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Über Irrlehren heute:


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Rolf

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Über Irrlehren heute:





Hier: Jungfrauengeburt und die Auferstehung Jesu





Bibeltext: Lukas 1. 34 - 35, 1. Korinther 15. 12 ff



Wenn man sieht, was heute oft alles unter dem Vorzeichen ‘christlich’ bzw. ‘Christsein’ läuft, kommt die Frage: „Wer oder was ist denn nun eigentlich ein Christ?“ schon notwendigerweise auf einem zu. Natürlich könnte man sich die Sache ganz einfach machen - und viele tun das auch - und sagen: Ein Christ ist der, der an Christus, an Jesus glaubt. Aber da bleibt doch die Frage: an welchen Jesus wird geglaubt, was ist das für ein Glaube, der praktiziert wird. Ist Jesus nur der Sozialreformer, das große Vorbild für gute Taten, vielleicht sogar 'ein Lehrer von Gott gesandt' wie Nikodemus das formuliert hat? (Johannes 3)

Und was wird geglaubt? Dass Jesus gelebt hat und am Kreuz gestorben ist? Das ist alles richtig und gut, aber macht das schon einen Christen aus? Das wird übrigens auch von außerbiblischen, also nicht gläubigen, Schriftstellern bestätigt. Damit man überhaupt ein Kriterium hat, haben sich ernsthafte Christen einmal dazu entschlossen, ein sogenanntes Glaubensbekenntnis zusammenzustellen und zwar schon im 5. Jahrhundert nach Christus. Hier ist zu lesen, was der Glaube eines wirklichen Christen ausmacht, was gewissermaßen unabdingbar ist. Lesen wir einmal:

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer Himmels und der Erde, und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel. Er sitzt dort zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters, von dort wird er kommen , zu richten die Lebendigen und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige, allgemeine christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung von den Toten und das ewige Leben.

Nun ist dieses Glaubensbekenntnis nicht irgendwie willkürlich zusammengestellt worden, sondern man kann davon ausgehen, dass es sich hier um den Extrakt dessen handelt, was die Bibel über Gott, den Vater, über Jesus und den Heiligen Geist und eben über den Glauben, sagt.

Und hier haben wir ein zweites Kriterium: Die Bibel. Die gesamte ernsthafte Christenheit geht davon aus, dass die Bibel das offenbarte Wort Gottes ist, so wie wir sie im sogenannten Kanon in den uns heute vorliegenden Büchern des Alten und Neuen Testamentes kennen. Die Bibel ist absolute Autorität in allen Glaubensfragen. Denn es gibt ja keine andere Offenbarung Gottes an uns, als eben die Bibel. Deshalb muss jeder, der zum Worte Gottes etwas hinzutut oder hinweg streicht es sich gefallen lassen, als falscher Lehrer, als Irrlehrer bezeichnet zu werden, vor dem man nur jeden ernsthaften Christen warnen kann. (Der biblische Kanon wurde für die westliche Kirche im Jahre 397 n. Chr. auf dem Konzil von Karthago festgelegt) Die Bibel warnt davor, dass falsche Propheten und Lehrer auftreten werden, Irrlehrer, die viele verführen. Einen solchen Hinweis finden wir u.a. im 2. Petrusbrief 2,1, wo es heißt:

Aber genauso wie im Volk Israel falsche Propheten aufgetreten sind, werden unter euch falsche Lehrer auftreten, die gefährliche Irrlehren verkünden. Durch ihr Verhalten werden sie den Herrn verraten, der sie freigekauft hat. Dafür werden sie ganz plötzlich vernichtet werden. ...Wegen dieser falschen Lehrer wird die wahre Lehre in Verruf geraten. In ihrer Habsucht werden sie erfundene Geschichten vortragen, um daraus Gewinn zu ziehen. (Die Gute Nachricht.)
In unseren Tagen sind es vor allem zwei biblische, zentrale und damit ungeheuer wichtige Aussagen, die von bekannten Theologen bzw. Theologinnen (Z.B. Frau Professor Uta Ranke-Heinemann, katholische Theologin und Professor für evangelische Theologie Gerd Lüdemann u.a.) geleugnet werden: Die Jungfrauengeburt Jesu und die leibliche Auferstehung Jesu. Diese Leute verstehen es, sich so interessant zu machen, dass sie in vielen Talkshows auftreten können und ihnen mancher Leitartikel in bekannten und viel gelesenen Magazinen gewidmet wird. (Z.B.. Der Spiegel. Wir dürfen wohl annehmen, das sie auch daraus 'Gewinn ziehen', wie es schon in dem Bibeltext heißt)

