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Wegen Aussagen zu Homosexualität: Event mit Franklin Graham abgesagt


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Darf nicht in Liverpool predigen: Franklin Graham

Foto: Matt Johnson, flickr |

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29.01.2020 

 

Liverpool

 

 

Wegen Aussagen zu Homosexualität: Event mit Franklin Graham abgesagt

 

 

 

Der Evangelist Franklin Graham darf nicht in Liverpool auftreten. Wegen seiner Aussagen zu gleichgeschlechtlichen Paaren stellt der Betreiber des Veranstaltungsortes sein Konferenzzentrum nicht mehr zur Verfügung. In einer Stellungnahme rechtfertigt Graham seine Position.

 

Im Rahmen einer Acht-Städte-Tournee durch das Vereinigte Königreich sollte Franklin Graham am 12. Juni in Liverpool auftreten. Doch daraus könnte nichts werden: „In den vergangenen Tagen wurden wir auf eine Reihe von Aussagen aufmerksam gemacht, die wir als unvereinbar mit unseren Werten betrachten.“ Mit dieser Begründung stornierten die Betreiber des Liverpooler ACC-Konferenzzentrums eine Evangelisations-Veranstaltung des amerikanischen Evangelisten Franklin Graham. Der Schritt sei notwendig, weil „wir das Gleichgewicht zwischen der Redefreiheit und der spaltenden Wirkung, die diese Veranstaltung in unserer Stadt hat, nicht in Einklang bringen können“. Das ACC-Liverpool bezieht sich dabei auf Aussagen Grahams, in denen er gleichgeschlechtliche Ehen als „Sünde“ und den Islam als „sehr böse Religion“ bezeichnete.

 

Vorrausgegangen war eine Protestaktion gegen den Auftritt des US-Evangelisten. Gleichstellungsaktivisten in Liverpool hatten eine Petition gegen Graham gestartet. Sie befürchteten, dass die Veranstaltung zu „hasserfüllter Mobilisierung anregen und die Sicherheit unserer LGBTQ-Gemeinschaft“ gefährden könne.

 

In einem Brief hatte sich die Gruppe „Liverpool City Region Pride“ an den Vorstand des Konferenzzentrums, den Stadtrat und den Bürgermeister Liverpools gewandt. Darin warnten die Aktivisten vor den „gefährlichen Ansichten“ Grahams und forderten die Absage der Evangelisationsveranstaltung, berichtet der britische Sender BBC.

 

Liverpools Bürgermeister Joe Anderson begrüßte nun die Absage. „Unsere Stadt ist eine vielfältige Stadt und stolz auf seine LGBTQ-Gemeinschaft.“ Er sei froh, dass „Hass und Intoleranz“ nicht unkommentiert blieben.

 

Einladung an LGBTQ-Aktivisten

 

In einer Stellungnahme am Montag wies Graham die Anschuldigungen zurück. Er wolle keine „hasserfüllte Rede“ halten. „Ich bin gekommen, um das Evangelium zu verkünden.“ Er sei weiterhin überzeugt, dass Gott Homosexualität als Sünde definiert. Aber Gott gehe sogar noch weiter, „indem er sagt, dass wir alle Sünder sind“ – das schließe ihn selbst mit ein. Weiterhin lud Graham die LGBTQ-Gemeinschaft zu seinen Veranstaltungen ein. Die Botschaft, die er verkünde, sei eine Nachricht der Hoffnung. Gott könne jedem vergeben.

 

 

Von: Martin Schlorke


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Absagen in Großbritannien: Graham weist Homophobie-Vorwürfe zurück

 

 

 

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Der US-Evangelist Franklin Graham. Foto: Billy-Graham-Gesellschaft

Liverpool/Charlotte (idea) – Der US-Evangelist Franklin Graham (Charlotte/Bundesstaat North Carolina) hat sich gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) besorgt über Einschränkungen der Redefreiheit geäußert und Homophobie-Vorwürfe zurückgewiesen.

 

Hintergrund ist eine Acht-Städte-Tour von Graham im Frühjahr durch Großbritannien. Bereits vertraglich festgelegte Veranstaltungen in Liverpool und Glasgow wurden abgesagt. Auch in Sheffield wird Medienberichten zufolge über eine Absage debattiert.

