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Papst Johannes Paul II. fehlt noch ein Wunder


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5 Antworten in diesem Thema

#1
Rolf

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»Santo subito?«: Papst Johannes Paul II. fehlt noch ein Wunder zur Heiligsprechung





Jesus.de-





02.04.2008


An diesem Mittwoch jährt sich zum dritten Mal der Tod von Papst Johannes Paul II. Bereits kurz nach seinem Tod forderten Tausende Gläubige dessen sofortige Heiligsprechung. Doch das ist gar nicht so einfach. Pater Peter Gumpel arbeitet seit fast 50 Jahren in der "Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse“. Als Untersuchungsrichter begleitete er 80 Verfahren und in mehreren Hundert war er Ratgeber. In einem Interview mit der Welt erklärte er, warum sich die Papst-Fans noch ein wenig in Geduld üben müssen.


Peter Gumpel hat die Sprechchöre noch im Ohr, die im April 2005 nach dem Tod von Johannes Paul II. immer wieder vehement „Santo subito!“ forderten, was nichts anderes bedeutet als „Sofort heilig sprechen!“. Der Petersplatz verwandelte sich in ein Meer von Gläubigen, die ihrer Forderung mit Plakaten Nachdruck verleihen wollten. Pater Gumpel gefiel dieses Verhalten ganz und gar nicht. „Das wurde im Konklave auch schwer gerügt. Denn so ein Verfahren muss spontan anfangen und sollte nicht organisiert werden“, äußerte er seinen Missmut im Interview mit der Welt.

Außerdem sei es üblich, ein solches Verfahren erst fünf Jahre nach dem Tod zu eröffnen, damit man beobachten kann, ob sich der Ruf der Heiligkeit einer Person über einen längeren Zeitraum verändert hat. Papst Benedikt XIV. hätte jedoch im Bezug auf Papst Johannes Paul II. zur Beschleunigung der Heiligsprechung beigetragen.

Peter Gumpel scheint es da genauer zu nehmen. Für ihn ist es wichtig sich an die festgelegten Schritte des Verfahrens zu halten und sich von dem Wunsch der Gläubigen nicht unter Druck setzen zu lassen. „Ich bin sehr dagegen, dass man dieses Verfahren durchpeitscht. Aber wer wird Nein sagen in diesen Dingen – das erfordert viel Mut heute für einen Richter. Denn es gibt eine übereifrige Begeisterung, und da muss man sehr vorsichtig sein!“

Der Pater geht bei der Bearbeitung sehr gewissenhaft vor. Er berichtet, dass sie derzeit 2000 Seiten Dokumente und über einhundert Zeugenaussagen haben, die in Rom und Krakau gesammelt wurden. „Alles kam versiegelt hier an, damit niemand etwas wegnehmen oder hinzufügen kann“, erklärte er gegenüber der Welt. Die formale Prüfung sei inzwischen abgeschlossen. Erst wenn auch die inhaltlichen Aspekte von unterschiedlichen Kommissionen, Theologen und Kardinälen geprüft worden seien, werde man sich mit der Frage nach dem Wunder beschäftigen. „Bei einem Märtyrer muss keines nachgewiesen werden, bei Johannes Paul II. schon, schließlich war er kein Märtyrer.“ Sobald es Anhaltpunkte für ein Wunder gibt, müssen fünf Fachärzte den Fall untersuchen. Danach sind die Theologen gefragt. Sie müssen die schwierige Frage beantworten, ob das Wunder Johannes Paul II. zugeschrieben werden kann.

Das Allerwichtigste, sagt Peter Gumpel abschließend, sei deshalb die Einhaltung der wissenschaftlichen Normen bei den Verfahren - sei es im Fall von Papst Johannes Paul II. oder in einem der anderen 200 weiteren Verfahren, die zur Zeit auf die Bearbeitung warten: „Denn wir sind nicht daran interessiert, mehr Heilige und Selige zu haben – Kardinal Ratzinger hat ja auch einmal gesagt, wir seien dabei, in eine Inflation von Seligen und Heiligen zu geraten.“

Ob sich der Wunsch der Polen erfüllt, dass Johannes Paul II. schon am 16. Oktober, 30 Jahre nach seiner Papstwahl, heilig gesprochen wird, kann also niemand so genau sagen. Selbst Peter Gumpel nicht.
(mw)
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#2
1Joh1V9

1Joh1V9

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In die katholische "Hall of Fame" kommt man also interessanterweise am besten, wenn man sein Leben für den (katholischen) Glauben läßt.

