Zum Inhalt wechseln

Welcome to Irrglaube und Wahrheit
Register now to gain access to all of our features. Once registered and logged in, you will be able to create topics, post replies to existing threads, give reputation to your fellow members, get your own private messenger, post status updates, manage your profile and so much more. If you already have an account, login here - otherwise create an account for free today!
Foto

Der Segen des Sabbats


  • Bitte melde dich an um zu Antworten
Eine Antwort in diesem Thema

#1
Rolf

Rolf

    Administrator

  • Administrator

  • PIPPIPPIP
  • 25464 Beiträge
  • Land: Country Flag

Please Login HERE or Register HERE to see this link!

 

 

 

Der Segen des Sabbats

 

 

 

Please Login HERE or Register HERE to see this link!

Der Rhytmus ist klar: Sechs Tage arbeiten, einen Tag ruhen. Das biblische Konzept des Ruhetags umfasst aber viel mehr, als nur untätig zu sein.

 

Von Sergej Karelson

 

Mark Driscoll, ein Pastor aus den USA, forderte seine Zuhörer in einer Predigt dazu auf, regelmäßig einen PowerNap zu Gottes Ehre zu machen. Das erschien mir seltsam, denn nach meinem Verständnis war ein guter Christ jemand, der hart und unermüdlich für Gottes Reich arbeitet. Schlafen kann man schließlich noch in der Ewigkeit. Hier auf der Erde galt es zu ackern und im Zweifel lieber auszubrennen. Mark Driscoll führte in seiner Predigt das Konzept des Sabbats aus. Etwas, das mir zwar nicht komplett neu war, aber doch irgendwie fremd erschien. Dabei ist der Sabbat ein Thema, dem wir bereits auf den ersten Seiten der Bibel begegnen und das sich bis zum Ende durchzieht.

Am Anfang der Bibel wird Gott uns als kreativer Schöpfer einer sehr guten Welt voller Frieden und Harmonie vorgestellt (

Please Login HERE or Register HERE to see this link!

).

 

In sechs Tagen erschafft er das Licht, die Sterne, die Erde, die Tiere und schließlich den Menschen, quasi als krönenden Abschluss (

Please Login HERE or Register HERE to see this link!

).

 

Interessanterweise hört der Schöpfungsbericht hier aber nicht auf. Es wird noch von einem siebten Tag berichtet. Allerdings steht dieser in totalem Kontrast zu den bisherigen Tagen, an denen Gott kreativ und aktiv war. Am siebten Tag beendet er nämlich sein Werk und ruht sich aus (

Please Login HERE or Register HERE to see this link!

).

 

Dies mag auf den ersten Blick nach einer unwichtigen Randnotiz aussehen. Der siebte ist jedoch der einzige Tag, von dem explizit erwähnt wird, dass Gott ihn segnet und heiligt.

 

Ausruhen und Feiern

 

Das hebräische Wort für „ausruhen“ lautet shavat, wovon sich Sabbat ableiten lässt. Sabbat bedeutet dabei nicht nur ablassen von der Arbeit, sondern vielmehr eine völlige Ruhe. An anderer Stelle wird die Sabbatruhe mit dem Wort „erquicken“ beschrieben (

Please Login HERE or Register HERE to see this link!

). Der Vergleich von verschiedenen Bibelübersetzungen hilft, das Wort besser zu verstehen. So übersetzt die Elberfelder Bibel dieselbe Passage mit „ausruhen“ und „Atem schöpfen“, während die Menge-Bibel die Worte „ausruhen“ und „feiern“ gebraucht.

 

“Wenn Gott seinen Segen ausspricht, dann drückt er damit aus, dass er in einer besonderen Beziehung zum Gesegneten steht.“

 

Menges Übersetzung „ausruhen und feiern“ scheint ungewöhnlich. Im Duden wird „feiern“ als ein Fest, das würdig begangen wird, definiert. Es ist geprägt von fröhlicher und jubelnder Gemeinschaft. Das passt zu Gottes Wesen. Schließlich gibt Gott den Israeliten immer wieder Vorschriften, dass sie Feste feiern sollen, um sich an ihn und seine Verheißungen zu erinnern. Und auch die zweite Wiederkunft Jesu wird mit einem Fest begangen werden. In der Offenbarung,

Please Login HERE or Register HERE to see this link!