Die katholische Kirche ist dabei noch insofern konsequent, als dass sie der Theologin die Lehrerlaubnis entzogen hat. Der evangelische Professor dagegen, der sich später ganz vom Christentum losgesagt hat, darf in der Universität weiter lehren. Das wirft ein bezeichnendes Licht auf die evangelische Kirche.

Da es sich bei diesen Menschen um renommierte Personen handelt, werden sicherlich viele, wie die Bibel schreibt, verführt, entweder ihren biblischen Glauben aufzugeben oder manche werden dazu verleitet werden, sich erst gar nicht mehr ernstlich mit der Bibel auseinanderzusetzen. Wir wollen heute einmal diese Aussagen mit logischen Argumenten und biblischen Wahrheiten konfrontieren. Zum ersten geht es um

Die Leugnung der Jungfrauengeburt Jesu

Zunächst wenden wir uns der Tatsache zu, dass die Jungfrauengeburt Jesu geleugnet wird. Meist sind die Aussagen in beiden genannten Fällen mit der Aussage versehen, dass diese Vorkommnisse, die Jungfrauengeburt Jesu ebenso wie die Auferstehung Jesu von den Toten, medizinisch nicht möglich sei und außerdem, so wird oft betont, sei der Glaube an diese Geschehnisse nicht heilsnotwendig. Womit gesagt sein soll, dass man, auch wenn man diese biblischen Aussagen abstreitet, dennoch ‘in den Himmel ‘ kommt.

Im Falle der Jungfrauengeburt Jesu stellen wir fest, dass mehrere Male in der Bibel ausdrücklich berichtet wird, dass Maria durch den Heiligen Geist schwanger geworden ist und zwar im Lukas Evangelium Kapitel 1, wo berichtet wird, dass ein Engel Gottes Maria, der Jungfrau, die Botschaft brachte, dass sie ein Kind gebären wird. Jungfrau bedeutet im biblischen Sprachgebrauch, dass sie keine sexuelle Beziehung zu einem Mann hatte. Sie fragt deshalb den Engel, der ihr die Geburt Jesu durch sie ankündigt:

Wie soll das zugehen, da ich doch von keinem Manne weiß?Der Engel antwortet und sprach: der Heilige Geist wird über dich kommen und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten, darum wird auch das Heilige, das von dir geboren wird, Gottes Sohn genannt werden. (Lukas 1. 34 - 35)
Und im Matthäus Evangelium Kapitel 1 finden wir den Hinweis:
Die Geburt Jesu geschah aber so: Als Maria, seine Mutter, dem Josef vertraut war, fand sich’s, ehe er sie heimholte, dass sie schwanger war vom Heiligen Geist.
Und etwas später, als Josef Maria verlassen will weil er annehmen muss, dass sie von einem andern Mann schwanger ist, erscheint Josef ein Engel, der ihm sagt:
...fürchte dich nicht, Maria, dein Gemahl, zu dir zu nehmen, denn dass in ihr geboren ist,
das ist von dem Heiligen Geist.
Sogar im Alten Testament wird die Jungfrauengeburt Jesu vorausgesagt und zwar im Buche Jesaja,
Kapitel 7, Vers 14:
Darum wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben: Siehe, eine Jungfrau ist schwanger und wird einen Sohn gebären, den wird sie nennen Immanuel.
(Immanuel heißt: Gott mit uns, Jesus heißt: Gott ist Retter! Die Bibelstelle bezieht sich deshalb zweifellos auf Jesus.) Vier klare Aussagen der Bibel bestätigen hier die Jungfrauengeburt Jesu. Aber versuchen wir einmal denen zu folgen, die das leugnen.

