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Kritik: „Sea-Watch 4“ fährt mit Antifa-Flagge


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Rolf

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  Kritik: „Sea-Watch 4“ fährt mit Antifa-Flagge

 

 

 

 

 

Das Seenotrettungsschiff Sea-Watch 4 fährt seit einigen Tagen unter der Antifa-Flagge – das sorgt für Kritik. Auch der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm ist nicht erfreut.

 

Er würde es „ausdrücklich begrüßen“, wenn die Antifa-Flagge zeitnah eingeholt werde, sagte Bedford-Strohm dem evangelischen Pressedienst (epd). Die Diskussion um die Flagge mache das eigentliche Anliegen der Seenotretter „zunehmend unsichtbar“. Die Sea-Watch 4 wurde letztes Jahr mithilfe kirchlicher Spenden zur Rettung von Flüchtlingen ins Mittelmeer geschickt, betrieben wird sie von dem Berliner Verein Sea-Watch.

 

Bedford-Strohm sagte weiter: „Als EKD haben wir eine glasklare Position für den Schutz von Menschenleben und für Gewaltfreiheit. Wo Menschen unter dem Label des Antifaschismus Gewalt anwenden oder dazu aufrufen, macht mich das zornig. Mit wirklichem Antifaschismus hat das für mich nichts zu tun.“ Das Seenotrettungsschiff rette Menschenleben, damit seien sie erkennbar im Dienst der Nächstenliebe und der Menschenrechte unterwegs.

 

Auch das kirchliche initiierte Spendenbündnis „United4Rescue“ äußerte sich zu der Debatte: Das Bekennen zu einer antifaschistischen Grundhaltung durch eine Flagge sei keineswegs gleichzusetzen mit einer Zustimmung zu Gewalt und Linksextremismus. Daher sehe das Bündnis keinen Anlass, die Zusammenarbeit mit Sea-Watch infrage zu stellen.

 

n den vergangenen Tagen war eine Debatte um das Seenotrettungsschiff entstanden, da eine Flagge der Antifaschistischen Aktion prominent am Schiff angebracht wurde. Unter anderem der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Mathias Middelberg (CDU), kritisierte, dass das Antifa-Symbol zwar nicht strafbar sein, die Flagge aber „insbesondere im gewaltorientierten Linksextremismus breit verwendet“ werde. Deswegen sei die EKD gut beraten, sich davon „sehr klar zu distanzieren“.

 

Sea-Watch selbst fand kritische Worte zu dem Sachverhalt: Anders als Politiker, die „dem massenhaften Sterbenlassen im Mittelmeer tatenlos, schweigend oder hetzend zusehen“, habe man keine Zeit, sich „zwei Wochen über eine Fahne an Bord eines Schiffs auszulassen“, sagte Sprecher Oliver Kulikowski dem epd.


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