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Tätovieren und Piercen - eine harmlose Jugendmode?


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11 Antworten in diesem Thema

#1
Rolf

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Tätovieren und Piercen - eine harmlose Jugendmode?

 



Man schätzt, daß bereits mehr als drei Millionen Deutsche tätowiert sind. Tendenz steigend. Die Symbole variieren tausendfach, von Schlangen, Elfen, Totenköpfen bis Rosen. Diese Tattoos (moderne Bezeichnung für Tätowierungen) sind besonders bei jungen Leuten sehr gefragt. So schreibt eine Tageszeitung schon 1996 unter der Überschrift "Bilder, die unter die Haut gehen": "Die Fans des Körperkults sind in den 2000 Tattoo-Studios auf der Suche nach der neuen Herausforderungen, nach dem ultimativen Kick. Erlaubt ist, was gefällt: Body-Painting, Nasenringe, Piercing-Metall an allen Körperteilen."

Gleichzeitig werden immer bizarrere Formen angeboten, die zum Teil auch schmerzhaft sind. Neu im Trend liegt "Branding", wo die "Opfer" einiges aushalten müssen, wenn sich ein auf 1000 Grad er-hitzter Stempel auf ihre Haut preßt. Für noch härtere Typen gibt es das "Tuckering", bei dem Metallklammern in die Haut geknipst werden. Fazit: Was früher als Strafe, Demütigung, Entstellung oder Kennzeichnung von Sklaven empfunden bzw. praktiziert wurde, gilt heute als „cool“ und findet wachsende Anhängerschaft. So schreibt wiederum ein weltliches Blatt zum Thema Piercing: Ein Ring durch die Nase, den Bauchnabel oder im Intimbereich ist "in".

Ringe im Ohr von jungen Männern sind auch immer mehr gefragt. Inzwischen ist es bald eine Teenagermode geworden. Fraglich wird es, wenn auch Fromme sich derartig "outen"; vor allem von dem Hintergrund her, daß die ersten Männer, die mit solchem „Schmuck“ im Ohr auftraten, in den 60er Jahren die Homosexuellen waren. Es war damals ihr Erkennungszeichen. Natürlich denken die gläubigen Teenager nicht daran und es hat heute längst nicht mehr diese Bedeutung. Doch kann man die Wurzel einer Entwicklung völlig ignorieren?

Ringe im Ohr und auch in der Nase der israelitischen Frau galten dagegen gemäß der Bibel als Schmuck (Hes. 16,12) und besonders der Nasenring als Symbol der Unterwerfung der Frau unter die Autorität des Mannes bzw. eines anderen (1. Mose 24,47). Dieses Bild gebraucht die Bibel dann auch an anderer Stelle als Symbol für das Gericht, in diesem Fall über das Heer Assyriens. „Weil du denn gegen mich tobst und dein Übermut vor meine Ohren gekommen ist, so will ich dir meinen Ring in deine Nase legen...“ (2. Kön. 19,28; Jes. 37,29).

Zur Zeit des Alten Testaments wurde einem Sklaven, der bei seinem Herrn bleiben wollte, als Kennzeichen seiner freiwilligen Unterwerfung ein Pfriem durch sein Ohr gestoßen, "und er sei ein Sklave für immer" (2. Mose 21,6 und 5. Mose 15,17).

Darf hier eine Parallele, keine dogmatische Aussage, angedacht werden? Ist dies womöglich ein Kenn-zeichen dafür, daß man sich jemand anderem bewußt oder unbewußt als Sklave zur Verfügung gestellt hat? Die Bibel spricht davon, daß es einen unsichtbaren Sklavenhalter gibt, der die Menschen durch die Sünde an sich fesselt und sie nennt ihn auch den Gott dieses Zeitalters (Joh. 8,34 und 2. Kor. 4,4).

Insider nennen die 90er Jahre das Jahrzehnt der Homosexuellen. Vielleicht werden nachkommende Kirchenhistoriker unser Jahrzehnt das nennen, in dem sich die (westliche) Christenheit am rasantesten dem Zeitgeist angeglichen hat.

Tätowieren war früher das Markenzeichen der Halb- und Unterwelt, und wurde bevorzugt von Strafgefangenen praktiziert. Diese Praktiken entstammten den Naturvölkern, die sich vor allem aus religiösen und kultischen Gründen solche Hautveränderungen beibrachten.

