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Soll die Kirche den Dialog mit Muslimen vertiefen?


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Rolf

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Soll die Kirche den Dialog mit Muslimen vertiefen?

 

 

 

 

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Der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Markus Dröge, und ein Mitglied der Kirchenleitung der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche, Propst Gert Kelter. Fotos: idea/Köbke, Privat

Wetzlar (idea) – Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat in einem neuen Positionspapier zum Ausdruck gebracht, dass sie den interreligiösen Dialog mit Muslimen vertiefen will. Ist dieses Ziel richtig? Dazu äußern sich zwei kirchenleitende Repräsentanten in einem Pro und Kontra für die Evangelische Nachrichtenagentur idea (Wetzlar).

 

Pro: Christen sollen Friedensstifter sein

 

Für eine Vertiefung des Dialogs mit Muslimen plädiert der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Markus Dröge. Nach seinen Worten muss dieses Gespräch verstärkt werden, gerade weil es in einer Bewährungsprobe stehe: „Der Einfluss ausländischer Regierungen auf Muslime in Deutschland, die Verbindung von Religion und nationalem Denken, der Einfluss fundamentalistischer Strömungen innerhalb des Islams – all das ist belastend.“ Laut Dröge muss man von muslimischen Mitbürgern Dialogbereitschaft erwarten: „Aber umso mehr von uns selbst: Denn unsere Aufgabe als Christen ist es, Friedensstifter zu sein, und zwar gerade dann, wenn die Herausforderung groß ist. Das hat Jesus uns in der Bergpredigt aufgetragen.“

 

Kontra: Im Dialog auch theologische Gegensätze bearbeiten

 

Die Gegenposition vertritt ein Mitglied der Kirchenleitung der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK), Propst Gert Kelter (Görlitz). Er nennt die Aussage in dem Positionspapier „verblüffend“, dass der interreligiöse Dialog „zutiefst zum Wesen der Kirche“ gehöre. Er fragt: „Waren das nicht ‚früher‘ mal Liturgie, Diakonie und Mission?“ Beim vertieften Dialog zwischen EKD und Islam scheine es vor allem um die Verständigung über Religionsfreiheit, religiösen Pluralismus und die „Einübung in die eigene Pluralitätsfähigkeit“ zu gehen. Kelter: „Das ist wichtig. Vor allem für den Islam. Gäbe es aber nicht auch theologische Gegensätze dialogisch zu bearbeiten?“


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