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Nonne stirbt qualvollen Tod am Kreuz


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Rolf

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Nonne stirbt qualvollen Tod am Kreuz



Eine junge Nonne ist in Rumänien auf brutale Weise getötet worden, weil sie angeblich vom Teufel besessen war. Ein Priester und vier Mitschwestern hatten die 23-Jährige tagelang an ein Kreuz gefesselt. Der Abt des Klosters nannte die Kreuzigung "genau das Richtige".

Bukarest - Von Gläubigen gerufene Sanitäter fanden die junge Frau im Kloster zur heiligen Dreifaltigkeit in Tanacu tot an ein Kreuz gefesselt, teilte die Polizei in der Provinzstadt Vaslui mit. Die Schwester habe seit drei Tagen geknebelt am Kreuz gehangen. Zuvor sei das Opfer mehrere Tage an Händen und Füßen gefesselt ohne Wasser und Nahrung in einem Anbau des Klosters gefangen gehalten worden. Der Priester und die vier Nonnen erklärten nach Polizeiangaben, die junge Frau sei vom Teufel besessen gewesen.

Nach Aussage der Polizei lebte die Nonne erst seit drei Monaten in dem Kloster im Nordosten Rumäniens. Nach einem Besuch bei einer Freundin habe der Priester, der sie jetzt exorzierte, ihr geraten zu bleiben. "Sie war krank und besessen. Wir haben mehrere Messen gelesen, um den Bann zu lösen. Deshalb haben wir vom religiösen Standpunkt her genau das Richtige getan", sagte der Abt des Klosters von Tacanu, Bruder Daniel, der Nachrichtenagentur Mediafax.

Der Abt des Klosters im nahen Golia nannte die Kreuzigung hingegen "unentschuldbar". Der orthodoxe Patriarch in Bukarest, Bogdan Teleanu, sagte der Nachrichtenagentur AFP, er könne den Fall nicht beurteilen, weil er nicht wisse, "was die junge Frau getan" habe.


(Spiegel Online 16. Juni 2005)
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