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Der Tanz um das goldene Kalb


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Rolf

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Der Tanz um das goldene Kalb




European-American Evangelistic Crusades


John Hagee ist aktuell der größte Gewinn für die zionistische Weltregierung. Er ist die Frucht all der Arbeit, die seit der Zeit von Darby und Scofield geleistet wurde. Er ist verknüpft mit TBN und zusammen mit Paul und Jan Crouch dominiert er die Ätherwellen und dörrt jegliche Opposition eines jeden aus pfingstlichen, charismatischen oder baptistischen Kreisen aus, der gegenteilige Ansichten vertritt. Um den Einfluss von John Hagee zu verstehen sollten wir folgende Statistiken betrachten: seine Fernsehprogramme in den Vereinigten Staaten werden auf 160 Fernsehsendern, 50 Radiosendern und acht Kabelnetzwerken übertragen. Potentiell 99 Millionen Haushalte haben Zugang zu seinen Programmen. In Kanada wird er auf dem Miracle Channel und auf CTS gesendet und er ist auch in Afrika, Europa, Australien, Neuseeland und einer Reihe von Nationen der Dritten Welt zu sehen.

Hagee ist kühn und laut in seiner Unterstützung der Nation Israel und propagiert die Lehre von Darby und Scofield, dass es einen “zweifachen Bund” gibt und dass die Juden Jesus Christus nicht annehmen und wiedergeboren werden müssen, sondern dass Gott einen speziellen Plan für sie hat. (Ich werde darauf später noch ganz detailliert eingehen).
Hagee brüstet sich damit, ein Prediger zu sein, der von Feuer und Schwefel spricht und einen sündhaften Lebensstil anprangert, doch genau wie Scofield geht auch Hagee nicht auf die Tatsache ein, dass er sich 1975 von seiner ersten Frau scheiden ließ und sie und seine beiden Kinder aus dieser Ehe verließ. Ein Jahr später heiratete er im Alter von 36 Jahren Diana M. Castro, eine Frau, die zwölf Jahre jünger ist als er selbst und mit der er drei Kinder hat.Es gibt ein Sprichwort, das ausdrückt, dass wir eine Menge über eine Person erfahren, wenn wir uns ihre Freunde anscheuen. Wenn wir uns die Empfehlungen und Lobreden über John Hagee ansehen wird offensichtlich, dass er der “Liebling” der jüdischen Führerschaft in der Welt ist. Er wurde vom Rat des B’nai B’rith (die jüdische Freimaurer- Meisterloge) in San Antonio zum “Philantrop des Jahres” erklärt. Hagee wurde von UN-Botschafter Jean Kirkpatrick die ZOA [2] Israel Auszeichnung verliehen. Diese Auszeichnung wird von der jüdischen Gemeinschaft in Dallas/Texas vergeben. Er hat auch den ZOA Service Preis vom Gouverneur des Staates Texas, Mark White, überreicht bekommen. Darüber hinaus hat John Hagee Israel bereits 22 Mal besucht und sich mit jedem Premierminister seit Menachim Begin getroffen.

Nun wollen wir einen Blick auf John Hagees Finanzen werfen: Im Jahr 2001 hat seine gemeinnützige Organisation “Global Evangelism Television” (GETV) ein Einkommen von 18,3 Millionen Dollar erzielt. Von dieser Summe wurden 1,25 Millionen Dollar verwendet, um John Hagee für seinen Dienst zu entlohnen. Nach Finanzamtsberichten nahm die Organisation 12,3 Millionen Dollar aus Spenden ein, 4,8 Millionen Dollar aus dem Verkauf von Büchern und Tonträgern und zusätzlich noch 1,1 Millionen Dollar aus verschiedenen Quellen, einschließlich Vermietung und Verpachtung.

Hagees Vergütung setzt sich wie folgt zusammen: Als Präsident von GETV erzielt er ein Gehalt von 540.000 Dollar; als Pastor und Präsident der „Cornerstone Church“ bezieht er ein weiteres Gehalt in Höhe von 302.000 Dollar. Er erhielt darüber hinaus 411.561 Dollar an Zusatzleistungen von GETV, einschließlich Zuzahlungen zu einer Rentenabsicherung für hoch bezahlte Angestellte, die das Finanzamt einen „Rabbi-Fonds“ nennt, weil der erste Begünstigte eines solchen unwiderruflichen Fonds ein Rabbi war.

Dieser John Hagee Rabbi-Fonds beinhaltet eine Ranch im Wert von 2,1 Millionen Dollar und 3.225 Hektar außerhalb von Brackettville, mit fünf Häuschen, einschließlich eines “Haupthauses” und eines Bunkers. Sie beinhaltet außerdem eine Dienstbotenwohnung, eine Räucherei, einen Platz zum Wurfscheibenschießen und drei Scheunen.

John Hagees Einkommen ist seit dem Jahr 2001 nicht gesunken. Stattdessen häuft der Mann einen persönlichen Reichtum an, den nur wenige Prediger auf der Welt je gehabt haben. Während er in seinen Fernsehprogrammen auf die Tränendrüse drückt und die Notwendigkeit betont, dem Dienst Opfergaben zukommen zu lassen, damit das Evangelium gepredigt werden kann, scheffelt er Millionen von Dollar um seinen persönlichen Wohlstand auszubauen. John Hagee und seine jetzige Frau sind in der Datei des “Bexar County Appraisal District” als Eigentümer eines 5.275 qm großen Hauses mit sechs Schlafzimmern in einer der exklusivsten Wohngegenden von San Antonio gelistet. Der Wert wird auf 688.900 Dollar geschätzt.




KENNETH COPELAND, BENNY HINN UND CREFLO DOLLAR





Diese drei Männer sind die hauptsächlichen “Stars” in der so genannten Glaubensbewegung. Forbes listet sie nicht mit auf, selbst wenn sie sich in der oberen Einkommensklasse unter den Predigern befinden. Sie sind bekannt für ihren verschwenderischen Lebensstil, Wohnhäuser der gehobenen Klasse, teure Autos und die Verfügung über Privatjets. Da ihr jeweiliger Dienst bei der Finanzbehörde als “Kirche” gelistet ist, müssen sie keine Einkommenserklärungen vorlegen, die der Öffentlichkeit zugänglich sind.

