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Bibeltreue Christen – ein Volk des Besitzens?


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2 Antworten in diesem Thema

#1
Rolf

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Nachfolgenden Artikel habe ich heute auf Bitte des betreibers für die christliche Onlinezeitschrift "Ekklesia Nachrichten" geschrieben.

Der Beitrag ist hier zu lesen:

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Bibeltreue Christen – ein Volk des Besitzens?




Ein Beitrag von Rolf Wiesenhütter


Schon seit geraumer Zeit findet in unserem Land eine aufgeregte Diskussion über religiösen Fundamentalismus statt, in der nicht selten konservative Christen zu Unrecht beschuldigt werden, weil sie so dreist sind, in der heutigen Zeit dem Wort Gottes noch Glauben zu schenken. Dagegen hört man von den wahren religiösen Betonköpfen, die dem klischeebesetzten Begriff „Fundamentalismus“ in vollem Umfang entsprechen, so gut wie gar nichts, nicht einmal von den echten Christen.

In unserem Land formiert sich, fast unbemerkt von der Öffentlichkeit, mit Wort und Geist in Röhrnbach eine Bewegung, der man mit Recht eine extreme – fundamentalistische Betonmentalität unterstellen darf. So hat durch deren Vertreter Alex Thomsen am 31.8.2008 in Hamburg ein regelrechter Aufruf zum Kreuzrittertum stattgefunden, dem von den verschiedensten Figuren dieser Bewegung inzwischen öffentlich absolute Gültigkeit attestiert wurde.

In der Sache geht es um ein hochexplosives Gemisch aus extremcharismatischen Positionen, freimaurerischen Zielsetzungen und psychopathologischer Benommenheit, ausgelöst durch okkulte und esoterische Experimente. Konkret geht es um die widerbiblische Grundhaltung, der Mensch könne durch Bewusstseinsveränderung eine göttliche Natur annehmen und die Fähigkeit besitzen, göttliche Werke in Existenz zu sprechen. Nach Thomsens Ausführungen wird jedes gesprochene Wort eines Wort und Geist Jüngers dadurch zu göttlicher, prophetischer Rede.

So heißt es wörtlich: „Jetzt können die prophetischen Worte, die ihr aussprecht, auf ihre Rechtsgültigkeit hin geprüft werden. Und sie werden jeder Prüfung standhalten. Weil, es handelt sich nicht um Menschenworte, sondern es handelt sich um meine Worte. Um Worte, die direkt vom Thron aus gesandt sind, in diese Nation, um diese Nation nachhaltig zu verändern. Um meine Herrschaft sichtbar aufzurichten in diesem Land.“ (1)

Die wahnwitzige Vorstellung, die solchen Ansprüchen zugrunde liegt fußt auf der Auffassung, Wort und Geist hätte bereits die Macht in unserem Land übernommen. So kolportiert Thomsen wörtlich: „Es sind nicht mehr die politischen Führer dieses Landes, die die Richtung vorgeben. Es sind nicht mehr die Professoren und die Theologen die sagen, wie Gott ist und wie er nicht ist, und wie man ethisch – moralisch einwandfrei lebt. Alles ist zurückgedreht auf die Stunde Null, weil der Vater bis jetzt im Verborgenen Männer und Frauen, Söhne und Töchter zubereitet hat, die unter keiner Fremdherrschaft mehr stehen. Jetzt fängt es an, dass seine Söhne und Töchter, die aktiviert wurden, die sich eins gemacht haben mit ihm, die sich haben zurüsten lassen, die nicht mehr ihre eigene Ehre suchen, die nicht mehr nach ihrem eigenen Ego leben, die völlig übernommen sind durch den Heiligen Geist, sie werden jetzt auftreten, öffentlich, und die Rechtsgrundlage, die vor zweitausend Jahren am Kreuz von Golgatha verbindlich verbrieft wurde, repräsentieren.“(2)

Das heißt nichts anderes, als dass man in dieser wahrlich nicht ungefährlichen Bewegung davon ausgeht, dass man den göttlichen Auftrag hat, die Geschicke unseres Landes in die eigenen Hände zu nehmen.

