Feind, Gegner) genannt (Offenbarung 12,9). Jesus bezeichnet ihn als „Vater der Lüge und Mörder von Anfang an“ (Johannes 8,44).
* Gott ließ die Menschen aber nicht fallen. Er versprach ihnen, sie von Sünde und Tod zu befreien und den ursprünglichen Zustand wiederherzustellen.


Mehr als Pannenhilfe

Die Trennung von Gott führt uns unweigerlich in den Tod, weil nur er Leben geben kann. Mit dem Tod sind Angst, Hass, Schmerz, Krankheit und Leid verbunden. Davon bleibt keiner verschont. Auch wenn wir unser Leben selbst bestimmen wollen, wir schaffen es nicht, uns von den Folgen der Sünde zu befreien.

Genauso aussichtslos ist der Versuch, uns selbst zu einem „guten Menschen“ machen zu wollen. Die Bibel drückt das in einem Bild aus:

„Kann ein Schwarzer etwa seine Hautfarbe wechseln oder ein Leopard sein geflecktes Fell? Genauso wenig kannst du Gutes tun, die du ans Böse gewöhnt bist.“

Jeremia 13,23; Hoffnung für alle

Auch Soziologie und Psychologie sind hier zum Scheitern verurteilt. Sie können uns zwar helfen, besser mit uns selbst und der Umwelt zurechtzukommen, aber sie bieten keine Lösung für unsere Schuld. Sie befreien uns nicht von der Macht des Bösen. Bloße Pannenhilfe reicht eben nicht aus. Echte Befreiung gibt es nur dort, wo Gott den Menschen neu schafft.

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#10
Rolf

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Lektion 10



Gnade vor Recht



Wir sind verantwortlich für unser Verhalten. Daran führt kein Weg vorbei. Doch Gott übernimmt die Konsequenzen.

Ein Chinese war zum Tod verurteilt worden, weil er im Streit einen Mann erschlagen hatte. Einen Tag vor seiner Hinrichtung besuchte ihn sein Vater im Gefängnis und erklärte ihm, dass er ein freier Mann sei. – Der Kaiser hatte ihn begnadigt, weil sein Vater bereit war, für ihn zu sterben.

Der junge Mann war wie vor den Kopf geschlagen. Das hatte er nicht erwartet! Sein Vater musste ihn sehr lieben! Doch dann sagte dieser mit ernster Stimme zu ihm: „Wenn man mich hingerichtet hat, dann tauche ein weißes Tuch in mein Blut. Jedesmal, wenn du später in Versuchung stehst, etwas Böses zu tun, dann betrachte dieses Tuch und erinnere dich, dass ich für dich gestorben bin. Und vergiss nicht: Du hast nur einen Vater!“

Gnade heißt, dass jemandem die Strafe erlassen wird, die er zu Recht verbüßen müsste. Auf Gnade hat man keinen Anspruch. Zur Gnade ist auch niemand verpflichtet; sie ist ein freies Geschenk.

Deshalb können wir Gnade nicht verdienen. Gott ist uns gnädig, weil wir unser Unrecht selbst nicht wiedergutmachen können und weil er selbst die Strafe dafür auf sich genommen hat.


Unbezahlbar

Gott wendet sich uns zu. Er kehrt unsere Schuld nicht unter den Teppich, er übernimmt sie selbst. Jesus spricht davon in einem Gleichnis (Matthäus 18,23-27): Ein Verwalter hatte bei seinem König unvorstellbar hohe Schulden. Er konnte sie nicht zurückzahlen. Der König bekam Mitleid und verzichtete deshalb auf die Begleichung der Schulden.

Die Rollenverteilung ist klar. Wir sind der Schuldner, Gott der König. Wir bilden uns ein, die Schulden bezahlen, die Fehler wieder gutmachen zu können. Wir wollen uns mit unserer Frömmigkeit, unseren Gebeten und moralisch einwandfreiem Verhalten freikaufen. Dabei ist unsere Schuld absolut unbezahlbar. Deshalb lässt Gott Gnade vor Recht ergehen. Er hat Mitleid mit uns und erlässt uns alles. Doch er verzeiht nicht nur, sondern nimmt auch alle Schuld auf sich.
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#11
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Lektion 11



Fang an zu leben



Leben beginnt mit der Geburt. Wer wiedergeboren ist, lebt wirklich.

Manchmal sagen wir: „Wenn ich bloß noch einmal von vorn anfangen könnte!“ Wie viele Worte möchten wir zurücknehmen, wie viele Taten ungeschehen machen! Doch unser Reden und Tun ist Geschichte. Wir können das Rad der Zeit nicht zurückdrehen, auch wenn wir manches noch so sehr bereuen. Was würden wir geben, wenn wir das alte Leben gegen ein neues eintauschen könnten! Wenn es möglich wäre, einen Strich unter alles zu ziehen, würden wir dieselben Fehler nicht noch einmal machen wollen: Die alten Lügen, die kränkende Rechthaberei, der ständige Egoismus! Aber geht das wirklich?

Immer wieder taucht in der Bibel die Frage auf: Wie kann der sündige Mensch vor dem heiligen Gott bestehen? Ohne radikale Veränderung würde der Mensch nämlich bei einer solchen Begegnung sterben (vgl. Jesaja 6,1-7). Und eine andere Frage: Was geschieht, wenn Gott den Menschen anspricht? Passiert überhaupt etwas? Verändert sich nur das Verhalten, wenn jemand Christ wird? Eins ist klar: Ein neuer Anfang ohne innere Veränderung ist nur eine Fassadenrenovierung. Wie ist aber eine solche Veränderung möglich?