In Gottes Wort werden Einritzen oder Schnitte in die Haut, in gewisser Hinsicht Vorläufer der heutigen ausgefeilten Techniken und Praktiken, ausdrücklich verboten (3. Mose 19,28; 21,5). "Ihr seid Kinder des Herrn, eures Gottes. Ihr sollt euch um eines Toten willen nicht wund ritzen noch kahl scheren über den Augen" (5 Mose 14,1).

Solche Handlungen wurden in der heidnischen Welt gewöhnlich in Verbindung mit Trauer um einen Verstorbenen praktiziert. Die Warnungen der Schrift sind nicht ohne Grund, obwohl die Bibel eine tiefere Erklärung für jenes Verbot nicht gibt. Die Kommentatoren zu diesen mosaischen Stellen sind jedoch ziemlich einmütig in ihrer Interpretation. Der Wycliff Bible Commentary meint zu dem Gebot von 3. Mose 19,28: "Es verbat irgendeine willentliche Entstellung der Person. Sowohl Einschnitte wie Tätowierung des Leibes wurden von den Heiden praktiziert" (Wycliff Bible Commentary, S. 101).

Ein anderer Kommentator schreibt zu der gleichen Bibelstelle: "Die Praxis, sich Einschnitte in Gesicht, an Armen und Beinen zuzufügen als Ausdruck der Trauer, war universell unter den Heiden verbreitet. Es wurde als Kennzeichen des Respekts vor den Toten gewertet, wie auch als Versöhnungsopfer für die Götter gedacht, die über den Tod herrschen. Die Juden hatten diese Sitten in Ägypten gelernt, und standen in der Gefahr, darin wieder zurückzufallen (Jer. 16,6; 47,5). Tattoos waren auch mit dem Namen von Dämonen verbunden und waren ein bleibendes Zeichen des Abfalls bzw. der Rebellion."

Ob man solche Aussagen in dieser Schärfe treffen kann, vermag ich nicht zu beurteilen. Doch sollte nachdenklich stimmen, daß der Tätowierungsboom einhergeht mit dem Aufblühen heidnischer, esoterischer Strömungen. Von daher ist es bemerkenswert, daß die Bibel von dieser Praxis im Zusammenhang mit dem Gericht Gottes über die Völker redet (Jer. 41,5; 48,37). Deshalb sollten Christen von jeglicher Form der Tätowierung Abstand nehmen. So schreibt ein Informationsblatt zum gleichen Thema: „Seelsorger wissen zu berichten, daß Menschen mit Tätowierungen, die zu Christus finden, immer wieder ‘instinktiv’ spüren, daß ihre Hautbilder nicht zu ihrem neuen Stand als Gotteskinder passen.“

In Verbindung mit 5. Mose 14,1 schreibt derselbe Kommentator: "Obwohl diese Handlungen in sich selbst unschuldig erscheinen mögen, waren sie verbunden mit Praktiken und Glaubensvorstellungen, die Gott zuwider waren.“

Schnitte in die Haut zur Steigerung der religiösen Verzückung schildert 1. Kön. 18,28. Dieser Vers berichtet davon, wie die Baalspriester um ihren Altar tanzten und sich dabei in das Fleisch ritzten, bis sie bluteten und in Ekstase geraten waren. Der Wycliff Bible Commentary bemerkt zu der Technik, durch Tanz eine geistliche "Verklärung" zu erreichen: „Solche Praktiken sind auch heute nicht unbekannt bei gewissen tanzenden Derwischen“ (ibid, S. 333).

Manches christliche Festival bzw. Jugendtreffen erinnert in verblüffender Weise, was jedenfalls die Körperbewegungen anbelangt, solche einem Auftritt von Baalspriestern, wo man nach uralten heidnischen Methoden versucht, einen veränderten Bewußtseinszustand herzustellen. Die damit verbundene rauschartige Beglückung wird als Wirkung des heiligen Geistes angesehen, denn, so wird argumentiert, es war ja ein christliches Konzert, das man besuchte. Bei der Warnung des Paulus in 1. Kor. 10,7 erwähnt die Bibel u.a., wie das Volk "spielte". Das im Griechischen gebrauchte Verb "paizo" heißt wörtlich, sich wie ein Kind benehmen, und kann mit springen, hüpfen, tanzen übersetzt werden.

