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Irrtümer von Herrn Fritz Henning Baader


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2 Antworten in diesem Thema

#1
Hebräer83

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Eine kurze Übersicht der Irrtümer von Herrn Fritz Henning Baader, verbunden mit einem persönlichen Zeugnis

Die sachliche Richtigkeit meiner Angaben versichere ich; Quellenangaben aus den Büchern und Kassetten Baaders kann ich zum heutigen Zeitpunkt nicht mehr liefern (damals verschlang ich sie regelrecht, wie ein paar Freunde bestätigen könnten), allerdings steht es jedem, der sich dazu berufen weiß, frei, diese Werke zu beziehen und selbst nachzuprüfen. Allerdings rate ich ausdrücklich dazu, nicht freiwillig und ohne konkreten göttlichen Auftrag ein solches Schlammbad zu nehmen.

- Er vertritt neben der radikalsten Form der Allversöhnung (der Teufel und die Dämonen seien selbstverständlich mit in das Erlösungswerk von Golgatha einbezogen und würden nicht nur errettet, sondern auch in ihren früheren Zustand zurückversetzt und verherrlicht; wer seine Meinungen über die Wiederbringung aller Dinge nicht teile, habe überhaupt nichts von der Liebe Gottes verstanden und sei dämonisiert, sprich besessen; ein anderer führender Prediger aus dem Baader-Kreis nannte mich einen Sadisten, als ich mich zur Lehre von der ewigen Pein der Gottlosen bekannt hatte; daß Gläubige, welche die Allversöhnungstheorie ablehnen, wirklich Söhne Gottes seien, zieht dieser in starke Zweifel, denn man könne die Wiederbringung eigentlich auf so gut wie jedem Blatt der Bibel finden) noch mehr fundamentale Irrlehren:

- Die Gläubigen hätten alle vor Grundlegung der Welt (er sagt dazu "Herabwurf des Kosmos") schon einmal gelebt und seien dann zusammen mit dem Christus als das Lämmlein geschlachtet und somit von Ihm geteilt worden. Aus der Tatsache, daß das Jerusalem droben unsere Mutter genannt wird (Gal 4,26), meint er ersehen zu können, daß wir alle schon einmal dort gewesen seien, denn zur Mutter gehöre ja, daß man irgendwann einmal in ihr drin war. So habe auch der Christus seinen Vater (Gott) und seine Mutter (das neue Jerusalem) verlassen, um Seinem Weibe (der Herausgerufenen = der Versammlung) anhangen zu können und mit ihr ein Fleisch zu sein (Bezug zu Mt 19,5). Diese Idee von der Präexistenz der Seele hat er wahrscheinlich von Origines, dessen neoplatonische Philosophie ihn stark geprägt hat und über den er sich lobend äußerte, übernommen.

- Weiterhin glaubt er tatsächlich, daß Christus während Seines Erdenlebens das Fleisch der Sünde und somit eine sündhafte Natur an und in sich gehabt habe. Er habe das gleiche Fleisch wie wir Menschen gehabt (dies trifft übrigens, wie ich mit Nachdruck vertreten möchte, tatsächlich insofern zu, als der Herr Jesus nach Röm 8,3 in Gleichheit des Fleisches der Sünde kam und die menschliche Natur Adams nach dem Fall und nicht etwa vor dem Fall angenommen hat, wie die Exklusiven Brüder es fälschlicherweise lehren; der Herr Jesus war auch von seiner Empfängnis an der Sündenträger für Sein Volk, aber persönlich ohne jede Sünde) und habe ebenso wie wir sündigen können (das ist eindeutig falsch). Er geht so weit, zu sagen, daß im Falle eines Versagens des Herrn, welches ja nach seiner Theorie durchaus möglich gewesen wäre, Gott noch einen anderen Weg (zur Erlösung) gefunden hätte. Diese seine Thesen überschreiten bei weitem die Grenze zur Blasphemie.

