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Köln: Sieben Gemeinden zeigen Interesse am Muezzinruf


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Rolf

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Köln: Sieben Gemeinden zeigen Interesse am Muezzinruf

 

 

 

22.10.2021

 

 

csm_ditib_zentralmoschee_koeln_870_wikipDie Zentralmoschee Köln. Foto: Wikipedia /Raimond Spekking

 

 

Köln (IDEA) – Sieben Moscheegemeinden haben bisher Interesse daran bekundet, per Lautsprecher einen Muezzinruf ertönen zu lassen. Das erklärte eine Sprecherin der Stadt Köln auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA. Hintergrund: Nach einem Modellprojekt in Köln dürfen Moscheegemeinden künftig auf Antrag maximal einmal pro Woche fünf Minuten lang zum Freitagsgebet rufen. Für die Lautstärke soll es abhängig von der Lage der Moschee eine Höchstgrenze geben und die Nachbarschaft im Vorfeld informiert werden.

 

Wie die Sprecherin erklärte, hat bisher noch keine Moscheegemeinde einen formellen Antrag gestellt, im Rahmen des Modellprojekts den Muezzinruf ertönen zu lassen. Bei den Bekundungen der sieben Moscheegemeinden handele es sich um informelle Anfragen. Die DITIB-Gemeinde der Kölner Zentralmoschee habe bisher kein entsprechendes Interesse geäußert.

 

Toprak: Warnung vor Ausbreitung des politischen Islam

 

Währenddessen wächst die Kritik an dem Modellprojekt. Der CDU-Politiker und Präsident der Arbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände in Deutschland, Ali Ertan Toprak, erklärte gegenüber der Wochenzeitung „Die Zeit“, viele liberale Kulturmuslime warnten vor einer „sichtbaren und hörbaren Ausbreitung des politischen Islam in Deutschland“. In vielen Moscheen werde Intoleranz gegenüber der christlichen Mehrheitsgesellschaft gepredigt. „Konservative Muslime lehnen zunehmend selbstbewusst Weihnachtsfeiern in deutschen Kitas oder den schulischen Kirchenbesuch ab, obwohl sie sich freiwillig für ein Leben in einem christlich geprägten Land entschieden haben“, so Toprak.

 

Gleichzeitig forderten sie mehr Akzeptanz für ihre Religionsausübung. Das passe nicht zusammen.

 

Abdel-Samad: Muezzinruf wird Islamisten beflügeln

 

Der aus Ägypten stammende Publizist und Politikwissenschaftler Hamed Abdel-Samad erklärte, der Muezzinruf werde „Islamisten beflügeln, gerade in Köln, wo die meisten Salafisten und die meisten Erdogan-Anhänger Deutschlands leben“. Die Analogie zum Läuten von Kirchenglocken sei falsch, weil der Glockenklang – anders als der Muezzinruf – keine direkte Botschaft oder Ideologie transportiere.

 

Ates: Gebetsruf steht für frauenfeindliche Tradition

 

Nach den Worten der Rechtsanwältin und Mitbegründerin der liberalen Ibn-Rushd-Goethe-Moschee in Berlin, Seyran Ates, ist die Kölner Entscheidung „für liberale Muslime und Ex-Muslime ein harter Schlag“. Sie sei „voller Heuchelei und Anbiederung an eine freiheitsfeindliche Form des Islam“. Der Gebetsruf stehe für eine patriarchalische Tradition im Islam, die es jahrhundertelang geschafft habe, Frauen vom Freitagsgebet und aus Moscheen auszuschließen. Der im November aus dem Amt scheidende EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm (München), hatte hingegen keine Bedenken. „Wenn das in Köln als integrativer Teil eines religiösen Lebens gesehen wird, dann ist dagegen nichts zu sagen“, äußerte er in einem 

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 mit dem „Mannheimer Morgen“ (Ausgabe 16. Oktober).


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