Man darf sich mit Fug und Recht fragen, wie solche obskuren Machtansprüche entstehen. Wer sich in extremcharismatischen Hintergründen auskennt, der weiß, dass in deren Führungsschichten Hochgradfreimaurer in großer Zahl die Strippen ziehen. Was uns vordergründig als religiöse Erweckungsbewegungen angedreht wird, offenbart sich dem Insider immer deutlicher als religiöser Abfall, gesteuert durch die Mächtigen dieser Welt.

Was Wort und Geist in Wahrheit repräsentiert, ist das Selbstverständnis der Illuminaten im 30. Freimaurerhochgrad, der Ritter Kadosch vom Weißen und Schwarzen Adler. In der religiösen Einordnung heißt der 30. Freimaurerhochgrad „Areopag.“ Auf diesem Platz der tausend Altäre muss der angehende Kadosch – Rite eine Weihehandlung in vier Etappen absolvieren:
1. Absage an die Religion
2. Absage an den Staat
3. Absage an das Volk
4. Absage an das systemgebundene Logentum

Danach erfolgt das Bekenntnis zum Weltfreimaurertum. (3) Um zu verstehen, was Wort und Geist hiermit zu tun hat, muss man sich deren wöchentliche Veröffentlichungen aus den verschiedenen „Filialen,“ die flächendeckend über unser Land verteilt sind anhören. Die öffentliche Absage an die Religion und die Verteufelung aller Christen ist dort seit Jahren ein Standardthema. Mit dem obigen Zitat wird deutlich, dass inzwischen auch die Absage an den Staat öffentlich verkündigt wird. Ebenso deutlich wird die Absage an das Volk, wenn man sich vergegenwärtigt, was Thomsen in seiner „Stunde Null“ noch veröffentlicht:

„Die Stunde Null hat angefangen. Angekündigt hat sich das schon im Vorfeld, und zwar unter den Dienstgaben. Man kann mich gerne korrigieren, wenn das nicht stimmen sollte. Aber es war halt unter den Dienstgaben so, dass eine nie da gewesene Einheit, eine nie da gewesene Unterordnung und eine nie da gewesene Liebe unter den Dienstgaben geherrscht hat. Eine Demonstration Gottes, die sich auch nach draußen hin übertragen hat.

Und als unser Apostel aufgestanden ist und seinen Stand eingenommen hat, und zwar als Völkerapostel, nicht als Apostel einer Glaubensbewegung, sondern als Führer einer Nation…“
(4)

Was auf den ersten Blick wie rechtsradikales Gedankengut anmutet, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als Gleichschaltung unserer Nation durch freimaurerisches Gedankengut. Neu ist nur, das diese Zielsetzungen nicht mehr in geheimen Logen, sondern in aller Öffentlichkeit als frommgetarnte, fortschrittliche, christliche Gemeinschaft auftritt.

Man ist geneigt, diesem Ansinnen nicht nur keinen Glauben zu schenken, sondern es sogar als extremfundamentalistischen Unsinn zu belächeln. Einer solchen Naivität kann man sich aber nicht hingeben, wenn man die Ernsthaftigkeit erkennt, mit der diese obskuren Vorstellungen umgesetzt werden.

Thomsen sagt unmissverständlich: „Du bist unantastbar. Du bist versiegelt. Du bist eine Heilige Nation, ein königliches Priestertum. Ein Volk von Söhnen zum Besitztum.“ (5)