 

Graham hat in der Vergangenheit mehrfach zum Ausdruck gebracht, dass Homosexualität gemäß den Aussagen der Bibel Sünde sei. Das stößt auf Kritik. In einer Petition, die die Stornierung der Liverpool-Veranstaltung gefordert hatte, wird der 67-Jährige etwa als „homophober Hassprediger“ bezeichnet. Die Erlaubnis, Hassrede zu verbreiten, untergrabe die Verfahren, „die demokratisch umgesetzt wurden, um unsere unmittelbaren Rechte zu schützen“.

 

Bürgermeister von Liverpool: Es war richtig, Graham auszuschließen

 

Der Betreiber der Arena ACC Liverpool, wo die Evangelisation stattfinden sollte, verkündete die Absage am 24. Januar. Die Veranstaltung habe eine spaltende Wirkung. Mehrere Aussagen Grahams seien „unvereinbar mit unseren Werten“, so die „ACC Liverpool Group“. Auf welche Stellungnahmen Grahams das Unternehmen sich genau bezieht, teilte es auf idea-Anfrage nicht mit.

 

Der Bürgermeister von Liverpool, Joe Anderson (Labour-Partei), schrieb auf Twitter, die Stadt sei divers geprägt und stolz auf ihre LGBTQ+-Gemeinschaft (Abkürzung für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und Queere): „Wir können nicht zulassen, dass Hass und Intoleranz unwidersprochen bleiben.“ Das gelte auch für religiöse Gruppen und Sekten. Es sei richtig gewesen, dass man Graham aus der Arena ausgeschlossen habe, so Anderson.

 

Graham: Ein rechtsgültiger Vertrag wurde gebrochen

 

Solche Aussagen und Reaktionen seien ein Riesenthema für alle Christen, sagte Graham idea. „Wenn wir für die Bibel einstehen, können wir der Hassrede bezichtigt werden.“ Er predige niemals gegen Menschen – weder gegen Homosexuelle noch gegen Muslime. Es geht immer um die Botschaft Jesu Christi, der zufolge alle Menschen Sünder seien: „Gott liebt uns, er ist für uns alle gestorben und auferstanden. Das ist die Gute Nachricht für alle. Ich glaube, dass die Bibel vom Anfang bis zum Ende Gottes Wort ist.“ Die Säkularisierung der Gesellschaft nehme zu, Gott werde aus ihr verbannt. Millionen Menschen wüssten noch nichts von Gott. Sie probierten in ihrem Leben vieles aus, das die Leere aber noch vergrößere.

 

Graham zufolge hat das Unternehmen in Liverpool einen rechtsgültigen Vertrag gebrochen. Damit beschäftigten sich nun Juristen. Ob die Veranstaltung an einem anderen Ort in Liverpool stattfinden werde, sei noch nicht klar, aber das Ziel.

 

Der Glasgower „Scottish Events Campus“ teilte idea mit, dass das Unternehmen gegenüber den individuellen Überzeugungen der Kunden und der Besucher neutral sei. Man sei sich jedoch der jüngsten negativen öffentlichen Aufmerksamkeit im Zusammenhang mit dieser Tournee bewusst. Auf Antrag des größten Anteilseigners – das Unternehmen gehört zu 90,9 Prozent dem Glasgower Stadtparlament – sei die Angelegenheit geprüft und dann entschieden worden, die Veranstaltung nicht auszurichten.

 

Anglikanischer Bischof: Unnötig hetzerische Rhetorik

 

Auch aus der anglikanischen Kirche gibt es Widerstand. Bischof Pete Wilcox (Sheffield) hatte sich bereits am 27. November in einer Stellungnahme auf der Internetseite seiner Diözese gegen Graham gewandt: Dessen Rhetorik sei unnötig hetzerisch und stelle eine Gefahr für den sozialen Zusammenhalt der Stadt dar. Graham bezeichnete Aussagen wie diese gegenüber idea als „nicht ungewöhnlich“: „Wer das Wort Gottes predigt, bekommt immer Gegenwind.“ Es werde auch in Zukunft Widerstand geben, und er bitte Gott, dass er weise darauf reagiere.