Schritte ins Leben


Von der Umkehr sprach Jesus in einem Bild, als er sich mit dem Gelehrten Nikodemus unterhielt:

„Es sei denn, dass jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.“

Johannes 3,3

Nikodemus verstand das nicht auf Anhieb. Wie soll eine solche Neugeburt aussehen? Jesus antwortete ihm:

„Es sei denn, dass jemand geboren werde aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen.“

Johannes 3,5

Wiedergeburt geschieht also:

Durch Wasser

Das heißt, durch die Taufe des Menschen, der zu Gott umkehrt. Davon ist im nächsten Studienbrief die Rede.

Durch den Heiligen Geist

Die Wiedergeburt ist nicht in erster Linie ein sichtbarer und machbarer Vorgang. Sie wird vielmehr durch den Heiligen Geist bewirkt. Er zeigt uns, was an unserem bisherigen Lebensweg falsch war und was Gott ändern will.

Durch Annahme des Angebotes Gottes

Sie ist der entscheidende Schritt der Wiedergeburt. In einem Gebet sagen wir Ja zu Gott und nehmen seinen Sohn Jesus Christus als unseren Erlöser an. Dabei können wir ganz einfach beten:

„Lieber Vater im Himmel, ich danke dir für das, was du für mich getan hast. Du gabst deinen Sohn für mich. Er ist auch für meine Sünden ans Kreuz gegangen, und du willst mich freisprechen. Ich danke dir, dass du mich liebst, mir die Sünden vergibst und mich rein machst durch das Blut Christi.

Ich danke dir, Herr Jesus Christus, dass du für mich gestorben bist. Ich gebe dir mein Leben. Nimm es an! Mit allem, was ich bin und habe, möchte ich dir gehören und mit dir gehen – jeden Tag! Ich danke dir, dass du nun zu mir kommst und mein Erlöser bist.

Ich danke dir auch, dass du mich durch den Heiligen Geist verändern willst. Ich bitte dich, gestalte mein Leben um. Gib mir die Kraft, dass ich so lebe, wie es dir gefällt. Mache mich liebevoll und freundlich und leite mich in allen meinen Entscheidungen. Amen.“

Sprechen Sie dieses Gebet nach, wenn Sie es bejahen können. Oder benutzen Sie Ihre eigenen Worte. Jesus wird Ihr Gebet erhören! Das wird Ihr Leben von Grund auf verändern.


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#12
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Lektion 12



Wie neu geboren


Die Taufe ist keine religiöse Zeremonie. Sie ist die bewusste Entscheidung für ein Leben mit Jesus Christus.

Wasser. Für uns in Mitteleuropa eine Selbstverständlichkeit. Wir drehen einfach den Hahn auf, und schon können wir baden oder duschen. Wir sprengen den Rasen und benutzen Geschirrspüler und Waschmaschinen. Wir schwimmen und planschen in Badeanstalten, Seen oder privaten Swimmingpools.

Wenn wir aber Bilder aus den trockenen Gebieten Afrikas sehen, werden wir nachdenklich: Frauen drängen sich an trüben Wasserlöchern. Täglich schleppen sie kilometerweit ihre schweren Krüge. Tiere liegen verendet auf verdorrten Steppen, weil seit Jahren kein Regen mehr gefallen ist. Wasser: Das ist Leben, ein blühender Garten, saubere Wäsche und das Gefühl, nach einem erfrischenden Bad wie „neu geboren“ zu sein.



Ein neuer Anfang

Auch in unserem Denken, Fühlen und Handeln können wir „wie neu geboren“ sein. Die Bibel vergleicht das Baden mit dem neuen Anfang eines Menschen mit Gott. Gemeint ist die Taufe. Davon ist in einem Gespräch zwischen Jesus und einem angesehenen Mann die Rede:

„Darauf erwiderte Jesus: Ich sage dir eins, Nikodemus: Wer nicht neu geboren wird, kann nicht in Gottes Reich kommen. Verständnislos fragte der Pharisäer: Was meinst du damit? Wie kann ein Erwachsener neu geboren werden? Er kann doch nicht wieder in den Mutterleib zurück und noch einmal auf die Welt kommen! Aber Jesus wiederholte nur: Eine andere Möglichkeit gibt es nicht: Wer nicht umkehrt und durch Gottes Geist neu geboren wird, kann nicht in Gottes Reich kommen! Ein Mensch kann immer nur menschliches, vergängliches Leben zeugen; aber der Geist Gottes gibt das neue, das ewige Leben. Wundere dich deshalb nicht, wenn ich dir gesagt habe: Ihr müsst neu geboren werden.“

Johannes 3,3-7; Hoffnung für alle

Jesus verglich die Taufe mit einer neuen Geburt. Das verstand der gelehrte Nikodemus nicht sofort. Doch wer sein Leben bewusst Gott übergibt, fängt noch einmal an zu leben. Es ist ein Leben unter der Führung des Heiligen Geistes. Viele Christen sind zwar „getauft“, aber haben sich nicht bewusst für Gott entschieden. Weil sie – ohne gefragt zu werden – schon als Säuglinge „getauft“ wurden, haben sie das Wichtigste im Leben eines Christen verpasst: die Wiedergeburt, den Start in ein neues Leben mit Gott. Gott aber möchte, dass nicht andere für uns entscheiden. Wir selbst sollen zu ihm Ja sagen, weil wir ihn lieben.


