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Warum ich mich fast 30 Jahre nach meiner Bekehrung habe taufen lassen


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Rolf

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Warum ich mich fast 30 Jahre nach meiner Bekehrung habe taufen lassen

 

 

 

 

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  Warum ich mich fast 30 Jahre nach meiner Bekehrung habe taufen lassen Von Lothar Gassmann
    Ich wurde im Jahre 1958 geboren und empfing, da der Zustand meiner Mutter und mein eigener Zustand kritisch waren, als Säugling die katholische „Nottaufe“. Danach machte ich sämtliche katholischen Stationen durch – über die Erstkommunion und die Firmung bis hin zu einem fast ein halbes Jahr dauernden (Kur)-Aufenthalt als achtjähriges Kind in einem katholischen Kloster.

  Im Dezember 1976 – damals war ich 18 Jahre alt – zeigte mir der HERR Jesus Christus durch das Wort Gottes bei meinem eigenen Bibelstudium und bei einer Evangelisation, daß ich ein verlorener Sünder bin. Ich erkannte meine Schuld, tat Buße darüber, bekannte meine Sünden Jesus Christus und bat ihn um Vergebung und Reinigung. Als ein Mensch, der bis dahin nicht nur im Katholizismus, sondern auch in verschiedenen Religionen und Weltanschauungen (v.a. Buddhismus und Anthroposophie) vergeblich nach dem Heil gesucht hatte, hatte ich Jesus Christus nun als einzigen wahren Erlöser und HERRN erkannt und in mein Herz aufgenommen. Aus Liebe zu Ihm und als Akt des Gehorsams gegenüber Seinem Wort trat ich noch im gleichen Jahr aus der Römisch-Katholischen Kirche aus, da ich deren Lehre nicht mit der Lehre der Bibel in Einklang sehen konnte.

  In der Katholischen Kirche wird gelehrt, daß die Säuglinge bei der Taufe durch Gottes Geist zu neuem Leben wiedergeboren werden (Taufwiedergeburtslehre). Die Taufe gilt als geradezu magischer („sakramentaler“) Akt, durch den der Täufling in die Katholische Kirche als „mystischer Leib Christi“ einverleibt wird. Ähnliche Lehren finden sich auch in manchen evangelischen Kirchen (besonders innerhalb des Luthertums). In der heutigen volkskirchlichen Tradition ist es so, daß durch die Säuglingstaufe der Bestand der Volkskirche gesichert wird, indem ihr Mitglieder zugeführt werden, bevor diese eine bewusste Entscheidung für oder gegen die Kirchenmitgliedschaft treffen können.

  Immer schon hatte ich Fragen, ob die Säuglingstaufe generell und zudem in der Art, wie ich sie empfangen hatte, von Gottes Wort, der Bibel, her gerechtfertigt ist. Über viele Jahre stützte ich mich innerlich und in Gesprächen mit Andersdenkenden auf Bibelstellen wie Matthäus 28,19-20 („Gehet hin, macht zu Jüngern alle Völker, taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe“) und besonders die „Haustaufen“ in Apostelgeschichte 16, Vers 15 und 33 („er/sie ließ sich taufen mit seinem/ihrem ganzen Hause“; vgl. auch Apostelgeschichte 18,8 und 1. Korinther 1,16). Eine gängige Argumentation lautet, daß hier auch Kinder und Säuglinge eingeschlossen sein müßten. Ich las die Stellen immer und immer wieder, mußte aber schließlich zugeben, daß hier etwas in die Aussagen hineingedeutet wird, was so nicht dasteht.

  Nun habe ich in meiner theologischen Forschung immer wieder den Standpunkt vertreten, daß man bei christlichen Lehren und Handlungsweisen von den klaren, eindeutigen Stellen der Heiligen Schrift ausgehen muß – und nicht von den unklaren Stellen. Nur – seltsamerweise – bei der Tauffrage habe ich mich jahrzehntelang auf unklare Stellen gestützt, sicherlich auch aus menschlichen und kirchlichen Rücksichtnahmen (ich war von 1977-1999 Mitglied der Evangelischen Landeskirche, darüber hinaus von 1991-93 als Vikar in dieser tätig). Wenn ich nun aber die klaren Aussagen der Heiligen Schrift zur Taufe betrachte, dann wird mir folgendes deutlich:

  Erstens: Die klare Reihenfolge bei der Taufe im Neuen Testament lautet: erst Glaube, dann Taufe (man lese hierzu Markus 16,16; Apostelgeschichte 2,38.41; 8,12f.36-38; 9,18; 10,43-48; 18,8; 22,16; Galater 3,26f. u.a.).

    Zweitens: Getauft werden nur Menschen, die über ihr altes Leben Buße getan haben und Jesus Christus als ihren Erlöser und HERRN angenommen haben (vergleiche dieselben Bibelstellen).

    Drittens: Die christliche Taufe symbolisiert das Sterben des alten Menschen im Wasser (Taufgrab) und das Auferstehen des neuen, durch den Glauben erretteten Menschen (vergleiche das Vorbild der Arche in 1. Petrus 3,20f. sowie Römer 6,3ff. und Kolosser 2,12).

