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Die Nonnen quälten uns


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Rolf

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Die Nonnen quälten uns

Poly S. aus M.:

…Meine Schwester und ich sind im Alter von 6 und 7 Jahren als einzige protestantische Kinder in ein katholisches Kinderheim gekommen, da sich unsere Eltern in Scheidung befanden. In der Stadt gab es kein protestantisches Heim.

Wir wurden von Anfang an als „zu rettende schwarze Schafe“ behandelt. Jede Nonne hatte sich diesen „Auftrag“ sehr ernst genommen als Erzieherinnen. In der Strenge wurden wir den anderen Kindern vorgezogen. Einige Beispiele:

Wenn wir nicht gehorchten (ich war sehr schüchtern und bockig), wurden wir viel schneller als die „weißen Schäfchen“ in eine große stinkende Holzkiste gesteckt, auf der sich die „braven“ Kinder draufsetzten durften und mit den Füßen klopften. Nach so einer Erziehungskur mussten wir tropfnass vor Angstschweiß rausgezogen werden und irgendwo liegen gelassen, bis wir uns wieder erholt hatten.

Ich war die Jüngere, begann wieder das Bett zu nässen, was zur Folge hatte, dass ich unter dem wachsamen Auge einer Nonne so lange auf den Knien „um Vergebung“ (wen, wusste ich ja nicht) bitten musste, bis mir schlecht wurde. Ein neues Verfahren folgte dann, in dem mir angedroht wurde, dass ich in eine große Waschmaschine gesteckt werde, wenn das so weitergehen würde. Das einzige Resultat war, dass mein Bett am anderen Morgen noch nasser war. Also erneut in die Kiste und auf die Knie, obwohl ich anscheinend ein total hoffnungsloser, nicht mehr zu rettender Fall war.
Sonntags, wenn uns unsere Mutter besuchte, durften wir nichts sagen, da immer eine Nonne hinter einem Vorhang saß und zugehört hat, was gesprochen wurde. Da wir die Folgen kannten, schwiegen wir.

Unsere Rettung für alle Kinder, denen es fast auch so erging, war ein Anwalt, der irgendwie erfahren hatte, was in diesem Heim alles vorgeht. Er hat unseren Eltern geholfen uns rauszuholen, was gar nicht so einfach war. Wir kamen völlig verlaust und unterernährt in ein Kinderheim der Heilsarmee. Dieses katholische Kinderheim wurde kurze Zeit später still und leise geschlossen.

Ich habe lange Jahre nichts mehr von Gott hören wollen, da sich die Kirchen nur noch in dieser negativen Richtung bestätigten und meine Erinnerungen an diese Kinderzeit schwer zu vergessen waren. Es wurde von der Kanzel immer sehr viel geredet und dabei blieb es leider. Erst als ich durch meine Schwester, die immer auf der Suche und dem Sinn unseres Lebens war, auf eine urchristliche Gemeinschaft stieß, begann für mich ein völlig neues Leben. Ich glaube wieder an Gott und an meine Mitmenschen. Heute kann ich auch wieder singen und glücklich sein.
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