Doch ich habe eine persönliche Erfahrung mit Kenneth Copeland gemacht. Als meine Frau und ich 1984 eine Pastorenkonferenz an der Oral Roberts Universität in Tulsa/Oklahoma besuchten, führten Oral Roberts und KennethCopeland in einer Lehreinheit, in der uns Dienern nahe gebracht werden sollte, wie man erfolgreich ist, eine Diskussion über Finanzen. Ich erinnere mich noch, dass Oral Kenneth bat, zu erklären, warum er sieben gemeinnützige Organisationen führe und wie sie ihm nützten. Kenneth regte sich sehr auf und sagte Oral, er wolle das nicht in der Öffentlichkeit diskutieren. Als Oral nachhakte wurde Copeland (rechts) sehr wütend und forderte Oral Roberts geradeheraus auf, weiterzumachen und das Thema fallen zu lassen. Dieser Zornesausbruch verpasste der ganzen Lehreinheit einen Dämpfer und unsZuhörern wurde klar, dass Copeland etwas tat, von dem seine Unterstützer nichts wissen sollten. Das war das erste und das letzte Mal, dass meine Frau und ich an solch einer Konferenz teilnahmen.

ZUSAMMENFASSUNG

Wenn wir die Geldsumme, die jüdische Führer im 19. Jahrhundert in Darby, Scofield und andere investierten, mit den heutigen Aufwendungen vergleichen, dann ist deutlich, dass es nur sehr wenig war. Im 19. Jahrhundert konnte man mit 100.000 Dollar eine Menge erreichen, während heute eine Million Dollar nicht viel ausrichtet wenn jüdische Führer evangelikalen Leitern den Tisch decken. Zur Zeit von Jesus wurden 30 Silberstücke bezahlt, um Jesus zu verraten; heute bezahlt man in Gold (Bargeld) und die modernen Judasse verlangen viel für ihre Dienste. Habgier, Hunger nach Macht und Ruhm sind der Krebs, der sich im Leib Christi verbreitet hat.

All die aktuellen, oben erwähnten Prediger haben folgendes gemeinsam:

1. Sie sind überzeugte Dispensationalisten und verteidigen den politischen Staat Israel.

2. Sie glauben an einen zweifachen Erlösungsplan, einen für die Heiden und einen für die Juden.

3. Wenn Amerika Israel nicht segnet wird das Gericht Gottes über uns kommen. Daher muss Geld nach Israel
geschickt werden und Juden, die in Russland und anderen Nationen leben, müssen finanziell unterstützt werden,damit sie nach Israel gehen können (es wird jedoch nie von den amerikanischen Juden gesprochen, die gar nichtnach Israel gehen wollen, sondern im guten, alten, bequemen Amerika bleiben wollen).

4. Palästinenser haben kein legales Recht auf das Land, das als “biblisches Israel” bekannt ist.

Folgendes sagt uns die Bibel über Judas:

Da ging einer der Zwölf, namens Judas Iskariot, hin zu den Hohenpriestern und sprach: Was wollt ihr mir geben, wenn ich ihn euch verrate? Und sie wogen ihm dreißig Silberlinge dar. Und von da an suchte er eine gute Gelegenheit, ihn zu verraten. Matthäus 26:14-16

Folgendes sagt uns die Bibel über die Judasse der Endzeit:

Das aber sollst du wissen, dass in den letzten Tagen schwere Zeiten eintreten werden. Denn die Menschen werden selbstsüchtig sein, geldgierig, prahlerisch, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, gottlos, lieblos, unversöhnlich, verleumderisch, unenthaltsam, zuchtlos, dem Guten feind, treulos, leichtsinnig, aufgeblasen, das Vergnügen mehr liebend als Gott; dabei haben sie den Schein von Gottseligkeit, deren Kraft aber verleugnen sie. Solche meide! Denn zu diesen gehören die, welche sich in die Häuser einschleichen und Weiblein gefangen nehmen, die mit Sünden beladen sind und von mancherlei Lüsten umgetrieben werden, immerdar lernen und doch nie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen können. 2. Timotheus 3:1-7

Die Finanzstatistiken der oben genannten Diener wurden folgenden Quellen entnommen: “Silver and Gold Have I Quite a Large Sum”, ein Artikel von David Servant, veröffentlicht im Jesus People Newsletter, Band 34, Ausgabe 2, 2006; John Hagee Biographie in Wikipedia; Artikel as den “San Antonio Express-News“, 20. Juni 2003, geschrieben von Analisa Nazareno.

WIE STEHT ES MIT MIR SELBST?

Als ich diese Prediger untersuchte und über den finanziellen Missbrauch schrieb, der heute in den Vereinigten Staaten betrieben wird, legte mir der Heilige Geist nahe, auch meine eigene Geschichte zu erzählen, da viele der Leser sich nunmehr fragen, wo ich selbst in dieser Sache stehe. Darum will ich hier einen kurzen Überblick über mein Leben geben.

Ich wurde 1939 in einer kleinen Stadt namens Jonkoping in Schweden geboren. Meine Eltern waren sehr jung und mein Vater arbeitete in einer Fabrik mit Namen Husqvarna Vapen A.B. Meine ersten fünf Jahre wurden vom 2. Weltkrieg und der Rationierung von Lebensmitteln geprägt. Unser Essen wurde nie am Tisch serviert. Jeder von uns bekam eine Portion auf seinen Teller und Nachschlag gab es nicht. 1945 wurde mein Bruder Peter geboren und zwei Jahre später war unsere Mutter gezwungen, auswärts zu arbeiten damit wir Essen auf dem Tisch hatten. Die Rationierung von Lebensmitteln ging weiter bis ich etwa 15 Jahre alt war und meine Eltern genug Geld verdienten um mehr Nahrungsmittel zu kaufen.1954 starb unsere Großmutter und durch das kleine Erbe war es meinen Eltern möglich, ihr erstes Auto zu kaufen, einen Saab. Bis zu dieser Zeit hatten wir immer in gemieteten Zimmern in Großmutters Haus gelebt und als der Staat Schweden Ersterwerbern von Wohneigentum zinsgünstige Kredite anbot konnten meine Eltern ein Grundstück von der Stadt kaufen und ein Haus bauen.

