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Weltweite Evangelisch-methodistische Kirche kurz vor der Spaltung


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Rolf

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Weltweite Evangelisch-methodistische Kirche kurz vor der Spaltung

 

 

 

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Nach dem Kompromissvorschlag wird die weltweite EmK fortbestehen sowie die Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften und die Ordination Homosexueller ermöglichen. Foto: Hochzeitsfotograf/pixelio.de

Frankfurt am Main (idea) – Die in aller Welt zwölf Millionen Mitglieder zählende Evangelisch-methodistische Kirche (EmK; englischer Name: United Methodist Church) steht kurz vor der Spaltung.

 

Hintergrund ist der seit Jahrzehnten schwelende Streit über den kirchlichen Umgang mit Homosexuellen. Eine international besetzte Arbeitsgruppe der Kirche hat jetzt einstimmig einen Kompromiss vorgelegt, wie die deutsche EmK am 5. Januar mitteilte.

 

Darin wird eine einvernehmliche und geordnete Trennung als das beste Mittel bezeichnet, „um unsere Differenzen zu lösen“. Demnach wird die weltweite EmK fortbestehen sowie die Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften und die Ordination Homosexueller ermöglichen. Dazu sollen die bisherigen ablehnenden Passagen aus der weltweit gültigen Kirchenordnung entfernt werden.

 

Der vom internationalen Bischofsrat unterstützte Kompromiss sieht ferner vor, dass diejenigen Teile der EmK, die sich nicht für die Homo-Segnung und homosexuell lebende Pastoren öffnen wollen, eine neue, traditionell orientierte methodistische Kirche (new traditionalist Methodist denomination) bilden.

 

Aus dem gemeinsamen Kirchenvermögen soll die neue methodistische Kirche umgerechnet 22,4 Millionen Euro erhalten. Die Vorlage muss aber noch von der im Mai in Minneapolis (US-Bundesstaat Minnesota) tagenden Generalkonferenz als oberstes Kirchenparlament beschlossen werden.

Dem Vorschlag waren Gespräche seit August 2019 vorausgegangen, an denen neben US-Vertretern unterschiedlicher Strömungen auch je ein Bischof aus Afrika, Europa und Asien teilnahmen.

 

Wie es in der Erklärung der Arbeitsgruppe heißt, könne damit jeder Teil der Kirche „seinem theologischen Verständnis treu bleiben und gleichzeitig Würde, Gleichheit und Integrität anerkennen sowie den Respekt gegenüber jeder Person bewahren“.

 

Deutscher Bischof Rückert: Kompromiss ermöglicht Verbleib in der EmK

 

Der für Deutschland zuständige Bischof der EmK, Harald Rückert (Frankfurt am Main), wertet den Vorstoß positiv. Damit könne der Konflikt um den Umgang mit Homosexualität befriedet werden, weil sich erstmals alle beteiligten Gruppen auf einen Vorschlag hätten einigen können.

 

Bei allem Schmerz sei das Ergebnis nun doch so, „dass es einen respektvollen Weg eröffne, auf dem unsere Kirche in Deutschland weiterhin Teil der weltweiten Evangelisch-methodistischen Kirche bleiben kann“.

 

EmK-Sprecher: Der „weitaus größere Teil“ der Mitglieder weltweit bleibt in der EmK

 

Der Pressesprecher der EmK in Deutschland, Klaus Ulrich Ruof (Frankfurt am Main), sagte auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea, er rechne damit, dass der „weitaus größere Teil“ der EmK-Mitglieder in den USA, Afrika, Asien und Europa in der bestehenden Kirche bleiben wird.

 

Wenn im Zuge der Trennung die „restriktiven Paragrafen“ aus der Kirchenordnung entfernt würden, würde das nach seinen Worten in der EmK in Deutschland mit großer Mehrheit befürwortet werden. Allerdings gibt es auch in der deutschen EmK Teile, die am Nein zu praktizierter Homosexualität festhalten. Derzeit beschäftigt sich ein Runder Tisch mit der Thematik.

 

Die nächste Sitzung findet am 10. und 11. Januar in Fulda statt. Ob sich auch in Deutschland Mitglieder von der EmK abspalteten, könne man jetzt noch nicht absehen, so Ruof. Die Freikirche hat in Deutschland knapp 50.000 Kirchenglieder und -angehörige.

 

Der Streit um Homosexualität in der weltweiten EmK hatte im Februar 2019 einen vorläufigen Höhepunkt erreicht. Die Delegierten der Generalkonferenz in St. Louis (US-Bundesstaat Missouri) beschlossen mit 438 zu 384 Stimmen, an den Vorschriften gegen die gleichgeschlechtliche Ehe und gegen in Partnerschaft lebende homosexuelle Pastoren festzuhalten sowie weitere, verschärfende Sanktionen einzuführen.

 

Die deutsche EmK entschied daraufhin, den Beschluss nicht umzusetzen. Die meisten EmK-Mitglieder leben in den USA (7,5 Millionen) sowie in Afrika (4,2 Millionen). Weltweit gibt es über 51 Millionen Menschen, die zu Kirchen methodistischer Tradition sowie mit ihnen verbundener unierter und vereinigter Kirchen gehören.

 


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