Noch ein erschreckender Gedanke drängt sich auf. Im Buch der Offenbarung gibt es ja die berühmte Prophetie, wie am Ende der Tage jeder die Zahl des widergöttlichen Tieres annehmen muß. Es kommt also zu einer Art "globalen Tätowierung" bzw. einem "Massenpiercing" oder wie auch immer die Kennzeichnung der Menschen durchgeführt wird. Nach dem gegenwärtigen Stand der Entwicklung hat man den Eindruck, daß bei dieser Generation gegenüber solch einer "Brandmarkung" immer weniger Berührungsängste bestehen.

Alexander Seibel


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#2
Michael111

Michael111

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:roll:

Auf der (biblisch ohnehin zweifelhaften) angeblich "christlichen" Community "Jesus-Treffpunkt" , betrieben von Thorsten und Sabine Wurm aus Kiel, läuft gerade ein ziemlich geschmackloser Thread unter dem Titel "Tatoos - ja oder nein".

Jeder, der in bibeltreuer und anderen (schwächeren) Usern ritterlicher Absicht thematisiert, daß Tatoos und Piercings Sünde ist, weil ja der menschliche Körper ein Tempel des Heiligen Geistes ist und man zudem ja sowieso (laut Römer 8, 4 - 17) als Christ in erster Linie den Willen Gottes suchern soll, wer das also dort auf dem "Jesus"-Treffpunkt thematisiert, dem wird unterstellt (und das in ziemlich beleidigender Weise), daß er angeblich die anderen "Christen", also, die an der Sünde nichts Schlimmes finden, rihcten würde.

Ohnehin ist die Substanz dort auf dem "Jesus"-Treffpunkt (was die biblische Fundiertheit anbelangt) dort sehr dünn.
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#3
Rolf

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Ich kenne den Treffpunkt, habe vor ein paar Jahren da auch mal geschrieben. Ja, die Schumeisterin Biene, alles muss nach ihrerer Pfeife tanzen. Da werden auch schon mal massenhaft Beiträge gelöscht wenn es der Dame nicht passt, was geschrieben wird. Und, geglaubt wird da, was die Gute für wahr hält.

Ich finde das mit dem Piercen aund tätowieren auch nicht so harmlos, drum habe ich ja diesen Thread eröffnet.

Herzliche Grüße

Rolf
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#4
Michael111

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:?

Nicht nur das. Jetzt will eine Userin des Treffpunktes ("rebi4jc") sogar gegen mich Strafanzeige stellen, weil ich sie angeblich per Email belästigen würde.

Früher habe ich tatsächlich ihr mal geistlich weiter helfen wollen, weil ihr Lebenswandel darauf schließen läßt, daß sie nicht bekehrt sein kann, und wenn, dann nur als Lippenbekenntnis.

Die letzten Emails an sie sind aber gefälscht, also nicht von mir, da hat wohl einer meine Email-Adresse mißbraucht. Naja, viel besser hätte sie diese vermeintlich von mir geschriebenen Emails doch per automatischem Spam-Filter eliminieren können, stattdessen legt sie es sogar noch darauf an, mich zu Unrecht zu kriminalisieren, weil sie sich rächen will wegen meiner damaligen Hilfsbemühungen. Typisch "christlich" sowas.... Naja, ich habe da diesbezüglich für mich beten lassen, daß Gott da die Wahrheit aufdeckt.
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#5
Rolf

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Wir sollten dieses Forum nicht dazu benutzen, andere Foren zu kritisieren. Ich beobachte seit einiger Zeit auch, dass in diesen charismatischen und pseudocharismatischen Kreisen ein regelrechter Strafanzeigenwahn ausgebrochen ist.

Dahinter stehen meiner Meinung nach Erziehungsdefizite, Respektlosigkeit und die permanente Abwesenheit von natürlicher Autorität. auch ich erlebe das immer wieder. Anscheinend ist die Anonymität solcher Foren ein Hemmlöser in Sachen Frechheit undordinärem Verhalten.

