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Aus tiefer Depression gerettet


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Rolf

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Aus tiefer Depression gerettet


~ von Cüneyt Özdemir ~



1997 habe ich mich bekehrt. Schuld daran war mein damaliger psychischer Zustand. Ich war in einer Klinik. Wenn Sie hier aus dem Raum Rhein-Main sind, werden Sie vielleicht schon von der Hohe Mark gehört haben. Sie hat den Ruf christlich zu sein. Tatsächlich besteht die Hälfte der dort Bediensteten aus Christen. Mir war das damals egal, ich wollte nur nicht so weit weg von zuhause (Frankfurt). Ich hatte nicht vor Christ zu werden. Ich befand mich damals an einem relativen Tiefpunkt und wußte mir nicht mehr zu helfen. Ich steckte in einem depressiven Loch, aus dem ich mich nicht befreien konnte. Alles war so kompliziert, ich konnte nicht mehr kleinsten Ansprüchen genügen und fühlte mich als absoluter Versager - allein und unverstanden. So kam ich in der Hohe Mark an und wurde mit einem Christen als Mitpatient in ein Zimmer gelegt. Dem gings auch ziemlich schlecht, seine Frau hatte ihn verlassen und das konnte er nicht verkraften.

Er war auch schwer-depressiv. Dann wurde er entlassen - glaube ich - und ich bekam einen neuen Zimmergenossen. Brauche wohl nicht zu erwähnen, daß auch er ein Christ war. Und zwar ein ziemlich gläubiger. Naja, ich bekam also etwas von den Lebensgeschichten einiger Mitpatienten mit. Der primäre Ort an dem ich etwas von einer lebendigen Beziehung zu Jesus mitbekam war der Sing- und Gebetskreis. Mir war unverständlich, wie schwerkranke Menschen - wie ich - mit solch einer Hoffnung singen und beten konnten. Obwohl ich es nicht verstand, fühlte ich mich zu ihnen hingezogen. Dazu muß ich noch erwähnen, daß ich eh gerne gesungen habe. Mein Gottesbild von damals war beklemmend und beängstigend. Ich war überzeugt, daß Gott ein pedantischer Schulmeister war, der jedes Vergehen registrierte und keine Anstalten machte mir mal zu helfen. Da hörte ich von Jesus - merkwürdig, ganz anders als sein Vater - dachte ich. Die theologische Problematik der Gottes-Sohnschaft Jesu im Islam überwand ich in erstaunlich kurzer Zeit. Meine seelische Verfassung erlaubte es mir, mich über diese und andere Hürden muslimischen Denkens über Jesus hinwegzusetzen - ich ergriff den Hoffnungsschimmer, der sich mir bot. Ich muß dazu sagen, daß ich schon als Kind ein sehr gläubiger Mensch gewesen bin, aber ich war an Gott - wie ich ihn zu kennen glaubte - verzweifelt.

Dann eines Tages, allein in meinem Zimmer, sagte ich: Jesus, wenn es Dich gibt, und wenn Du wirklich so bist wie diese Mitmenschen erzählen, dann will ich an dich glauben. Es war schon ergreifend, ich glaube ich lag auf meinem Bett und war so gerührt, daß mir eine Träne kam. Das war der Anfang. Offiziell bekehrte ich mich bei Pro Christ´97, mußte mich von meiner damaligen Freundin trennen, hatte eine schwierige Zeit mit meinen Eltern, mußte ausziehen. Fand ein sehr fürsorgliches christliches Ehepaar, die mich mit in ihre Gemeinde und ihren Hauskreis nahm. So wurde ich gläubig. Die Beziehung zu meinen Eltern ist dank Gottes Gnade jetzt recht gut. Ich hoffe, daß Gott in ihren Herzen etwas machen kann.

Cüneyt Özdemir
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