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Harry Potter-Bücher von christlichem Glauben inspiriert


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6 Antworten in diesem Thema

#1
Rolf

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J. K. Rowling: Harry Potter-Bücher von christlichem Glauben inspiriert





Jesus.de-

22.10.2007


(PRO) - Das dürfte viele Christen verwundern: die britische Erfolgsautorin Joanne K. Rowling hat am Samstag geoffenbart, dass ihre Bücher grundlegend von christlichen Glaubensvorstellungen geprägt sind. Sie selbst trage innerlich einen Kampf mit dem Glauben aus, und dieser spiegle sich in ihren Bücher wider, sagte Rowling auf einer Lesereise in den USA.

"J. K. Rowling hat das Schweigen über die viel diskutierte Frage gebrochen, ob ihre Bücher von religiösen Themen durchdrungen sind und bestätigt, dass sie ihren persönlichen Kampf mit dem Glauben widerspiegelten", berichtete die Webseite der britischen Tageszeitung "Telegraph" am Samstag.

Ihre Bücher berühren immer wieder christliche Aussagen. Besonders im letzten ihrer Bücher, "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes", das am 27. Oktober auch in Deutschland erscheint, gibt es Anspielungen auf christliche Glaubensinhalte wie etwa auf ein Leben nach dem Tod und die Auferstehung. An einem Heiligabend kommt Harry mit seiner Mitschülerin Hermine durch eine Ortschaft, in der sich die Leute zum Gottesdienst versammelt haben. Auf dem Friedhof besuchen sie die Gräber seiner Eltern und der Familie des früheren Schulleiters Albus Dumbledore. Auf dem Grabstein der Dumbledores steht der Satz aus dem Neuen Testament: "Wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz". Beim Ehepaar Potter findet sich der Spruch: "Der letzte Feind, der besiegt wird, ist der Tod". Zudem wird betont, dass Harry als Baby Voldemorts Angriff überlebte, weil sich seine Mutter schützend vor ihn stellte: Die Eltern starben, die Liebe rettete das Kind. Der böse Zauberer weiß nichts von Liebe und hat deshalb Angst vor dem Tod.

"Es sind sehr britische Bücher, deswegen findet Harry aus sehr praktischen Gründen Bibel-Zitate auf den Grabsteinen", sagte Rowling. "Aber ich finde, dass speziell diese beiden Zitate auf den Grabsteinen eigentlich die gesamte Reihe verkörpern und zusammenfassen."

Bislang habe sie Fragen zu einem christlichen Bezug ihrer Bücher stets unbeantwortet gelassen, um nicht zu viel von der Handlung zu verraten, so die Autorin. "Für mich waren die religiösen Parallelen immer ganz offensichtlich. Aber ich wollte nie offen darüber reden, denn ich dachte, das würde den Leuten, die einfach nur die Geschichte wollten, zeigen, wie sie weitergeht."

"Ich kämpfe innerlich mit Glaubensinhalten"

Rowling selbst gehörte früher der Anglikanischen Kirche an, ist nun jedoch Mitglied der Kirche von Schottland. Mit dem Konzept des Lebens nach dem Tod habe sie jedoch immer noch ihre Schwierigkeiten, sagt die Erfolgsautorin der "Telegraph". "Die Wahrheit ist, dass ich wie (der britische Schriftsteller) Graham Green glaube, dass mein Glaube zurückkommen wird. Ich kämpfe sehr damit. Wenn Sie mich irgendwann fragen, ob ich an ein Leben nach dem Tod glaube, oder wenn Sie mich regelmäßig während einer Woche danach fragen würden, dann würde ich wohl eher dazu tendieren, zu sagen: Ja, ich glaube an ein Leben nach dem Tod. Aber ich trage da einen Konflikt aus. Es beschäftigt mich sehr, und ich glaube, das merkt man sehr deutlich in den Büchern."

Manche Christen sind der Meinung, mit den Harry Potter-Büchern könne man sehr gut die Aussagen des christlichen Glaubens verdeutlichen. Andere raten vehement davon ab, die Bücher zu lesen, da sie okkult seien. Papst Benedikt XVI. schrieb bereits im Jahr 2003, als er noch Kardinal war, an die deutsche Potter-Kritikerin Gabriele Kuby: "Es ist gut, dass Sie die Menschen in Sachen Harry Potter aufklären, denn dies sind subtile Verführungen, die unmerklich und gerade dadurch tief wirken, und das Christentum in der Seele zersetzen, ehe es überhaupt recht wachsen konnte."

