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Universelles Leben und das Sankt-Florians-Prinzip


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Rolf

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Universelles Leben und das Sankt-Florians-Prinzip




Beim "Universellen Leben" scheint man das Sankt-Florians-Prinzip verinnerlicht zu haben.

Schon vor Jahren brüstete sich der "Christus-Betrieb" "Gut zum Leben" mit güllefreiem Anbau, trotz - und dies sollte alle, die ein wenig nachdenken, stutzig machen - zahlreicher Käseprodukte (Käse, hergestellt aus Drüsensekreten von Säugetieren, deren Ausscheidungsprodukte sich wohl kaum wegbeten lassen). Wie war das zu erklären? Religiöse Logik schlägt schon erstaunliche Kapriolen: Georg Thalhammer war 18 Jahre lang UL-Anhänger,

"ein 'Urchrist' der ersten Stunde, später Leiter eines Betriebes von 'Gut zum Leben' mit 70 Angestellten und ehemaliger Vorsitzender der [ANOG]. Zwei Höfe hat er aufgebaut, den ersten Biohof von 'Gut zum Leben' überhaupt und den Kräuterhof Höhefeld bei Wertheim am Main. Was den Landwirt aber zusehends störte, war die negative Bewertung anderer Biobauern, die auch Tiere hielten. 'Der Mist von "unseren" Tieren wurde von anderen Bauern abgeholt. Damit hatte man selber eine reine Weste und die anderen waren die Buhmänner'."
"Sünden abbauen durch Bioanbau? - Die Biomarke 'Gut zum Leben'", Trend Nr. 3, 2002, zit. n. Universelles Leben - Eine Gefahr für die Tierrechtsbewegung.

Der Mist der Christus-Kühe wurde also schlicht auf die Felder anderer Bauern gekippt.

So konnten Cartoon-Kartoffeln freimütig für Produkte aus "Christus-Betrieben" des UL werben: "Ich rieche nach friedfertigem Anbau [...] denn ich habe weder Gift noch Mist noch Gülle geschluckt." (Friedensreich 1/2001). Für die gülleverseuchte Umwelt macht das ebensowenig Unterschied wie für die gefangengehalteten Rinder.

Aktuell würde das Universelle Leben wohl gern mit einem Ruhen der Jagd in den UL-eigenen Revieren um "Gut Terra Nova" (vormals "Gut Greußenheim"), dem Sitz der "Prophetin" Gabriele Wittek, werben und hat daher entsprechende Klagen angestrengt. Bemerkenswert ist hier aber die Argumentation, die einem Bericht im Bayerischen Rundfunk darüber ("Bayern heute", 6. Dezember 2006) zu entnehmen ist:

[D]ie beiden Grundstückseigentümer, die der Glaubensgemeinschaft "Universelles Leben" nahestehen [...] betrachten Tiere als ihre Geschwister, die man nicht einfach töten dürfe. Jagd diene heute schließlich nicht mehr dem Nahrungserwerb, sondern sei in erster Linie eine Freizeitbeschäftigung. Das Hegeziel der Bestandsregelung werde heutzutage schon dadurch erzielt, dass Jahr für Jahr zahlreiche Tiere dem Straßenverkehr zum Opfer fallen. Und wenn die Behörden wirklich Angst hätten, dass der Wildbestand in der ganzen Region zu stark anwachse, nur weil in zwei Revieren nicht gejagt werde, dann gebe es dafür ein ganz einfaches Rezept: Man könne die Abschussquoten in den Revieren erhöhen, in denen die Jagd nicht ruhe.
"Tierschützer klagen erfolglos - Keine Schonzeit für Wildtiere",

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, meine Hervorhebung

Mit anderen Worten: der "Bestand" soll "reguliert" werden, indem für jedes urchristliche Wildschwein, das am Leben bleibt, ein anderes erschossen wird.

Und wie lautet das fromme Gebet an den Schutzheiligen gegen Feuersbrunst?

"Heiliger Sankt Florian,
Verschon mein Haus, zünd andere an."

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