- Er huldigt der Auffassung, daß Christus einen vorweltlichen Anfang gehabt habe, als Er aus Gott herausgekommen sei, um dann "die alle" (gr.: ta panta) aus sich herauszugeben. Einmal würden "die alle" wieder in Ihn hineingeführt, wonach sich der Sohn dem Vater unterwerfen werde, auf daß dann Gott alles in allen sei und dieser Zustand dann die vermehrte Herrlichkeit aller erschaffenen Wesen bedeute.

- Der Satan sei zwar unser Feind, aber nicht Gottes Feind. Er habe die Funktion eines Verklägers, also eines vom Gericht bestellten Staatsanwaltes, weshalb er für seine Taten nicht verantwortlich gemacht bzw. bestraft werden könne.

- Das äonische (ewige) Leben sei nicht unbedingt endlos, wenn nicht unauflösliches Leben durch die Auferstehung aus den Toten hinzukomme. Man könne also äonisches Leben haben und doch wieder sterben. Das äonische Leben könne übrigens ebenso wie die Rechtfertigung durch gute Werke erlangt werden. Er bezieht sich dabei auf Jak 2 und Mt 25.

Weitere schwerwiegende Irrtümer:

- Christus sei an einem aufrecht stehenden Pfahl auf dem Ölberg, nicht an einem Kreuz gestorben.[gleiches Vertreten die Zeugen Jehovas, eine Gegenüberstellung und Widerlegung siehe hier:

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- Er vertritt eine stark abgewandelte British-Israel-Theorie; die europäischen und angelsächsischen Völker seien direkte, leibliche Nachkommen der 10 Stämme Israels.

- Er berechnet den Beginn des Tausendjährigen Reiches - das übrigens schon auf der neuen Erde stattfinden soll - auf das Jahr 2028. Die erste Entrückung (er geht von deren drei - für jede heilsgeschichtliche Linie eine - aus) finde im Jahre 2021 statt. Gott habe uns in der Offenbarung Jesu Christi einen äußerst genauen Zeitplan gegeben, so daß wir in der Lage seien, sogar die Tage von verschiedenen Ereignissen zu berechnen.

- Die Gläubigen müßten nicht mehr vor dem Richterstuhl Christi bzw. Gottes offenbar werden, sondern es werde bei ihnen schon in diesem Leben alles offenbar. 2. Kor 5,10 übersetzt er: Denn den allen ist bindend, zu uns hin offenbart zu werden. Dies beziehe sich gemäß 1 Kor 6,2-3 darauf, daß die Gläubigen alle, auch Engel, richten würden.

- Er vertritt ein geozentrisches Weltbild und sieht die Astronomie in ihren Aussagen als von der Himmelskönigin Astarte bestimmt an.

Man könnte hier sicherlich noch wesentlich mehr nennen, was ich jetzt aber nicht tun möchte. Ich habe mich im August 1993 von ihm (ich hatte ihn persönlich gekannt) und seinen verderblichen Lehrmeinungen, von denen ich hauptsächlich die Allversöhnung und die Pfahles-Theorie übernommen hatte, gründlich getrennt (dieser Trennung ging eine intensive Beschäftigung mit der Schrift und mit einiger Literatur von beiden Seiten voraus; die ganze Geschichte meiner Auseinandersetzung hier zu berichten, würde jedoch den Rahmen sprengen). Im November 1994 gelangte ich zu der Einsicht, daß schon der Besitz der Bücher dieses Mannes einen schädlichen Einfluß auf mich ausübte; daher vernichtete ich auch meine letzten Bücher von Baader. Man kann eigentlich nichts von ihm guten Gewissens annehmen, denn er verkündigt ein anderes Evangelium und einen anderen Jesus als die Schrift. Er greift sowohl die Person als auch die Bedeutung des Werkes des Herrn Jesus an und muß als fundamentaler Irrlehrer abgewiesen werden, zu welchem Kontakt eine Unmöglichkeit darstellt. Man kann nur hoffen, daß sein Herz gesünder ist als sein Verstand (de gustibus non judicat ecclesia!), denn diesen hat der Gott dieser Welt verfinstert.
Die DaBhaR-Übersetzung enthält etliche tendenziöse Fehler (z. B. in Joh 1,18: „... der Gekommenseiende hinein in die Leibesbucht des Vaters, jener leitet ihn her“) und äußerst viele, teilweise sehr eigenartige Wortneuschöpfungen, obwohl sie Treue zum Grundtext vorgibt. Sie ist als gefährliche Verfälschung und Umdeutung des Wortes Gottes und des biblischen Evangeliums anzusehen. Ich bereue es zutiefst, die Schriften dieses gefährlichen Mannes je empfohlen zu haben.