Ich habe daraus längst die Konsequenzen gezogen und mich weitestgehend aus diesen Foren der christliche Glaube häufig als Alibi für ein falsch verstandenes Freiheitsdenken herhalten muss, verabschiedet. Ich empfehle dass auch jedem, der solche Erfahrungen macht. Wegen der Strafandrohungen würde ich mir keine gedanken machen. Die meinsten werden garnicht erst gestellt, der Rest wird eingestellt. Man sollte ein Bußgeld für Leute einführen, die der Justiz mit Dummheiten sinnvolle Zeit stiehlt und sich im Übrigen auf das Wesentliche konzentrieren.

Herzliche Grüße

Rolf
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#6
Michael111

Michael111

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:)

Ja, das stimmt. So ist es. Ich bin eh auf dem "Jesus"-Treffpunkt nicht mehr und ziehe mich auch immer mehr auch noch aus den anderen Foren zurück, wo Streitsucht, Strafanzeigendrohungen und Niveaulosigkeit herrschen.
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#7
npro1

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Ich persönlich finde nichts schlimmes an Tattoos und/oder Piercings.

Was hat denn Glaube und (ich nenne es mal so) Gottestreue mit Piercing und Tattoo zu tun?

War es nicht so, dass früher Missionare unterwegs waren, die die "Urvölker" missionieren sollten?
Jene waren ja aber auch teilweise tätowiert und gepierct - aber dennoch waren sie in dem Fall gut genug,
um Gottes neue Schäfchen zu werden?

Ich kenne persönlich einen Geistlichen, der recht spät zu Gott gefunden hat (in dem Fall aus eigenen Stücken)
und der ist tätowiert.
Niemanden stört es..... :)
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#8
1Joh1V9

1Joh1V9

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Ich möchte ein Handout von Storch (Pastor von Jesus Freaks Remscheid hinweisen) (zu beziehen unter

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) in die Diskussion mit einbringen. Es geht dort nicht um Piercings, sondern um Tattoos und Brandings. Hier ein paar Auszüge daraus, die Aspekte, die für das Tätowieren sprechen, enthalten. Ich empfehle aber das ganze Handout zu lesen. Storch ruft darin nicht zum Tätowieren auf, sondern bemüht sich um eine ausgewogene Position zu dem Thema.

Interessanterweise war es bei den ersten Christen üblich, sich am Kopf mit Kreuzen und ähnlichen christlichen Symbolen zu tätowieren. 400 wurden diese Tätowierungen von Kaiser Konstantin verboten, ein Verbot, an das sich die christlichen Westkirchen fast ausschliesslich hielten...

3 tätowierte Gruppen

1. Sklaven
Sklaven wurden mit Brandzeichen oder Tätowierungen markiert, oft trugen sie den Namen ihres Besitzers. In der Theologie des Paulus spielt das „Sklave Christi sein“ eine grosse Rolle.
Als Knechte Christi gehören wir nicht mehr uns selber, wir haben Jesus unser Leben gegeben, und nun leben wir nicht mehr unser Leben, sondern Christus lebt in uns (Galater 2,20). Das Brandzeichen Christi zu tragen heisst, sich ihm ausgeliefert zu haben, erkauft zu sein mit seinem Blute und nicht mehr sich selber zu gehören, sondern für Gott zu leben.

2. Geweihte
Menschen, die sich ganz dem Dienst eines Gottes geweiht hatten und ihr Leben in seinem Tempel zubrachten, trugen auch Malzeichen.
Das Malzeichen Christi zu tragen heisst also auch, sich ihm ganz hingegeben zu haben, mit Leib und Leben für immer in seinem Dienst zu stehen und dem lebendigen Gott geweiht zu sein.


3. Soldaten
Als Zeichen ihrer besonderen Treue liessen sich Soldaten oft den Namen des Heerführers oder Kaisers, unter dem sie dienten, tätowieren. Wer mal den „Gladiator“ gesehen hat, kann sich vielleicht an die Szene erinnern, in der Russell Crowe sich das SPQR wieder entfernen wollte...
Paulus nennt das Leben des Christen einen Kampf (1.Timotheus 6,12), und wir alle dienen als Soldaten in Gottes Armee und kämpfen gegen den Teufel. Die Tätowierung Christi ist hier Symbol für die Treue des Soldaten zu seinem Heerführer.