Nun war JP2 ja fast schon ein Märtyrer, nach dem Papst-Attentat in 1981.

Ich dachte, es geht hier zunächst einmal nur um die Seligsprechung und nicht schon um die Heiligsprechung.

Bemerkenswert ist, daß das für die Seligsprechung erforderliche Wunder die Spontanheilung der französischen Ordensschwester Marie Simon-Pierre von der Parkinson-Krankheit sein soll. Bemerkenswert deshalb, weil JP2 selbst an seiner Parkinson-Krankheit schwer gelitten hat.
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#3
Hebräer83

Hebräer83

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Danach sind die Theologen gefragt. Sie müssen die schwierige Frage beantworten, ob das Wunder Johannes Paul II. zugeschrieben werden kann.


Das ganze ist schon typisch katholisch. Die Nonne wurde ja nach dem Tod des Papstes geheilt, nachdem sie zu ihm (Joh. Paul 2) gebetet hatte

Die Nonne: "Das ist das Werk Gottes, das durch die Fürsprache von Johannes Paul II. erfolgt ist"

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Der Irrwitz zu anderen Menschen als Fürsprecher zu beten als zu Jesus/Gott (Wer ist denn der eine Mittler und Fürsprecher?) läßt sich als Entwicklung in der Kirchengeschichte gut erklären, nicht aber aus der Bibel.
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#4
1Joh1V9

1Joh1V9

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Wußte gar nicht, daß das Papstwunder posthum war.

Da wäre es ja eigentlich ein noch größeres Wunder, wenn man theologisch "beweisen" kann, daß der Papst daran mitgewirkt hat.

Katholiken beten also nicht nur zu den Heiligen sondern auch zu den angehenden Heiligen. Wenn ich zu irgendeinem Verstorbenen beten würde, täte ich dann nicht die selbe Sünde, wie Saul sie tat, als er über Totenbeschwörung den Propheten Samuel um Rat fragte?
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#5
loopus

loopus

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Ich kann mich nicht erinnern dass ich zu irgendjemandem Gebete hab ausser zu Gott/Jesus!

LG
Daniel
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#6
1Joh1V9

1Joh1V9

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Das ist löblich. Ich habe ja auch nicht gesagt, daß alle Katholiken zu Heiligen beten. Ich habe nur den Eindruck, daß die Kurie nicht nur nichts dagegen hat, sondern Traditionen fördert, in den Heilige direkt angebetet werden.

Das Paradebeispiel ist Maria. Vielleicht ist meine landläufige Vorstellung auch falsch, aber wenn man den Rosenkranz betet, bittet man Maria, die zweifellos keine unwichtige Person ist, aber trotzdem nicht Gott, um ihre Fürbitte für uns. Dort heißt es:

Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes.


Für mich entbehrt das jeglicher biblischen Grundlage und ist Götzendienst. Daß solche Gebete von der Kurie empfohlen werden, finde ich persönlich schrecklich.

Meine persönliche Haltung zum Thema Heilige: Ich habe nichts dagegen, wenn Personen, die echte Vorbilder in der Nachfolge Christi waren, im Gedächtnis der Kirche bleiben. Weil auch menschliche Vorbilder einen selbst zu einem Gott hingegebenen Leben nützlich sein können. Nur sicher nicht als Mittler, um die ein Kult getrieben wird. Es gibt ja auch Protestanten, die Luther so loben und preisen, daß sie seine schlechten Seiten (wie z.B. Haß auf die Juden) die uns Warnung sein müssen, nicht mehr sehen. Wenn man aus dem Leben einer menschlichen und fehlerhaften Person was lernen will, darf man sie nicht vergöttern.
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