Nachdem ich ein Jahr lang in der Gießerei von Husqvarna Vapen gearbeitet hatte, schrieb ich mich an der Universität ein. Meine Eltern borgten sich Geld von einem Onkel und einer Tante, die viel wohlhabender waren als wir. Während meiner Studentenjahre hatte ich kein Auto, sondern fuhr mit einem Moped umher und benutzte für längere Wege Bahn und Busse. Während meiner Studentenzeit begegnete ich meiner zukünftigen Frau. Wir heirateten 1961 und sind heute immer noch glücklich verheiratet. Zu unserem Kummer haben wir nie Kinder bekommen.

Als ich an der Universität meinen Abschluss in Maschinenbau gemacht hatte wanderten meine Frau und ich in die Vereinigten Staaten aus und landeten in Salt Lake City, da ich von einem Onkel mütterlicherseits unterstützt wurde. Wir hatten das Geld für die Flugtickets zusammengekratzt und kamen mit vier Koffern und 300 Dollar in bar in Amerika an. Wir lebten einige Monate bei meinem Onkel und seiner Frau, doch als wir uns weigerten, den Mormonen beizutreten, wurden wir hinausgeworfen und uns selbst überlassen. Meine Frau sprach damals noch kein Wort Englisch und wir mieteten ein Apartment für 60 Dollar im Monat in einer sehr ärmlichen Wohngegend in Salt Lake City. Einem meiner Cousins taten wir leid und er verhalf mir zu einem Job als technischer Zeichner im Straßenbauamt von Utah. Im ersten Jahr verdiente ich monatlich 354 Dollar brutto. Meine Frau nahm in einem Motel eine Stelle an, bei der sie einen Dollar in der Stunde verdiente. Wir hatten 15 Dollar pro Woche für Lebensmittel zur Verfügung.

Bis 1967 hatte ich mein Gehalt mehr als verdoppelt und war zur Position eines Konstrukteurs aufgestiegen. Der Staat hatte mich für ein Stipendium akzeptiert und ich arbeitete an meinem Ingenieurstitel. Nachdem ich mein ganzes Leben lang arm gewesen war, bestand mein Ziel darin, Geld, Geld und noch mehr Geld zu verdienen.

Doch Gott hatte andere Pläne für mein Leben. 1965 übergaben meine Frau und ich unser Leben an Christus und schlossen uns einer Gemeinde der Südbaptisten an. 1967 berief Gott mich in den vollzeitlichen Dienst. Ich kämpfte etwa zwei Jahre lang damit bevor ich mich schließlich ergab und meinen Job verließ. Ich wurde als Student am “Golden Gate Baptist Theological Seminary” in Mill Valley in Kalifornien angenommen und im September 1969 kamen wir dort an. Die nächsten drei Jahre arbeitete meine Frau als Pflegehelferin in Altenheimen und ich putzte an vier Tagen die Woche Häuser. Wir teilten uns ein Auto, doch mit Gottes Hilfe graduierte ich 1973 schuldenfrei, denn wir hatten hart für das Ausbildungsgeld gearbeitet.

Während meiner Jahre am Priesterseminar diente ich an den Wochenenden als Jugendevangelist und die Liebesopfer halfen uns weiter. Unser hauptsächliches Essen während dieser Jahre bestand aus Spaghetti mit Thunfisch, ein Gericht, das ich hoffentlich nie wieder werde essen müssen!

In den Jahren 1973 bis 1975 reiste ich als Evangelist in Schweden und Kalifornien. Wir hatten kein Zuhause und daher befanden sich die meisten unserer Habseligkeiten bei meinem Bruder und seiner Frau, die 1972 nach Kalifornien gezogen waren. Während unserer Reisen konnten wir es uns nie leisten, in einem Motel unterzukommen, daher lebten wir immer privat bei irgendjemandem in der jeweiligen Stadt, in der wir unsere Versammlungen abhielten. Wir lebten gänzlich von Liebesopfern. Das waren magere Jahre. Wir hatten 1972 eine gemeinnützige Gesellschaft gegründet, um finanziell Rechenschaft zu haben. Zusammen mit meinem Bruder und seiner Frau sowie einigen Freunden bildeten wir einen Vorstand. Ein Gehalt wurde festgelegt und das gesamte hereinkommende Geld ging an die Organisation, die im Gegenzug mein Gehalt zahlte. Oftmals war nicht genug Geld da, um das komplette Gehalt zu bezahlen und damit mussten wir dann leben.

1975 wurde ich zum Pastor einer Gemeinde in Lodi in Kalifornien berufen. Als wir eine Wohnung in Lodi anmieten konnten war das wie der Himmel. Zum ersten Mal seit zwei Jahren konnten wir die Tür schließen und ein bisschen Privatsphäre genießen. Nach zwei Jahren in Lodi rief Gott mich nach Sacramento, wo wir eine Gemeinde namens „Christian Life Ministries“ gründeten. Im ersten Jahr in Sacramento mieteten wir ein Apartment und danach öffnete Gott uns die Tür zum Kauf eines kleinen Häuschens für 37.500 Dollar. Mein Bruder und seine Frau liehen uns 7.000 Dollar, damit wir uns für einen Kredit qualifizierten. Das war für uns wie der Himmel auf Erden. Während wir noch in Lodi waren hatten wir ein zweites Auto gekauft, einen 1973er Chevy Impala Kombi. Wir benutzten ihn, um damit Kinder zur Sonntagsschule zu fahren. Unser zweites Auto war ein 1966er Ford Custom 500. Wir fühlten uns reich. Es hat uns nie gekümmert, dass wir uns noch nie ein brandneues Auto leisten konnten. Unser ganzes Leben lang haben wir nur gebrauchte Autos gekauft.

Es war in Lodi, wo ich mit meinem Radiodienst begann und ein Mann in unserer Gemeinde, Marvin Phillips, gab 10.000 Dollar für den Anfang. Mir hatte noch nie zuvor jemand so viel Geld gegeben und wir kauften davon Aufnahmegeräte und Tonträger und konnten die Sendestation für ein Jahr im Voraus bezahlen. Marvin und seine Frau unterstützten uns während dieser Zeit, damit der Radiodienst sich etablieren konnte.

Während des ersten Jahres im Radio bewegte Gott viele Menschen, die mich hörten, und sie begannen, meinen Radiodienst zu unterstützen. Unser Dienst hat in den ganzen 30 Jahren, die ich als Radioprediger tätig war, nie etwas daran verdient; meistens musste unsere Gemeinde den Restbetrag zuschießen.