 

Ich unterstütze nicht alles, was Donald Trump sagt

 

Bischof Paul Bayes (Liverpool) sagte, dass es in dem von seinen Eltern ihm vermittelten Glauben keinen Platz für wütende Politik, Mauern, Ausgrenzung und Angst vor Andersartigem gebe. Damit spielt Bayes auf die Politik von US-Präsident Donald Trump an. Graham wird von seinen Kritikern eine zu große Nähe zu Trump vorgeworfen. Dem widersprach er gegenüber idea. Er habe keinen Wahlkampf für Trump gemacht, aber dieser sei nun einmal der gewählte Präsident der Vereinigten Staaten und werde von Millionen Amerikanern geliebt. Das bedeute aber nicht, dass er selbst alles gutheiße, was Trump in seinem Leben getan habe, und dass er dessen Aussagen alle unterstütze, betonte Graham.

 

Franklin Graham wird am 20. Juni erstmalig in Deutschland predigen

 

Am 20. Juni 2020 wird Franklin Graham erstmalig für eine Evangelisation nach Deutschland kommen. Die Veranstaltung wird in der Kölner Lanxess-Arena stattfinden. Franklin Graham ist der älteste Sohn des US-Baptistenpredigers Billy Graham (1918–2018). Dessen letzter Großauftritt in Deutschland fand 1993 bei der Großevangelisation von proChrist in Essen statt.

 

Organisiert wird die Veranstaltung in Köln von dem Missionswerk „Billy Graham Evangelistic Association“ (BGEA), dessen Präsident Franklin Graham nun ist, in Zusammenarbeit mit „Samaritan’s Purse e. V. – Die Barmherzigen Samariter“.

 


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Absagen in Großbritannien: Graham weist Homophobie-Vorwürfe zurück

 

 

 

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Der US-Evangelist Franklin Graham. Foto: Billy-Graham-Gesellschaft

Liverpool/Charlotte (idea) – Der US-Evangelist Franklin Graham (Charlotte/Bundesstaat North Carolina) hat sich gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) besorgt über Einschränkungen der Redefreiheit geäußert und Homophobie-Vorwürfe zurückgewiesen.

 

Hintergrund ist eine Acht-Städte-Tour von Graham im Frühjahr durch Großbritannien. Bereits vertraglich festgelegte Veranstaltungen in Liverpool und Glasgow wurden abgesagt. Auch in Sheffield wird Medienberichten zufolge über eine Absage debattiert.

 

Graham hat in der Vergangenheit mehrfach zum Ausdruck gebracht, dass Homosexualität gemäß den Aussagen der Bibel Sünde sei. Das stößt auf Kritik. In einer Petition, die die Stornierung der Liverpool-Veranstaltung gefordert hatte, wird der 67-Jährige etwa als „homophober Hassprediger“ bezeichnet. Die Erlaubnis, Hassrede zu verbreiten, untergrabe die Verfahren, „die demokratisch umgesetzt wurden, um unsere unmittelbaren Rechte zu schützen“.

 

Bürgermeister von Liverpool: Es war richtig, Graham auszuschließen

 

Der Betreiber der Arena ACC Liverpool, wo die Evangelisation stattfinden sollte, verkündete die Absage am 24. Januar. Die Veranstaltung habe eine spaltende Wirkung. Mehrere Aussagen Grahams seien „unvereinbar mit unseren Werten“, so die „ACC Liverpool Group“. Auf welche Stellungnahmen Grahams das Unternehmen sich genau bezieht, teilte es auf idea-Anfrage nicht mit.

 

Der Bürgermeister von Liverpool, Joe Anderson (Labour-Partei), schrieb auf Twitter, die Stadt sei divers geprägt und stolz auf ihre LGBTQ+-Gemeinschaft (Abkürzung für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und Queere): „Wir können nicht zulassen, dass Hass und Intoleranz unwidersprochen bleiben.“ Das gelte auch für religiöse Gruppen und Sekten. Es sei richtig gewesen, dass man Graham aus der Arena ausgeschlossen habe, so Anderson.

 

Graham: Ein rechtsgültiger Vertrag wurde gebrochen

 

Solche Aussagen und Reaktionen seien ein Riesenthema für alle Christen, sagte Graham idea. „Wenn wir für die Bibel einstehen, können wir der Hassrede bezichtigt werden.“ Er predige niemals gegen Menschen – weder gegen Homosexuelle noch gegen Muslime. Es geht immer um die Botschaft Jesu Christi, der zufolge alle Menschen Sünder seien: „Gott liebt uns, er ist für uns alle gestorben und auferstanden. Das ist die Gute Nachricht für alle. Ich glaube, dass die Bibel vom Anfang bis zum Ende Gottes Wort ist.“ Die Säkularisierung der Gesellschaft nehme zu, Gott werde aus ihr verbannt. Millionen Menschen wüssten noch nichts von Gott. Sie probierten in ihrem Leben vieles aus, das die Leere aber noch vergrößere.