  Viertens: Aus diesen klaren Grundlehren der Heiligen Schrift ergibt sich die Folgerung, daß auch die „Haustaufen“ in der Apostelgeschichte und in 1. Korinther 1,16 diese Kennzeichen tragen, zumal an mehreren Stellen bei Haustaufen ausdrücklich erwähnt wird, daß den Täuflingen vorher das Evangelium verkündigt worden ist und sie zum Glauben gekommen sind: „Und sie sagten ihm das Wort des HERRN und allen, die in seinem Hause waren“ (Apostelgeschichte 16,32). „Krispus aber, der Synagogenvorsteher, kam mit seinem ganzen Hause zum Glauben an den HERRN; und viele Korinther, die zuhörten, wurden gläubig und ließen sich taufen“ (Apostelgeschichte 18,8). Also auch hier die Reihenfolge: erst bußfertiger Glaube aufgrund der Wortverkündigung – und dann erst Taufe. Ferner ergibt sich aus den klaren Grundlehren des Neuen Testaments die Folgerung, daß in Matthäus 28,19-20 die Jünger aus allen Völkern (und nicht die Völker als Gesamtheit!) gemeint sind, die getauft und nach ihrer Bekehrung weiter im Glaubensleben unterwiesen werden. Gemeinde Jesu ist im Neuen Testament durchgehend Jüngergemeinde - und nicht Volkskirche!

  Aus dieser Erkenntnis heraus ergab sich für mich der konsequente Gehorsamsschritt gegenüber meinem HERRN und Heiland Jesus Christus, mich so taufen zu lassen, wie es in der Gemeinde der ersten Christen üblich war. Am 2. Oktober 2005 wurde ich in Pforzheim im Fluß Nagold auf den Namen des dreieinigen Gottes getauft. Ehre und Dank sei dem HERRN!

 

  Dr. theol. Lothar Gassmann Homepage: www.L-Gassmann.de
 


Auszug aus:
    Wie Georg Müller zur Klarheit über die Taufe kam

Ich bat Gott wiederholt, mich in dieser wichtigen Sache zu unterweisen und las das Neue Testament von Anfang an mit besonderer Rücksicht auf diesen Punkt. Nun aber, da ich die Sache mit Ernst betrieb, kamen mir eine Anzahl von Einwürfen in den Sinn:

  1. "Da viele heilige und erleuchtete Männer über diesen Punkt eine verschiedene Ansicht gehabt haben und noch haben, ist das nicht ein Beweis, daß wir in dem jetzigen unvollkommenen Zustande der Kirche nicht zu erwarten haben, zu einem genügenden Schlusse in diesem Punkte zu kommen?" - Dieser Einwurf wurde so beseitigt: "Wenn es in der Bibel geoffenbart ist, welches die wahre schriftgemäße Taufe ist, warum sollte ich nicht zur Erkenntnis dieser Wahrheit kommen können, da der Geist jetzt wie früher der Lehrer in der Kirche ist'?"
  2. "Nur wenige meiner Freunde sind getauft worden, und die meisten von ihnen sind der Taufe der Gläubigen entgegen, und diese werden mir den Rücken zukehren." - Antwort: "Wenn alle Menschen mich verlassen würden, so nur Jesus mit mir Gemeinschaft hat, so werde ich glücklich sein."
  3. "Du wirst sicherlich die Hälfte deines Einkommens verlieren, wenn du getauft wirst." - Antwort: "Solange ich dem Herrn treu zu sein suche, wird er mich nicht Mangel leiden lassen."
  4. "Die Leute werden dich einen Baptisten nennen, und du wirst als ein Glied dieser 'Sekte' betrachtet werden, und doch kannst du nicht alles billigen, was unter ihnen vorgeht." - Antwort: "Wenn ich mich auch taufen lasse, so folgt daraus nicht, daß ich mit denen, die die Taufe der Gläubigen als die Wahrheit betrachten, in allen übrigen Punkten übereinstimmen muß."
  5. "Du hast jetzt schon seit einigen Jahren gepredigt, und du wirst öffentlich zu bekennen haben, daß du in einem Irrtum gewesen bist, wenn es dir einleuchten sollte, daß die Taufe der Gläubigen die wahre sei." - Antwort: "Es ist viel besser, es zu bekennen, daß du in dieser Hinsicht in einem Irrtum gewesen bist, als in demselben zu beharren."
  6. "Selbst wenn die Taufe der Gläubigen die wahre sein sollte, so ist es doch jetzt zu spät, dich taufen zu lassen, da du ja gleich, nachdem du gläubig geworden warst, hättest getauft werden sollen." - Antwort: "Es ist besser, ein Gebot Jesu zu erfüllen, sei es auch noch so spät, als in der Vernachlässigung desselben fortzuleben."

Georg Müller (1805-1898), Missionar und einer der „Väter“ der Brüderbewegung, gründete im Jahre 1836 die berühmten Waisenanstalten in Bristol.
    Quelle: Johannes Warns: Die Taufe, R. Brockhaus-Verlag, Wuppertal und Zürich, 3. Aufl. 1992, S. 252-254  Die biblische Gemeinde Taschenbuch

 

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