Wegen eines Aufstandes in der Gemeinde kündigte ich 1984 und arbeitete wieder als Evangelist und Bibellehrer. Von 1973 bis 1983 reisten wir fast jeden Sommer nach Schweden und Finnland um Erweckungsversammlungen in Gemeinden und Zeltveranstaltungen durchzuführen. Die teuren Flugkosten wurden durch Liebesopfer aus den Versammlungen und dem Verkauf meiner Bücher gedeckt. Auch dieses Geld wurde komplett an unser Büro in Kalifornien geschickt und ich sorgte dafür, dass ich nichts davon für meine privaten Ausgaben verwendete. Unsere persönlichen Finanzen waren immer von den Finanzen des Dienstes getrennt.

1985 begannen wir mit einer neuen Gemeindearbeit in der Nähe von Sacramento: Resurrection Life of Jesus Church, wo ich heute noch Pastor bin. Uns hat nie ein Gemeindegebäude gehört. Wir hatten immer angemietete Räumlichkeiten in einer Einkaufsstraße oder einem Bürogebäude. Da die Lebenshaltungskosten in Kalifornien höher und höher wurden hob der Gemeindevorstand unsere Gehälter immer wieder an, doch meistens war die Gemeinde gar nicht in der Lage, diese in voller Höhe zu zahlen. In all diesen Jahren haben wir aus dem Glauben gelebt und nie gewusst, woher das nächste Geld kommen würde. Doch Gott ist mehr als treu und während unserer 39 Jahre im Dienst sind wir nie hungrig gewesen, wir haben immer einen Platz zum Schlafen gehabt und wir haben immer rechtzeitig all unsere Rechnungen bezahlen können, selbst wenn es knapp war.

1990 rief eines Tages eine Witwe in unserer Gemeinde an und bat uns, zu ihr nach Hause zu kommen. Ihr Ehemann war kurze Zeit zuvor gestorben und hatte sie finanziell sehr wohlhabend zurückgelassen. Sie sagte mir, dass Gott zu ihr über meine Rente gesprochen habe. Sie sagte: “Sie haben keine Rücklagen für Ihre Rente beiseite legen können und wenn Sie 65 werden bleibt ihnen nur die Sozialhilfe. Ich werde Ihnen 50.000 Dollar für Ihre Rente geben. Wie möchten Sie das Geld haben, bar oder in Aktien oder als Sparguthaben?” Wir waren geschockt. Das war für uns eine riesige Summe. Ich sagte zu ihr: “Lassen Sie uns darüber beten und danach werden wir zu Ihnen zurückkommen.” Nach einigen Tagen hatte der Herr zu mir gesprochen und gesagt: “Du sollst ein neues Haus mit etwas Land kaufen. Nimm das Geld in bar.” Etwa sechs Monate später öffnete der Herr uns eine Tür zum Erwerb eines Hauses in Modularbauweise mit einem Stück Land. Der Preis betrug 167.500 Dollar. Das ist billig im Vergleich zu den heutigen Preisen, denn durchschnittlich kostet ein Haus in der Gegend um Sacramento mit einem kleinen Grundstück jetzt um die 300.000 Dollar. Wir zahlten unseren Zehnten in Höhe von 5.000 Dollar an die Gemeinde und verwendeten die restlichen 45.000 Dollar zum Kauf des Hauses. Dort leben wir nun seit 16 Jahren und wenn uns der Herr nicht an einen anderen Ort beruft wird das unser letztes Zuhause auf dieser Erde sein bevor wir zu Jesus heimgehen.

Vor etwa 20 Jahren haben wir versucht, einen Kredit zu bekommen um nach Schweden zu gehen. Als der Bankangestellte uns fragte, welche Sicherheiten wir hätten, sagte ich ihm, wir hätten ein Haus, das wir in Raten abzahlen und zwei gebrauchte Autos. Der Mann sah uns an und sagte: “Wie steht es mit Sparguthaben, Aktien etc.?” Wir sagten ihm, wir hätten nichts dergleichen. Er sah uns missbilligend an und sagte zu mir: “Sie sind ein Versager. Ich gehe nicht davon aus, dass die Bank Ihnen Geld leihen wird.” Ich antwortete ihm: “Wenn Gott die Bank gebrauchen will, für die Sie arbeiten, dann werden wir einen Kredit bekommen.” Eine Woche später rief er uns an und sagte uns, der Kredit sei bewilligt worden. Dann sagte er: “Wenn ich mir Ihre Kreditauskunft ansehe, worum geht es dann bei diesem Konto überhaupt?" Als wir uns das Dokument ansahen war dort ein Konto “Das Geld des Herrn” aufgeführt.” Ich sagte ihm: “Oh, das ist das Konto meines Vaters, meines Vaters im Himmel.” Der Bankangestellte war sprachlos. Während unserer Reise nach Übersee verkauften wir genug Bücher um den Kredit zurückzuzahlen und es war sogar noch etwas übrig für unser nächstes Gehalt. Gott sei alle Ehre!

Heute haben wir immer noch keinerlei Aktien, Sparbriefe oder sonstige Wertpapiere. Wir haben unser Zuhause, für das wir Raten abtragen und wir fahren immer noch ausschließlich gebrauchte Autos. Wir hatten noch nie ein Boot, mit Ausnahme von drei Schlauchbooten, die wir im Sommer benutzten, wenn wir mit der Gemeinde ins Zeltlager fuhren und mit den Kindern spielten. Sowohl meine Frau als auch ich sind bei unserem Dienst angestellt und unser gemeinsames monatliches Gehalt beträgt 4.837 Dollar. Für eine Person, die in Afrika lebt, hört sich das vielleicht nach einer gewaltigen Geldsumme an, doch das Leben in Amerika ist nicht billig. Wir haben das Eigenkapital auf unserem Grundstück als Dienstgebäude zur Verfügung gestellt, in denen Gemeindemitglieder gedrucktes Material und Audioaufnahmen vorbereiten und auch als Lagerraum nutzen. Das hat unsere Hypothek auf 2.700 Dollar pro Monat erhöht. Daher entfällt die Hälfte unseres Einkommens auf Hypotheken, hinzu kommen Ausgaben für Steuer, Versicherung, Benzin, Lebensmittel etc.

BENEIDE ICH DIE REICHEN PREDIGER?

Ich kann mit reinem Herzen sagen, dass ich mehr als dankbar für das Leben bin, das meine Frau und ich gelebt haben. Ich kann mich selbst im Spiegel ansehen und weiß, dass ich nie jemanden um Geld betrogen habe, dass wir immer unsere persönlichen und dienstlichen Rechnungen bezahlt haben, und wenn ich einmal vor dem Richterstuhl Christi stehen werde, habe ich nichts zu verbergen.