, wird beschrieben, wie eine fröhliche Feier stattfindet, nachdem Jesus seine Widersacher besiegt hat.

 

Gott segnet den Sabbat

 

Der siebte Tag war also ein Tag, an dem Gott seine Arbeit vollendet und dann geruht hat. Zwar wissen wir nicht warum, aber eins ist klar – er lässt seine Arbeit liegen. Er erquickt sich, schöpft neuen Atem und feiert, indem er sein Werk in fröhlicher Gemeinschaft genießt.

Gott segnet und heiligt den Sabbat. Wenn Gott seinen Segen ausspricht, dann drückt er damit aus, dass er in einer besonderen Beziehung zum Gesegneten steht. Dieser gesegnete siebte Tag nimmt folglich eine einzigartige Stellung in seiner Schöpfung ein. Heilig sein heißt, anders zu sein und sich zu unterscheiden. In der Bibel werden Menschen, Dinge und Orte nur dann so bezeichnet, wenn Gott sie heilig nennt. Das heißt, sie werden abgesondert und sind zum Dienst an Gott bestimmt. Der Sabbat ist also der Tag, den Gott für sich selbst von allen anderen Tagen unterschieden hat.

 

Es ist erst dieser siebte Tag, der die Schöpfung Gottes vollendet. Ein Tag der die Arbeit unterbricht und vorschreibt, zur Ruhe zu kommen, Atem zu schöpfen, aufzutanken und in Gemeinschaft zu feiern. Als Ebenbilder dürfen wir Menschen es Gott gleichtun und in diesem Rhythmus leben: sechs Tage arbeiten und am siebten Tag ausruhen und die Gemeinschaft mit dem Schöpfer feiern.

 

Mehr als Ausruhen

 

Aber die Geschichte läuft anders. Der Mensch wird ungehorsam gegen Gott und die Beziehung zu ihm zerbricht. Die ganze Schöpfung gerät in eine Spirale von Chaos, Sünde und Tod. Auch die Arbeit und der Sabbat werden davon betroffen. Arbeit, durch die Menschen Gott verherrlichen sollten, wird zur Last. Die vorgeschriebene Ruhe wird dann aus Verlustangst oder Habsucht geopfert, um die Produktivität zu steigern. Im besten Fall verkommt der Sabbat zu einer Zeit, in der der Mensch nicht wirklich ruht. Im Bestreben, auch hier das Maximum rauszuholen, wird er vollgepackt mit allerlei Freizeitaktivitäten oder Ablenkungen, sodass niemand wirklich Atem schöpft, und sich paradoxerweise erst der Montag wieder nach Erholung anfühlt.

 

“Der Sabbat diente als Zeichen zwischen Gott und seinem Volk, als Erinnerung dafür, dass es nur einen wahren Gott gibt.“

 

Doch selbst in einer gefallenen Welt ist Gott der Sabbat wichtig. So wichtig, dass er das Sabbatgebot in den Zehn Geboten für das Volk Israel verankert hat (

Please Login HERE or Register HERE to see this link!

). Und Gott meint es verdammt ernst. Eine Missachtung dieses Gebotes wird sogar mit dem Tod bestraft (

Please Login HERE or Register HERE to see this link!

).

In einer Welt voller Unfriede, Chaos und Unruhe verpflichtet Gott sein Volk, die Sabbatruhe zu halten. Denn es geht um mehr als nur Auszuruhen. Der Sabbat diente als Zeichen zwischen Gott und seinem Volk, als Erinnerung dafür, dass es nur einen wahren Gott gibt.

 

Wer ist dieser Gott?

 

Neben dem wöchentlichen Sabbat gab es auch das Sabbatjahr. Die Israeliten sollten ihre Äcker jedes siebte Jahr brachliegen lassen (

Please Login HERE or Register HERE to see this link!

). Das bedeutet, ein Jahr lang keinen Ertrag. Ganz schön riskant, wenn man Geschäftsmann ist. Gott hat aber versprochen, sie zu versorgen (

Please Login HERE or Register HERE to see this link!

). Das Sabbatjahr war für die Israeliten also eine Erinnerung daran, dass Gott sie trägt. Es war auch eine Vertrauensprüfung. Würden sie die Füße hochlegen und Gott zutrauen, dass er sie versorgt? Würden sie sich ganz abhängig machen von Gott?
Außerdem wurde von Gott das Erlassjahr eingeführt (

Please Login HERE or Register HERE to see this link!