Dann muss Maria von irgendeinem, außer ihr wohl niemanden bekannten Mann, schwanger geworden sein. Josef scheidet hier aus, da er ja Maria gerade wegen ihrer Schwangerschaft, die er zunächst auch einem anderen zuschreibt, verlassen will. Im Klartext würde das heißen, dass Maria ein uneheliches Kind von einem uns unbekannten Mann bekommen hätte. Sie selbst müsste dann eine raffinierte Lügnerin gewesen sein, dass sie nicht nur Josef, sondern auch später die Jünger sowie die Schreiber der Evangelien von der Wahrheit ihrer Aussage überzeugen konnte. Josef hätte dann letzen Endes mit zu diesem Komplott gehören müssen, denn wenn Maria nicht vom Heiligen Geist empfangen hat, dann hat natürlich auch die Begegnung des Josef mit dem Engel nicht stattgefunden. Was traut man hier ehrbaren, frommen Leuten zu ! Aber auch andere höchst wichtige biblische Aussagen werden hier geleugnet. So heißt es bei Lukas:

...darum wird auch das Heilige, das von dir geboren wird, Gottes Sohn genannt werden.
Wenn Jesus sein Leben der Maria und irgendeinem Manne verdankt, dann ist er Mensch, nur Mensch, Mensch wie du und ich, dem keinerlei geistliche Bedeutung zukommt. Dann erhebt sich sofort auch die Frage - über die wir etwas später noch ausführlicher sprechen wollen - wer denn da am Kreuz von Golgatha gestorben ist?

Die Jungfrauengeburt Jesu, bzw. seine Zeugung durch den Heiligen Geist ist eine unbedingte theologische Notwendigkeit für die Heilsgeschichte Gottes. Die Bibel schildert uns, dass Jesus wahrer Gott und wahrer Mensch zugleich ist. Wahrer Mensch kann er aber nur sein, wenn er, wie geschehen, von einer Menschen-Frau geboren wurde.

Warum ist es so wichtig, das Jesus wahrer Mensch war? Nun, es ist leicht einsichtig, dass nur ein Mensch, der selbst alles Menschliche an Leid und bitteren Erfahrungen durchgemacht hat, einen andern Menschen wirklich verstehen und vertreten kann. Jesus kann uns verstehen, weil er ein normales menschliches Leben gelebt hat und schließlich am Kreuz alle Leiden durchlitten hat. Er versteht unsere Sorgen, Nöte und Schmerzen.

Zugleich wahrer Gott kann er aber nur sein, wenn er von Gott, eben vom Heiligen Geist, gezeugt ist. Nur dann kann er auch Gottes Sohn sein. Das ist ganz logisch und selbstverständlich und wird uns schon an anderen menschlichen Beispielen klar: Wenn ein König einen Sohn zeugt, dann, und nur dann, ist das Kind ein Königssohn und zwar unabhängig, ob die Mutter eine adlige oder bürgerliche Person ist, wie wir aus manchen Königshäusern auch unserer Zeit wissen. So ist es sehr einfach zu glauben, dass Jesus wahrer Mensch und wahrer Gott zugleich war und ist.

Wenn die Leugner dieser Tatsache zudem darauf hinweisen, wie erwähnt, dass alle medizinischen Fakten gegen eine solche Zeugung sprechen, dann müssen sie sich die Frage gefallen lassen, ob sie überhaupt an einen allmächtigen Gott glauben, der, wie die Bibel berichtet, aus Nichts das gesamte Universum schuf und den ersten Menschen, Adam, sogar ohne Zutun von menschlichen Personen, die es ja noch gar nicht gab, geschaffen hat. Halten sie das auch für einen Mythos und ist ihr eigentlicher Glaube der, dass die Evolution alles geschaffen hat? Dann sollte man sich doch dazu bekennen, dass man im Grunde ein Atheist ist.

