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Pfarrerin zersägt Kanzel


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Rolf

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Pfarrerin zersägt Kanzel
 
 
 

Pfarrerin Kathrin Bolt hat eine Kanzel im Gemeindehaus der Kirchgemeinde Straubenzell in St. Gallen auseinandergesägt. An dem daraus entstehenden Tisch sollen im Februar vier predigtfreie Gottesdienste durchgeführt werden, sagte Bolt auf Anfrage von Jesus.de. Statt der Predigt gäbe es dann Diskussionen, Expertengespräche, Interviews, Performances und Abendmahl.

 

Die Aktion ist Teil des Projekts „Predigtfreie Gottesdienste“. Die Idee dafür kam Kathrin Bolt durch die Lektüre des Artikels „Herr Pfarrer, lassen Sie Ihre Predigt stecken“ der Theologin Hanna Jacobs. Diese hinterfragt darin, wie es möglich sei, dass die Predigt sich als jahrhundertelanges Relikt halten könne. Denn im Gegensatz zu früher könne sich heute jeder selbst informieren. „Als Pfarrteam haben wir den Wunsch verspürt, die monologische Predigt mindestens zeitweise über den Haufen zu werfen“, sagte Bolt.

 

Aktion kostete Bolt Überwindung

Die Kanzel zersägte Kathrin Bolt, weil sie für die „Motorsägen“-Challenge des St. Galler Künstlerduos Patrik und Frank Riklin nominiert wurde. Die Challenge fordert einen dazu auf, ein Stück Realität auszusägen und in einen neuen Kontext zu stellen. Eine Kirchenmitarbeiterin machte Bolt auf die unbenutzte Kanzel im Kirchgemeindehaus Lachen aufmerksam. Diese Kanzel nahm die Pfarrerin mit in ihr Gemeindehaus und zerlegte sie dort. Das habe sie schon etwas Überwindung gekostet, meinte Bolt.

 

In der Kirche in Bruggen werden Kanzel und Abendmahlstisch für den Februar entfernt und durch den „Kanzeltisch“ ersetzt. Dort finden dann die „predigtfreien Gottesdienste“ statt. Das Motto lautet „Vom Monolog zur Tischgemeinschaft“. Es solle auf Augenhöhe diskutiert, statt von oben herab gepredigt werden, sagte Bolt.

 

Das Projekt wird schon zum zweiten Mal durchgeführt. Beim ersten Mal hätte es gemischte Reaktionen gegeben, so die Pfarrerin. Viele hätten sich über die kreative Aktion gefreut. Auch die Gottesdienste seien gut besucht gewesen. „Mehrere Rückmeldungen zeigten aber auch, dass die Predigt für diejenigen, die am Sonntagmorgen in den Gottesdienst kommen, doch einen wichtigen Stellenwert hat.“


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