 

Graham zufolge hat das Unternehmen in Liverpool einen rechtsgültigen Vertrag gebrochen. Damit beschäftigten sich nun Juristen. Ob die Veranstaltung an einem anderen Ort in Liverpool stattfinden werde, sei noch nicht klar, aber das Ziel.

 

Der Glasgower „Scottish Events Campus“ teilte idea mit, dass das Unternehmen gegenüber den individuellen Überzeugungen der Kunden und der Besucher neutral sei. Man sei sich jedoch der jüngsten negativen öffentlichen Aufmerksamkeit im Zusammenhang mit dieser Tournee bewusst. Auf Antrag des größten Anteilseigners – das Unternehmen gehört zu 90,9 Prozent dem Glasgower Stadtparlament – sei die Angelegenheit geprüft und dann entschieden worden, die Veranstaltung nicht auszurichten.

 

Anglikanischer Bischof: Unnötig hetzerische Rhetorik

 

Auch aus der anglikanischen Kirche gibt es Widerstand. Bischof Pete Wilcox (Sheffield) hatte sich bereits am 27. November in einer Stellungnahme auf der Internetseite seiner Diözese gegen Graham gewandt: Dessen Rhetorik sei unnötig hetzerisch und stelle eine Gefahr für den sozialen Zusammenhalt der Stadt dar. Graham bezeichnete Aussagen wie diese gegenüber idea als „nicht ungewöhnlich“: „Wer das Wort Gottes predigt, bekommt immer Gegenwind.“ Es werde auch in Zukunft Widerstand geben, und er bitte Gott, dass er weise darauf reagiere.

 

Ich unterstütze nicht alles, was Donald Trump sagt

 

Bischof Paul Bayes (Liverpool) sagte, dass es in dem von seinen Eltern ihm vermittelten Glauben keinen Platz für wütende Politik, Mauern, Ausgrenzung und Angst vor Andersartigem gebe. Damit spielt Bayes auf die Politik von US-Präsident Donald Trump an. Graham wird von seinen Kritikern eine zu große Nähe zu Trump vorgeworfen. Dem widersprach er gegenüber idea. Er habe keinen Wahlkampf für Trump gemacht, aber dieser sei nun einmal der gewählte Präsident der Vereinigten Staaten und werde von Millionen Amerikanern geliebt. Das bedeute aber nicht, dass er selbst alles gutheiße, was Trump in seinem Leben getan habe, und dass er dessen Aussagen alle unterstütze, betonte Graham.

 

Franklin Graham wird am 20. Juni erstmalig in Deutschland predigen

 

Am 20. Juni 2020 wird Franklin Graham erstmalig für eine Evangelisation nach Deutschland kommen. Die Veranstaltung wird in der Kölner Lanxess-Arena stattfinden. Franklin Graham ist der älteste Sohn des US-Baptistenpredigers Billy Graham (1918–2018). Dessen letzter Großauftritt in Deutschland fand 1993 bei der Großevangelisation von proChrist in Essen statt.

 

Organisiert wird die Veranstaltung in Köln von dem Missionswerk „Billy Graham Evangelistic Association“ (BGEA), dessen Präsident Franklin Graham nun ist, in Zusammenarbeit mit „Samaritan’s Purse e. V. – Die Barmherzigen Samariter“.

 


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Der Fall Graham: Absagen in Großbritannien, Kritik in Deutschland

 

 

 

 

Eigentlich hat der Evangelist Franklin Graham eine Tour durch Großbritannien und einen Auftritt in Deutschland geplant. Doch nun kündigen die Veranstaltungsorte reihenweise die Verträge. Der Auftritt in Köln soll jedoch nicht in Gefahr sein.

