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DJ Ötzi: „Ich glaube an Gott. Ich glaube an Jesus.“


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DJ Ötzi: „Ich glaube an Gott. Ich glaube an Jesus.“ (Nordbuzz)
 
 

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DJ Ötzi alias Gerry Friedle (Foto: BAZZOKA / www.djoetzi.de
 
 

In einem längeren Interview sprach Nordbuzz mit Gerry Friedle alias DJ Ötzi. Seit 20 Jahren steht der Sänger von „Ein Stern“ nun auf der Bühne und brachte zum runden Geburtstag das Doppel-Album „20 Jahre DJ Ötzi – Party ohne Ende“ heraus.

Im Interview geht es unter anderem um die Vergangenheit des Künstlers, seinen Weg in die Berühmtheit und seine kultige Kopfbedeckung. Aber auch über den Glauben sprach Nordbuzz mit Friedle.

Zweimal ist dieser schon den Jakobsweg gelaufen – ein drittes Mal ist geplant. Auf die Frage, ob seine Füße das denn aushielten, sagte Friedle: „Das kann man ertragen – Jesus hat viel mehr ertragen!“

Bei dem Thema, wie wichtig für ihn der Glaube sei, antwortete er: „Ich glaube an Gott. Ich glaube an Jesus. Über ihn schließt sich der Kreis.“ Wenn er mit ihm spreche, höre er in gewissem Sinne sich selber zu und gebe sich dadurch Kraft. Deswegen bitte er auch nie um etwas, sondern danke immer nur: „Nicht nur für jeden gelebten Tag, sondern auch, wenn er mir mal eine Prüfung stellt.“


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„Ich musste raus aus meinem Leben, um ins Leben zurückzufinden“

 

 

04.01.19
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Gerry Friedle möchte nach zwei Runden ein drittes Mal den jakobsweg gehen, diesmal aber in der langen Variante mit 759 Kilometern. „Das kann man ertragen - Jesus hat viel mehr ertragen!“
© Friedrich Hauswirth

„Das Wasser, das runtergeronnen ist, dreht keine Mühle mehr“: Gerry Friedle alias DJ Ötzi hat mit seiner Vergangenheit aufgeräumt und gelernt, nach vorne zu schauen. Im Interview zu seinem Jubiläum blickt er trotzdem noch einmal zurück.

 

DJ Ötzi hat allen Grund zum Feiern! Seit 20 Jahren sorgt der „Ein Stern“-Sänger mit seinen Liedern für beste Stimmung - und das nicht nur bei Après-Ski-Partys. Zum Jubiläum veröffentlicht der Österreicher, der bürgerlich Gerry Friedle heißt und gelernter Koch ist, das Doppel-Album „20 Jahre DJ Ötzi - Party ohne Ende“ (erhältlich ab 4. Januar). Das Überraschende dabei: Auf dem Werk sind alle 20 Lieder in deutscher und englischer Sprache enthalten, darunter Remixe seiner bekannten Hits sowie Duette mit Marie Wegener und Voxxclub. Beim Interview erzählt Gerry Friedle, der am 7. Januar 48 Jahre alt wird, von seiner schwierigen Kindheit, einem denkwürdigen Auftritt bei „Top Of The Pops“ und der Magie seiner Wollmütze.

nordbuzz: Herr Friedle, erinnern Sie sich eigentlich noch, wie das mit DJ Ötzi damals anfing?

Gerry Friedle: Ich habe mich selbst entdeckt. Ich wollte damals meine Ex-Freundin zurückgewinnen und sang bei einer Veranstaltung „Me And Bobby McGee“ von Janis Joplin. Ich bekam so viel Applaus, dass mir klar wurde, dass ich nicht nur kochen, sondern auch singen kann. Ich wollte von heute auf morgen auf die Bühne. Nur: Mich wollte keiner! Ich schickte Demo-Aufnahmen an Plattenfirmen, aber niemand war interessiert. Ich musste mir etwas überlegen, damit mich jemand entdeckt. Und so wurde ich DJ, das habe ich acht Jahre lang gemacht.

 

nordbuzz: Und dann wurden Sie doch noch entdeckt.

Friedle: Genau. Ich sollte den „Anton aus Tirol“ singen. Aber ich lehnte das zunächst ab. Ich wollte etwas Rockiges aufnehmen, passend zu meiner Stimme. Letztendlich wurde ich dann doch über das Lied „Anton aus Tirol“, mit dem ich mich überhaupt nicht identifizieren konnte, für das ich aber trotzdem alles gab, von heute auf morgen berühmt. „Ich bin so schön, ich bin so toll ...“ - jeder hat die Zeilen gesungen, jeder fand sich damit schön und toll. Eigentlich hatte ich keine Chance, aber die habe ich voll genutzt.

nordbuzz: Mit „Hey Baby“ schafften Sie es dann sogar in Australien und Großbritannien auf Platz eins.

