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Historiker: Was auf die Auferstehung Jesu hindeutet


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Rolf

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Historiker: Was auf die Auferstehung Jesu hindeutet

 

 

 

 

 

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Der Althistoriker Jürgen Spieß. Screenshot: ideaHeute

 

 

 

 

Stuttgart (idea) – Viele Indizien deuten darauf hin, dass Jesus leiblich auferstanden ist. Auf sie können Christen im Gespräch mit Skeptikern hinweisen. Diese Ansicht vertrat der Althistoriker Jürgen Spieß (Marburg) am 2. Februar bei der „Begründet-Glauben-Konferenz“ des Instituts für Glaube und Wissenschaft (IGUW) vor 200 Teilnehmern in Stuttgart.

 

Neben dem leeren Grab müsse ein Skeptiker auch begründen, weshalb bereits drei Jahre nach Jesu Kreuzigung die ersten christlichen Glaubensbekenntnisse auftauchten. Ein weiteres Argument sei die Radikalität, mit der die Jünger Christi ihr Leben geändert und ihn angebetet hätten. Denn für Juden, die nur an einen Gott geglaubt hätten, lasse sich dieses Verhalten sonst nicht erklären. Schließlich sei es für gläubige Juden undenkbar, jemand anderes als den Gott anzubeten, den sie aus der jüdischen Tradition gekannt hätten. Folglich müssten sie von der Göttlichkeit Jesu überzeugt gewesen sein. Dem Vorwurf, das Christentum vertröste die Menschen auf das Jenseits, würde er entgegnen, dass es keine Vertröstung sei, wenn diese Hoffnung „wahr“, also begründet sei.

 

Der Theologe Christian Günzel (Stuttgart) vom Zacharias-Institut für Wissenschaft, Kultur und Glaube sprach sich ebenfalls für die Glaubwürdigkeit des Neuen Testaments aus. Dessen Niederschrift sei erfolgt, als noch Augenzeugen der Ereignisse gelebt hätten. Die etwa 5.700 erhaltenen Manuskripte des Neuen Testaments stimmten in den entscheidenden Aussagen überein.

 

Ist Gott gewalttätig?

 

Heike Breitenstein, Theologin und Referentin beim Zacharias-Institut, nahm auf der Tagung Stellung zu biblischen Stellen, in denen Gott als gewalttätig geschildert wird. Darin gehe es um ein Gerichtshandeln Gottes. Gott übe Gewalt nie willkürlich aus und lasse den Menschen und Völkern „Zeit zur Umkehr“. Schließlich habe Gott selbst sein eigenes Gerichtsurteil „im freiwilligen Leiden Jesu am Kreuz“ auf sich genommen.

 

Theologe: Trotz unglaubwürdiger Christen am Glauben festhalten

 

Der Theologieprofessor Matthias Clausen (Marburg) erläuterte, weshalb er trotz der Unglaubwürdigkeit vieler Christen am christlichen Glauben festhalte: Wenn ein Arzt empfehle, weniger zu trinken, bleibe dieser Rat auch dann wahr, wenn der Arzt selbst Alkoholiker sei. Aus biblischer Sicht sei es zwar „unentschuldbar“, dass Christen oft entgegengesetzt zur Lehre Jesu handelten. Auf der anderen Seite sei es aber „erwartbar“, da im „gefallenen Menschen“ immer das „Potenzial zum Scheitern“ stecke. „Selbstgerechtigkeit“ sei deshalb für Christen „fehl am Platz“.

 

Biophysiker: Ethische Entscheidungen nie auf Maschinen übertragen

 

Der Leiter des IGUW, der Biophysiker Alexander Fink (Marburg), warnte davor, den Menschen mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) „vergöttlichen“ zu wollen. Der Physiker Stephen Hawking (1942–2018) habe ein solches Unterfangen als große Bedrohung für die Existenz der Menschheit angesehen. Fink halte eine überzogene „Panik“ jedoch für verfehlt, da eine gesteigerte Rechenleistung „allein nicht zur Entstehung“ eines Bewusstseins führe. KI sei als Technologie eine „Erweiterung menschlicher Fähigkeiten zum Guten oder Schlechten“. Gefährlich sei nicht die KI selbst, sondern der, der sie anwende.

 

Biologe: Genialität der Schöpfung ist Hinweis auf den Schöpfer

 

Der Biologieprofessor Siegfried Scherer (München) betonte, dass die Evolutionsforschung „nichts – gar nichts – zur Frage nach der Existenz Gottes sagen“ könne. Es ließen sich zwar gewisse Anpassungsprozesse der Lebewesen durch „Mikroevolution“, also Weiterentwicklung im Rahmen bestehender Arten, erkennen. Jedoch könne wissenschaftlich nicht geklärt werden, welchen Ursprung diese Lebewesen hätten. Der Blick auf die „Genialität der Schöpfung“ liefere jedoch „gute Gründe für den Glauben an einen Schöpfer“.

 

Das 1999 gegründete Institut für Glaube und Wissenschaft will den Dialog zwischen den beiden Bereichen fördern und Orientierung in einer pluralistischen Welt geben.


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