Ein neues Leben

Taufe darf keine Form oder fromme Zeremonie sein. Sie ist ein äußeres Zeichen für die innere Veränderung des Menschen. Deshalb sagt Jesus:

„Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden.“

Markus 16,16

Ohne persönliche Glaubensüberzeugung ist eine Taufhandlung sinnlos (Hebräer 11,6). Wasser und Worte bewirken nichts. Erst der Glaube und die Beziehung zu Christus machen die Taufe zu einer Wiedergeburt, zum Anfang eines neuen, sinnvollen Lebens.

Wenn ein Mensch Jesus Christus begegnet, ihn zu lieben beginnt und ihm vertraut, möchte er sich ganz auf seine Seite stellen. In der Taufe erkennt er an, dass er Jesus gehört.

„Und nun, was zögerst du? Steh auf und rufe seinen Namen an und lass dich taufen und deine Sünden abwaschen.“

Apostelgeschichte 22,16

Auch ein äthiopischer Finanzminister lernte Jesus kennen und wollte sich deshalb taufen lassen:

„Als sie bald darauf an einer Wasserstelle vorüberfuhren, sagte der Äthiopier: ‚Dort ist Wasser! Kannst du mich jetzt gleich taufen?‘ Dann ließ er den Wagen halten. Gemeinsam stiegen sie ins Wasser, und Philippus taufte ihn. Nachdem sie aus dem Wasser gestiegen waren, entrückte der Geist des Herrn den Philippus. Der Äthiopier sah ihn nicht mehr, aber er reiste mit frohem Herzen weiter.“

Apostelgeschichte 8,36.38.39; Hoffnung für alle

Der Finanzminister freute sich über sein neues Leben. Aber er ist nicht der einzige:

„Ich sage euch, genauso ist bei Gott im Himmel mehr Freude über einen Sünder, der ein neues Leben anfängt, als über neunundneunzig andere, die das nicht nötig haben.“

Lukas 15, 7; Die Gute Nachricht
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#13
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Lektion 13



Jemand legt Wert auf mich



Kein Mensch ist überflüssig. Gott hat jeden gewollt und liebt ihn.

Es gibt viele Möglichkeiten, den Wert eines Menschen zu bestimmen. Man kann seinen reinen „Materialwert“ berechnen und kommt nur auf ein paar Euro. Üblicher ist es, eine Person nach ihrem Arbeitswert oder Einkommen einzustufen. Besondere Fähigkeiten lässt man sich dabei durchaus etwas kosten. Die schwindelerregenden Ablösesummen für Fußballspieler sind ein gutes Beispiel.

Vielleicht ist uns ein Mensch aber auch deshalb viel wert, weil er über Beziehungen verfügt, von denen wir uns Vorteile versprechen. Er ist uns nützlich. Wertschätzung hat häufig mit direktem oder indirektem Nutzen zu tun. Wer hier nichts zu bieten hat, wird oft als wertlos eingestuft. Er geht in der Masse unter und zählt zu den namenlosen Verlierern.

Bei Gott liegt die Sache ganz anders: Für ihn ist jeder wertvoll!


Ich bin Gottes Kind

Die Bibel beschreibt häufig Eigenschaften, die einen Christen kennzeichnen. Sie alle lassen sich auf folgende Grundlage zurückführen:

„Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Gottes Kinder heißen sollen, und wir sind es auch! Darum kennt uns die Welt nicht; denn sie kennt ihn nicht. Meine Lieben, wir sind schon Gottes Kinder; es ist aber noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden. Wir wissen aber: wenn es offenbar wird, werden wir ihm gleich sein; denn wir werden ihn sehen, wie er ist.“

1. Johannes 3,1.2

Daran gibt es keinen Zweifel

Sind Sie ein Kind Gottes? Können Sie mit einem klaren Ja antworten? Oder sind Sie sich da nicht ganz sicher?

Ein Beispiel soll diese Frage erklären. Wenn Sie jemand fragt: „Sind Sie verheiratet?“, brauchen Sie die Antwort nicht lange zu überlegen. Sie wissen es genau und werden Ja oder Nein sagen. Genauso ist es mit dem Christsein. Sie sollten wissen, ob Sie ein Kind Gottes sind oder nicht. Und Sie können es auch wissen! Die Bibel sagt Ihnen wie.


Keine falsche Bescheidenheit

Weil Jesus sich für unsere Schuld geopfert hat, können wir uns ganz sicher sein: Gott hat uns angenommen! In Jesaja 43,1-4 sagt er es eindeutig. Und weil Gott uns angenommen hat, dürfen wir uns wertvoll fühlen.

Auch Christen sind natürlich Menschen mit Fehlern, Schwächen und Versagen. So mancher mag den Mut verlieren, wenn er auf seine Unvollkommenheit schaut. Andere sind sich ihrer Vollkommenheit ganz sicher und fühlen sich völlig fehlerlos.

Doch Gefühle täuschen. Stimmungen kommen und gehen. Echte Gewissheit, ein Kind Gottes zu sein, gibt es nur im Vertrauen auf Jesus Christus. Er hat am Kreuz auf Golgatha unsere Sünde getragen. Das ist eine unleugbare Tatsache. Darauf beruht unser Glaube.

