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Heilen mit Engeln?


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Rolf

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Heilen mit Engeln?






Über den Autor
Susanne ist Jahrgang 1980, verheiratet mit Mario aus Ecuador, wohnhaft in Stoke-on-Trent / England. Sie arbeitet für United Christian Broadcasters, einer christl. Fernseh- und Radiostation, in der Logistikabteilung. In ihrer Freizeit fotografiert sie gerne, liest viel, hört Musik und reist gern wann immer es möglich ist. Mein größter Lebenswunsch und mein Ziel ist es, Gott zu kennen und bekannt zu machen!


Frage von MG:
"Ich beobachte seid ca. 5 Jahren diese sehr stark anwachsende Nachfrage nach Engelbüchern, Engeltherapeuten und vieles mehr. Nicht das es Engel nicht gibt, aber Dämonen sind ja auch Engel. Was soll ich von diesem Trend halten? Himmlische Heerscharen, die heilen? Oder ist das auch ein Weg in die Esoterik? "


Engel: Im Einsatz

Deine Beobachtung kann ich nur bestätigen: Das Interesse an Engeln und ihren Aktivitäten hat in den letzten Jahren extrem zugenommen, auch hier in England, wo ich wohne. Es gibt massenweise Bücher zu diesem Thema und Gruppen, die sich regelmäßig treffen, um über Engel zu sprechen oder sogar mit ihnen zu kommunizieren.

Als Christ würde ich die Bedeutung von Engeln folgendermaßen sehen:

Das Wort „Engel“ stammt ursprünglich aus dem Griechischen („angelos“) und bedeutet „Bote“ bzw. „Gesandter“. In der Bibel treten Engel sowohl im Alten als auch im Neuen Testament sehr oft auf, und zwar mit verschiedenen Funktionen bzw. Aufgaben. Grundsätzlich sind sie Diener Gottes, die sich niemals selbst in den Mittelpunkt stellen, sondern immer auf Gott hinweisen und sich auf den Auftrag konzentrieren, den Gott ihnen gibt.

Es gibt verschiedene Engel mit unterschiedlichen Funktionen. Gott ist umgeben von Engeln, die ihn ständig anbeten und ihm Ehre geben (Jesaja 6,1-7, Psalm 148,2).

Auch sind sie Überbringer von Botschaften, wie zum Beispiel in Lukas 1,26-38, als der Engel Gabriel Maria erscheint und ihr mitteilt, dass sie auserwählt wurde, die leibliche Mutter von Jesus zu werden.

In Apostelgeschichte 12,5-11 können wir lesen, wie Gott einen Engel schickte, um Petrus aus dem Gefängnis zu befreien. Petrus erlebt hier ganz praktisch die Erfüllung einer Verheißung aus dem Alten Testament:


Denn Gott hat seine Engel ausgesandt, damit sie dich schützen, wohin du auch gehst. Sie werden dich auf Händen tragen, und du wirst dich nicht einmal an einem Stein verletzen!
Psalm 91,11-12



Engel haben also auch die Aufgabe, Menschen praktische Hilfe zu geben und sie zu beschützen.


Engel: Diener, keine Herren

Jedoch ist in der gesamten Bibel sehr klar, dass Engel weder angebetet noch direkt um Hilfe oder Heilung gebeten werden sollen. Ihre Erscheinung, mit menschlichem Auge wahrgenommen, ist manchmal sehr strahlend und überwältigend. Das hat schon einige Male Menschen dazu gebracht, vor Schreck oder Erstaunen niederzufallen, um ihnen Ehre zu erweisen. Jedoch lehnen die Engel das ab, da sie sehr wohl wissen, dass ihnen keine Anbetung zusteht:


Und ich, Johannes, bin es, der dies gehört und gesehen hat. Und als ich's gehört und gesehen hatte, fiel ich nieder, um anzubeten zu den Füßen des Engels, der mir dies gezeigt hatte. Und er spricht zu mir: Tu es nicht! Denn ich bin dein Mitknecht und der Mitknecht deiner Brüder, der Propheten, und derer, die bewahren die Worte dieses Buches. Bete Gott an!
Offenbarung 22,8-9





Engel: Keine Vermittler

Jesus hat durch seinen Tod am Kreuz für unsere Sünden bezahlt, und somit den direkten Weg zu Gott für uns freigemacht – wenn wir seine Vergebung bewusst annehmen und Gott unser Leben anvertrauen. Wir brauchen keine Engel als Vermittler. Das bedeutet im Klartext:


Wenn wir Heilung benötigen, können wir Gott selbst direkt darum bitten.

Wenn wir für uns oder jemand anderen beten, wenden wir uns direkt an Gott. Wir können ihn durchaus bitten, seine Engel zum Schutz zu senden.

Apostelgeschichte 4,12 sagt uns: „Jesus Christus und sonst niemand kann die Rettung bringen. Auf der ganzen Welt hat Gott keinen anderen Namen bekannt gemacht, durch den wir gerettet werden könnten.“
Das gilt für jede Art der Rettung: vom Tod, von Gefahren, Krankheiten, Nöten etc.

Engel können manchmal eine besondere Gegenwart Gottes bringen, wenn sie sich an einem bestimmten Ort befinden, jedoch geht auch das von Gott selbst aus. Diese Kraft liegt nicht in den Engeln selbst, sondern kommt aus ihrer Beauftragung, von Gott her.