Gleiches gilt für die Auferstehung Jesu, die nach allen wissenschaftlichen Erkenntnissen als unmöglich bezeichnet wird. Der Meinung sind wir allerdings als gläubige Christen auch. Jesu Auferstehung ist nicht mit wissenschaftlich - logischen Erkenntnissen zu erfassen, sondern nur dadurch, dass geglaubt wird, dass der Gott der Bibel und damit auch Jesus selbst, das Leben ist und jederzeit Leben erwecken kann durch sein allmächtiges Wort.

Was hier im Grunde genommen bezweifelt bzw. abgestritten wird ist nicht nur der Umstand, dass eine Jungfrauengeburt und die Auferstehung Jesu medizinisch und allgemein wissenschaftlich unmöglich und deshalb dem Intellekt eines gebildeten Menschen nicht zumutbar sei, sondern hier geht es im Grunde genommen darum, dass die Gottessohnschaft Jesu bestritten wird. Mit der Aussage aber, dass Jesus der Sohn Gottes ist, steht und fällt das ganze Evangelium Gottes.
Ist Jesus nur der Sohn des Zimmermanns Josef oder irgendeines anderen Mannes, dann ist sein Leben und Sterben für uns zwar interessant und sein schrecklicher Tod bedauernswert, aber irgendeine Bedeutung für mich, wie für die Menschheit allgemein, hätte es nicht. Als zweites wollen wir uns beschäftigen mit dem Problem

Die Leugnung der Auferstehung Jesu

Die Leugnung, dass Jesus Gottes Sohn ist, und damit eine Person der göttlichen Dreieinigkeit, stellt den ganzen Heilsplan Gottes in Frage. Denn Jesus ist am Kreuz von Golgatha gestorben, das wird zwar von niemanden bestritten, weil selbst außerbiblische Schriftsteller diese Tatsache bestätigen, wie wir schon erwähnt haben. Aber stellen wir noch einmal die Frage: wer hing dann am Kreuz? Nun, nach der Meinung dieser Kritiker der Mensch Jesus, ein Mensch wie du und ich. Sicher besonders begabt, vielleicht fanatisch zu nennen, überzeugt von seiner Idee, ein Märtyrer, aber eben nicht Gottes Sohn.

Aber nur Jesus war in der Lage, als sündloser Gottessohn die Sünden der Welt, meine und deine Sünden auf sich zu nehmen, für uns zu büßen und Vergebung bei Gott für uns zu erlangen. Kein Mensch, und wäre er noch so perfekt gewesen, hätte das vollbracht. Denn die Bibel sagt ausdrücklich: sie sind allzumal Sünder und haben keinen Ruhm bei Gott, können also nicht für sich und andere bei Gott eintreten. Klar ausgedrückt bedeutet das, dass es keine Sündenvergebung ohne Jesus gibt.

Wir sehen, wie die Leugnung einer einzelnen biblischen Aussage zu ungeheuer schwerwiegenden Konsequenzen führt, so dass man nicht so tun kann, als wäre der Glaube an die Jungfrauengeburt Jesu etwas, was jeder halten könne wie es ihm beliebt. So gesehen sind diese Aussagen durchaus „heilsnotwendig“! Die zweite schwerwiegende Aussage ist die:

Jesus ist nicht auferstanden,
nicht leiblich auferstanden, würden die Kritiker hier vielleicht einwerfen. Denn sie erklären folgendes. Entscheidend ist nicht, ob Jesus leiblich auferstanden ist, ob das Grab am Ostertag leer war oder nicht, wichtig ist, sagen sie, dass Jesus in unseren Herzen weiterlebt. Das hört sich geradezu besonders fromm an, der ‘Pferdefuß’ wird aber bald sichtbar. Gemeint ist nämlich, dass Jesus nur im geistigen Sinne ‘auferstanden’ ist und weiterlebt, etwa so, wie ein Goethe oder Schiller durch ihre Werke ‘weiterleben,’ wenn man das Leben nennen kann!