„Und das ist das Zeugnis, dass uns Gott das ewige Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohn. Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht.“

1. Johannes 5,11.12

Wer Jesus als Erlöser angenommen hat, darf sich sicher sein, das er das ewige Leben hat. Gott hat es ihm versprochen. Jeder Zweifel wäre Unglaube. Deshalb können sich Christen von Herzen freuen. Ihr Leben hat Hoffnung und Zukunft.

„Freut euch, dass ihr zu Jesus Christus gehört. Und noch einmal will ich es sagen: Freut euch!“

Philipper 4,4; Hoffnung für alle


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Lektion 14



Keiner lebt für sich selbst



Christsein ist keine Privatsache. Christen leben in der Gemeinschaft mit Gott und ihren Mitmenschen.

In Formularen der Behörden taucht häufig die Frage auf, welcher Kirche man angehöre. Dabei geht es nicht um Glaubensinhalte, sondern um die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Organisation, wie sie auch Parteien, Vereine und Clubs darstellen.

Die Bedeutung des Begriffes „Gemeinde“ geht jedoch weit darüber hinaus. Die Gemeinde ist eine Gemeinschaft von gläubigen Menschen, für die Jesus Christus Mittelpunkt ihres Lebens ist. In der Bibel wird die Gemeinde mit einem Körper verglichen. Jesus Christus ist der Kopf, die bekehrten Menschen sind die (Gemeinde-) Glieder (Epheser 4,15.16). Genauso wie ein Körperteil nur dann lebt, wenn er mit dem Organismus verbunden ist, so braucht ein Christ die Gemeinde. Die einzelnen Glieder „hängen aneinander“ (Epheser 4,16). Sie sind Schwestern und Brüder (Jakobus 2,15).


Einig - nicht gleichgeschaltet

Die Gemeinde besteht aus Menschen, die alle ihre Eigenheiten haben. Deshalb ist sie wie ein buntes Gemälde. Die Verschiedenheit ihrer Glieder macht sie lebendig und interessant. Der gemeinsame Glaube an Jesus vermittelt jedem ein Heimatgefühl – ganz egal, ob er an einem Gottesdienst in Europa, Afrika, Asien oder Amerika teilnimmt. Wo Gemeinde wirklich funktioniert, steht niemand im Abseits.

Verbindungsstücke

Christen treffen sich, um über Gott zu sprechen, ihm zu danken und gemeinsam zu beten. Ein wesentliches Zeichen ihrer Verbindung zu Jesus Christus ist das Abendmahl (Matthäus 26,17-30; 1. Korinther 11,23-26). Doch Gottesdienst meint nicht nur Begegnung mit Gott. Hier begegnen wir auch unserem Mitmenschen. Wir nehmen ihn an und haben mit ihm Gemeinschaft.

„Darum nehmet einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob.“

Römer 15,7
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#15
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Lektion 15



Große Erwartungen



Alle Zeichen stehen auf Endzeit. Sie ist der Start in eine neue Zukunft.

Endzeitstimmung. Überall scheint sie sich breitzumachen. Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht von neuen Katastrophen berichtet wird. Terror, Krieg, Angst und Unsicherheit bestimmen die Berichte der Medien. Politiker und Wissenschaftler warnen vor dem Chaos, auf das wir uns unweigerlich zubewegen. Unser Fortschrittsglaube ist erschüttert. Wie soll es weitergehen? Geht es weiter? Sind wir noch zu retten?

Bekannte Wissenschaftler sind der Überzeugung, dass unsere Erde in den Untergang rast. Viele Fakten sprechen dafür. Unklar ist nur, wie lange wir noch so weiter machen können.

Keine rosigen Aussichten! Da hilft es uns auch nicht, dass viele dieser schrecklichen Ereignisse in der Bibel vorhergesagt wurden. Lieber wäre uns, wenn sich die Ankündigungen nicht erfüllten. Haben wir denn wirklich keine Chance?

Zum Glück bestehen zwischen biblischen Voraussagen und den Prognosen der Wissenschaftler deutliche Unterschiede. Die Bibel bleibt nämlich nicht bei einem pessimistischen Ausblick stehen. Sie spricht nicht nur vom Ende der Welt, sondern auch von einem neuen Anfang:

„Wenn ihr die ersten Anzeichen von alledem bemerkt, dann richtet euch auf und fasst neuen Mut: bald werdet ihr gerettet.“

Lukas 21,28; Die Gute Nachricht

Das ist mehr als das abgegriffene „Lass den Kopf nicht hängen! Es wird schon wieder.“ Hier ist von Rettung die Rede. Wir sind nämlich noch zu retten.


Zeitzeichen

Als Jesus auf dieser Erde lebte, erklärte er seinen Freunden, dass er sterben müsse. Das sei nötig, um die Menschen retten zu können. Anfangs verstanden sie nicht, was er meinte. Es machte sie nur traurig. Aber Jesus versprach gleichzeitig, wiederzukommen und eine neue Erde zu schaffen.