 

 

Von Nathanael Ullmann

 

Franklin Graham tritt in große Fußstapfen. Sein Vater Billy Graham, auch bekannt als das „Maschinengewehr Gottes“, war einer der einflussreichsten christlichen Prediger der Welt. Seine Auftritte füllten ganze Stadien. 17 Mal war Graham senior in Deutschland zu Gast, unter anderem bei der ersten Auflage von proChrist 1993 in Essen. Sein Sohn tut es ihm gleich, führt die Billy Graham Evangelistic Association als Präsident und verkündet das Evangelium im großen Stil. Nun steht eine Tour durch Europa bevor. An acht Orten in England und in Köln sollte der Prediger auftreten. Wie geplant wird die Europareise jedoch nicht verlaufen können.

 

Denn Graham steht derzeit enorm unter Beschuss. Als erstes machten die Verantwortlichen des ACC Konferenzzentrums in Liverpool einen Rückzieher. Hier hätte der Evangelist eigentlich am 12. Juni auftreten sollen. Doch die Betreiber des Veranstaltungszentrums lösten die Verträge. Sie stießen sich an verschiedenen Aussagen Grahams. Dieser hatte mehrmals betont, dass Homosexualität eine Sünde sei. Außerdem hatte er den Islam als „sehr böse“ bezeichnet. Mehrere Positionen Grahams seien nicht kompatibel mit den Werten des Konferenzzentrums, sagte

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: „Angesichts dessen können wir das Gleichgewicht zwischen Redefreiheit und der spaltenden Wirkung, die dieses Event in unserer Stadt hat, nicht länger in Einklang bringen.“ Liverpools Bürgermeister begrüßte die Entscheidung. Er

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, dass man Hass und Intoleranz nicht unbehelligt gewähren lassen könne, auch nicht von religiösen Gruppen oder Sekten.

 

Alle sagen ab

 

Nach und nach folgten alle weiteren Städte der Großbritannien-Tour dem Beispiel Liverpools. Am gestrigen Mittwoch (5. Februar) zogen auch die Veranstalter in Newcastle

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. An allen Orten hatten sich LGBTQ+-Aktivisten, also Unterstützer unterschiedlicher sexueller Orientierungen, gegen die Veranstaltungen mit Franklin Graham ausgesprochen. Die Billy Graham Evangelistic Association UK vermeldete indes, die Tour werde wie geplant stattfinden. Die neuen Veranstaltungsorte stehen jedoch

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.

 

Nun sorgt Franklin Graham auch in Deutschland für Kritik. Hier soll der Prediger am 20. Juni beim „Festival of Hope“ in der Kölner Lanxess Arena auftreten. Die Veranstaltung ist als Großevent geplant. Unter anderem werden die Outbreakband und die Planetshakers dort spielen. Unmut gibt es unter anderem auf der

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der Veranstaltung. „Hassprediger haben hier nichts zu suchen“, heißt es da von einer Nutzerin. Andere nennen das Festival „indiskutabel“. Aus der Politik meldete sich der Bundestagsabgeordnete Sven Lehmann (Bündnis 90/Die Grünen) zu Wort. Die Lanxess Arena sei ein „Ort der guten Konzerte, der Lebensfreude, der Vielfalt“ Dazu passe der Auftritt eines „glasklaren Homofeindes“ wie Franklin Graham nicht, schreibt er

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. In einem offenen Brief bittet er den Geschäftsführer der Arena, dem Prediger keine Bühne zu geben.

 

Lanxess Arena prüft Veranstaltung

 

Die Betreiber der Lanxess Arena meldeten sich daraufhin

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zu Wort: Man sei sich bewusst, dass diese Veranstaltung auch kritisch gesehen werde. Deswegen führe man Gespräche mit den Partnern und relevanten Interessenvertretern, um ein fundiertes Bild von der Situation zu erhalten und so alle Möglichkeiten „objektiv und wertneutral“ eruieren zu können. Nach Angaben des Unternehmens sei der Vertrag mit dem „Festival of Hope“ geschlossen worden, bevor bekannt war, dass er bei dem Event auftritt.

 

Vonseiten des Festivals of Hope heißt es auf Anfrage von Jesus.de, dass das Festival wie geplant am 20. Juni in der Lanxess Arena stattfinden solle: „Es gibt immer eine Opposition, wenn da Evangelium verkündet wird und wir kommen und werden das Evangelium verkünden“, schreibt Festival-Direktor Hans Mannegren. Man freue sich darauf, die lebensverändernde Botschaft der Hoffnung und Gottes Liebe mit den Menschen in Deutschland zu teilen.