Die katholische Soziologin Gabriele Kuby schrieb in ihrem Buch "Harry Potter - gut oder böse", dass Rowling mit dem Zauberlehrling die Magie glorifiziere. Bei Harry Potter gebe es niemanden, der eindeutig das Gute wolle. Im Frühjahr geriet eine christliche Familie in die Schlagzeilen, weil sie sich dafür ausgesprochen hatte, die Lektüre von Harry Potter bereits in der fünften Klasse zu überdenken. Gegenüber dem Christlichen Medienmagazin pro sagte die Mutter, sie sorge sich, wenn ihr Sohn Bücher lese, "in denen es auch um Zauberei und Magie geht". Zudem seien die Bücher grausam und auch daher ungeeignet für die Lektüre in der fünften Klasse.

Andere Kritiker hingegen finden, dass es gerade ein Vorteil der Harry Potter-Bücher sei, dass sie klar zwischen Gut und Böse trennen. Die Diplom-Heilpädagogin und Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin Jutta Draht etwa sagte gegenüber der "Deutschen Welle", dadurch schaffe das Fantasy-Märchen Klarheit in einer Welt der "Multioptionalität", also einer Welt, in der alles gewissermaßen beliebig sei.

Die 42-jährige Rowling hat drei Kinder. Ihre Bücher wurden in 64 Sprachen übersetzt. Das Vermögen, das sie mit den Büchern erwirtschaftete, wird auf knapp 800 Millionen Euro geschätzt. Als sie an ihrem ersten Potter-Buch schrieb und sich von ihrem Mann getrennt hatte, lebte sie noch von Sozialhilfe.
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#2
MihonEl

MihonEl

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Hallo Rolf,
ich kenne die HP-Bücher wirklich sehr gut. Als christlich würde ich sie nicht bezeichnen. Und zwar nicht wegen der verwendeten kindischen "Zauberei", sondern wegen der Grundbotschaft (insbesondere im letzten Band erkenntlich): der Zweck heiligt, zumindest für die Guten", die Mittel. :???: Am schrecklichsten finde ich die präsentierte Unfähigkeit zur Vergebung und Aussöhnung. Dabei kommen sogar angebliche Sympathieträger, wie Harrys Mutter, als absolut unversönliche und höhnische Figuren rüber. Meine persönliche Kotzfigur! Frau Rowling neigt selbst zur Unversönlichkeit. Daas weiß ich durch ihre eigenen Aussagen.
Der "Tod" wird als Lösung von Problemen deklariert. Harry Potter ist eine Art messianische Figur (das Zitat muss ich nochmal suchen, stammt von Frau Rowling). Harry, als vermeintlicher Held, muss sich nicht wirklich "den Versuchungen des Bösen" stellen. Andere Figuren übernehmen stattdessen intertextuell die Steigbügelhalteraufgaben und die Buhmannrollen, sodass Harry gar nicht erst in die Verlegenheit kommt.
Frau Rowling meinte selbst, dass "Harry Potter" ihre Auseinandersetzung mit ihrer Angst vor dem Tod ist, verursacht von starken Depressionen.
Am schrecklichsten wird von Rowling der reuige Sünder Severus Snape (die einizige Figur übrigens, die eine Umkehr von den falschen Wegen durchmachen muss) abgehandelt. Ihn verabscheut sie. Meines Erachtens ist aber gerade er überhaupt noch sowas wie eine "christliche" Figur. Obwohl unvollkommen und nicht gerade nett, kehrt er aus Liebe um. Und bleibt fest und treu bis in den Tod. Bei ihm wird der Tod hingegen nicht als Erfüllung seiner Aufgabe dagestellt, sondern als Irrtum seitens seines Mörders, abgehandelt mit den Worten Dumbledores "armer Severus".
Im letzten Buch verwendet Rowling ein Zeichen, dass schon sehr freimaurerisch anmutet:

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Dieses Zeichen versinnbildlicht drei magische Gegenstände: den mächtigsten Zauberstab der Welt (Strich), der unbesiegbar macht, den Stein (Kreis) der Auferstehung, und den Umhang (Dreieck) der Unsichtbarkeit. Alle drei Gegenstände machen es "dem Tod" unmöglich, einen zu finden.
Willst du mehr wissen?
LG
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#3
Rolf

Rolf

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Liebe MihonEl!