Eines Tages fragten seine Freunde, wann genau Jesus wiederkomme und was die Zeichen für das Ende der Welt seien:

„Sage uns, wann wird das geschehen? Und was wird das Zeichen sein für dein Kommen und für das Ende der Welt?“

Matthäus 24,3

Jesus lenkte ihren Blick zunächst auf die Zeit vor seinem Kommen: Kriege und Hungerkatastrophen, gewaltige Erdbeben und religiöse Verführungen, Gesetzlosigkeit und Erkalten der Liebe (Matthäus 24, 6-13.24) – das alles wird viele Menschen erschrecken:

„Und die Menschen werden vergehen vor Furcht und in Erwartung der Dinge, die kommen sollen über die ganze Erde.“

Lukas 21,26

Das kommt uns bekannt vor. So erleben wir unseren Alltag. Angst und Zukunftssorgen belasten jeden, der mit offenen Augen die Welt betrachtet. Auch die folgende Ankündigung schildert unsere Zeit, obwohl sie vor fast 2000 Jahren aufgeschrieben wurde:

„Denkt daran: Wenn das Ende der Welt vor der Tür steht, wird es schwere Zeiten geben. Dann werden die Menschen selbstsüchtig, geldgierig, prahlerisch und eingebildet sein. Sie werden ihre Mitmenschen beleidigen, ihren Eltern nicht gehorchen und vor nichts mehr Ehrfurcht haben. Sie sind undankbar, lieblos und unversöhnlich, verleumderisch, unbeherrscht und gewalttätig, sie hassen das Gute, sind untreu und unzuverlässig und aufgeblasen vor Überheblichkeit. Sie kümmern sich nicht um das, was Gott Freude macht, sondern suchen nur, was ihre eigene Lust vermehrt. Sie geben sich zwar einen frommen Anschein, aber die Kraft wirklicher Frömmigkeit kennen sie nicht.“

2. Timotheus 3,1-5; Die Gute Nachricht


Vertrauen wagen

Die Zeichen der Zeit können uns Angst machen. Aber Gott lässt uns mit unseren Sorgen und Ängsten nicht allein. Wir können sicher sein, er ist bei uns. Wir sind den Problemen dieser Welt nicht hilflos ausgeliefert. Und wenn die Welt in den Untergang treibt, Jesus ist da. Er hat uns versprochen:

„Und das sollt ihr wissen: ich bin immer bei euch, jeden Tag, bis zum Ende der Welt.“

Matthäus 28,20; Die Gute Nachricht
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#16
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Lektion 16



Christsein hat Zukunft



Christen stehen mit beiden Beinen auf der Erde. Sie wissen, dass Jesus wiederkommt.

Alle reden von der Zukunft. Jeder erwartet sie. Keiner kennt sie. Niemand hat sie. Mancher denkt mit Schrecken daran. Eigenartig: Den Großteil unseres Lebens sind wir damit beschäftigt, unsere Zukunft zu sichern. Obwohl die Zukunft immer unsicher sein wird – egal, was wir auch unternehmen. Wie oft waren wir schon enttäuscht. Wie oft kam alles ganz anders, als wir dachten!

Christen haben allen Grund, sich auf die Zukunft zu freuen. Wir können zuversichtlich und erwartungsvoll nach vorne blicken. Warum? Weil Jesus Christus uns etwas in Aussicht gestellt hat, für das es sich zu leben lohnt.

„Erschreckt nicht, habt keine Angst! Vertraut Gott, und vertraut auch mir! Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen, und ich gehe jetzt, um dort einen Platz für euch bereitzumachen. Dann werde ich zurückkommen und euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin.“

Johannes 14,1-3; Die Gute Nachricht

Christus kommt auf die Erde zurück. Er will uns bei sich haben. Für immer und ewig. Das ist eine Zukunft, die diesen Namen verdient. Und wir können uns darauf verlassen, weil uns hier nicht irgendeiner etwas verspricht, sondern Jesus Christus, der Schöpfer der Welt.

Er verspricht nicht nur, er hält auch Wort.

Schauen wir uns an, was Jesus unter Zukunft versteht. Zu verlieren haben wir nichts. Zu gewinnen alles: nämlich Zukunft!


Zukunft total

Kein Wunder, dass die meisten Menschen heute pessimistisch in die Zukunft blicken. Verpestete Luft, zerstörte Ozonschicht, verschmutztes Wasser – was hat man da noch zu erwarten? Mit kleinen Reparaturen können wir diese Probleme nicht mehr lösen.

Doch Jesus verspricht trotz allem eine Lösung. Johannes beschreibt sie mit folgenden Worten:

„Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr.“

Offenbarung 21,1

Gott macht wirklich alles neu. Nicht nur Himmel und Erde, sondern auch uns Menschen.

„Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.“

Offenbarung 21,4

Wie nötig eine solche Totalerneuerung ist, weiß heute jeder. Manche erhoffen sie von einer neuen Religion, die ein neues Bewusstsein hervorbringt. Das New Age verspricht zum Beispiel eine neue Weltordnung. Erst muss sich der Mensch ändern, ehe die Welt anders werden kann. Das ist schon richtig. Aber der Ansatz ist falsch: Der Mensch könne sich ohne Gottes Hilfe zum Positiven verändern. Die Geschichte der Menschheit zeigt eher das Gegenteil. Ohne Gott geht es immer in die Dunkelheit – trotz aller guten Absichten.

Jesus hat uns vor falschen Heilslehrern gewarnt:

„Er aber sprach: Seht zu, lasst euch nicht verführen. Denn viele werden kommen unter meinem Namen und sagen: Ich bin‘s, und: Die Zeit ist herbeigekommen. – Folgt ihnen nicht nach!“

Lukas 21,8

Wir brauchen eine neue Erde. Stimmt! Gott, der Schöpfer, will sie uns schenken. Er kann sie uns schenken. Niemand sonst.
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#17
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Lektion 17



Das Leben lieben

Wir lieben das Leben. Jesus starb, damit wir für immer leben können.