Dabei wird auch gerne die Formulierung gebraucht: die Auferstehung Jesu geschieht im ‘Kerygma’. Das ist ein griechisches Wort und heißt ‘Verkündigung’. Es soll also heißen, wenn über Jesus gesprochen oder gepredigt wird, wird er dadurch gewissermaßen wieder lebendig, weil wir an ihn denken und seine Lehre uns nutzen kann. Die große Gefahr dabei ist, dass die gleichen Formulierungen gebraucht werden - man spricht also auch hier von Auferstehung - gemeint ist aber etwas ganz anderes.

Das hat aber mit biblischer Auferstehung nicht das Geringste zu tun. Denn der Bibel geht es darum, dass Jesus gestorben ist für unsere Sünden und dass er dann leiblich auferstanden ist am dritten Tag. Und nur wenn das stimmt, kann er auch heute noch der Christus sein, dessen Kraft und Macht auch noch in unser Leben hineinwirkt. Er ist so leiblich auferstanden, dass er essen und trinken, sich mit seinen Jünger unterhalten und sie belehren konnte, so wie es nur ein wirklich lebendiger Mensch kann.

Ist er nicht leiblich auferstanden, dann ist der Tod nicht besiegt. Nur wenn Jesus leiblich auferstanden ist habe ich, und das heißt jeder der glaubt, die Gewissheit, dass Jesus, der aus dem Tod herausgekommen ist, auch mich aus dem Tod holen kann und mir ewiges Leben gibt, wie er es selbst hat.

Ist das nicht der Fall, zeigt der christliche Glaube keinen Unterschied mehr zu irgendwelchen anderen Religionen, die ja in irgendeiner Form auch ein ewiges Leben versprechen. Aber keine andere Religion tritt dafür einen Beweis an, wie das geschehen soll. Die Bibel allein, unser Gott, zeigt uns deutlich einen für jeden verständlichen und logischen Weg zur Sündenvergebung und zum ewigen Leben auf. Stimmt das alles nicht, wie diese Kritiker behaupten, wäre der Glaube an Jesus praktisch wertlos. Wir sind nicht die einzigen und nicht die ersten die das erkennen.

Paulus hat das schon erklären und verteidigen müssen, weil es schon zu seinen Zeiten Menschen gab, die die Auferstehung der Toten grundsätzlich und damit auch die Auferstehung Jesu leugneten. Er schreibt dazu im
1. Korintherbrief im Kapitel 15 ab Vers 12:

Das also ist unsere Botschaft: Gott hat Christus vom Tod erweckt. Wie können dann einige von euch behaupten, dass die Toten nicht auferstehen werden? Wenn es keine Auferstehung gäbe, dann wäre auch Christus nicht auferstanden. Und wenn Christus nicht auferstanden wäre, dann hätte weder unsere Verkündigung einen Sinn noch euer Glaube. ... Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist euer ganzer Glaube vergeblich. Eure Schuld ist dann nicht von euch genommen, und wer im Vertrauen auf Christus starb, ist dann verloren. Wenn wir nur für das jetzige Leben auf Christus hoffen, sind wir bedauernswerter als irgend jemand sonst auf der Welt.

Aber Christus ist vom Tode erweckt worden, und nur das gibt uns die Gewähr dafür, dass auch die übrigen Toten auferstehen werden. Ein einziger Mensch hat der ganzen Menschheit den Tod gebracht; und so bringt auch ein einziger die Auferstehung vom Tod. Alle Menschen gehören zu Adam, darum müssen sie sterben. Aber durch die Verbindung mit Christus bekommen sie das neue Leben.
(Die Gute Nachricht)