).

 

Nach sieben Sabbatjahren (49 Jahre) sollte das Erlassjahr (50. Jahr) gefeiert werden. Wenn jemand sein Land oder sich selbst als Sklave verkauft hatte, um seine Schulden zu begleichen, dann bekam er sein Land zurück und seine Schulden wurden getilgt, sodass er freigelassen wurde. Das heißt, jede Generation sollte einmal erleben, wie man durch Gnade aus der Sklaverei (von Schulden) befreit wird und Besitz zurückgeschenkt bekommt.
Beim Sabbat geht es also um mehr, als zur Ruhe zu kommen. Das Konzept des Sabbats ist vollgepackt mit verschiedenen Andeutungen. Die Israeliten sollten sich dadurch immer wieder fragen: Wer ist der Gott, der euch heiligt? Wer ist der Gott, der euch versorgt? Wer ist der Gott, der euch von Schulden und aus der Sklaverei befreit?

 

Und dann kommt Jesus …

… und stellt alles auf den Kopf. Er heilt Menschen am Sabbat, was verboten war. Heilen war schließlich Arbeit. Jesus macht deutlich, dass er der Herr über den Sabbat ist (

Please Login HERE or Register HERE to see this link!

). Damit stellt er sich Gott gleich. Aber er geht noch einen Schritt weiter.

 

“Jesus bietet eine Ruhe, die im Kontrast steht zu der weltlichen Angst, etwas zu verpassen oder zu verlieren – wie Geld, Ansehen, Spaß oder das eigene Leben.“

 

In einer leidenschaftlichen Predigt zu Beginn seines Dienstes stellt er klar, dass er gekommen ist, Armen die gute Botschaft zu verkünden, Gefangene zu befreien, Zerschlagene in Freiheit zu führen und ein Jahr der Gnade des Herrn auszurufen (

Please Login HERE or Register HERE to see this link!

). Er ist die Erfüllung einer Prophezeiung, die das ultimative Erlassjahr und vollkommene Ruhe versprochen hat.

 

Jesus macht den Menschen auch ein Angebot. Er wird sie erquicken und Ruhe geben, wenn sie zu ihm kommen (

Please Login HERE or Register HERE to see this link!

). Jesus bietet hier keine Wellnesstage an. Er spricht von einer Ruhe, die man hat, wenn man endlich beim himmlischen Vater angekommen ist. Wenn man sich Gottes Gunst nicht mehr erarbeiten muss. Eine Ruhe, die man empfindet, wenn man von der Meinung anderer Menschen nicht mehr abhängig ist. Eine Ruhe, die man spürt, wenn man die unerschütterliche Identität als Gottes Kind erlebt. Jesus bietet eine Ruhe, die im Kontrast steht zu der weltlichen Angst, etwas zu verpassen oder zu verlieren – wie Geld, Ansehen, Spaß oder das eigene Leben. Es ist eine Ruhe, die selbst in Krisenzeiten besteht. Eine Ruhe, die es nur in der Beziehung zu Gott durch Jesus gibt.

 

Eine neue Dimension

 

Das facettenreiche Bild des Sabbats wird in Christus Realität. Paulus bestätigt das, indem er darauf hinweist, dass der Sabbat nur ein Schatten von Christus ist (

Please Login HERE or Register HERE to see this link!

).

 

Durch Jesus erhält der Sabbat eine neue Dimension. Es geht nicht mehr nur darum, an einem bestimmten Tag seine Arbeit ruhen zu lassen. Es geht darum, sich bewusst Zeiträume zu schaffen, in denen man seine Aktivitäten einstellt und sich dem Wesen Gottes bewusst wird. Wer ist dieser Gott, der uns heiligt? Wer ist der Gott, der uns versorgt? Von dem wir in allem abhängig sind? Wer ist der Gott, der uns aus der Sklaverei der Sünde befreit und durch Christus unsere Schulden erlässt? Wenn wir unsere Augen schließen im Bewusstsein und Vertrauen, dass unser Leben in der Hand eines absolut souveränen Gottes liegt, und wir in ihm alles haben, was wir brauchen, ist das ein Zeichen geistlicher Stärke und Reife. Wir drücken damit aus, dass wir selbst nicht Gott sind, und dass die Welt sich auch ohne uns weiterdreht.

