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Selbstwertdefizite sind „die Seuche unserer Zeit“


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Rolf

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Selbstwertdefizite sind „die Seuche unserer Zeit“





Der Evangelist und Kabarettist Torsten Hebel.

C e l l e (idea) – Als „Seuche unserer Zeit“ hat der Evangelist und Kabarettist Torsten Hebel (Berlin) einen Mangel an Selbstwertgefühl unter jungen Menschen bezeichnet. Eine wesentliche Ursache sei, dass Jugendliche angesichts einer völligen Beliebigkeit in der Gesellschaft kaum noch Werte vermittelt bekämen.

Maßgeblichen Anteil an dieser Entwicklung hätten auch die Medien. So würden Jugendliche in manchen Talkshows zu einem „Seelenstriptease“ verleitet und verlacht. Ein weiteres Beispiel für die Entwertung des Menschen sei die Show „Deutschland sucht den Superstar“, in der Jury-Mitglied Dieter Bohlen häufig abfällige Sprüche über Kandidaten mache. „Wenn ich Teufel wäre, würde ich versuchen, den Menschen den Selbstwert zu nehmen. Ohne Selbstwert zerstören sie sich selbst“, sagte Hebel am 15. Juni in Celle in einem Seminar beim „Evangelischen Congress“, dem Jahrestreffen des Hannoverschen Verbandes Landeskirchlicher Gemeinschaften. Der Theologe ist im Hauptamt Referent für Jugend und Kultur beim evangelischen Fachverband für Suchtkrankenhilfe „Blaues Kreuz in Deutschland“. Er ermunterte Christen, Jugendlichen Anerkennung und Geborgenheit zu vermitteln: „Sagen Sie Ihren jungen Menschen, was sie können, und nicht, was sie nicht können.“ Die junge Generation sehne sich nach Orientierung, Regeln und Normen, die von Liebe getragen seien.

Für Christen läuft die Zeit nicht ab

Der Tübinger Theologieprofessor Hans-Joachim Eckstein rief die über 1.400 Besucher in einer Predigt dazu auf, ihre Beziehung zu Jesus Christus zum Lebensmittelpunkt zu machen. Dies bedeute, täglich Ängste, Erfolge und Misserfolge mit ihm zu besprechen. Der Glaube eines Christen werde lebendig, wenn er seine Probleme und Zweifel zu Christus lasse. Wer an ihn glaube, habe schon jetzt ewiges Leben: „Für Christen läuft die Zeit nicht ab, sondern an. Das Schönste haben wir noch vor uns.“ Dies sei keine Vertröstung auf das Jenseits. Der hannoversche Oberlandeskirchenrat Hans Christian Brandy dankte den Besuchern in einem Grußwort für ihren Dienst in der Kirche. Sie trügen wesentlich zum missionarischen Zeugnis und zu einer lebendigen geistlichen Gemeinschaft bei.

Menschenfreundlich und weltoffen

Der Hannoversche Verband Landeskirchlicher Gemeinschaften ist an 150 Orten in Niedersachsen und Bremen vertreten. In seinen Gemeinschaften treffen sich rund 5.000 Mitglieder und regelmäßige Besucher. Wie Verbandsinspektor Jürgen Paschke (Celle) gegenüber idea sagte, entwickeln gegenwärtig zahlreiche Gemeinschaften eine Perspektive für die Zukunft. Sie täten dies vielfach in Zusammenarbeit mit Kirchenvorständen und Vereinen. Im Mittelpunkt stehe die Frage: „Wie können wir unser Christsein menschenfreundlich und weltoffen leben, damit es auf andere anziehend wirkt?“ Paschke: „Wir brauchen ein Herz für unsere Mitmenschen und müssen in ihr Leben hineinhorchen.“

Für zwei Bekehrungen: zu Christus und zu den Menschen

Viele Gemeinschaften hätten sich in den vergangenen zehn Jahren für Außenstehende geöffnet und fragten sich: „Was können wir für die Bewohner unserer Dörfer und Städte tun?“ Neben Glaubenskursen böten sie verstärkt diakonische Hilfen an, etwa kostenloses Babysitting, Hausaufgabenbetreuung für Schüler, Unterstützung im Haushalt bei persönlichen Notlagen oder die Begleitung bei Behördengängen. Gemeinschaften, die eine solche Glaubens- und Lebenshilfe anböten, verzeichneten ein Wachstum. Paschke ist überzeugt: „Wir brauchen zwei Bekehrungen: zunächst die Hinwendung zu Jesus Christus und dann zu den Menschen.“


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