Meine Frau und ich sind in den Dienst gegangen, um zu dienen, nicht um Geld zu verdienen. Ich habe immer dem Gemeindevorstand gesagt, er solle uns gerade genug zahlen, dass wir unsere Rechnungen bezahlen können, Essen auf dem Tisch und ein paar Kleider auf dem Leib haben. Mir tun die reichen Prediger leid; sie sind süchtig nach einem verschwenderischen Lebensstil, der nach mehr und immer mehr verlangt, und all ihre Güter und Reichtümer haben den intimen Weg mit dem Herrn verdrängt.

Bin ich innerhalb dieser 39 Jahre in Versuchung geführt worden? Ja, das bin ich. Vor etwa 20 Jahren kamen zwei Männer von „World Vision“ in mein Büro. Sie boten mir Geld und Ruhm an, wenn ich nach ihrer Pfeife tanzen würde. Ohne Zögern habe ich ihnen gesagt, sie sollten gehen und nie mehr wiederkommen. Es hat wohlhabende Menschen gegeben, die unter bestimmten Bedingungen Geld in unseren Dienst investieren wollten. Ihnen allen habe ich dasselbe gesagt: “Wenn Gott dir gesagt hat, du sollst uns Geld geben…schön. Doch wenn du kontrollieren willst, was ich predige und tue, dann nimm dein Geld und geh!” Einmal gab es da eine Organisation, die meiner Frau und mir ein nettes Angebot machte. Da ich weiß, dass man nicht so einfach etwas geschenkt bekommt, begann ich nachzuforschen, von wem das Geld kam. Ich fand heraus, dass es von der Unification Church, vertreten durch Sun Yong Moon, kam. Ich weiß, dass dieser Mann für die CIA arbeitet. Ich zerriss die Einladung und dankte Gott, dass er mir die Wahrheit gezeigt hatte bevor ich mich verkauft hatte.

WIE HAT GOTT UNSEREN DIENST VERSORGT?

Gott hat den Radiodienst gebraucht, um Menschen in unsere Gemeinde zu bringen. Die Menschen in unserer Gemeinde geben ihren Zehnten und das hält die Gemeinde am Leben. Über die Jahre hat Gott ein kleines, aber mächtiges Netzwerk von Menschen aufgebaut, die treu jeden Monat ihren Beitrag senden. Einige Familien unterstützen uns schon seit 1975. Doch mit der Zeit sind einige unserer Sponsoren zum Herrn gegangen und die jüngeren Leute unter 40 unterstützen kaum einen Radiodienst. Daher kam es 2004 zu einer Krise. Die Radiosender erhöhten beständig ihre Preise und gleichzeitig wurde der Stamm unserer Spender kleiner. Wir hatten nur noch eine Möglichkeit: unseren Radiodienst zu schließen.

Zuerst konnte ich das nicht verstehen. Warum ließ Gott mich im Stich? Doch innerhalb eines Jahres wurde mir alles klar, denn ich sah den Dienst über unsere Internetseite wachsen und wir erreichen jetzt mehr Leute als es jemals über das Radio möglich war und außerdem drängt Gott mich, mehr und mehr zu schreiben.

Es gibt Tausende von kleinen Diensten wie den unseren in der ganzen Welt, um die Gott einen Zaun gesetzt und verhindert hat, dass sie beschmutzt wurden. Das wird die Überrest-Gemeinde sein, die in der Endzeit fest steht, wenn der Antichrist die Szene betritt. ICH DANKE GOTT FÜR MEIN LEBEN UND FÜR SEINE LIEBE ZU MIR UND DAFÜR, DASS ER MICH DAVOR BEWAHRT HAT, KORRUPT ZU WERDEN!

ZUSAMMENFASSUNG

Als der Heilige Geist mich dazu bewegte, das Problem mit dem christlichen Zionismus anzusprechen, dachte ich, es würde nur einige wenige Nachrichtenbriefe brauchen, um dieses Thema abzudecken. Doch als ich begann, mich tiefer in das Thema einzuarbeiten, war es wie bei einem Taucher, der nach einem verloren gegangenen Schiff sucht. Wenn er es schließlich findet, ist es viel größer und massiver als er zuerst gedacht hat. Mit dem Kommen des Antichristen in der Zukunft und dem schrecklichen Ereignis des Zeichens des Tieres ist es absolut zwingend erforderlich, dass die nächste Generation von Christen die Vergangenheit kennt und vor Täuschung bewahrt werden kann.

Ich versuche, mich durch die unermessliche Menge an Informationen zu arbeiten, die aus Büchern, Publikationen und dem Internet zur Verfügung steht, sie auszusortieren, in eine chronologische Ordnung zu bringen und in leicht verständliche, lesbare Form zu bringen für Menschen, die selbst nicht die Zeit haben, Hunderte von Stunden damit zu verbringen, die Fakten auszugraben.

Was ich jetzt tue hätte ich vor 20 Jahren nicht tun können. Zu der Zeit hatte ich nicht das historische Wissen, das ich heute habe; ich hatte auch nicht die geistliche Reife, die ganzen Informationen zu verarbeiten und es gab auch noch keine Computer und das Internet existierte noch nicht.

In meinem nächsten Newsletter werde ich versuchen, mehr Tempo zuzulegen und schnell durch die Geschichte zu gehen und uns zu den heutigen Ereignissen zu führen. Der Heilige Geist hat mir geholfen, aktuelle Ereignisse in einen historischen Zusammenhang zu bringen.

Einige fragen vielleicht: Warum hast du so viel über dich selbst geschrieben? Der Grund ist, dass ich meine Kritiker daran hindern will, weiterhin zu sagen, dass ich genauso bin wie der ganze Rest und an den Fehlern anderer Leute Geld verdiene. Um es unverblümt zu sagen: Wenn wir diesen Newsletter aussenden, dann kommt auf 100 Empfänger gerade einmal eine Spende und die durchschnittliche Spende liegt bei etwa 15 Dollar. Die Leute auf unserer Mailingliste lesen gerne, was ich geschrieben habe, doch nur wenige spüren die Last, uns finanziell zu unterstützen. Daher müssen wir Geld aus unserem Dienst zuschießen, um die Kosten eines Nachrichtenbriefes zu decken.