Wer tut das nicht? Jung bleiben, dynamisch sein, gut aussehen – das möchten viele. Medizin und Wissenschaft suchen deshalb nach Wegen, das Leben nicht nur zu verlängern. Auch der Alterungsprozess soll aufgehalten werden, damit wir gesund und fit bis ins hohe Alter bleiben. Kein Zweifel, wir hängen am Leben.

Die Werbebranche arbeitet deshalb mit Bildern junger, dynamischer Menschen. Und auch die Abbildungen von Rentnern zeigen junge „Alte“. Wer mag auch schon ans Sterben denken? Wir verdrängen den Tod in Altersheime, Krankenhäusern oder andere Einrichtungen, damit wir nicht ständig an ihn erinnert werden.

Mose, der die ersten Bücher der Bibel geschrieben hat, hielt nicht viel vom Verdrängen. In einem Psalm bittet er deshalb Gott:

„Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.“

Psalm 90,12

Es macht uns klug, wenn wir die Augen nicht vor dem Tod verschließen. Lebensklug. Vieles bewerten wir dann ganz anders. Wir setzen andere Schwerpunkte und leben intensiver. Aber mehr noch, der Tod lässt uns auch fragen, ob das nun alles war? Oder ob es ein Leben danach gibt? Ein ewiges Leben, das Gott uns schenkt, weil er uns liebt.

Nichts als Lügen

Adam und Eva wussten genau: Wenn wir vom Baum der Erkenntnis essen, müssen wir sterben. Trotzdem ließen sie sich von Satan verführen:

„Unsinn! Ihr werdet nicht sterben“, widersprach die Schlange, „aber Gott weiß: Wenn ihr davon esst, werden eure Augen geöffnet – ihr werdet sein wie Gott und wissen, was Gut und Böse ist.“

1. Mose 3,4.5; Hoffnung für alle

Nun stand Aussage gegen Aussage. Adam und Eva entschieden sich für die Schlange. Sie wollten sein wie Gott und glaubten, ihnen würde schon nichts geschehen. Sie aßen die Frucht und schlagartig wurde ihnen bewusst, was es bedeutet, von Gott getrennt zu sein. Zu spät. Gott zeigte ihnen die Konsequenzen:

„Du bist Erde und sollst zu Erde werden.“

1. Mose 3,19

Gott wollte kein ewiges Leben der Menschen in Sünde mit allen ihren Folgen. Ein solches Leben wäre die Hölle. So wurde der Tod ein Bestandteil des Lebens.

„Die Sünde dieses einen brachte den Tod mit sich, und alle gerieten unter die Herrschaft des Todes; denn sie haben ohne Ausnahme selbst gesündigt.“

Römer 5,12; Die Gute Nachricht

Wir können also nicht die Schuld für den Tod einfach den ersten Menschen allein in die Schuhe schieben. Sicher, durch Adam und Eva ist der Tod in die Welt gekommen. Aber wir alle haben auch selbst gesündigt. Wir tragen Verantwortung für unser eigenes Verhalten. Deshalb müssen wir mit dem Tod leben.
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Lektion 18



Niemand sonst

Wovon wird unser Schicksal bestimmt? Gott kennt unsere Zukunft – und sonst keiner.

Horoskope, Tarotkarten, Handlinienlesen, Amulette und Maskottchen. Die Kraft der Steine. Freitag, der dreizehnte. Hexenglaube. Tischerücken. – Begriffe, die heute gängig sind. Dabei leben wir nicht im finsteren Mittelalter, sondern in einer aufgeklärten Zeit.

Meinungsumfragen haben es an den Tag gebracht: Etwa jeder dritte Deutsche glaubt heute wieder an Hexen. Jeder zweite liest sein Horoskop, bevor er den Tag oder die neue Woche beginnt. Mysteryfilme beherrschen das Fernsehprogramm und esoterische Literatur findet sich in jedem Buchladen.

Spinnerei? Spielerei? Volksbelustigung? Die Sehnsucht nach Übersinnlichem ist groß. Menschen wollen wissen, was die Zukunft bringt. Sie suchen Heilung und Schutz vor Krankheiten. Sie glauben dabei Unglaubliches, nur nicht an Gott. Schon der Dichter Emanuel Geibel sagte treffend: „Glaube, dem die Tür versagt, steigt als Aberglaub‘ durch‘s Fenster. Habt die Gottheit ihr verjagt, kommen die Gespenster.“

Christen vertrauen nicht auf spirituelle Führer, magische Gegenstände oder okkulte Zukunftdeutung. Sie hören auf das, was Gott ihnen durch sein Wort sagt. Deshalb ist die Bibel ihr Maßstab. Daran beurteilen sie die Angebote unserer Gesellschaft.

Jesus gab uns darin ein Beispiel, als er von Satan in der Wüste auf die Probe gestellt wurde. Jesus sagte:

„Weg mit dir, Satan! In den heiligen Schriften heißt es: ‚Vor dem Herrn, deinem Gott, wirf dich nieder, ihn sollst du anbeten und niemand sonst.‘“

Matthäus 4,10; Die Gute Nachricht

Jesus wusste, dass es Mächte gibt, die nichts mit Gott zu tun haben. Er kannte die Macht des Bösen und stellte sich ihr entgegen. Kraft und Hilfe dafür fand er in der Heiligen Schrift.