Hier wird noch eine weitere Intention deutlich. Neben der Maßlosigkeit eines Systems, das unumkehrbar nach Weltherrschaft strebt, nimmt man für sich selbstverständliche alle materiellen und geistigen Güter dieser Welt in Anspruch. Aus der Geschichte ist uns ein solches Verhalten z.B. durch die Diktatur der DDR bekannt, die sich anmaßte, Kunstgegenstände selbst aus Privatwohnungen zu enteignen und für eigene Zwecke zu missbrauchen. Bei Wort und Geist – Verblendeten ist mir das zum ersten Mal im Jahr 2005 aufgefallen, als diese Leute während einer Krankschreibung meinerseits unser komplettes Gemeindeinventar an sich brachten, obwohl aufgrund offener Gehaltszahlungen in Höhe von 18.000 Euro diese Leute nach Auskunft meines Rechtsanwaltes keinerlei Anspruch an diesen Sachen hatten. Selbst die Malmappen aus unseren Kindergruppen haben die damals buchstäblich ebenso geklaut, wie persönliches Eigentum von mir, so etwa selbstbespielte Musik CD`s.

Während die Hauptzentrale in Röhrnbach sich juristisch jeder Verantwortung erwehrt, macht Herr Thomsen klar, dass genau solches Verhalten zu seinem Selbstverständnis und in seiner Eigenschaft als W+G – Unterapostel gehört. Aus zuverlässiger Quelle wurde mir zugetragen, dass Herr Thomsen den „Wohlkunde Verlag“ betreibt. In diesem Verlag vertreibt Thomsen ganz offensichtlich illegal Manuskripte des Schweizer Theologen Manfred Haller gegen dessen erklärten Willen. Nach anfänglich mündlich erteilter Zustimmung zu einer Veröffentlichung musste Haller bald feststellen, dass mit seinen Texten Missbrauch getrieben wurde. Obwohl Haller klar zum Ausdruck bringt, dass mit seinem Eigentum zweckentfremdend verfahren wird, und seine Manuskripte definitiv nur vorläufigen, nicht zur Veröffentlichung als Bibelübersetzung bearbeiteten Charakter haben, werden diese von Thomsen als Buch mit dem Titel „Und sie sahen seine Herrlichkeit“ für viel Geld verkauft. In den deutschlandweiten Filialen wird dieses Buch als „Haller – Bibel“ bezeichnet, es wird ständig daraus zitiert und Haller wird gegen seinen erklärten Willen für eine Bewegung instrumentalisiert, mit der er nichts zu tun haben will. (6)

In Übereinstimmung mit Herrn Haller wurde der Wohlkundeverlag und Herr Thomsen auf diesen offensichtlichen Rechtsbruch aufmerksam gemacht und aufgefordert, dieses Buch nicht weiter zu verbreiten. Seine Reaktion darauf war in seiner „Predigt“ vom 18.10.08, gehalten in der W+G Filiale Köln, öffentlich zu hören. Zitat: „Seit dieser Botschaft der „Stunde Null“ werde ich massiv verfolgt und angegriffen. Neulich schrieb mir einer dieser Satansjünger, dass ich etwas Bestimmtes zu tun bzw. zu lassen hätte, ansonsten würde ich es mit seinem Herrn zu tun bekommen. (Schreiendes Gelächter der Zuhörer)“ (7)

Herr Haller will sich trotz des Verhaltens des Wohlkunde Verlages biblisch verhalten und sucht daher nicht den Klageweg. Vielmehr hat er die Sache in Gottes Hände gelegt. Herr Thomsen benutzt auch diesen Sachverhalt um zu spotten. Nach seiner Auffassung kann es sich hier nur um den handeln, den Jesus vor zweitausend Jahen bereits besiegt hat, den Teufel.

Dieser Sachverhalt wurde uns auch deshalb deutlich und bestätigt meine eigenen Informationen, weil er zwischenzeitlich bei You Tube publiziert wurde. Der interessierte Leser kann sich diesen knapp achtminütigen Spot hier ansehen.

