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Baptistengemeinde im Visier der Linken


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Rolf

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Baptistengemeinde im Visier der Linken

 

 

 

 

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Der Fraktionsvorsitzende der Partei Die Linke, Rico Gebhardt, im sächsischen Landtag. Foto: picture-alliance/Sebastian Kahnert/dpa

Rodewisch (idea) – In Sachsen ist eine Baptistengemeinde ins Visier der Partei „Die Linke“ geraten. Der Fraktionsvorsitzende der Partei, Rico Gebhardt (Aue), stellte eine Kleine Anfrage an die Staatsregierung in Dresden. Er wollte wissen, welche Erkenntnisse sie über die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (EFG) Rodewisch hat. Rodewisch ist eine Kleinstadt mit 6.500 Einwohnern im Vogtland. Zudem fragte Gebhardt: „Ist der Staatsregierung die Einschätzung des Sekten- und Weltanschauungsbeauftragten der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, Harald Lamprecht, bekannt, nach welcher er die EFG Rodewisch als ‚problematisch pfingstlich-charismatisch‘ eingestuft hat?“ In der Antwort aus dem Kultusministerium heißt es, dass es dem „zur religiös-weltanschaulichen Neutralität verpflichteten Staat verwehrt“ sei, die religiöse Betätigung der Bürger ohne Anlass zu überwachen, zu bewerten „oder gar kirchliche Bewertungen zu übernehmen“. Eine Einschätzung des Sekten- und Weltanschauungsbeauftragten zu der Gemeinde liege nicht vor. Bekannt sei aber, dass die Gemeinde 1939 gegründet und Mitglied im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (Baptisten und Brüdergemeinden) sei.

 

Sektenbeauftragter hat sich nie über die Gemeinde geäußert

 

Lamprecht zeigte sich gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea überrascht von der Anfrage an die Staatsregierung. Weder habe ihn der Linken-Politiker Gebhardt in der Sache kontaktiert, noch habe er sich jemals zu der Gemeinde öffentlich geäußert. In der Vergangenheit habe er sich mit ihr hin und wieder beschäftigt, weil sie pfingstlich-charismatisch geprägt sei, was zu Rückfragen geführt habe. Doch er sei in Dresden „viel zu weit weg“, um über die Gemeinde ein Urteil fällen zu können.

 

Gemeinde ist verwundert: Niemand hat angefragt

 

Die Gemeinde selbst zeigte sich verwundert über den Vorstoß der Linken. Niemand habe sich bisher vor Ort informiert oder überhaupt den Kontakt gesucht, sagte Diakon Dirk Nekwinda auf Anfrage von idea. Zudem habe der eigentliche Anlass für die Anfrage nichts mit der Gemeinde zu tun. Wie er ausführte, steht im Hintergrund ein Streit um ein Pflegekind. Das Kleinkind wurde zunächst von einem Paar in Schneeberg betreut und kam von dort auf Anordnung des Jugendamtes zu jüngeren Pflegeeltern, die zum Leitungskreis der Gemeinde gehören. In der Folge entwickelte sich eine Kontroverse um das Umgangsrecht. Gebhardt bestätigte gegenüber der Lokalpresse, dass der frühere Schneeberger Pflegevater ihn auf den Fall aufmerksam gemacht hatte. Der Mann sei in Sorge, dass sein früheres Pflegekind sich in den Fängen einer Sekte befinde.

 

Baptistische Pflegefamilie arbeitet seit Jahren gut mit dem Jugendamt zusammen

 

Die neue Pflegefamilie kann die Aufregung um das Kind nicht verstehen. Um das Kleinkind zu schützen, will der Vater namentlich nicht erwähnt werden. Wie er idea sagte, betreut seine Familie seit vielen Jahren drei Pflegekinder. Man arbeite gut mit dem Jugendamt zusammen. Der Leiter des Landesverbandes Sachsen der Freikirche, Peter Fugmann (Sosa), stellte sich hinter die Gemeinde, die 150 Mitglieder hat: „Offenbar wird im hochemotionalen Streit um das Pflegekind nach jedem Hebel gegriffen.“ Das nutze die Linke für ihr politisches Geschäft. Die Zugehörigkeit zu einer Gemeinde habe mit der Erziehungskompetenz nichts zu tun. Zum Landesverband Sachsen gehören 62 Gemeinden mit 4.500 Mitgliedern.


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