Zeit zu leben, Zeit zu sterben

Das größte Leid ist für uns der Tod. Ihm gegenüber sind wir völlig hilflos. Er nimmt uns alles, was wir lieben. Er erscheint uns kalt und endgültig. Kein Wunder, dass es uns schwer fällt mit dem Sterben fertig zu werden. Deshalb verdrängen wir den Tod meistens. Manche aber versuchen ihn ganz wegzudiskutieren.

Viele sind heute der Überzeugung, dass sie schon einmal gelebt hätten. Sie meinen, sie könnten sich unter hypnotischen Einfluss an ein früheres Leben erinnern, das meist schon viele Jahrhunderte zurückliegt. Deshalb sind sie sich auch sicher, nach ihrem Sterben irgendwann erneut auf diese Erde zu kommen. Mit neuen Chancen und Möglichkeiten. Wer an die Reinkarnation glaubt, gilt heute nicht mehr als abergläubig, sondern als modern.

Alle diese Lehren sollen die Angst vor dem Tod nehmen. Eigentlich ein guter Gedanke. Doch die Aussicht immer wieder neu auf dieser von Leid beherrschten Erde leben zu müssen, ist kein wirklicher Trost. Mit der Auferstehung der Toten zu einem Leben ohne Leid schenkt Gott uns eine bessere Hoffnung. Die Bibel versucht also nicht, den Tod wegzudiskutieren oder zu verdrängen. Sie bezeichnet ihn sogar als unseren Feind.

„Der letzte Feind, der vernichtet wird, ist der Tod.“

1. Korinther 15,26

Der Tod ist die Folge unserer Sünde. Daran lässt die Bibel keinen Zweifel. Aber sie sagt gleichzeitig, dass es die Auferstehung und ein neues Leben gibt.

Damit ist etwas grundsätzlich anderes gemeint als der Glaube an ein Weiterleben nach dem Tod. Als Jesus am Kreuz starb, war er tot. Er lebte nicht als Geistwesen in einer anderen Welt weiter. Und als er von den Toten auferstand, war er der Jesus Christus, wie ihn seine Freunde kannten. Sie sprachen mit ihm und berührten ihn. Hunderte von Augenzeugen haben seine Auferstehung bestätigt (1. Korinther 15,5-8).

Wenn Christen davon sprechen, dass der Tod nicht endgültig ist, dann meinen sie diese Auferstehung. Jesus hat den Tod überwunden. Er hat unsere Schuld auf sich genommen. Durch Jesus kommen wir deshalb zu Gott zurück. Und damit zum Leben.
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Lektion 19



Gaben, Chancen, Möglichkeiten



Gott schenkt jedem von uns bestimmte Fähigkeiten. Wir müssen sie nur entdecken, entwickeln und einsetzen.

„Mir liegt es gar nicht, in der Öffentlichkeit zu reden.“ – „Handwerklich bin ich völlig unbegabt.“ – „Das habe ich nie gelernt.“ – „Das sollen lieber die Profis machen; ich kann das nicht.“

Wer kennt nicht solche Sätze? Wir selbst haben sie schon gesagt oder von anderen gehört. Warum? Vielleicht will sich jemand nur vor einer unangenehmen Aufgabe drücken. Meistens steckt jedoch Unsicherheit dahinter oder mangelndes Selbstvertrauen und falsche Bescheidenheit.

Natürlich gibt es Dinge, die wir tatsächlich nicht können, weil uns wesentliche Voraussetzungen dazu fehlen. Manche Aufgaben erfordern Spezialisten. Durch Aus- und Fortbildung ihrer Fähigkeiten sind sie „Profis“ auf ihrem Gebiet.

Grundsätzlich verfügt jedoch jeder Mensch über irgendeine natürliche Begabung, die ihm „mit in die Wiege gelegt“ wurde: Geschicklichkeit, Musikalität, Herzlichkeit, Kreativität, schnelle Auffassungsgabe, Humor und vieles andere mehr.

Eine ganz besondere Gabe schenkt Gott uns bei unserer „Wiedergeburt“, der Taufe. Sie geht weit über alle natürlichen Begabungen hinaus.


Verblüffende Vielfalt

Gott schenkt also jedem von uns, der sich für Jesus entschieden hat, die Gabe des Heiligen Geistes – ohne Unterschied, so wie jedes Kind bei seiner Geburt das Leben geschenkt bekommt.

Die geistlichen Gaben dagegen schenkt Gott je nach Bedürfnis, Auftrag oder Aufgabe. Wie bei den natürlichen Fähigkeiten hat also nicht jeder alle Gaben.

In seinem Brief an die Korinther nennt Paulus einige Beispiele:

„Einer erhält vom Geist die Gabe, göttliche Weisheit zu verkünden, der andere, Erkenntnis Gottes zu vermitteln. Derselbe Geist gibt dem einen besondere Glaubenskraft und dem anderen die Kraft zu heilen. Der Geist ermächtigt den einen, Wunder zu tun; den anderen macht er fähig, Weisungen von Gott zu empfangen. Wieder ein anderer kann unterscheiden, was aus dem Geist Gottes kommt und was nicht. Den einen befähigt der Geist, in unbekannten Sprachen zu reden, einem anderen gibt er die Fähigkeit, das Gesagte zu deuten. Aber das alles bewirkt ein und derselbe Geist. Aus freiem Ermessen gibt er jedem seine besondere Fähigkeit.“

1. Korinther 12,8-11; Die Gute Nachricht

Von erstaunlichen Fähigkeiten ist hier die Rede: Weisheit, Gotteserkenntnis vermitteln, Wundertaten, Heilung von Kranken – auf den ersten Blick scheint uns dieser Schuh doch recht groß zu sein. Doch Gott gibt jedem, was er für seine Aufgabe braucht.