 

Liebe statt Hass

 

In einem Statement, das Jesus.de zur Verfügung steht, schreibt Franklin Graham, dass er sich auf die Veranstaltung in Deutschland freue: „Ich möchte, dass alle wissen, dass Gott sie liebt, dass sie ihm wichtig sind und dass er einen Plan für ihr Leben hat“, heißt es darin. Gott habe seinen Sohn Jesus Christus auf die Erde gesandt, um uns von unseren Sünden zu erretten. Diese gute Nachricht sei für alle da und er wolle sie in Deutschland teilen. Gleichzeitig bekräftigt der Prediger in dem Papier seine Meinung zur Homosexualität: „Die Bibel sagt ganz klar, dass Gott die Ehe zwischen Mann und Frau geschaffen hat.“

 

Bereits zuvor hatte sich Graham

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zu den Absagen in Großbritannien geäußert. Auch dort schrieb er, dass er kommen werde, um Liebe zu predigen, nicht Hass. Außerdem lud er alle Mitglieder der LGBTQ-Community ein, selbst zu den Veranstaltungen zu kommen: „Ihr seid absolut willkommen.“


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Kölner Lanxess-Arena Weiterer Protest gegen Auftritt von homophobem Prediger

 

 

 

 

 

Köln -

Der Kölner Lesben- und Schwulentag (Klust) fordert die Absage des

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.

 

Der evangelikale Graham ist als Hauptredner bei der Veranstaltung "Festival of Hope" am 20. Juni in der Arena vorgesehen. Graham ist in der Vergangenheit mehrfach mit homophoben, radikal konservativen, aber auch islamfeindlichen Äußerungen in Erscheinung getreten. Unter anderem bezeichnete er Homosexualität als Sünde, die es zu bereuen gelte.

 

Übergriffe in Köln befürchte

 

Der Klust fordert vom Management der Lanxess-Arena wegen „der zu erwartenden homophoben Hetze und Muslimfeindlichkeit gegen die Einladung von Franklin Graham“ vorzugehen und „Hass keine Bühne zu bieten.“ Zudem fürchtet der Klust, dass es vonseiten der „radikalchristlichen“ Besucher zu Übergriffen auf Lesben, Schwule und queere Menschen kommen könnte, da an dem Wochenende zahlreiche Gäste zur Eröffnung des schwul-lesbischen Cologne-Pride-Festivals in Köln erwartet würden. Der Klust appelliert zudem auch an die Kölner Politik, „klar gegen den menschenfeindlichen christlichen Fundamentalismus Stellung zu beziehen und alles zu unternehmen, damit dieser Hass in Köln keinen Platz bekommt.“


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Evangelikale Christen weisen Vorwürfe gegen Franklin Graham zurück

 

 

 

 

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Der US-Evangelist Franklin Graham. Foto: Billy-Graham-Gesellschaft
 
 

Köln (idea) – Evangelikale Christen haben die Homophobie-Vorwürfe gegen den US-Evangelisten Franklin Graham (Charlotte/Bundesstaat North Carolina) zurückgewiesen. Hintergrund: Graham soll am 20. Juni in der Kölner Lanxess-Arena auftreten. Nachdem in Großbritannien Auftritte des Predigers wegen der Vorwürfe abgesagt wurden, kam es auch in Deutschland zu Kritik an ihm.

 
Graham hat in der Vergangenheit mehrfach geäußert, dass praktizierte Homosexualität gemäß den Aussagen der Bibel Sünde sei. Auch bezeichnete er den Islam als „eine sehr böse und sehr verwerfliche Religion“. Gegen Grahams Auftritt in Köln sprach sich unter anderen der Kölner Bundestagsabgeordnete Sven Lehmann (Bündnis 90/Die Grünen) aus. Er forderte Anfang Februar in einem offenen Brief, dem „Hassprediger keine Bühne zu geben“.

 

Dazu erklärte die Evangelische Freikirche Köln nun in einer Stellungnahme, die Vorwürfe gegen Graham seien „verleumderisch“. Sie entbehrten jeder Grundlage und schürten Hass gegen Menschen, die sich christlichen Werten verpflichtet fühlten. Grahams Ziel sei, bei seinem Auftritt in Köln zum christlichen Glauben einzuladen, „der jedem Radikalismus und Rassismus widersteht und sich für Gerechtigkeit und Frieden in der ganzen Welt einsetzt“.