Christen fallen unter alle diese Gruppen; den Namen Jesu irgendwo tätowiert zu haben, kann also schon eine ganze Fülle an Bedeutungen haben.


Tattoos in der Bibel

Nachdem ich einmal über Tätowierungen gepredigt habe, bin ich nachher auf zwei Bibelstellen aufmerksam gemacht worden, in denen die Bibel wahrscheinlich direkt (und zwar positiv!) über Tätowierungen spricht.

In Jesaja 49,16 sagt Gott von sich selbst: „Siehe, in meine beiden Hände habe ich dich eingezeichnet; deine Mauern sind immerdar vor mir!“ Das hebräische Wort an dieser Stelle bedeutet gravieren oder einschneiden.

In Offenbarung 19,16 heisst es über Jesus: „Und er trägt an seinem Kleide und an seiner (blossen) Hüfte den Namen geschrieben: «König der Könige und Herr der Herren.»“
Natürlich ist es auch möglich, dass der Name wirklich geschrieben war, aber zu der Zeit war es üblich, Statuen auf der Hüfte ihren Namen einzugravieren, nicht aber aufzuschreiben.


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#9
Rolf

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Naja, also die beiden Bibelstellen mich als Theologen in diesen Zusammenhängen allenfalls zum Schmunzeln bringen, ohne dass ich Herrn storch zu nahe treten möchte.

Auch hier gilt, was ich schon zum Thema Homosexualität geschrieben hatte. Selbstverständlich hat jeder die Freiheit, seinen Körper zu tätowieren und zu piercen, wenn er das für richtig findet.

Aber warum kann ich nicht mit der gleichen Selbstverstzändlichkeit anderer Meinung sein. Man muss meine Meinung ja nicht teilen. Den obigen Beitrag habe ich hier eingestellt um aufzuzeigen, was die Hintergründe solcher Praktiken sind. Natürlich ist eine solche Veröffentlichung auch als Anfrage an Christen, also Menschen, die Jesus bewußt ihr Leben übergeben haben und bekennen, nach Gottes Wort leben zu wollen. Etwas anderes zu behaupten wäre sicherlich unredlich.

Menschen tun viele Dinge, auch an ihrem Körper, aus Unwissenheit. Sie ernähren sich falsch, sie überfordern ihre körperliche Leistungsfähigkeit, oder sie "verschönern" ihn durch Bilder und Schmuck. Vielleicht tun sie letzteres auch, weil sie es schön finden. Und - sie dürfen es, natürlich.

Christen unterscheiden sich für gewöhnlich von Nichtchristen dadurch, dass sie Entscheidungen für ihr Leben nicht nach dem Lustprinzip, sondern nach der Wahrheitsfrage treffen. Und wahr isat z.B., dass die Bibel sagt, man kann nicht zwei Herren dienen.

Ich kann die drei Kategorien von Herrn storch, in denen tätowiert wurde nachvollziehen. Erstaunt bin ich erst dann, wenn sich daraus die Schlussfolgerung ableitet, Tätowierungen seien von der Bibel quasi abgedeckt und damit legitimiert. Denn, auch wenn die Kategorien so zutreffend sind, oder wenn in die genannten Bibelstellen Tätowierungen hineininterpretiert werden, dann ist es immer noch so, dass ich diese Praxis in der Bibel ausschließlich als heidnische Praxis erkennen kann.

Wann kann ein versklavter Jude dafür, wenn ein heidnischer Römer ihn zwangstätowiert.

Letztlich soll der erste Artikel, der schon gelegentlich zum Anstoss wurde, zum nachdenken anregen, nicht mehr und nicht weniger. Ich selbst lasse mich aus einer bestimmten Überzeugung nicht tätowieren. Wenn jemand der tätowiert ist, aufrichtig zu Jesus kommt, wird er ihn nicht verstoßen, wegen seiner Bebilderung. Wenn ein Christ ohne Kenntnis des heidnischen Hintergrunds solches an sich machen läßt, wird ihn Gott nicht verwerfen.

Wenn ein Christ sich des heidnischen Hintergrunds bewußt ist, und sich trotzdem tätowieren oder piercen lässt, bin ich guter hoffnung, dass es irgendwann in die Vergebung gebracht wird.

