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Ist die Ehe überholt?


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Rolf

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Ist die Ehe überholt?



Von gemeindechristitrier @ 09:07 [ Predigten ]

Es kann nicht geleugnet werden, dass die Institution der Ehe in der heutigen Zeit eine große Krise erlebt. Von allen Seiten wird sie heftig angegriffen. Auch nicht zu übersehen ist der Einfluss der „Frauenbefreiungsbewegung“, die sich als Ziel gesetzt hat, die Frau aus ihrer „niedrigen Rolle“ im Leben zu befreien. Der Irak-Krieg ist keineswegs der einzige Krieg, der in den letzten Jahren geführt worden ist. Es gibt noch einen anderen Krieg, nämlich den Krieg gegen die Ehe. Dieser Krieg hat ebenfalls zahlreiche Opfer gefordert; denn Stimmen werden gehört, welche die Zukunft der Ehe ernsthaft in Frage stellen. Dabei soll die Zahl derer, die der Meinung sind, die Ehe sei schon längst überholt, ständig zunehmen.
Obwohl vor einer Überbewertung von Statistiken, die dies belegen, gewarnt werden soll, dürfen sie andererseits nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Denn die Familie ist das Rückgrat der Gesellschaft.
Sollte es tatsächlich im Laufe der Zeit zu einer Auflösung der Institution der Ehe kommen, wird die Gesellschaft nicht lange bestehen können. Das Sprichwort trifft zu: „Zu Haus muss glänzen, was im Lande leuchten soll.“
Als Ehemann, der mit derselben Frau über 50 Jahre lang verheiratet ist, und als Vater von 3 Kindern, ist es meine feste Überzeugung, dass die Ehe auf keinen Fall überholt ist. Als Christ bin ich fernerhin fest davon überzeugt, dass die Bibel uns zeigt, wie wir eine glückliche Ehe führen können, eine Ehe, in der die Liebe frisch und rein bleibt, eine Ehe, die uns Freude bereitet – auch mitten in den Sorgen und Lasten des Alltags.

Ursprung der Ehe

Um die göttliche Einrichtung der Ehe richtig zu verstehen und als das zu erkennen, was sie eigentlich sein sollte, ist es erforderlich, dass wir unsere Gedanken von den Bräuchen frei machen, die unter den heutigen Menschen Geltung haben, und uns ganz auf die Bibel konzentrieren. Auf die Frage der Pharisäer, ob es einem Mann erlaubt sei, seine Frau aus beliebiger Ursache zu entlassen, gab Jesus zur Antwort:
„Habt ihr nicht gelesen, was in den heiligen Schriften steht? Dort heißt es, dass Gott am Anfang den Menschen als Mann und Frau geschaffen hat. Und er hat gesagt: ‚Deshalb verlässt ein Mann Vater und Mutter, um mit seiner Frau zu leben. Die zwei sind dann eins, mit Leib und Seele.’ Sie sind also nicht mehr zwei, sondern eins. Und was Gott zusammengefügt hat, sollen Menschen nicht scheiden.

Die Pharisäer fragten: Wie kommt es dann, dass nach dem Gesetz Moses der Mann seine Frau mit einer Scheidungsurkunde wegschicken kann? Jesus antwortete: Mose hat euch die Ehescheidung nur zugestanden, weil ihr so hartherzig seid. Aber das war ursprünglich nicht so. Darum sage ich euch: Wer sich von seiner Frau trennt und eine andere heiratet, begeht Ehebruch, es sei denn, er hat mit ihr in einer vom Gesetz verbotenen Verbindung gelebt“ (Matthäus 19, 4 – 9).
Aus diesem Abschnitt geht deutlich hervor, dass die Institution der Ehe nicht menschlichen, sondern göttlichen Ursprungs ist – es heißt ausdrücklich: „Was Gott zusammengefügt hat“ Vers 6 –, und dass die Ehe grundsätzlich nicht geschieden werden soll. Obwohl die Menschen zur alttestamentlichen Zeit mit der Ehe leichtfertig umgingen, war es trotzdem nie Gottes Wille; denn Christus stellt fest: „Aber das war ursprünglich nicht so“ (Vers 8). Wegen der Hartherzigkeit des jüdischen Volkes wurde die Scheidung geduldet, doch Jesus weist darauf hin, dass unter dem neuen Bund, den Er stiften würde, alles anders werden sollte.