Doch wenn ich auch nur eine einzige Person davor bewahren kann, sich einer Sekte anzuschließen oder in der Zukunft das Zeichen des Tieres anzunehmen, dann war es jede Mühe wert. Meine Berufung ist es nicht, Geld zu verdienen, sondern zu dienen und meinem Herrn und Meister, Jesus Christus, dem Sohn Gottes, treu zu sein!

POSTSCRIPTUM:

Als wir diesen Newsletter fertig stellten kam die Geschichte über Ted Haggard an die breite Öffentlichkeit. Ich empfand die Notwendigkeit, diesen Nachtrag anzufügen, weil er die lehrmäßige Korruption der heutigen christlichen Leiterschaft zeigt.


Haggards Abtrünnigkeit, zerstörerischer als sein persönliches Leben


Charles E. Carlson, 6. November 2006


Es tut uns leid für Ted Haggard’s Frau und ihre fünf Kinder und die Familien seiner aus 14.000 Mitgliedern bestehenden Gemeinde, die ihn als Vorbild ansahen. Haggard war Vorsitzender der “National Association of Evangelicals” (Nationaler Bund der Evangelikalen).

Unser primäres Thema sind nicht Haggard’s persönliche Missetaten, aber seine Abtrünnigkeit betrifft uns alle in seiner national bekannten Unterstützung der seriellen Kriegspolitik Amerikas. Evangelikale Pastoren von Mega-Gemeinden und Evangelisten haben sich oft in Fehlverhalten gesuhlt. Charismatische evangelikale Pastoren sind per Definition Objekte der Heldenverehrung, sonst hätten sie nicht Tausende von Mitgliedern, die ihnen zuhören. Affären in den obersten Reihen sind kaum noch Neuigkeiten und ich werde keine anrüchigen Geschichten über die Kanzel erzählen indem ich Tatsachen und Gerüchte zitiere. Doch es gibt einen Grund dafür, dass diese Skandale so regelmäßig unter evangelikalen Dispensationalisten geschehen, immer mit einem negativen Einfluss auf alle, die Christus nachfolgen wollen.

Evangelikale (christlich-zionistische) Leiter “schlittern” aufgrund der Art und Weise, wie sie die Natur der Sünde betrachten, in schmutzige kleine Sünden hinein. Haggard glaubt, dass seine vergangenen und zukünftigen Sünden alle durch die Kreuzigung von Jesus “bedeckt” sind. Es ist eine „Blankoscheck“-Vergebung. Haggard lehrt und betont vehement, dass er und “wiedergeborene” Anhänger nicht dem Gericht für ihre Sünden unterliegen, selbst wenn die Sünde zum Zwang wird.

Er lehrt auch, dass das Töten in Kriegen keine Sünde ist solange sich ein biblischer Haken findet, an dem man den Krieg aufhängen kann. Das hat seine Unterstützung der Bombardierung des Irak, von Afghanistan, Gaza und Libanon ohne jeglichen Gewissenskonflikt möglich gemacht, wie wir sehen werden. Evangelikale halten sich oft an spezifischen biblischen Interpretationen fest, die Belohnungen für das Töten jener zu versprechen scheinen, die von Israel zum Feind erklärt werden. Sie sagen, solches Töten sei von Gott sanktioniert.

Wenn die Behauptungen des männlichen Prostituierten Mike Jones wahr sind hat Haggard seine Familie und alle, die ihm vertraut haben, geschädigt. Doch seine pervertierten sexuellen Aktivitäten – obwohl sie in der Bibel verdammt werden – töten keine lebenden Männer, Frauen und Kinder im Irak, Libanon, Afghanistan und Gaza. Haggard’s Abtrünnigkeit – seine Verzerrung der Bibel – tut das; und während Haggard zugibt, dass er ein „Lügner und Schwindler“ ist, ist es unwahrscheinlich, dass er seine Blutschuld einräumen wird, weil er seine anti-christliche Abtrünnigkeit nicht als Sünde ansieht.

Wir können sehen wie Ted Haggard denkt indem wir uns nationale Interviews noch einmal anhören, die er im letzten Jahr gegeben hat:

Am 19. Dezember 2005 interviewte Barbara Walters Haggard auf ABC’s Programm 20/20; das Thema war Himmel und Hölle. Haggard definierte "Evangelikalismus" durch die Nennung drei prinzipieller Überzeugungen: “dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist; dass die Bibel von vorn bis hinten buchstäblich wahr ist; und dass man “wiedergeboren” sein muss um in den Himmel zu kommen."

Wie die meisten Evangelikalen, die Mega-Gemeinden aufgebaut haben, erwähnte Haggard weder Buße und die Abkehr von einem korrupten Lebensstil noch die Nachfolge Jesu auf seinem engen Pfad (die enge Pforte) als Voraussetzungen für das Erlangen des Königreichs des Himmels. Auch auf das einzige Gebot, das uns von Jesus gegeben wurde, geht er nicht ein;

“Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.” Im Umkehrschluss: Töte nicht anderer Leute Ehefrauen und Kinder.“

Jesus meinte was er sagte, als er uns auftrug, unsere Feinde zu lieben und er hat ganz sicher nicht gesagt, dass es leicht sein würde. Auch hat er es nicht entschuldigt, diejenigen zu bombardieren, von denen wir annehmen, dass sie uns nicht mögen. Haggard ist ein großer Befürworter des amerikanischen Waffenprogramms für Israel und die Bombardierung der Araber gewesen. In einem Interview mit dem Harpers Magazin, Soldiers of Christ, Inside im Jahre 2005, Amerikas mächtigster Mega-Gemeinde, äußerte Haggard seine Kriegs-Theorie, die es ihm möglich machte, zum festen Inventar bei Zusammenkünften im Weißen Haus zu werden.

“‘Ich lehre eine starke Ideologie bezüglich der Ausübung von Macht, von militärischer Macht als öffentlichem Dienst.“ Er befürwortet den präventiven Krieg, weil er glaubt, die Ermahnungen der Bibel gegen Sünde geben uns ein präventives Paradigma vor und er ist für den grimmig entschiedenen Krieg weil „die Bibel blutig ist. Es geht da sehr oft um Blut.“

Ted Haggard ist ein Befürworter des Krieges, doch er ist auch ein Befürworter des Lebens für einige Leben, aber nicht für alle. Wenn jemand vorschlagen würde, Scharfschützen nach Afrika zu schicken um Löwen zu töten weil sie Raubtiere sind, die Menschen töten und fressen könnten, dann würde er prominente Befürworter in seiner Gemeinde finden. Man würde dir sagen, du sollst die Tiere in Ruhe lassen, weil sie keine Bedrohung für dich persönlich darstellen.

