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Und führe ihn nicht in Versuchung


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Rolf

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Und führe ihn nicht in Versuchung!






Über den Autor
Angela Thöming, gelernte Erzieherin und Reiseverkehrskauffrau, ist 54 Jahre alt und bei ihrer Suche nach dem liebenden Gott bisher mehr als fündig geworden.


Frage von N.N.:
"Wo finde ich in der Bibel Verse über meine Verantwortung gegenüber süchtigen Menschen? Kann ich zum Beispiel einen Alkoholiker zu einer Party einladen, auf der normalerweise Alkohol ausgeschenkt werden würde? "


Erst am Tiefpunkt kommt die Wende

Vorweg ist zu sagen, dass es anhand der Bibel schwer zu belegen ist, wie man sich Suchtkranken gegenüber verhalten soll. Konkrete Aussagen zu dieser Thematik gibt es wohl keine.

Ich habe von einer ehemaligen Suchtkranken gesagt bekommen, dass Alkoholiker erst an ihrem Tiefpunkt angelangt sein müssen, um zur Einsicht zu kommen. Das hört sich schlimm an, aber erfahrungsgemäß ist eine "Abkehr vom Alkohol" nur auf diese Weise möglich.
Sicher kann man den Suchtkranken auf seinen übermäßigen Alkoholkonsum ansprechen, läuft aber Gefahr, dass er das erstens abstreiten wird und zweitens den Kontakt abbricht, weil man sein "Spiel" durchschaut hat und für ihn "eine Gefahr" darstellt.
Ein sehr hilfreiches Buch zu diesem Thema ist "Die Suchtfibel" von Ralf Schneider, erhältlich im Schneider Verlag/ Hohengehren.


Noch nass oder schon trocken?

Ein anderer Bekannter von mir ist seit über zwanzig Jahren trockener Alkoholiker und selbst in der Suchtberatung tätig. Von ihm habe ich folgende Ratschläge bekommen:

Es ist nach dem Strafrecht keine unterlassene Hilfeleistung, wenn man nicht versucht, einer süchtigen Person aus ihrer Situation heraus zu helfen. Wer aber helfen will, dem muss zuerst einmal klar sein, wie tief der Betroffene in seiner Sucht drin steckt. Ist er noch nass oder schon trocken?
Wenn die Person noch nass ist und ihre Sucht oder Problematik abstreitet, bringt es nichts, keinen Alkohol auszuschenken. Sie kann sich ja jederzeit und überall alkoholische Getränke besorgen. Kämpft sie jedoch damit, trocken zu bleiben, sollte man sie auf keinen Fall in Versuchung bringen.


Verantwortung übernehmen

Ein weiterer Rat meines Bekannten ist, dass man einen Gefährdeten nicht zu einer Party mit Alkoholausschank einladen sollte, wenn man ihn in seiner Sucht nicht unterstützen will. Hier ist es dann aber auch wichtig, dem Betroffenen die Gründe dafür zu nennen. Das ist kein einfacher Schritt, denn es kann sein, dass dadurch die Freundschaft zerbricht. Denn in diesem Moment wird man für den Freund zum „Bösen“, weil man ihm das wegnimmt, was für ihn das Allerliebste ist: den Alkohol.
Außerdem sollte man seine Beobachtungen in Bezug auf die Person ansprechen, allerdings in Form von Ich – Botschaften: Ich muss deutlich machen, dass ich mir Sorgen mache und helfen will. Schuldzuweisungen helfen nicht weiter.
Hilfsmöglichkeiten sollten aufgezeigt werden, wie zum Beispiel Selbsthilfegruppen oder Kliniken. Wenn der Freund verspricht, mit dem Trinken aufzuhören, sollte eine konkrete Abmachung getroffen werden, die etwa so aussehen könnten: "Wenn du es alleine nicht schaffst und wieder trinkst, gehst du in die Entgiftung!"
Es bringt nichts, immer nur Rücksicht auf die Person zu nehmen und sie dadurch zu entmündigen.



Hoffnung schenken

Ein guter und liebevoller Umgang mit Suchtkranken ist nicht einfach. Oft sind Angehörige hilflos und wissen nicht, wie sie sich verhalten sollen. Tipps von Fachleuten können hier weiterhelfen.

Aus Erfahrung kann ich aber auch sagen, dass ein Menschen von seiner Sucht befreit werden kann, wenn er sich damit bewusst an Jesus Christus wendet. Auch dann wird der Betroffene in den meisten Fällen zwar nicht von heute auf morgen von seiner Sucht befreit, sondern muss hart daran arbeiten. Aber der Glaube kann zu einer neuen Perspektive verhelfen und Kraft schenken. Diese Hoffnung kann ein Christ einem Suchtkranken weitergeben und ihn fragen, was er zu verlieren hat, wenn er ein Leben mit Jesus wagt.
Es gibt nichts Befreienderes, als endlich von einer Sucht geheilt zu werden! Man verliert nichts, aber gewinnt alles!

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