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Immer mehr Geistliche klagen über Mobbing


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Rolf

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Immer mehr Geistliche klagen über Mobbing


Der Vorsitzende des Verbands evangelischer Pfarrerinnen und Pfarrer in Deutschland, Klaus Weber.
S p e y e r (idea) – Immer mehr evangelische Geistliche klagen über Mobbing durch Kollegen und Kirchenvorstände. Konflikte würden nicht ausgeräumt, sondern führten unter dem Vorwand, dass es keine gedeihliche Zusammenarbeit mehr gebe, zur Abberufung und anschließender Versetzung in den Warte- bzw. Ruhestand.

Das berichtete der Vorsitzende des Verbands evangelischer Pfarrerinnen und Pfarrer in Deutschland, Klaus Weber (Altenkunstadt bei Bamberg), am 22. September in Speyer bei der Mitgliederversammlung dieses Zusammenschlusses von rund 21.000 Geistlichen. Allein in der rheinischen Kirche befänden sich etwa 120 Pfarrerinnen und Pfarrer im Wartestand. In dieser Zeit erhalten sie 75 Prozent der aktiven Dienstbezüge. Wer nicht innerhalb von drei Jahren eine neue Pfarrstelle bekommt, wird in den Ruhestand versetzt. Die Fürsorgepflicht der Kirchenleitungen sei bei Konfliktfällen „wenig ausgeprägt“, kritisierte Weber. Das „Zentrale Auswahlverfahren für Pfarrerinnen und Pfarrer im Wartestand und für aus der Pfarrstelle Abberufene“, mit der die rheinische Kirche den Umgang mit Pfarrern regele, verstoße gegen die Kirchenordnung und sei verfassungswidrig, fasste Weber ein vom Pfarrerverein in Auftrag gegebenes Gutachten zusammen. Kritik übte er auch daran, dass die Landeskirchen keine gemeinsame Personalpolitik betrieben. Es gebe zu wenig Wechselmöglichkeiten sowie Auf- und Übernahmen in anderen Landeskirchen.

Wenig Zeit für Kernaufgaben

Unklarheiten bestünden auch im Blick auf die künftige Rolle der Pfarrer für die kirchliche Arbeit. Oft werde gefordert, dass sich Amtsträger auf Gottesdienst, Seelsorge und Amtshandlungen wie Taufe, Trauung und Bestattung konzentrieren sollten, doch sehe der Alltag anders aus. Untersuchungen belegten, dass für diese Kernaufgaben lediglich 57 Prozent der Arbeitszeit zur Verfügung stünden. Deshalb falle es vielen Pfarrern zunehmend schwer, Prioritäten zu setzen. Zur Arbeitsüberlastung trage auch die sinkende Pfarrerzahl bei. Die Zahl der Theologiestudenten sei von 26.292 im Jahr 1982 auf 8.856 im Jahr 2006 zurückgegangen. Allerdings nehme das Interesse am Pfarrberuf wieder zu. Die Zahl der Theologiestudierenden, die sich in die Anwärterlisten der Landeskirchen eintragen ließen, sei von 2005 bis 2007 von 364 auf 457 gestiegen.

Predigtverbot für Bremer Pastorin

Im Blick auf das Verbot einer Bremer Kirchengemeinde, Frauen predigen zu lassen, erklärte Weber, dass man so etwa 50 Jahre nach Verabschiedung des Gleichberechtigungsgesetzes in Deutschland nicht für möglich gehalten hätte. Anfang Mai hatte die evangelikale St. Martini-Gemeinde einer Pastorin unter Berufung auf das Neue Testament und die eigene Gemeindeordnung nicht gestattet, bei einer Trauerfeier die Kanzel zu benutzen und für die Ansprache einen Talar überzuziehen. Dass die Bremer Kirchenleitung diese Gemeindeordnung dulde, ist laut Weber der inner- und außerkirchlichen Öffentlichkeit nicht verständlich zu machen. Dass die EKD zu diesen Vorgängen schweige, sei ein Zeichen der Schwäche.

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