Das Alte Testament gibt genügend Beweis dafür, dass die Vielehe immer große Leiden, ja Trübsal mit sich brachte. König David hatte schon mehrere Frauen, als er von der Begierde überfallen wurde und mit Bathseba Ehebruch beging. Sein Sohn Salomo hatte 1000 Frauen (und zwar 700 Hauptfrauen und 300 Nebenfrauen – 1. Könige 11, 3) die es fertig brachten, ihn geistlich so abzustumpfen, dass er von Gott abfiel und in Israel den Götzendienst einführte. Dabei war er auch nicht glücklich, wie er selber offen gestand:

„Ich füllte meine Vorratskammern mit Silber und Gold aus den Schätzen der unterworfenen Könige und Länder. Ich hielt mir Sänger und Sängerinnen und nahm mir so viele Frauen, wie ein Mann nur wünschen kann … Doch dann dachte ich über alles nach, was ich getan und erreicht hatte, und kam zu dem Ergebnis: Alles ist sinnlos; man könnte genauso gut mit der Hand nach dem Wind greifen. Letztlich kommt bei aller Mühe nichts heraus“ (Prediger 2, 8. 11).
Nach der Lehre Jesu sind Ehebruch und Ehescheidung (außer wegen Unzucht, Matthäus 19, 9) Sünden, die einem Menschen das Heil versagen, weil sie Sünden der Lieblosigkeit sind, die das Wohl unserer Mitgeschöpfe beeinträchtigen, und nur nach der eigenen, kurzsichtigen fleischlichen Freude trachten.

Was ist der Zweck der Ehe?

Als Erstes wurde die Fortpflanzung als Zweck der Ehe vorgesehen. Zu den ersten Menschen sagte Gott: „Vermehrt euch! Breitet euch über die Erde aus und nehmt sie in Besitz“ (1. Mose 1, 28)! Darin ist Gottes Weisheit deutlich zu erkennen, denn nur in einer Familienatmosphäre kann ein Kind die Liebe empfangen, die zu seiner normalen Entwicklung unentbehrlich ist. Kinder, die in geordneten Verhältnissen aufwachsen dürfen, die mit Geborgenheit umgeben sind, und die eine wahre Nestwärme spüren, können sich glücklich schätzen. Die Geburt eines unehelichen Kindes bringt fast immer Elend, Schande und Herzeleid mit sich. Vor allen Dingen ist es ein Verstoß gegen Gottes Ordnung. „Die Ehe soll von allen geachtet werden; Mann und Frau sollen sich gegenseitig treu sein. Gott wird alle verurteilen, die Unzucht treiben und Ehebruch begehen“ oder wie Luther übersetzte: „Die Ehe soll in Ehren gehalten werden bei allen und das Ehebett unbefleckt; denn die Unzüchtigen und die Ehebrecher wird Gott richten“ (Hebräer 13, 4).