Um es noch einmal ganz deutlich zu machen: Paulus nennt hier nur eine begrenzte Zahl von geistlichen Gaben. Es gibt noch viele andere, die vielleicht nicht so sensationell erscheinen, etwa die Gabe, Menschen zu ermutigen und zu trösten oder Not zu lindern. Auch Organisationstalent und Führungsqualitäten schenkt uns der Heilige Geist, wenn Gott möchte, dass wir eine Aufgabe in seiner Gemeinde übernehmen. Manchmal erhalten wir eine Fähigkeit, die wir uns von unseren natürlichen Begabungen her niemals zugetraut hätten.

Jeder von uns erhält mindestens eine dieser Gaben, keiner alle. Aber wenn wir für eine bestimmte Aufgabe eine besondere Gabe brauchen, dann dürfen wir Gott darum bitten. Paulus fordert uns sogar auf:

„Strebt aber nach den größeren Gaben!“

1. Korinther 12,31
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#20
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Lektion 20



Christsein praktisch

Christsein ist mehr als schöne Worte. Christen handeln und sind bereit, Verantwortung zu übernehmen.

Regennasse Fahrbahn, hohes Verkehrsaufkommen – plötzlich gelbe Warnlichter am rechten Straßenrand. Irgend etwas ist passiert. Ein Mann läuft aufgeregt am Pannenstreifen entlang. Neben dem demolierten Auto scheint jemand zu liegen. Wie gut, dass mir das nicht passiert ist! Ab jetzt werde ich vorsichtiger fahren. Anhalten? Bei dem Regen? Lieber nicht!

Eine Gruppe junger Männer geht über den Festplatz. Sie sind leicht angetrunken. Die Nase eines Mannes scheint ihnen nicht zu gefallen. Ohne Grund prügeln sie auf ihn ein. Neugierig, aber aus sicherer Entfernung verfolgen Passanten das Geschehen. Eingreifen? Selbst ein blaues Auge riskieren? Dazu ist niemand bereit.

Wer will heute schon Verantwortung übernehmen, wenn es nicht gerade um den eigenen Vorteil geht? Natürlich, wir sind dafür – für eine saubere Umwelt, für die Unterstützung von Notleidenden, für Gerechtigkeit oder ein harmonisches Zusammenleben. Aber sich engagieren? Verantwortung übernehmen? Ohne mich! – So denken viele. Denn wer sich für seine Mitmenschen oder eine gute Sache einsetzt, hat nur Arbeit und Scherereien. Ist das wirklich so?


Vertrauensstellung

Im Berufsleben wird manchmal von einer „Vertrauensstellung“ gesprochen. Das sind meistens Positionen, die mit großer Verantwortung verbunden sind. Eine solche Vertrauensstellung hat uns auch Gott übertragen:

„Ich setze euch über die Fische, die Vögel und alle anderen Tiere und vertraue sie eurer Fürsorge an.“

1. Mose 1,28; Die Gute Nachricht

Gott hat uns das Leben mit allen seinen Möglichkeiten geschenkt (1. Mose 2,15). Wir sind aber ihm gegenüber dafür verantwortlich, was wir mit seiner Schöpfung tun. Wir sind Verwalter seiner Schöpfung.

Missbraucht

Das Verantwortungsbewusstsein der ersten Menschen wurde gestört, als sie dem Widersacher Gottes mehr glaubten als ihrem Schöpfer. Nachdem Kain seinen Bruder Abel im Zorn getötet hatte, war er nicht einmal entsetzt über seine Tat. Als Gott Kain fragte:

„Wo ist dein Bruder Abel?“

antwortete Kain:

„Was weiß ich? Soll ich ständig auf meinen Bruder aufpassen?“

1. Mose 4,9; Die Gute Nachricht

Natürlich, Kain wollte sich nur herausreden. Aber seine Äußerung zeigt auch deutlich seine Grundhaltung. Er war egoistisch und verletzt. Und weil er nicht bereit war, die Verantwortung für seine Lebenssituation zu übernehmen, verschob er alle Schuld auf seinen Bruder. Menschliche Züge, gewiss. Und weil sie so nachvollziehbar und verständlich sind, sollten wir uns davor hüten, selbstgerecht andere zu verurteilen.

Das heißt aber nicht, dass wir Lieblosigkeit, Egoismus, Schuldverschiebung und mangelndes Verantwortungsbewusstsein einfach hinnehmen müssen. Jesus kennt unsere Situation. Er hat sie vorausgesehen:

„Und weil Gottes Gebote missachtet werden, setzt sich das Böse überall durch. Und die Liebe wird bei vielen erlöschen.“

Matthäus 24,12; Hoffnung für alle

Aber Jesus zeigt auch Wege auf, wie wir unserer Aufgabe gerecht werden und Liebe üben können. Er gibt uns die Kraft dazu.
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