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Corona-Folgen: Viele werden den Kontakt zur Gemeinde verlieren


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Rolf

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Corona-Folgen: Viele werden den Kontakt zur Gemeinde verlieren

 

 

 

09.12.2020

 

 

csm_spincke_reinhard_715_feg_norddeutschDer Bundessekretär des Bundes Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland, Reinhard Spincke. Foto: FeG Norddeutschland

 

 

Wetzlar (idea) – Durch die Corona-Pandemie wird etwa ein Viertel der Gottesdienstbesucher den Kontakt zur Gemeinde verlieren. Damit rechnet der Bundessekretär des Bundes Freier evangelischer Gemeinden (FeG) in Deutschland, Reinhard Spincke (Hamburg). Der 56-Jährige äußerte in einem Interview mit der Evangelischen Nachrichtenagentur idea (Wetzlar). Häufig höre er die Aussage: „Ohne Gemeinde fehlt mir gar nichts. Am Frühstückstisch mit der Familie ist es genauso schön.“ Dieser Trend sei neu für seine Freikirche.

 

Besonders in Großstädten gebe es eine wachsende Zahl von Christen, die sich keiner Gemeinde mehr anschließen, „weil sie enttäuscht wurden, beruflich stark eingespannt sind oder auch so gerade als Familie ihr kleines Glück genießen wollen“. Gemeinschaft sei für Christen jedoch von großer Bedeutung. Spincke: „Den lieben Leuten, die sich zurückziehen, sage ich: Es gibt kein Christsein für sich allein. Wir brauchen euch – und ihr braucht Gemeinschaft!“

 

Corona-Krise zeigt „brutalen“ Bedeutungsverlust der Kirchen

 

Laut Spincke hat die Corona-Krise den Bedeutungsverlust der Kirchen „brutal“ aufgezeigt. Die Volkskirchen hätten zwar ihre Stimmen erhoben, sie seien in der Öffentlichkeit aber kaum wahrgenommen worden. Spincke kritisierte zudem die Berichterstattung in den Medien über Freikirchen. Es habe nur eine Handvoll Gemeinden gegeben, in denen der Coronavirus ausgebrochen ist. Es sei jedoch so dargestellt worden, als ob das ständig vorkomme. Aus den Freien evangelischen Gemeinden seien ihm jedoch keine vergleichbaren Fälle bekannt.

 

Gemeinde der Zukunft wird theologisch konservativ sein

 

Nach Spinckes Überzeugung wird die Gemeinde der Zukunft in ihrem Umgang mit der Bibel konservativ sein. Die Corona-Pandemie bestätige diese These. Durch die Krise trügen keine neuen theologischen Erkenntnisse, „sondern dass Gott uns liebt, dass Jesus Christus für unsere Sünden gestorben ist und dass es ein Leben nach dem Tod gibt“. Diese uralten Gewissheiten bildeten das Fundament, das Gemeinden brauchten. So pflegten die größten FeG-Gemeinden in Bonn, Gießen und München mit bis zu 600 Mitgliedern über eine lange Zeit ein klar konservatives und zugleich missionarisches Profil.

 

In freikirchlichen Gemeinden sei das Bekenntnis zum missionarischen Auftrag jedoch „häufig nur ein Lippenbekenntnis“. Man sei mit den eigenen Bedürfnissen und Konflikten beschäftigt und komme deshalb nicht dem Auftrag nach, das Evangelium weiterzugeben. Gemeinden müssten sich fragen, wie sich der Missionsauftrag in Tagesordnungen, Veranstaltungen, im Personaleinsatz sowie im Budget widerspiegele. Spincke ist Autor des Buches „Gemeinde der Zukunft“ (SCM Bundes-Verlag).


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