Hier muss in aller Deutlichkeit darauf hingewiesen werden, was der Begriff „Unzucht“ bedeutet – und zwar nicht was sich die Menschen im Allgemeinen darunter vorstellen, sondern was die Bibel darunter versteht. Das griechische Wort „porneia“ (Unzucht) „ist eine allgemeine Bezeichnung für unerlaubten und unmoralischen Geschlechtsverkehr und sexuelle Beziehung“ (William Barclay, Fleisch und Geist, Verlagsverein Lebendiges Wort, S. 21). Folgendes Zitat stammt aus einem Bibel-Lexikon, herausgegeben von Prof. Dr. Herbert Haag, Tübingen, Benzinger Verlag: „Porneia, dessen Stamm bereits im profanen Griechisch einen sexuellen Sinn hat, das aber selber nicht zur Verwendung kommt, bewahrte diesen Sinn im Neuen Testament und kann sowohl Vergehen gegen das Geschlechtsleben im Allgemeinen (1. Korinther 6, 13 – 18; 7, 2; 10, 8; Galater 5, 19; Epheser 5, 3; Kolosser 3, 5), als auch gegen die eheliche Moral (Matthäus 5, 32; 15, 19; 1. Korinther 5, 1) bedeuten“. Kurz und bündig wird im Calwer Bibellexikon folgende Definition gegeben: „Mit Hurerei bzw. Unzucht bezeichnet die Heilige Schrift jede Art außerehelicher Geschlechtshingabe“ (S. 550). Es liegt also klar auf der Hand, dass die Unzucht ein weiter Begriff ist, der allerlei sexuelle Sünden einschließt, wie z. B. Ehebruch, Homosexualität, sowie voreheliche Beziehungen.

Manche werden nach dem Sinn eines solchen Verbotes fragen; denn dahinter sehen sie bloß einen kaltherzigen Gott, der ihnen die Freude am Leben nehmen möchte. Doch das Gegenteil ist der Fall: Gott will Seine Geschöpfe vor manchem Unheil bewahren und ihnen das wahre Glück bescheren. Es hat sich immer und immer wieder bestätigt, dass die Sinnlichkeit keine Befriedigung des Fleisches herbeiführen kann. Wer meint, diese Behauptung sei nur die vorgefasste Meinung eines voreingenommenen Moralisten, soll sich die Mühe machen, die Aussagen von zahlreichen Ärzten, Psychiatern und Psychologen in Betracht zu ziehen. Dazu das Zeugnis eines Psychiaters:
„Seit 15 Jahren habe ich viele Hollywoodschauspieler und Schauspielerinnen in meiner Praxis behandelt. Sie hatten nicht nur reichlich Gelegenheit zur freien Liebe, sondern nutzten sie auch bis zum Letzten aus. 8, 10, 12 Liebesverhältnisse pro Jahr. Aber wenn man ihr Vertrauen gewonnen hatte und sie einmal ganz offen auspackten, gaben sie zu, wie erfolglos und unbefriedigend sie alles fanden“ (McMillan, Vermeidbare Krankheiten – Aussaat Verlag, Wuppertal, S. 49).
Neben der Fortpflanzung erfüllt die Ehe einen anderen wichtigen Zweck, sie bietet Schutz gegen die Sünde der Unzucht.

Paulus schrieb dazu:
„Damit ihr nicht der Unzucht verfallt, sollte jeder Mann seine Ehefrau haben und jede Frau ihren Ehemann. Der Mann soll seine Frau nicht vernachlässigen, und die Frau soll sich ihrem Mann nicht versagen. Die Frau verfügt nicht über ihren Körper, sondern der Mann; ebenso verfügt der Mann nicht über seinen Körper, sondern die Frau. Keiner soll sich dem anderen entziehen – höchstens wenn ihr euch einig werdet, eine Zeitlang auf den ehelichen Verkehr zu verzichten, um euch dem Gebet zu widmen. Aber danach sollt ihr wieder zusammenkommen; sonst verführt euch der Satan, weil der Trieb in euch zu mächtig ist“ (1. Korinther 7, 2 – 5).

Eigentlich bedarf diese Bibelstelle keines Kommentars, denn sie legt sich selber aus. In diesem Zusammenhang sei nur das bereits erwähnte Bibelwort aus Hebräer 13, 4 nochmals zitiert: „Die Ehe soll in Ehren gehalten werden bei allen und das Ehebett unbefleckt“. Das griechische Wort, das mit „Ehebett“ übersetzt wird, ist das Wort „he koite“ und bedeutet Beischlaf. Wenn diese Handlung befleckt werden kann, muss sie selbstverständlich an und für sich rein sein, und zwar im Rahmen der von Gott gestifteten Ehe.