Doch Pastor Haggard hat jede Mission der Zerstörung unterstützt, die das Weiße Haus vorgeschlagen hat, ungeachtet der Tatsache, dass die Amerikaner durch das Nachahmen der unmoralischen und unethischen Praktiken Israels in Bezug auf präventive Anschläge - “vorausschauende Vergeltung” nennen die Israelis das – einem uralten militärischen Kodex der Ehre den Rücken kehrten – und evangelikale Christen kehrten auch einer der bekanntesten Ermahnungen von Jesus den Rücken.

Das Prinzip, nie die erste Bombe zu werfen, wird in der Geschichte Jesu über die Ehebrecherin in Johannes Kapitel 8 dargestellt. Eine Frau wird von den Priestern auf frischer Tat beim Ehebruch erwischt und als eine Art Falle dem Urteil von Jesus ausgeliefert. Jesus sitzt da und schreibt Dinge in den Sand während die Priester die Frau anklagen und zum Tode verurteilen. Die Bibel verrät uns nicht, was Jesus geschrieben hat, aber vermutlich wussten die Priester es, denn sie waren vor Ort und konnten es lesen. Das könnte eine Erklärung dafür sein, warum sie alle den Schauplatz verließen nachdem Jesus sagte:

“Wer von euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein.”

Jesus schrieb vermutlich die Namen der Priester in den Sand…kein Wunder, dass sie flohen. Es scheint, dass Jesus auf sehr spezifische Weise über Sünde sprach; er sprach über die Sünden der Ehebrecherin und auch über die Sünden derer, die sie benutzten während sie ihren Lebensunterhalt im Tempel verdiente. Ted Haggard ist ein Tempelpriester, der in heuchlerischer Weise bereit ist, die Sünde der Perversion zu verdammen, indem er gegen Homosexualität wettert, sich gleichzeitig aber selbst darin auslebt – bis auch sein Name in den Sand geschrieben wird, nicht von Jesus, sondern von einem Ankläger, der ein homosexueller Prostituierter ist.

Haggard’s eigene Sünde ist trivial; mit Ausnahme für diejenigen, die direkt betroffen sind, ist das eine persönliche Angelegenheit zwischen Haggard und Gott. Seine größere Sünde ist der Beitrag zum Mord an Zehntausenden unschuldiger Menschen und dass er Tausende von Anhängern dahin führt, dasselbe zu tun indem er Lügen über das erzählt, was die Bibel sagt – und das ist alles andere als trivial. Lasst uns unter Beachtung eines NBC-Interviews vom 28. Oktober 2005 mit dem Titel “Sie vertrauen auf Gott” einen intensiveren Einblick in Haggard’s Denkweise nehmen – ein Interview das anscheinend inmitten seiner eigenen Ausschweifungen in Sachen Sex und Drogen stattfand.

Tom Brokaw drängte Haggard deutlich, über Sünde und Buße zu sprechen, doch er umging das Thema meisterhaft, wie wir an der Abschrift des Interviews sehen:

Brokaw: Die meisten Gemeinden, von denen ich weiß, und ganz sicher diejenigen, die ich besuche, erwarten an irgendeinem Punkt, dass man laut anerkennt, dass man ein Sünder war oder dass man der Schuld, die man vielleicht fühlt, direkt ins Gesicht schaut.

Haggard: Richtig.

Brokaw: Etwas Derartiges habe ich hier nicht gesehen.

Haggard: Nun, wir sprechen über Sünde. Aber der Punkt ist doch, dass Jesus sich um unsere Sünde gekümmert hat. Und Jesus entfernt die Schuld aus unserem Leben. Darum liegt die Betonung in unserer Gemeinde nicht darauf, wie man seine Sünden loswird, weil das eine ganz einfache Angelegenheit ist. Jesus hat das am Kreuz erledigt.

Brokaw: So machen Sie es den Leuten leichter.

Haggard: Wir machen es für sie leichter, so wie auch Jesus und Mose es getan haben.

Haggard verlegte sich darauf, auf schlaue Weise die Bibel zu beschneiden und zuzukleistern um dem zu entschlüpfen, was Jesus über Sünde sagt. Er machte einen christlich-zionistischen weiten Sprung und änderte das Thema von Jesus auf Mose. Dieser tausend Jahre überbrückende Sprung ließ Brokaw offenbar unvorbereitet zurück. Haggard brachte Brokaw aus der Spur indem er Bibelstellen wechselte.

In Wirklichkeit machte Mose es seinen Nachfolgern nicht leicht. Er verlangte Gehorsam gegenüber Gott, genau wie Jesus es tat. Mr. Brokaw hätte verlangen sollen, dass Haggard bei dem bleibt, was Jesus über Sünde gesagt hat, denn Jesus hat nie irgendjemandem gesagt, er müsse sich nicht von der Sünde abwenden oder dass es leicht wäre, das zu tun. Seine letzten Worte an die Ehebrecherin waren: „Gehe hin und sündige nicht mehr.”

Brokaw war auf dem richtigen Kurs, wurde jedoch von dem erfahrenen Diskussionsredner Haggard zum Entgleisen gebracht, der eine Gemeinde mit 14.000 Mitgliedern aufgebaut hat, indem er „es einfacher für sie machte“. Diese Abtrünnigkeit ist es, die wir Ted Haggard ankreiden. Es ist nicht seine persönliche Sünde, die uns Sorgen macht, sondern die Sünde des Vergießens von unschuldigem Blut in seriellen Kriegen. Haggard teilt seine Abtrünnigkeit mit Tausenden von Pastoren.

Tom Brokaw sprach als nächstes das Thema der Politik Haggards an, welcher sich öffentlich seiner evangelikalen Macht und der Zusammenkünfte mit dem Weißen Haus rühmte:

Ted Haggard: … Ich bin kein mächtiger Mensch. Ich rufe keine Präsidenten an. Ich halte keine Ansprachen im Weißen Haus.

Brokaw: Sie müssen den Präsidenten ja auch gar nicht anrufen. Er ruft Sie an.