Ich habe gerade alle Deine Beiträge gelesen und freue mich wirklich, dass Du hier im Forum bist. Besonders dieser Beitrag zu Harry Potter ist sehr aufschlussreich. Es ist wirklich gut, mal von einem Christen, der sich mit den Büchern aus christlicher sicht befasst hat, eine Stellungnahme zu lesen. Das ist wesentlich objektiver, als nur Beiträge von Unbekannten zu haben, von denen man nicht genau weiß, wo sie stehen.

Ob ich mehr wissen will? Ich glaube, wir sind alle sehr gespannt.


Herzliche Grüße und Danke!


Rolf
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#4
MihonEl

MihonEl

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Danke sehr, Rolf.

Ich betrachte die HP-Bücher zwar von einer christlichen Warte aus, aber auch vom literaturwissenschaftlichen Standpunkt. Eine Freundin von mir ist Literaturwissenschaftlerin und vermittelte mir dahingehend viele Einsichten.

Frau Rowling vermischt zunächst viele stilistische Mittel. Allerdings begeht sie einen Fehler, der mich bei einer studierten Literatin doch verwundert. Bei ihr ist Harry Potter der Held. Viele Aspekte der Handlung haben Anklänge an die griechischen Heldenerzählungen. Nur ist dort der Held IMMMER der gefallene Mensch, der umkehrt, und charakterlich voller Ecken und Kanten ist. Bestes Beispiel ist Herakles (Herkules).

Nach Abschluss der Reihe wurde Frau Rowling gefragt, wann sie sich entschlossen habe, Severus Snape zum wahren Helden der Handlung zu machen. Dazu später.
Ähnlich wie bei Herakles begeht Severus Snape einen fatalen Fehler, motiviert durch Eigensinn. Aber genau dieser Fehler führt (unabsichtlich) zur Auflösung der Handlung, nicht Harry Potters Beitrag als VORHERbestimmter "Auserwählter". Obwohl das Frau Rowling gar nicht so sieht, haben kluge und eifrige Leser, aber auch schon Literatuforscher, diesen unbeachtsichtigten Handlungsstrang erkannt.
Obgleich Frau Rowling immer wieder betonte, dass die freie Wahl (freier Wille) in ihrer Erzählung entscheidend ist, trifft dies auf Harry und auch auf seine Mutter nicht zu. Harry, so die Auflösung, ist als "Auserwählter" geboren worden. Seine Mutter entschied sich NICHT bewusst, sich für ihr kind zu opfern. Dies ergäbe schon dewegen keinen Sinn, weil sich Lily Potter einer vermeintlichen Wahl gar nicht bewusst war angesichts des Angriffes durch Voldemort. Sie reagiert schlicht instinktiv: eine Mutter will ihr Kind schützen, fertig. Nur hätte ihr Tod, bewusst oder unbewusst gewählt, Voldemorts Mordabsichten sowieso nicht vereiteln können.
Und desweiteren weiß sie nichts von diesem Handel zwischen Voldemort und Severus Snape, der in sie verliebt ist, und sie für sich haben möchte. Man muss dazu sagen, dass er zu diesem Zeitpunkt ein ziemlich verschlagener, aber auch naiver Jüngling war. Kein weiser, gewachsener Charakter.

Das Häusersystem steht sinnbildlich für Auserwähltheit (Frau Rowling hat ihre Wurzeln im Calvinismus). Da Gryffindor ihr bevorzugtes Haus ist, entspringen all jene Figuren, die irgendwie doch noch die rechte Entscheidung in Fragen von Gut und Böse bestehen, natürlich dem Hause Gryffindor. Dem einzigen Slytherin (dem Haus, wo die meisten "Bösen" herstammen), dem die Umkehr gelingt, also Severus Snape, wird für seine Umkehr ihrerseits keinen Respekt gezollt. Und deswegen, weil dieser Harry Potter als Person nicht mag. Dies mutet meines Erachtens kindisch an.