Der Heiligen Schrift wird Unrecht getan, wenn man ihr die im Laufe der Jahrhunderte von im Zölibat lebenden Theologen aufgestellte Sexualmoral zur Last legt, die zum Schaden der Menschen auch in der Ehe die Erfüllung des von Gott gegebenen Geschlechtstriebs als notwendiges Übel deklassierte. So sagte zum Beispiel der berühmte römisch kath. Theologe Thomas von Aquin: „Ehepaare können sich daher nur mit Pein und Scham zu dem Geschlechtsakt erniedrigen.“
Dies ist keineswegs, was Gottes Wort über das beglückende Zusammensein zweier Menschen, die in der Ehe „ein Fleisch“ wurden, sagt.

Woran scheitern viele Ehen?

Ein Ehepaar, dessen Ehe wegen des fast ununterbrochenen Streits in der Gefahr stand, in die Brüche zu gehen, suchte verzweifelt einen Eheberater auf. Sogar in seiner Anwesenheit wurde ein heftiger Wortwechsel geführt. Endlich verlor der Eheberater die Geduld, schlug mit der Faust auf den Tisch und fragte: „Gibt es nicht irgendeinen Punkt, worüber Sie sich einigen können? Haben Sie nicht irgendetwas Gemeinsames?“ Ohne zu zögern, antwortete die Frau, „Ja, in einem Punkt sind wir uns einig, keiner von uns beiden kann den anderen ausstehen.“
Bei einem Scheidungsprozess wurde der Ehemann gefragt: „Können Sie sich nicht entsinnen, was Sie Ihrer Frau am Hochzeitstag gelobten, nämlich mit ihr die Ehe zu führen, sowohl in bösen als auch in guten Tagen?“ Die Antwort des Mannes, die über den Zustand seiner Ehe keinen Zweifel ließ, lautete: „Die guten Tage habe ich bis jetzt noch nicht erlebt, und die bösen Tage waren böser, als ich sie mir vorgestellt habe.“

Auch wenn es vielleicht in den meisten Ehen nicht soweit kommt, muss dennoch zugegeben werden, dass hinsichtlich des wahren Glücks eine beträchtliche Zahl von Ehen viel zu wünschen übriglassen.
Im Rahmen dieser Ausführungen können unmöglich alle Faktoren genannt werden, die zu einer unglücklichen Ehe führen. Vielleicht lassen sich jedoch die Hauptgründe in zwei Punkten kurz zusammenfassen:
1. Weil die Ehe ungenügend vorbereitet wurde. Im Jahre 2005 wurden laut Statistischem Bundesamt in Deutschland 201700 Ehen geschieden, fast zwanzig Mal soviel wie am Anfang des 20. Jahrhunderts. Damit ist noch lange nicht alles gesagt. Niemand führt Buch über die Zahl der zerrütteten Ehen, die zwar nicht geschieden sind, worin sich jedoch beide Ehepartner auseinander gelebt haben. Unzählige Menschen, besonders junge Leute, stürzen sich in eine Ehe und sind dabei nicht reif genug, die vielen Probleme, die auf sie zukommen, zu bewältigen. Wahrlich: „Vorbeugen ist besser als Heilen!“