Grüße

voljor72

E-Mail: [email protected]
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Hebräer83

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Fritz Henning Baader ist Autor und Herausgeber der als DaBhaR-Übersetzung bezeichneten Bibelübersetzung sowie zahlreicher Bücher, die biblische Exegese (Auslegung), biblische Grundtexte oder Grundtextfragen sowie die Grundtextsprachen der Bibel (Hebräisch und Hellenisch, d.h. Altgriechisch) zum Inhalt haben. Er wurde 1929 als Sohn des Fritz Baader und seiner Frau Elisabeth, geborene Bock, geboren. Nach seinem Abitur studierte er 1949-1951 an der Universität München Physik (naturwissenschaftliche Richtung) und, nach Ablegung der Vordiplomprüfung, von 1951-1953 an der Technischen Hochschule in München technische Physik. In der Zeit von 1953-1973 arbeitete er in der Industrie als Physiker, Patentingenieur und nach bestandener Patentanwaltsprüfung als Patentassessor. Er leitete eine Patentabteilung, ein physikalisches und ein chemisches Labor in einem mittelgroßen Industrieunternehmen in der Nähe von München.

Bereits von seinem äußeren Beruf her lernte der Herausgeber nahezu zwei Jahrzehnte Exaktheit in der Wortsetzung und Übersetzung. Von daher war ihm auch bekannt, dass die Übersetzung von Fachliteratur (insbesondere von mehrsprachigen internationalen Verträgen und Patentschriften) nicht nur Sprachwissen, sondern auch Fachwissen voraussetzt, und dass dies nicht weniger für Gottes Wort gilt. Durch umfangreiche systematische Arbeiten auf dem Gebiet der Übersetzungsgrundlagen (Grundtexte, Lexika, Konkordanzen) wurde sein Fachwissen ständig gemehrt und durch dreieinhalb Jahrzehnte gegnadetes Forschen in Gottes Wort sein geistliches Wissen wachstümlich erweitert. Die Arbeiten wurden mit Hilfe eines nach und nach aufgebauten Teams von freien Mitarbeitern durchgeführt, das seinen Schwerpunkt in Württemberg und im Zürcher Raum hat.
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Hebräer83

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Die 4. Auflage die mir vorliegt hat einen festen Einband (vermutlich Kuntsleder) und zwei Lesebändchen. Das Buch ist absolut hochwertig im Druck. Gut 20 weitere Bücher werden kostenlos abgegeben und haben zumeist einen Umfang von mehreren hundert Seiten. Es ist klar, daß finanzkräftige Unterstützer dahinterstehen. Baaders "Auslegungen" beruhen alle auf seiner Dabhar und sollen sich bewußt von den "Irrtümern" aller anderen Übersetzungen absetzen. Das (Selbst)vertrauen Baaders in seine konkordante Übersetzung und seine breiten Auslegungen, lassen eigentlich dem Leser kaum etwas anderes zu, als sich entweder gänzlich auf ihn einzulassen und damit seiner (volks)etymologisierenden Methode zu folgen, oder sich von ihm gänzlich abzuwenden.
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