Eindringlicher und besser kann man die Folgen einer Leugnung der Auferstehung Jesu nicht schildern, als Paulus das hier getan hat. Dabei wollen wir bedenken, dass die Auferstehung Jesu bestens bezeugt ist. Nicht nur einzelne Jünger, wie Petrus, die Emmaus Jünger und einige Frauen, nicht nur die 12 Jünger Jesus haben nach der Auferstehung Jesu mit diesem Kontakt gehabt, sondern an einem bestimmten Tage waren es über 500 Personen, wie wir es nachlesen können im 1. Korintherbrief des Paulus in Kapitel 15 ab Vers 4:

Christus ist für unsere Sünden gestorben, wie es in den Heiligen Schriften vorausgesagt war, und wurde begraben. Er ist am dritten Tage vom Tode erweckt worden, wie es in den Heiligen Schriften vorausgesagt war, und hat sich Petrus gezeigt, danach dem ganzen Kreis der zwölf Jünger. Später sahen ihn über fünfhundert Brüder auf einmal; einige sind inzwischen verstorben, aber die meisten leben noch. Ganz zuletzt ist er auch mir (Paulus) erschienen.
Wenn Paulus von über fünfhundert ‘Brüdern’ spricht ist zu bedenken, dass in biblischer Zeit bei Zusammenkünften nur die Männer gezählt wurden. Es ist also anzunehmen, dass vielleicht ebenso viele Frauen zugegen waren. Wir können deshalb mit Recht sagen, dass die Auferstehung Jesu eines der bestbezeugten Ereignisse der antiken Weltgeschichte ist.

Wäre irgendein weltliches Ereignis so gut bezeugt, kein ernsthafter Wissenschaftler würde daran zweifeln. Wenn es aber um den Glauben geht, werden schnell selbst ganz unberechtigte Zweifel erhoben. Allerdings kann man sich gut vorstellen, welch ein großes Interesse der Teufel daran hat, dass die Jungfrauengeburt und die Auferstehung Jesu geleugnet werden. Schließlich geht es nicht nur um eine Weltanschauung, sondern um das Leben nach dem Tod, um das ewige Leben. Und wo der Mensch seine Ewigkeit verbringt, ist sicherlich die wichtigste Frage im Leben eines Menschen überhaupt.
Jeder Mensch muss sich irgendwann mit den Fragen auseinandersetzen: Woher komme ich, warum lebe ich, und nach dem Tod: wohin gehe ich.
Dem Minnesänger Walther von der Vogelweide, der von 1170 bis 1230 gelebt hat. wird folgende Aussage zugeschrieben:

Ich komme, weiß nicht woher,
Ich lebe, weiß nicht warum.
Ich fahre, weiß nicht wohin,
mich wundert, dass ich so fröhlich bin.

Dieser Mann hat genau das formuliert, was jeder Mensch empfindet. Und dass er dennoch „fröhlich“ sein kann verdanken die meisten dem Umstand, dass man die ganze Frage nach Gott und Jesus einfach verdrängt. Ihm selbst ist die „Fröhlichkeit“ offensichtlich auch nicht geblieben, denn von ihm wird berichtet, das er im Alter verbittert war.

Es ist vielleicht wichtig zu erkennen, dass die Kritiken an einzelnen Aussagen der Bibel, wie eben die Jungfrauengeburt und die Auferstehung Jesu, nichts anders sind als eine grundsätzliche Verleugnung Gottes, also reiner Atheismus. Die meisten Theologen, die das vertreten, scheuen sich begreiflicherweise, das offen zu zugeben, weil sie in der Regel irgendwelche Ämter innehaben, die sie zu verlieren fürchten, wenn sie zu ihrem Atheismus stehen. Aber viele werden durch diese Irrlehrer verunsichert oder fallen vom Glauben ab. Deshalb wollen wir uns nicht beirren lassen, mögen gelehrte und theologisch Gebildete diese falschen Ansichten vertreten, Wahrheit vermittelt uns nur der Heilige Geist durch Gottes Wort.

Beten wir darum, dass wir allezeit erleuchtet werden möchten und niemals solch einer Irrlehre Glauben schenken

Amen!

Predigt von Robert Nowak) www.nowakpredigtbuch.de
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