Ich habe aus der Ecke der Jesusfreaks gehört, dass man wegen dieses Artikels unser Forum gelegentlich als unseriös einstuft. Das halte ich für die schlechteste Folgerung desen, was beabsichtigt war.

Herzliche Grüße

Rolf
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#10
1Joh1V9

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Das größte Problem beim Tätowieren empfinde ich, daß es dauerhaft ist. Wenn einem das Motiv nicht mehr gefällt, muß man trotzdem damit leben.
Ich selber habe kein Bedürfnis, mich tätowieren zu lassen. Ich finde das Thema aber interessant, weil es im Falle von Tattoos bei Christen eine Form sein kann, seinen Glauben zu bekennen.

Das Tätowieren war sicherlich keine jüdische Praxis, die hatten und haben andere äußere Zeichen wie Schläfenlocken, Quasten, Gebetsriemen etc. Auch diese trifft man heutzutage am ehesten noch bei den orthodoxen Juden an.

Zu den einschneidensten Zeichen im Judentum gehört sicher die Beschneidung. Paulus weist aber darauf hin und setzt sich sehr dafür ein, daß sich die Christen aus den Heiden nicht beschneiden lassen müssen und spricht von der Beschneidung des Herzens. Gott sieht zuallererst das Herz an (sagt Storch ja auch in seinem Handout).

Im Internet wird allerdings an vielen Stellen behauptet, daß die ersten Christen sich an teiweise den Tattoos erkannt haben und daß sie zuweilen heute noch Erkennungszeichen von Christen sind. So steht unter

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:

Ägyptische Christen sind stolz auf ihre Tattoos

Besonders in der Religion galt die Tätowierung von je her als „In-Group-Erkennungszeichen“ Das Bild auf der Haut als Signal an die Umwelt. Das hat bei den Christen in Ägypten, den Kopten Tradition. Sie sind fast alle mit einem Kreuz tätowiert. Warum? Das weiss ein Kenner der koptischen Kirche, Anton Mayer. «Im Besonderen kann man von den Kopten sagen, dass sie sich damit gegen andere, nicht christliche Religionen abgrenzen wollen. Und die ägyptischen Christen sind stolz auf ihre Tattoos. «Ich habe gesehen, wenn Kopten aus Freude an ihrem Christentum ihr Handgelenk in die Höhe geregt haben, um damit zu bekennen: ich bin Christ, hier ist meine Tätowierung am Handgelenk und zwar an der Stelle, wo die Schlagader drunter weggeht, » das deshalb, so Mayer, weil es dort schlecht entfernt werden kann.

Auch unter den ersten Christen gab es einige die tätowiert waren. Sie trugen die initialen Christi („X“ oder „I.N.“), einen Fisch, ein Kreuz oder ein Lamm auf der Stirn oder am Handgelenk. Ob es sich hierbei um Nadeltätowierungen oder eingefärbte Narben handelte, ist nicht geklärt.

Dabei wird die Bedeutung dieser Zeichen nicht nur im Laufe der Zeit, sondern auch innerhalb einer Epoche verschieden gedeutet. Den bekennenden Christen wurde dieses Mal angebracht, um sie als Ketzer oder Abtrünnige vom „rechten Glauben“ zu kennzeichnen. Man versuchte somit, die Christen aus der Gesellschaft auszuschliessen.

Andererseits empfanden diese Christen solche Tattoos ganz anders. Für sie handelte es sich nicht um ein Stigma sondern vielmehr um ein Zugehörigkeitszeichen. In aller Öffentlichkeit konnte gezeigt werden, dass man dazu bereit war, für seinen Glauben zu leiden. Die „Idee“ der Brandmarkung wurde von den Christen auf freiwilliger Basis aufgegriffen und als ständiges Erkennungssymbol gewählt. Insbesondere in den Gegenden, in denen die Christen in der Minderheit waren.