Das Zweite, woran viele Ehen scheitern, ist die fehlende Bereitschaft des einen oder des anderen Ehepartners oder vielleicht beider, die ihnen auferlegten Verantwortungen auf sich zu nehmen. Die Ehe kann mit einem Orchester verglichen werden. In einem Orchester trägt jedes Instrument seinen Teil zur Gesamtmelodie bei. Ab und zu mag ein Musiker eine falsche Note spielen (was bei dem begabtesten Musiker vorkommen kann). Wenn er jedoch auf die Dauer falsch spielt, werden auch die anderen Musiker mit der Zeit falsch spielen. Eine Ehe, wie ein Orchester, spielt nur dann gut, wenn alle Instrumente gut gestimmt sind. Selbst wenn „Ehen im Himmel geschlossen werden“, wie man so schön sagt, müssen zwei Menschen auf Erden dafür sorgen, dass ihre Ehe harmonisch verläuft. Angesichts dessen werfen wir einen flüchtigen Blick auf den Verantwortungsbereich beider Ehepartner.

Dem Ehemann wird dringend ans Herz gelegt: „Ihr Männer, liebt eure Frauen und lasst nicht euren Ärger an ihnen aus“ (Kolosser 3, 19)! Damit ist weder Leidenschaft, noch Sexualität noch Liebesabenteuer gemeint, denn darauf allein kann keine glückliche Ehe aufgebaut werden. Vielmehr geht es bei dieser Liebe um die Verwirklichung jener praktischen Eigenschaften der Liebe, womit der Ehemann seine Liebe zu seiner Frau unter Beweis stellt (siehe 1. Korinther 13, 4 – 7):
„Wer liebt, ist geduldig und gütig. Wer liebt, der ereifert sich nicht, er prahlt nicht und spielt sich nicht auf. Wer liebt, der verhält sich nicht taktlos, er sucht nicht den eigenen Vorteil und lässt sich nicht zum Zorn erregen. Wer liebt, der trägt keinem etwas nach; es freut ihn nicht, wenn einer Fehler macht, sondern wenn er das Rechte tut. Wer liebt, der gibt niemals jemand auf, in allem vertraut er und hofft er für ihn; alles erträgt er mit großer Geduld.“
Ebenso wird von dem Apostel Petrus, der übrigens auch verheiratet war (Matthäus 8, 14; 1. Korinther 9, 5), ein wichtiges Wort an alle Ehemänner gerichtet:

„Ihr Männer müsst euch entsprechend verhalten. Seid rücksichtsvoll zu euren Frauen! Bedenkt, dass sie der schwächere Teil sind. Achtet und ehrt sie; denn Gott schenkt ihnen das ewige Leben genauso wie euch. Handelt so, dass nichts euren Gebeten im Weg steht“ (1. Petrus 3, 7).
Zusammenfassend kann über diese Stelle gesagt werden, dass es dem Ehemann nahe gelegt wird, sich damit zu befassen, worum es in der Ehe überhaupt geht. Er wird auch dazu ermahnt, seine Frau rücksichtsvoll zu behandeln (wie viele Ehemänner benehmen sich in ihrer Ehe mehr wie ein Elefant im Porzellanladen?). Die Frau ist kein Lasttier, sondern eine Person und hat infolgedessen das Anrecht darauf, als solche behandelt zu werden.

Was die Ehefrau betrifft, liegt es zum großen Teil an ihr, ob aus ihrem Ehemann etwas wird. Entweder kann sie die treibende Kraft sein, die ihm zum Erfolg verhilft, oder sie ist ihm ein Mühlstein um den Hals. Über diese beiden Möglichkeiten schrieb Salomo:
„Eine nörgelnde Frau ist wie ein ständig tropfendes Loch im Dach. Geld und Gut erbt man von den Eltern; aber eine tüchtige Frau ist ein Geschenk Gottes“ (Sprüche 19, 13 – 14).
Um die Hauptverantwortung der Ehefrau vor Augen halten zu können, ist es erforderlich, zunächst einmal danach zu fragen, wozu sie geschaffen wurde. Im Schöpfungsbericht heißt es:

„Gott dachte: Es ist nicht gut, wenn der Mensch allein ist. Ich will ihm einen Gefährten geben, der zu ihm passt … Da versetzte Gott, der Herr, den Menschen in einen tiefen Schlaf, nahm eine seiner Rippen heraus und füllte die Stelle mit Fleisch. Aus der Rippe machte er eine Frau und brachte sie zu dem Menschen“ (1. Mose 2, 18. 21 – 22).
Ein altes, jüdisches Sprichwort lautet: „Gott hat die Frau nicht aus des Mannes Kopf geschaffen, dass er ihr befehle, noch aus seinen Füßen, dass sie seine Sklavin sei, vielmehr aus seiner Seite, dass sie seinem Herzen nahe sei.“ Ein treffendes Bild, denn zur Seite ihres Mannes erfüllt eine Ehefrau ihre eigentliche Lebensaufgabe.
Auch wird sie aufgefordert, ihren Gatten zu lieben (Titus 2, 4). Ein sichtbarer Beweis ihrer Liebe zum Ehemann ist die Bereitschaft, ihm sich unterzuordnen, wozu sie auch ermahnt wird:
„Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter! Dadurch zeigt ihr, dass ihr euch dem Herrn unterordnet. Denn der Mann steht über der Frau, so wie Christus über der Gemeinde steht. Christus als dem Haupt verdankt die Gemeinde, die sein Leib ist, ihre Rettung. Wie nun die Gemeinde Christus untergeordnet ist, so müssen auch die Frauen sich ihren Männern in allem unterordnen“ (Epheser 5, 22 – 24).

Etliche moderne Frauen mögen sich gegen dieses Bibelwort sträuben und es für altmodisch erklären. Es ist und bleibt jedoch Gottes Wort. Wer sich dagegen sträubt, lehnt sich gegen Gott und Seine Ordnung auf. Dazu gehört auch, dass eine Ehefrau ihrem Gatten Vertrauen entgegenbringt und ihn stets ermutigt, denn „die Liebe baut auf“ (1. Korinther 8, 1). Kein Mann möchte zu Hause ständig auf Opposition, Kritik und Ärger stoßen. Meistens hat er den ganzen Tag über mehr als genug davon. Wenn der Mann weiß, dass seine Frau stolz auf ihn ist und hinter ihm steht in allem, was gut und recht ist, kann er mit Freude und Begeisterung an seine Arbeit gehen und mutig einer kalten, oft lieblosen Welt ins Auge schauen.

Zehn Regeln für eine glückliche Ehe


Folgende Regeln für eine glückliche Ehe wurden von einem Scheidungsrichter mit 20-jähriger Erfahrung formuliert. Während dieser Zeit hatte er den Vorsitz bei mehr als 4500 Scheidungsfällen:
1. Übt Euch in Geduld.
2. Arbeitet zusammen, spielt zusammen, bleibt zusammen.
3. Vermeidet die kleinen Streitigkeiten, so wird es keine großen geben.
4. Seid zu Kompromissen bereit, denn Kompromisse schützen vor Scheidung.
5. Pflegt den Sinn für Humor.
6. Habt Respekt vor Verwandten und kritisiert sie nicht.
7. Schafft Euch Euer eigenes Heim – selbst wenn es nur ein Zimmer ist.
8. Kämpft für einander, aber nicht gegen einander!
9. Kritisiert Euch nicht – weder vor noch nach dem Frühstück.
10. Baut Euer Heim auf einer geistigen Grundlage auf, mit Liebe und Vergebung als Stichwörter.

Zum großen Teil ist bei den heutigen Menschen das Christentum in Verruf gekommen. Nicht zu bestreiten jedoch ist die Tatsache, dass das Christentum den Stand der Menschheit unvergleichlich gebessert hat. Die Bibel ist ein praktisches Buch, dessen Anweisungen (auch über die Ehe) genau so aktuell sind, wie vor 2000 Jahren. Sie zu befolgen, weist einem den Weg zum wahren Glück hier auf Erden, und macht es unendlich viel leichter, die Vorbereitungen für die Ewigkeit zu treffen.

- Clyde Antwine

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