Friedle: Das war groß. Ich hatte einen Auftritt in der Musik-Show „Top Of The Pops“ in London. Da gab es diesen Moment, als ich aus meiner Garderobe herauskam, sich ein Herr bei mir als „Herbie“ vorstellte und meinte, er würde sich freuen, mich kennenzulernen. Ich sagte ihm, dass ich gleich auf die Bühne müsste und wir später weiterreden könnten. Es stellte sich heraus, dass es Herbie Hancock war, der berühmte Jazz-Pianist (lacht)! Seine Musik kannte ich natürlich, aber ich hatte überhaupt nicht damit gerechnet, ihn vis-à-vis vor meiner Garderobe zu treffen. Es war sowieso alles recht surreal. Selbst Paul McCartney habe ich in der Show kennengelernt.

nordbuzz: Wenn Sie auf die letzten 20 Jahre zurückblicken: Was waren Ihren schönsten Auftritte?

Friedle: Beim Donauinselfest in Wien vor 160.000 Leuten zu spielen, war unglaublich. Außerdem durfte ich mal die „Tour de France“ eröffnen, denn die Single „Life Is Life“ verkaufte sich in Frankreich 800.000 Mal.

nordbuzz: Gab es nach den ersten großen Erfolgen auch Momente, in denen Sie mal die Bodenhaftung verloren haben?

Friedle: Überhaupt nicht. Abzuheben passt nicht zu meinem Lebenslauf oder meiner Natur.

nordbuzz: Wieso nicht?

Friedle: Ich habe schon in frühester Kindheit Ablehnung erfahren. Dadurch trug ich immer Selbstzweifel und Entmutigung mit mir herum. Da war diese innere Stimme, die mir sagte: „Wieso sollte mich denn irgendwer brauchen können?“

nordbuzz: Was war der Grund für die Ablehnung?

Friedle: Ich kam mit drei oder vier Jahren zu meinen Großeltern und zog deshalb vom unteren Inntal ins obere. Ich galt dort anfangs als „Zugereister“. Das reichte schon in der Schulklasse. Ich war damals auch noch schwerer Epileptiker und hatte im Klassenraum einen Anfall. Noch dazu war mein Großvater Polizist. Er war in dem kleinen Dorf zwar angesehen, geliebt haben sie ihn aber auch nicht gerade.

nordbuzz: Entstand damals auch die Motivation, etwas aus Ihrem Leben zu machen?

Friedle: Nein, meine Motivation war nie, es denen zu zeigen. Warum auch, es gab keinen Grund dafür. Die besagten Leute waren nie in meiner Welt. Aber vor ein paar Tagen hatte ich Klassentreffen - nach 40 Jahren. Das war super, denn dadurch habe ich vieles von damals aufarbeiten können. Dieses Gefühl, keinen Groll mehr zu hegen, wenn ich an damals denke, ist wunderbar. Ich konnte aus dem Minus ein Plus machen.

nordbuzz: Haben die ehemaligen Mitschüler sich nicht gewundert, dass DJ Ötzi überhaupt zum Klassentreffen erscheint?

Friedle: Ich hatte im Vorwege zugesagt, dann komme ich auch. Klar war es toll für sie, es war aber auch wahnsinnig positiv für mich - gerade weil ich dieses Mobbing erfahren hatte. Ich habe in den letzten Jahren ohnehin ordentlich aufgeräumt in meinem Leben.

nordbuzz: Inwiefern?

Friedle: Ich habe alle negativen Leute in meinem Umfeld entfernt. Wenn du neu beginnen willst, musst du mit dem Alten nicht nur abschließen, sondern es auch aufarbeiten. Dabei ging ich mitunter durch die Hölle. Manches ist dabei aber auch in Schall und Rauch aufgegangen. Ich habe darüber reflektiert, es aufgeschrieben und die Zettel verbrannt. Außerdem habe ich mein Glück mit dem Jakobsweg gefunden.

nordbuzz: Wie oft sind Sie den Jakobsweg gegangen?

Friedle: Zweimal. Aber ich mache das sicherlich noch ein drittes Mal. Dann aber nicht nur die Route von 270 Kilometer, sondern die ab Notre-Dame - das sind dann 759 Kilometer.

nordbuzz: Halten Ihre Füße das denn aus?

Friedle: Das kann man ertragen - Jesus hat viel mehr ertragen! Mich macht es glücklich. Früher war ich nie stolz auf mich. Mir ist dadurch klar geworden, dass ich stolz auf mich sein kann. Ich dachte vorher immer: „Dummheit und Stolz wachsen auf einem Holz.“ Wenn du stolz bist, dann hebst du ab. Ich habe also nie Erfolge gefeiert, sondern einfach immer weitergemacht.

nordbuzz: Und das hat sich geändert?