Zurück zum griechischen Heldenverständnis. Als Frau Rowling gefragt wurde, bezüglich Snapes Heldenrolle, war sie über die Maßen irritiert. Der gebildete Journalist wusste wohl um das Heldenverständnis der Griechen. Ein Mann macht etwas gravierend Falsches, löst dadurch unbeabsichtigt eine Kette unbeschreiblich schrecklicher Ereignisse aus, und arbeitet an der Wiederherstellung, bis in den Tod hinein.

Während Frau Rowling dem reuigen Sünder Snape nur Argwohn entgegenbrachte, mauserte sich gerade diese Figur zum "Star" der Reihe. :mrgreen: Mit einem unvollkommenden Menschen, der leidet, hat man durchaus Mitgefühl und kann sich identifizieren (wer ist schron frei von zweifelhaften, sündigen Gedanken und Werken?), als mit einem, der ohnehin schon zum Obsiegen "verdammt" ist. Und bei dem dann irgenwie alles gerechtfertig wird, egal, ob er stiehlt, lügt und sogar einen schwarzmagischen Zauber verwendet. Während alle anderen Figuren in der Reihe dafür auf Nimmerwiedersehen im Magiergefängnis Askaban landen und dort verschimmeln müssen, wird dies bei Harry Potter geschildert, ohne das dieser überhaupt zum Nachdenken gelangt, ob dies nun "ok" war:x !
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#5
beerchen

beerchen

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Ich stelle mir gerade die Frage, ob denn wirklich ALLES millimetergenau zerpflückt werden muss.

Ja, die Bibel ist wichtig-
Aber darf man nicht manchmal einfach nur ein bisschen abschalten und in einer andere Welt eintauchen?

Ich habe die Harry-Potter-Bände in drei Sprachen gelesen und auch die Filme gesehen.

Und ich persönlich bin ganz ehrlich der Meinung, das es nicht schlecht ist.

Es ist einfach eine Geschichte. Wie viele andere auch.

Ob das Märchen, Fabeln, Sagen, Gedichte, Horrorbücher oder was auch immer ist.
Es kann nicht jedes Buch im Grundsatz der Bibel handeln.

Wir haben nicht nur die Entscheidungsfreiheit bei der Schöpfung als Geschenk bekommen. Da sind Fantasie, Kreativität, Verstand, Gefühle.

Und die wollen auch ihren Raum haben.

Was ist so furchtbar daran eine Geschichte über Zauberer und Magie zu schreiben?

Es gibt auch noch Vernunft.
Es geht ja nicht gleich jeder los und sucht die Winkelgasse oder versucht sich einen Zauberstab zu besorgen. Es ist eine Erzählung. Und meiner Meinung nach keine schlechte.

Warum darf man nicht manchmal in Fantasiewelten flüchten? Solange das im Rahmen bleibt und man die Vernunft hinzuzieht ist das in Ordnung.

Das Leben ist nicht nur Bibel und Glaube.

Dazu gehört eine Menge mehr.
Und das verliert man manchmal aus den Augen...

LG beerchen

PS.: Auch wenn man das manchmal nur als leicht zynischen oder sarkastischen Zusatz liest, es ist tatsächlich so, das auch diese Geschichten positive Seiten haben.
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#6
Rolf

Rolf

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Die meisten Beiträge hier sind ja aus dem Netz. Tatsächlich wird alles und jedes zerpflückt. Ich habe das hier aufgenommen um zu zeigen, wie es im Leib Christi in Wahrheit aussieht. Die meisten Christen tummeln sich auf Nebenschauplätzen und zerstreiten sich da, anstatt das zu tun, was uns Gott aufgetragen hat.



Herzliche Grüße


Rolf
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#7
beerchen

beerchen

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Hallo Rolf,

mein Beitrag war nicht böse gemeint.

Es waren einfach mal persönliche Gedanken zum Thema.

Mit den Nebenschauplätzen magst Du Recht haben. Aber manchmal entwickeln sich gerade aus solchen Nebenschauplätzen die wichtigen Dinge.

Und manchmal muss man unterscheiden, was ist wichtig und was ist es nicht....
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