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Auch die Existenz des besagten Buches im „Wohlkunde – Verlag“ kann sofort belegt werden:

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Herr Thomsen beweist also durch sein eigenes Verhalten in seiner Eigenschaft als Angehöriger der Leiterschaft von Wort und Geist, dass man es mit der Ergreifung einer eigenen, willkürlichen Rechtsordnung, die ohne Zweifel auch die persönliche Bereicherung beinhalten dürfte, absolut ernst meint. Es ist zweifelsfrei bewiesen, dass derjenige, der Recht und Ordnung in unserem Land missachtet, sich gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland stellt. Seine Haltung ist Menschenverachtend und Jugendgefährdend. Herr Thomsen, und damit auch Wort und Geist erweisen sich eindeutig nicht als christliche Heilsbringer, sondern als Gesetzlose Fundamentalisten mit freimaurerischen Grundansätzen, die Menschen weder mit Liebe begegnen, noch ihnen Freiheit bringen, sondern allenfalls in eine religiöse Zwangsjacke stecken. Wort und Geist ist nach meiner persönlichen Überzeugung als absolut gefährlich einzustufen. Was religiöser Wahn anrichtet, war nicht nur in der letzten amerikanischen Regierungsführung zu bestaunen, sondern ist uns durch die Diktatur des dritten Reiches nur zu bekannt.

Herr Thomsen wird auch da in einer totalitären Grundhaltung entlarvt, wo er unmissverständlich formuliert:

„Jetzt ist die Zeit des Landeinnehmens. Jetzt ist die Zeit, wo die göttliche Ordnung etabliert wird. Jetzt ist die Zeit, wo die Repräsentanten Gottes, die direkt Abgesandten aus dem Himmel, die nichts zu tun haben mit diesem irdischen Sein, wo sie seine Herrschaft in Herrlichkeit aufrichten. Und jetzt wurden diese Mandate anderen Männern und Frauen in diesem Land übertragen. Die Zeit, wo wir, die Könige regieren, hat jetzt begonnen.

Alles was nicht wahrhaftig ist, bekommt jetzt eine letzte Chance, entweder sich auf den Weg der Wahrheit zu begeben, oder die Region, wo die Söhne und Töchter Gottes herrschen, zu verlassen.“
(8)

Vor solchen Menschen, die solche Positionen vertreten, möchte ich ausdrücklich warnen.

Quellennachweis:

1) Alex Thomsen, Die Stunde Null, Audiopredigt vom 31.8.2008 in Hamburg (siehe:

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, sowie:

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und

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)
2) Ebd.
3) Dieter Rüggeberg, Geheimpolitik Bd.2, Logenpolitik S. 172ff.
Rüggeberg Verlag 2003, Wuppertal ISBN 3-921338-16-6
4) siehe 1)
5) Alex Thomsen, aus der Predigt „Volle Kraft voraus“ W+G Köln, 18.10 2008 (siehe:

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)
6) Aus mir vorliegendem Schriftverkehr mit Manfred Haller
7) Siehe 1)
8) Siehe 1) + 5)
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#2
Rolf

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Auf den von mir bei Ekklesia - Nachrichten veröffentlichten Artikel gibt es einen Kommentar:



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Heinz on 30 November, 2008 - 13:34

Hört ihr ganz Klugen!
Auf das Fundament seines gesalbten hat Gott Vater seine Schöpfung offenbart,und uns seinen Willen kundgetan - dass müsste doch allen einleuchten, die diejenigen verhöhnen die wirklich des Heiligen Geistes sind!


Im Herrn verbunden Heinz
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#3
Rolf

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Dazu meine Antwort:



Rolf40/3 on 18 Januar, 2009 - 10:50



In vorgenanntem Artikel wird niemand verhöhnt und es wird auch nicht ein echter "Gesalbter des Herrn" angetastet. Es geht vielmehr darum, dass man aufzeigen muss, dass hier Menschen am Werk sind, die behaupten, sie genießen die ihnen von Gott anvertrauten "Privilegien" der "Söhne Gottes" wenn sie gegen geltendes Recht verstoßen und sich das Gut anderer Menschen wiederrechtlich und gegen dessen ausdrücklich erklärten Willen aneignen.

Mir ist unverständlich, wie man dieses als schriftgemäß anerkennen und sogar noch verteidigen kann.

Herzliche Grüße

(Rolf) Autor des Artikels)
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