Friedle: Nach dem Jakobsweg sagte ich mir: „Schluss jetzt, sei mal stolz auf dich, den Weg geschafft zu haben. Und schau mal, was du schon alles geleistet hast. Wie eisern und fleißig du warst. Du brauchst nicht an dir zweifeln. Du kannst was, du bildest und entwickelst dich weiter.“ Der Weg hat mich echt gerettet. Ich musste raus aus meinem Leben, um ins Leben zurückzufinden. Ich bin mit dem kleinen Jungen in mir, den ich so lange auf die Seite gestellt habe, wieder eins. Mir kann so schnell nichts mehr passieren. So kam es übrigens auch, dass ich den Mut aufbrachte, Geld zu investieren, um 2018 auf meine erste Solotour zu gehen. Hätte ich das nur schon früher gewagt: Nichts hat mich so glücklich gemacht wie der Gedanke, dass die Leute wegen mir zu den Konzerten kommen.

„Wenn dich jeder kennt, beurteilt dich auch jeder“

nordbuzz: Sie erwähnen Jesus, und auch der Jakobsweg hat eine sehr spirituelle Seite: Wie wichtig ist Ihnen Ihr Glaube?

Friedle: Ich glaube an Gott. Ich glaube an Jesus. Über ihn schließt sich der Kreis. Wenn ich mit ihm spreche, höre ich in gewissem Sinne mir selber zu und gebe mir dadurch Kraft. Deswegen sage ich auch nie bitte, sondern immer danke. Nicht nur für jeden gelebten Tag, sondern auch, wenn er mir mal eine Prüfung stellt.

nordbuzz: Haben Sie eine Lebensphilosophie?

Friedle: Denke groß, aber fang klein an. Nichts ist falsch im Leben, nur darfst du keinen Fehler zweimal machen. Und: Man sollte nicht in der Vergangenheit leben. Denn das Wasser, das runtergeronnen ist, dreht keine Mühle mehr.

nordbuzz: Heino hat angeblich einen Bekanntheitsgrad von 98 Prozent. Wie hoch ist Ihrer?

Friedle: Vermutlich bin ich nicht weit davon entfernt. Der Nachteil: Wenn dich jeder kennt, beurteilt dich auch jeder, obwohl du nicht danach fragst. Aber ich stehe zu dem, was ich mache. Wie sollten sonst die Fans zu mir stehen?

nordbuzz: Ist DJ Ötzi Kult?

Friedle: Es sind zuletzt sehr viele junge Leute zu den Konzerten gekommen. Ich spüre, dass sich da etwas bewegt. Auf der Straße singen sie mir Songtitel wie „Ein Stern“, „Geboren um dich zu lieben“ oder „Amore“ hinterher. Oder sie fragen einfach nur: „Hallo Gerry, wie geht's dir?“ Viele sprechen mich auch mit Herr Ötzi an.

nordbuzz: Und trotzdem wird DJ Ötzi von einigen Leuten noch belächelt.

Friedle: Weil sie mich auf Après-Ski und Hütten-Gaudi reduzieren. DJ Ötzi ist nun mal etwas für das Massenpublikum. Aber wenn meine Songs generell keine Hits wären, wären es auch keine Après-Ski-Hits.

nordbuzz: Was ist Ihr größter Luxus?

Friedle: Wenn ich Zeit mit meiner Familie verbringen kann. Heute hat mich meine Tochter Lisa-Marie fünfmal angerufen, weil ich nicht bei ihr bin. Meine Frau Sonja ist mittlerweile meine Managerin, weshalb sie oft dabei ist. Allen anderen Luxus kann ich mir zwar leisten, aber ich brauche ihn nicht. Wenn ich mit dem Fiat Cinquecento unterwegs bin, fühle ich mich auch cool.

nordbuzz: Haben Sie Lisa-Marie nach der Presley-Tochter benannt?

Friedle: Ja. Ich bin großer Elvis-Presley-Fan, ich war schon zweimal in Graceland. Ich war sofort sein großer Fan, weil er ein Wahnsinns-Charisma und so etwas Warmes in der Stimme hat. Ich besitze auch etwas von ihm - und von Michael Jackson. Aber ich verrate nicht, was es ist.

nordbuzz: Elvis hatte seine Markenzeichen, Sie haben Ihre eigenen: Was ist das Geheimnis hinter Ihrer weißen Wollmütze?

Friedle: Magie! Sie verleiht Kraft und Power. Sie ist nicht nur Markenzeichen, und sie ist keine Verkleidung. Diese Haube gibt mir den Mut, mehr zu sein. Gerry Friedle meidet Elefanten, DJ Ötzi reitet Elefanten! Es steckt also mehr dahinter als man sich denkt.

nordbuzz: Wie viele haben Sie davon?

Friedle: Mittlerweile an die 50. Früher hat meine geliebte Oma die für mich gemacht. Sie ist leider vor drei Jahren verstorben. Nun macht sie eine Freundin der Familie. Sie schickt mir jeden Monat 10 bis 15 Stück. So kann ich sie auch mal weiterverschenken.

 


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