Haggard: (prahlerisch) In dreieinhalb Stunden spreche ich wieder mit dem Weißen Haus.

Brokaw: Um was geht es heute?

Haggard: Ich weiß nicht, um welches Thema es heute geht. Wir haben ein regelmäßig stattfindendes Konferenzgespräch.

Brokaw: Sie kommen auf Sie zu?

Haggard: Ja.

NBC: Pastor Ted Haggard von “New Life” sieht noch mehr Wachstum für seine Gemeinde – und für seine Überzeugungen.

Ted Haggard: In der christlichen Gemeinschaft wählen die Menschen jeden Sonntagmorgen, indem sie entscheiden, in welche Gemeinde sie gehen. Nun, gerade jetzt, während dieses Zeitpunktes in meinem Leben – ich will das nicht angeberisch sagen, aber ich gewinne diese Wahl gerade jetzt.

Haggard ging sowohl mit Barbara Walters als auch mit Tom Brokaw sehr geschickt um indem er Bibelschach mit ihnen spielte, wann auch immer einer von ihnen versuchte, ihn auf eine Bibelstelle festzunageln, die sie verstanden. Das ist das Merkmal christlicher Zionisten. Haggard’s Bibel-Scrabble ist seine Verteidigung und sein Angriff. Von der Kanzel der anerkannten “New Life Church” und innerhalb der Nationalen Vereinigung Evangelikaler hat er den Namen Gottes missbraucht, indem er Krieg befürwortete und damit das Lebensrecht derer verleugnete, die er als Feinde brandmarkte.

Welches Gebot hat er gebrochen? Das dritte Gebot Gottes, von keinem Geringeren als Mose an uns weitergegeben, von dem Haggard sagte, er habe “es leicht gemacht.” Dieses Gebot lautet:

“Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der Herr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht.”

Gott gibt Pastoren keine Lizenz, das zu verbiegen, was sie behaupten, dass es sein Wort sei. Es ist es wert, an dieser Stelle noch einmal zu wiederholen, dass Tom Brokaw auf dem richtigen Weg war, als er Fragen zu Sünde und Buße stellte. Haggard ist ausgewichen, wahrscheinlich weil er Abtrünnigkeit – biblisches Lügen – praktiziert wenn er predigt, dass Jesus das Abschlachten Hilfloser nicht kümmerte (solange es Araber sind). Man erinnere sich, dass Haggard dafür nationale Anerkennung und Zugang zum Weißen Haus bekommen hat.

Haggard’s kürzliche Bloßstellung erfolgte als er der “Homoehe” widersprach während er selbst homosexuelle Begegnungen hatte und Drogen kaufte. Haggard korrigierte den Ehebrecher nicht, wie Jesus es tat, er benutzte ihn! Haggard’s Worte, die die Nationale Vereinigung Evangelikaler repräsentieren, offenbaren seine Heuchelei:

“Wir, die Nationale Vereinigung Evangelikaler, als eine repräsentative Stimme für 70 Millionen evangelikale Christen, …bestätigen die Name’s Declaration of Marriage und proklamieren, dass die Ehe eine heilige Institution zwischen einem Mann und einer Frau ist….Wir applaudieren der Erwiderung von Präsident George W. Bush und seiner Bestätigung der heiligen Institution der Ehe. Wir ermutigen sowohl die staatliche Gesetzgebung von Massachusetts als auch den Kongress der Vereinigten Staaten, die Heiligkeit der Ehe aufrecht zu erhalten und das Gleichgewicht der fundamentalen Macht unserer verfassungsmäßigen Republik zu festigen.” (Ted Haggard, 19. November 2003)

Diese Aussage war anscheinend zuviel für den bekennenden männlichen Prostituierten Mike Jones, der Haggard “seines Amtes enthob”. Mr. Jones wurde ein Informant, denn er fand heraus, dass Haggard ein Wortführer für eine mächtige, landesweite anti-homosexuelle Bewegung war. Anscheinend fühlte sich Mr. Jones ausgenutzt.

Die wahren Worte von Jesus verlangen, dass wir Pastoren und Leiter in vielen gemeinden konfrontieren, so wie Jesus die religiösen Führer und Pharisäer seiner Tage konfrontiert hat. Das „Projekt Enge Pforte“ ist unser Programm, um dies zu tun. Ted Haggard’s Gemeinde in Colorado Springs bleibt auf unserer Liste zukünftiger Streikposten. Jeder aus der Region um Colorado Springs ist eingeladen, Kontakt zu uns aufzunehmen.

Diese Geschichte ist für diejenigen geschrieben, die Leitern wie Ted Haggard nachfolgen. Der Evangelikale Dispensationalismus ist christlicher Zionismus, was Rassismus ist. Er erwartet von jedem Anhänger, dass er die Herrschaft des Staates Israel neben Christus anerkennt. Seine Sicht von Erlösung ist die eines glänzenden und leichten Weges. Die immense Verdrehung der Worte von Jesus Christus kann deutlich an Werken abgelesen werden, die wir entwirrt haben, wie das der befreiten Frau in Johannes Kapitel 8 und die Geschichte der Schafe und Böcke in Matthäus Kapitel 25. Macht verdirbt- sowohl innerhalb als auch außerhalb der Gemeinde. Diejenigen, die sich nach dem Namen von Jesus nennen, müssen versuchen, auch wie er zu handeln und all jene meiden, die sagen, das sei unnötig.

Christus nachzufolgen ist nicht einfach. Jeder, dem etwas anderes erzählt worden ist, sollte Matthäus Kapitel 5 lesen, Jesu Lehre an seine Jünger. Und wer meint, Mose hätte es einfach gemacht, der soll versuchen, die Zehn Gebote zu halten und sich in Erinnerung rufen, dass Mose die Tafeln zerbrach weil die Israeliten dem schmalen Weg nicht folgten. Es ist schon 50 Jahre lang höchste Zeit für etwa 40 Millionen evangelikale Christen (nach Haggard’s Berechnung) um sich aus jeder Mega-Gemeinde zurückzuziehen bis sie zu einem Haus Gottes geworden ist.



[1] Joseph M. Canfield ist der Autor des Buches, "The Incredible Scofield and His Book".

[2] Zionist Organization of America, gegründet 1897; gegenwärtiger Präsident, Morton A. Klein; Mitglieder ca. 30,000 verteilt in
Gruppen überall in den Vereinigten Staaten.



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