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Von Lobeshymnen bis zu harscher Kritik – Meinungen zum Kirchentag


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Von Lobeshymnen bis zu harscher Kritik – Meinungen zum Kirchentag

 

 

 

 

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Die Präses der gastgebenden Evangelischen Kirche von Westfalen, Annette Kurschus, zog ein positives Fazit. Die Losung „Was für ein Vertrauen“ habe den Nerv der Zeit getroffen. Foto: idea/M. Pletz
 

Dortmund (idea) – Viel Zustimmung, teilweise aber auch heftige Kritik hat der Deutsche Evangelische Kirchentag in Dortmund bei führenden Vertretern von Kirchen, Freikirchen und evangelikaler Bewegung ausgelöst. Zu dem Protestantentreffen vom 19. bis 23. Juni versammelten sich rund 80.000 Dauerteilnehmer und 41.000 Tagesgäste. Die Präses der gastgebenden Evangelischen Kirche von Westfalen, Annette Kurschus (Bielefeld), zog ein positives Fazit. Die Losung „Was für ein Vertrauen“ habe den Nerv der Zeit getroffen. Nichts brauche die Welt mehr als Vertrauen, und dies wachse aus dem Glauben. Zugleich verteidigte sie die Entscheidung des Kirchentages, keine AfD-Politiker einzuladen. Dort sei „kein Platz für rechte Parolen, für die Diffamierung von Menschen und für menschenverachtende Hetze“. Der Kirchentag habe zugleich mit dem Thema Migration und Integration „ein starkes Signal für humanitäres Handeln und gegen jedes Weiter-so gesetzt“.

 

Freikirchen-Präsident: Eine Fülle an starken Impulsen

 

Lobend äußerte sich auch der Präsident der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF), der baptistische Pastor Christoph Stiba (Wustermark bei Berlin). Es sei ein ermutigendes Signal in die Gesellschaft hinein, dass beim Kirchentag Menschen zusammenkämen, die sich aus ihrem Glauben heraus für Anliegen einsetzten, sagte er auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. „Bei der großen inhaltlichen Bandbreite findet sich selbstverständlich niemand in allen Veranstaltungen wieder.“ Doch es gebe „eine Fülle an starken Impulsen“. So habe der Journalist Heribert Prantl von der Süddeutschen Zeitung in seinem Vortrag unter der Überschrift „Ängstigt euch nicht!“ dazu eingeladen, gesellschaftlichen Herausforderungen mit der Zuversicht zu begegnen, die aus dem Evangelium komme. „Sehr angesprochen“ habe ihn auch, so Stiba, wie der EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm (München), Christus als die Mitte des christlichen Glaubens verkündigt habe. Stiba ist im Hauptamt Generalsekretär des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (Baptisten- und Brüdergemeinden).

 

BFP-Vizepräses: Ich erlebte Ernüchterung und gehaltvolle Segnung

 

Kritischer fiel die Bilanz von Frank Uphoff aus (Erzhausen bei Darmstadt), Vizepräses des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP), einer VEF-Mitgliedskirche. Schon der von ihm besuchte Eröffnungsgottesdienst sei „leicht ernüchternd“ gewesen, sagte er gegenüber idea. Im Gebet sei „Gott Grünkraft und Wegbereiterin“ angerufen worden. Ferner seien „Ehe für alle“, Klimaschutz und Missbrauch thematisiert sowie „viel Politisches“ gesagt worden, aber wenig über Jesus Christus. Dennoch habe sich der Besuch gelohnt: „Auf dem integrierten Christustag und dem ‚Forum Vertrauen‘ erlebte ich, wie die klare Christus-Botschaft präsent war, dazu persönliche, geistlich-gehaltvolle Segnung, Lobpreis, tiefgehendes Bibelstudium.“ Uphoffs Fazit: „Insgesamt zu viel Politik, zu wenig Jesus Christus selbst.“ Sein Rat: „Kirchentag, habe den Mut, klar zu sein, was in Bezug auf Christus geht – und was nicht! In Bezug auf die AfD hast du den Mut ja auch gehabt.“

 

Bekennende Gemeinschaften: Kirchentag steht für „links-grünen Mainstream“

 

Deutliche Kritik übte der Vorsitzende der theologisch konservativen Konferenz Bekennender Gemeinschaften in den evangelischen Kirchen Deutschlands, Pastor Ulrich Rüß (Hamburg). Das Treffen in Dortmund habe wieder gezeigt, dass der Kirchentag vor allem für die Inhalte des „links-grünen Mainstreams“ stehe. Dagegen sei die Mitte des Glaubens, die Botschaft von Jesus Christus, zu kurz gekommen. Der Kirchentag habe erneut „allerlei Allotria“ geboten. Als Beispiel nannte Rüß die Veranstaltung „Vulven malen“, die in den Medien für Hohn und Spott gesorgt habe. Dem Kirchentag gehe es offenbar darum, „Aufmerksamkeit um fast jeden Preis zu erregen“, so Rüß gegenüber idea.

 

Christustag war ein „bewegendes Zeugnis des Glaubens“

 

Der Leiter des Instituts für Gemeindeentwicklung und missionarische Dienste der westfälischen Kirche, Pfarrer Ingo Neserke (Dortmund), nannte den Christustag auf dem Kirchentag ein bewegendes Zeugnis des Glaubens. Besonders beeindruckend sei das Bekenntnis eines pakistanischen Flüchtlings gewesen, der als Sänger im Martin-Luther-Oratorium die lebensverändernde Kraft des Glaubens an Jesu Christus kennenlernte und sich taufen ließ. Eine weitere Sängerin habe berichtet, dass sie durch die Proben zum Chormusical „Martin Luther King“ den Mut fand, einer farbigen Frau beizustehen, die im Bus rassistisch angefeindet worden sei. Beide Glaubensberichte hätten für „Gänsehautmomente“ unter den insgesamt 3.500 Besuchern gesorgt, so Neserke. Er gehörte zum Vorbereitungskreis des Christustages. Weitere Träger waren unter anderem der CVJM-Gesamtverband, die ChristusBewegung Lebendige Gemeinde, die geistliche Gemeinde-Erneuerung Westfalen und der Westfälische Gemeinschaftsverband.


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Anmerkungen zum Evangelischen Kirchentag

 

 

 

 

Veröffentlicht: 25. Juni 2019 | Autor:

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Von Reinhard Wenner

In der Predigt beim Abschlussgottesdienst des Evangelischen Kirchentages am 23. Juni 2019 in Dortmund hat die evangelische Pastorin Sandra Bils gesagt: „Man lässt keine Menschen ertrinken. Punkt.“

 

Meines Erachtens ist dieser Satz zu ergänzen: Man lässt keine Kinder abtreiben. Ausrufezeichen!

 

Man lässt nicht Millionen von Christen durch islamische und atheistische Staaten verfolgen. Ausrufezeichen!

 

Der Präsident des Evangelischen Kirchentages, Hans Leyendecker, wird mit den Sätzen zitiert: „Pilatus wusch sich die Hände in Unschuld. Europäische Politikerinnen und Politiker waschen sie in dem Wasser, in dem Flüchtlinge ertrinken“.

 

Herr Leyendecker könnte gefragt werden, ob er und einige evangelische Präsides sowie einige Pastoren und Pastorinnen ihre Hände in dem Wasser waschen, in dem Mediziner in Deutschland nach hunderttausendfacher Abtreibung pro Jahr jeweils die blutigen Instrumente säubern.

 

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