Engel: Nicht immer im Auftrag Gottes unterwegs

Es ist ein eindeutiges Prinzip von Satan, Gottes Feind, unsere Aufmerksamkeit auf andere Dinge oder Wesen als Gott selbst zu lenken. Er möchte uns dazu bringen, sie anzubeten und sie um Hilfe zu bitten. Egal ob es sich dabei um Engel, „magische“ Gegenstände wie Kristalle oder anderes handelt. Dadurch versucht er zum einen, Gott der Anbetung zu berauben, die ihm zusteht. Zum anderen will er, dass wir unsere Hoffnung auf etwas setzen, das uns nicht helfen kann.

Hier ist auch zu beachten, dass es – wie Du auch erwähnt hast - auch gefallene Engel (Dämonen) gibt. Diese sind gerade nicht da, um Menschen zu helfen, sondern ihre Absicht ist es, Menschen im Auftrag Satans zu schaden. Viele Menschen, die Hilfe bei Engeln suchen, ist dieser Unterschied aber nicht bewusst.

Die Menschen, die sich an scheinbare Engelwesen wenden, um Hilfe, Rat oder Heilung zu erlangen, lassen sich deswegen eigentlich mit genau dem Gegenteil ein. Sie strecken sich nach guten Mächten aus, öffnen aber in Wirklichkeit Satan die Tür.

Sich diesen Dingen zu öffnen oder damit zu experimentieren, ist also nicht nur ein harmloser Spaß, sondern kann zu einer ernsthaften Gefahr werden. Satan gibt sich alle Mühe, sich in verschiedene Verkleidungen zu hüllen, um jeden Menschen an sich zu binden. Oft benutzt er dazu gerade auch die – an sich positiven - Dinge, nach denen sich eine Person ausstreckt.

Der folgende Bibelvers macht das deutlich:


Und kein Wunder, denn der Satan selbst nimmt die Gestalt eines Engels des Lichts an; es ist daher nichts Großes, wenn auch seine Diener die Gestalt von Dienern der Gerechtigkeit annehmen; und ihr Ende wird ihren Werken entsprechen.
2.Korinther 11,14-15



Satan versucht, den Menschen zu täuschen und glauben zu machen, dass er sich seinen eigenen Glauben und seinen eigenen Gott „backen“ kann, wie es ihm beliebt oder richtig erscheint.
Gott jedoch ist der „Ich bin, der Ich bin“. Wer sich nicht nach Gott selbst, sondern nach anderen Kräften und Mächten ausstreckt, öffnet sich unter Umständen dämonischen Einflüssen. Es gibt keine spirituelle Grauzone – Gott oder Satan, etwas „dazwischen“ gibt es nicht.


Besser als Engel

Also: Jesus, Gottes Sohn, ist in jeder Hinsicht und bei allem der richtige Ansprechpartner. Er lädt die Menschen ein, zu sich zu kommen und bei ihm Hilfe zu suchen:


Kommt alle her zu mir, die ihr euch abmüht und unter eurer Last leidet! Ich werde euch Ruhe geben. Lasst euch von mir in den Dienst nehmen, und lernt von mir! Ich meine es gut mit euch und sehe auf niemanden herab. Bei mir findet ihr Ruhe für euer Leben. Mir zu dienen ist keine Bürde für euch, meine Last ist leicht.
Matthäus 11,28-30



Auch das Alte Testament fordert die Menschen immer wieder dazu auf, mit ihren Sorgen und Nöten zu Gott zu kommen:


Wenn du keinen Ausweg mehr siehst, dann rufe mich zu Hilfe! Ich will dich retten, und du sollst mich preisen.
Psalm 50,15





Wer unter dem Schutz des Höchsten wohnt, der kann bei ihm, dem Allmächtigen, Ruhe finden. Auch ich sage zu Gott, dem Herrn: "Bei dir finde ich Zuflucht, du schützt mich wie eine Burg! Mein Gott, dir vertraue ich!" Er bewahrt dich vor versteckten Gefahren und vor tödlicher Krankheit. Er wird dich behüten wie eine Henne, die ihre Küken unter die Flügel nimmt. Seine Treue schützt dich wie ein starker Schild. Du brauchst keine Angst zu haben vor den Gefahren der Nacht oder den heimtückischen Angriffen bei Tag. Selbst vor der Pest, die im Dunkeln zuschlägt, oder dem tödlichen Fieber, das am hellen Tag die Menschen befällt, fürchtest du dich nicht. […] Du aber darfst sagen: "Beim Herrn bin ich geborgen!" Ja, bei Gott, dem Höchsten, hast du Heimat gefunden. […] Gott sagt: "Er liebt mich von ganzem Herzen, darum will ich ihn retten. Ich werde ihn schützen, weil er mich kennt und ehrt. Wenn er zu mir ruft, antworte ich ihm. Wenn er keinen Ausweg mehr weiß, bin ich bei ihm. Ich will ihn befreien und zu Ehren bringen. Bei mir findet er die Hilfe, die er braucht; ich gebe ihm ein erfülltes und langes Leben!
Psalm 90,1-16



Die Sehnsucht nach Schutz, Leben und einem Sinn brauchen wir Menschen also nicht durch den Glauben an Engelwesen oder andere magische Kräfte zu stillen. Gott selbst lädt uns ein, uns damit direkt an ihn zu wenden.



Fazit

Engel sind Gottes Diener. Gott ist es, der ihnen ihre Aufträge gibt – auch auf unsere Bitten hin. Aber wir selbst können uns nicht direkt an sie wenden und ihnen auch keine Befehle geben.





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