 

Derksen: Auch Homosexuellen gilt die Liebe Jesu

 

Der Direktor des Bibelseminars Bonn (Bornheim), Heinrich Derksen, sagte gegenüber der „Welt am Sonntag“ (Ausgabe 23. Februar), Graham „würde niemals fordern, die Menschenrechte für Homosexuelle einzuschränken“. Auch ihnen gelte die Liebe Jesu. Die Bezeichnung als „Hassprediger“ rücke den US-Evangelisten in die Nähe zu radikalen Islamisten, die in Saudi-Arabien, Iran oder Afghanistan Homosexuelle ermordeten.

 

Das sei „einfach die falsche Schublade“. Graham komme nach Deutschland, um Jesus bekanntzumachen und damit die wichtigste Botschaft der Welt zu verkünden. Weiter sagte Derksen, es sei eine gefährliche Einschränkung der Meinungsfreiheit, wenn man in Deutschland nicht mehr öffentlich sagen dürfte, dass man Homosexualität für Sünde halte.

 

Dagegen erklärte die Sprecherin des Kölner Lesben- und Schwulentages (KLUST), Ina Wolf, gegenüber der Sonntagszeitung, Graham bereite mit seiner Einstufung der Homosexualität als Sünde „den Nährboden, auf dem Gewalt gegen Lesben und Schwule gedeiht“.

 

Da der Evangelist Homosexuellen zu sogenannten Konversionstherapien rate, könne er nicht gleichzeitig behaupten, sie zu lieben. Wer Menschen dränge, „ihre angeborene sexuelle Identität zu unterdrücken, betreibt Seelenmord“, erklärte Wolf.

 

Menschenrechtsorganisation ADF: Verbot öffentlicher Auftritte wäre Zensur

 

Die christliche Menschenrechtsorganisation ADF International (Wien) übte Kritik an dem Versuch, Grahams Auftritt in Köln zu verhindern. Der für die Organisation tätige Rechtsanwalt Felix Böllmann erklärte gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea, Meinungs- und Redefreiheit seien Ecksteine jeder freien, demokratischen Gesellschaft. Es komme einer Zensur gleich, wenn man Graham wegen seiner Ansichten von öffentlichen Plattformen ausschließe.

 

Britische Evangelische Allianz: Redefreiheit gilt für alle

 

In Großbritannien geht Franklin Graham gerichtlich gegen die Absage seiner Auftritte vor. Dort hatten die Hallenbetreiber aller Veranstaltungsorte einer geplanten Acht-Städte-Tour die Verträge widerrufen. Ein schottisches Gericht habe die Klage gegen den Hallenbetreiber „Scottish Event Campus“ (Glasgow) angenommen und das Unternehmen zu einer Stellungnahme aufgefordert, erklärte das Missionswerk „Billy Graham Evangelistic Association“ (BGEA), das die Veranstaltungen organisiert, in einer Pressemitteilung.

 

Über 2.000 kirchliche Gemeinden und Organisationen von unterschiedlichen Konfessionen aus ganz Großbritannien hätten ihre Unterstützung für das Ziel zugesagt, Grahams Auftritte zu ermöglichen. Der Vorsitzende der Evangelischen Allianz in Großbritannien, Peter Lynas (London), sagte gegenüber idea, der Fall zeige, dass die Religions- und Redefreiheit in seinem Land bedroht sei.

 

Auch innerhalb der Evangelischen Allianz in Großbritannien gebe es sowohl Befürworter als auch Kritiker des Evangelisten. Die Redefreiheit sei aber „nur dann wertvoll und sinnvoll, wenn sie die Freiheit aller Menschen bekräftigt, auch derjenigen, mit denen wir nicht einverstanden sind“, erklärte Lynas. Politiker und Kirchen seien gefordert, die Rede-, Meinungs- und Religionsfreiheit nachdrücklicher zu unterstützen und bessere Wege des Meinungsaustausches zu erarbeiten.

 

Franklin Graham ist der älteste Sohn des US-Baptistenpredigers Billy Graham (1918–2018). Dessen letzter Großauftritt in Deutschland fand 1993 bei der Großevangelisation von proChrist in Essen statt.


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