 

“Es geht darum, sich bewusst Zeiträume zu schaffen, in denen man seine Aktivitäten einstellt und sich dem Wesen Gottes bewusst wird.“

 

Dabei muss der Sabbat keine vollen 24 Stunden umfassen. Man kann jegliche Zeit, die sich im Lauf des Tages bietet, bewusst nutzen, um zur Ruhe zu kommen. Das tägliche Warten am Bahnsteig kann so zu einem Ort der Ruhe werden, an dem man sich der Wahrheiten und Segnungen Gottes bewusst wird. Lass dich herausfordern, dem Reflex, aufs Smartphone zu schauen, zu widerstehen, und mach dich stattdessen bewusst auf die Suche nach wahrer Ruhe. Wer weiß, welchen tiefen Frieden du dort finden wirst? In diesem Sinne ist wohl auch ein PowerNap zur Ehre Gottes mehr als okay.


  • 0

#2
ehj

ehj

    Newbie

  • Mitglied
  • PIP
  • 9 Beiträge
  • Land: Country Flag
Jean Calvin - Worte zum Sabbat:
 
2.Mose 31,16: Darum sollen die Israeliten den Sabbat halten, dass sie ihn auch bei ihren Nachkommem halten als ’ewigen’ Bund.
 
Daraus leiten die Juden einen Vorwurf gegen die Christen ab, wir hätten durch Abschaffung des Sabbats den Bund Gottes gebrochen. Aber das hebräische Wort, welches wir mit ’ewig’ zu übersetzen pflegen, deutet oft nur auf eine lange Zeitdauer. Insbesondere zielt vieles, was unter dem Gesetze als ’ewig’ bezeichnet wird, auf den Anbruch der Fülle der Zeiten in Christo, da die Wahrheit der alttestamentlichen Schattenbilder erscheint, und der Bund Gottes neue Formen annimmt. So fällt die äußere zeremonielle Beobachtung auch des Sabbats hin; aber das, worauf dies Gebot eigentlich zielt, bleibt ebenso wie die Beschneidung in ewiger Geltung. Gerade durch die Abschaffung der äußeren Form tritt der ewige Gehalt in das hellste Licht. Würde Gott heute von den Christen das gleiche fordern, was die Juden halten mussten, so würde dies nur zur Verhüllung des Todes und der Auferstehung seines Sohnes dienen. Und je mehr die Juden auf den Äußerlichkeiten bestehen, desto gewisser bringen sie den Sabbat um seine wahre Heiligkeit.
 
*
 
Charles Haddon Spurgeon - Die wahre Sabbatruhe:
 
Der Herr ist wahrhaftig auferstanden. Was suchet ihr den Lebendigen bei Toten? Er ist nicht hier, er ist auferstanden. Gedenket daran, wie er euch sagte, da er noch in Galiläa war. (Lukas 24,5.6)
 
Der erste Tag der Woche war der Tag der Auferstehung Christi, und dem Apostolischen Beispiele folgend, haben wir diesen Tag zu unserm Sabbat gemacht. Deutet uns dies nicht an, daß die Ruhe unsrer Seelen in der Auferstehung unsers Heilandes gefunden wird? Ist es nicht wahr, daß ein klares Verständnis derselben durch die Kraft des heiligen Geistes das sicherste Mittel ist, unsern Herzen Frieden zu bringen? Teil an der Auferstehung zu haben, das heißt: jenen Sabbat genießen, der noch vorhanden ist dem Volke Gottes. Wir, die wir an den auferstandenen Heiland glauben, gehen ein in die Ruhe, wie er selber ruht zu der rechten Hand des Vaters. In ihm ruhen wir, weil sein Werk vollendet ist, sein Auferstehen war das Pfand, daß er Alles vollbracht, was zum Heile seines Volkes notwendig war und daß wir in ihm vollkommen sind. Ich hoffe, daß heute Morgen durch die Macht des heiligen Geistes einige Friedensgedanken in die Seelen der Gläubigen gesät werden, während wir eine Pilgerfahrt nach dem neuen Grabe des Joseph von Arimathia machen und den Platz sehen, wo der Herr lag.
 
*
 

Please Login HERE or Register HERE to see this link!


  • 0