So wurden bis 1890 in Bosnien katholische Mädchen tätowiert, um einen Übertritt zum Islam zu verhindern. Armenische Christen hielten die Tradition der Pilgertätowierung noch bis zum 1. Weltkrieg bei. Kreuzritter hatten nicht selten individuelle Tätowierungen, um sich im Falle ihres Todes ein christliches Begräbnis zu sichern. Ähnliche Zwecke verfolgten Hebammen im Paris des 18. Jahrhunderts. Sie tätowierten Müttern und ihren Neugeborenen identische Zeichen um Verwechslungen zu vermeiden und bei plötzlichem Kindstod oder Aussetzung die Mutter leichter zu finden.

Kirche wandte sich gegen Tätowierung

Allerdings kam die Tätowierung in den Gegenden in Verruf, in denen die Tätowierung traditionell von den Völkern betrieben wurde, die man missionieren wollte. Um sich von diesen „primitiven“ Völkern moralisch zu unterscheiden, wurden die Tätowierungen bei den eigenen Leuten vollständig verboten.

Die Kirche berief sich dabei auf das Alte Testament: „Für einen Toten dürft Ihr keine Einschnitte auf eurem Körper anbringen, und Ihr dürft euch kein Zeichen einritzen lassen“ (3. Moses 19, 28). „Die Priester sollen sich auf ihrem Kopf keine Glatze scheren, ihren Bart nicht stutzen und an ihrem Körper keine Einschnitte machen“ (3. Moses 21, 5).

Schon 787 n. Chr. wurden Tätowierungen durch Papst Hadrian I. in dem Konzil von Calcuth in Northumberland als heidnische Bräuche aus dem Kulturkreis des Christentums verbannt. Dabei wurden alle Formen der Tätowierung als Körperschmuck ausdrücklich verboten.

Solche Verbote wirkten noch lange nach. Bis 1996 war es sogar noch im Kanton Bern offiziell verboten sich tätowieren zu lassen. Im Gesetz wurde dies als Körperverstümmelung bezeichnet.


Man kann das schwer nachprüfen. Mich würde schon interessieren, woher man das denn weiß mit den frühchristlichen Tattoos. In jedem Fall sind sie kein Gebot und es gibt in der Bibel keine einzige Empfehlung, sich tätowieren zu lassen. Daher sollte mans auch nicht machen lassen, bloß weil irgendein Glaubensbruder ein Tattoo hat. Sonst ärgert man sich womöglich noch Jahre später, daß man so leichtfertig war.
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#11
Rolf

Rolf

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Mich interessiert in diesem Zusammenhang nicht nur die "ob" man sich tätowieren lässt, sondern mindestens genauso "was" für Motive man verwendet. Im Fernshen sehe ich dazu aktuell fast ausschließlich chinesische Zeichen, die wenn man die Träger dieser Zeichen interviewt, fast alle mit diesen Zeichen eine Botschaft verbinden, die sie damit rüberbringen wollen.

Da ich selbst nicht chinesisch kann, muss ich mich auf die Erklärungen verlassen. Wer sich damit beschäftigt, wird bald merken, dass es sich überwiegend um religiöse Zusammenhänge handelt, die allerdings nicht aus dem christentum stammen. Inwiefern solche Symbole eine Wirkung haben, kann ich nicht sagen, meine es aber dass es bedenklich ist, wenn die Christen sich Reihenweise Weisheiten aus z.B. dem Budhismus lebenslänglich auf den Körper auftragen lassen.

Aus geistlicher Sicht mahne ich da eher zur Vorsicht, aber wie gesagt, muss das jeder für sich entscheiden.

Herzliche Grüße

Rolf
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#12
svenhs

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Ich persönlich habe weder eine Tätowierung noch ein Piercing. Mir gefällt das für mich einfach nicht, aber bei manchen Leuten gefällt mir das schon gut. Ich finde man sollte sich erst ab 25 Jahren tätowieren lassen. Denn vor allem Teenager tendieren dazu etwas haben zu wollen, aber oft sind sie sich nicht bewusst das ihnen die Tätowierung vielleicht in 3 Jahen schon nicht mehr gefällt. Wenn jemand das wirklich machen lassen will, dann wartet man auch bis 25 Jahren. Peirsings finde ich nicht so schlimm sofern sie nicht alle im Gesicht sind. Man kann sie ja jederzeit wieder rausnehmen, aber dennoch sollte es nicht erlaubt sein sich vor 18 Jahren piercen zu lassen.
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